Südafrika Geheimtipps gibt es viele. Und ja, Kapstadt, die Garden Route und der Kruger Nationalpark haben ihren Ruf absolut verdient. Aber je öfter wir im Land unterwegs waren, desto mehr haben uns auch die Orte begeistert, die nicht auf jeder ersten Route stehen. Regionen, in denen es ruhiger ist, landschaftlich oft sogar noch eindrucksvoller und deutlich weniger durchgetaktet.
In diesem Beitrag teilen wir unsere persönlichen Südafrika Geheimtipps abseits der Klassiker. Keine Spots, die man einfach „mitnimmt“, sondern Gegenden, für die man sich bewusst Zeit nehmen sollte. Manche davon eignen sich perfekt als Ergänzung zu bekannten Routen, andere eher für den zweiten oder dritten Südafrika Trip
Inhaltsverzeichnis
- Unsere Südafrika Geheimtipps
- Warum wir die Klassiker hier bewusst ausklammern
- Lieblingsorte rund um Kapstadt
- Lieblingsorte in den Winelands
- Lieblingsorte am Meer
- Lieblingsorte im Landesinneren
- Lieblingsorte im Osten Südafrikas
- Lieblingsorte im Norden/Nordosten des Landes
- Unser Fazit: Südafrika wird mit jeder Reise spannender
Unsere Südafrika Geheimtipps
Alle Orte in diesem Beitrag erfüllen für uns mehrere Kriterien. Sie liegen (meist) abseits der klassischen Standardrouten, sind aber trotzdem gut erreichbar. Sie bieten mehr als nur einen kurzen Fotostopp und funktionieren (meist) auch ohne Allradfahrzeug oder Luxuslodge.
Vor allem aber sind es Orte, an denen wir selbst länger geblieben sind als ursprünglich geplant oder an die wir jederzeit zurückkehren würden. Nicht jeder Ort passt zu jeder Reise. Genau deshalb ordnen wir jeden Tipp ehrlich ein. Wenn du noch Inspiration für deine nächste Reise brauchst, schau unbedingt auf unserem Südafrika-Reiseblog vorbei: Südafrika Reiseblog – Highlights, Tipps & Insider.
Warum wir die Klassiker hier bewusst ausklammern
Kapstadt, die Garden Route und der Kruger Nationalpark gehören für uns weiterhin zu jeder guten Südafrika Reise. Aber genau deshalb wollten wir hier den Fokus auf die Orte legen, die oft untergehen oder erst später entdeckt werden – Südafrika Geheimtipps eben.
Unsere Erfahrung ist, dass gerade die Mischung den Unterschied macht. Ein paar Tage Großstadt, Safari oder bekannte Highlights und danach bewusst ruhigere Regionen.
Auf all unseren Südafrika Reisen haben wir deshalb auch immer abseits der bekannten Routen geschaut. Wir nehmen uns bewusst Zeit für Regionen, die viele Reisende zunächst übersehen bzw. erst einmal auslassen.
Lieblingsorte rund um Kapstadt
Kalk Bay
Kalk Bay ist streng genommen kein Geheimtipp. Aber die Art, wie die meisten die Kap-Halbinsel erleben, ist es irgendwie schon. Viele fahren einmal im Kreis, halten an ein paar Aussichtspunkten und sind am Nachmittag wieder zurück in ihrer Unterkunft in Kapstadt.
Die Ostseite der Kap-Halbinsel ist spannend, wenn man ihr Zeit gibt. Kalk Bay mit seinen kleinen coolen Läden, Cafés und Restaurants, Simon’s Town mit Hafen, Geschichte und Pinguinen und Muizenberg mit Surfkultur und weitem Strand. Alles fühlt sich hier irgendwie entspannter an als die Westseite rund um Camps Bay.
Was wir hier mögen, ist dieses alltägliche Leben am Meer. Morgens Kaffee in Kalk Bay, ein Spaziergang durch Simon’s Town, nachmittags Strand oder Surfer beobachten in Muizenberg. Kein klassisches Sightseeing, sondern einfach ankommen und bleiben.
So lässt sich Kalk Bay kombinieren: Am besten mit mindestens zwei Übernachtungen auf der Kap-Halbinsel. Perfekt als Alternative dazu, jeden Abend zurück nach Kapstadt zu fahren. Auch gut kombinierbar mit Muizenberg und Simon’s Town.

Scarborough/Misty Cliffs
Scarborough und Misty Cliffs liegen zwar auf der Kap-Halbinsel, fühlen sich aber völlig anders an als viele andere Orte rund um Kapstadt. Die Landschaft ist rau, der Wind oft kräftig und genau das macht diesen Teil der Küste so besonders. Große Hotels, Promenaden oder viel Trubel suchst du hier vergeblich. Stattdessen erwarten dich offene Landschaften, kleine Häuser am Hang und der Blick auf den Atlantik.
Wir mögen an dieser Gegend vor allem die Ruhe und das Gefühl von Weite. Die Strände sind lang und oft fast leer, zwischendurch gibt es kleine Cafés und Aussichtspunkte mit Blick auf das Meer. Misty Cliffs wirkt noch einmal etwas abgeschiedener als Scarborough und fühlt sich fast wie ein kleines Dorf zwischen Felsen und Ozean an. Ein Ort für lange Spaziergänge, Sonnenuntergänge am Wasser und Tage, an denen du einfach ohne Plan unterwegs bist.
So lässt sich Scarborough & Misty Cliffs kombinieren: Sehr gut zusammen mit Kalk Bay, Kommetjie oder als ruhiger Abschluss eines Tages auf der Kap-Halbinsel. Auch mit Übernachtung spannend, um morgens und abends die Stimmung mitzunehmen.

Clarence Drive R44
Die Clarence Drive ist keine klassische Sehenswürdigkeit, sondern eine Strecke, die man erlebt. Sie verbindet Gordon’s Bay mit Betty’s Bay und gehört für uns zu den schönsten Küstenstraßen rund um Kapstadt. Trotzdem wird sie oft nur als Durchfahrt wahrgenommen oder ganz ausgelassen.
Was diese Route so besonders macht, ist die Nähe zum Meer. Kurven, Felsen, Wellen direkt unter der Straße und immer wieder Aussichtspunkte, an denen man einfach stehen bleibt. Keine Inszenierung, kein großes Schild. Einfach Landschaft. Besonders früh morgens oder kurz vor Sonnenuntergang entfaltet die Strecke ihren Reiz.
So lässt sich die Clarence Drive kombinieren: Perfekt in Kombination mit Betty’s Bay, dem Kogelberg Nature Reserve oder als Alternative zur direkten Rückfahrt nach Kapstadt. Am besten bewusst Zeit einplanen und nicht einfach durchfahren.

Lieblingsorte in den Winelands
Tulbagh
Tulbagh liegt nur rund anderthalb Stunden von Kapstadt entfernt und ist für uns ein kleiner Herzensort geworden. Eingebettet in ein weites Tal, umgeben von Bergen und mit einer Ruhe, die man in Stellenbosch oder Franschhoek oft vergeblich sucht.
Was wir an Tulbagh lieben, ist die Mischung aus kleinen Weingütern und dem Gefühl, wirklich auf dem Land zu sein. Die Landschaft ist offen, die Straßen meist total leer und die Atmosphäre einfach super entspannt. Perfekt für lange Frühstücke, Spaziergänge durch die Weinberge und Tage ohne straffen Plan.
So lässt sich Tulbagh kombinieren: Sehr gut nach Kapstadt oder vor der Weiterfahrt Richtung Cederberge. Zwei bis drei Nächte sind unserer Meinung nach ideal.

Montagu
Montagu liegt an der Route 62, wird aber oft nur als kurzer Durchfahrtsort wahrgenommen. Dabei lohnt es sich sehr, hier bewusst anzuhalten. Umgeben von Bergen, mit einer entspannten Kleinstadt-Atmosphäre und deutlich weniger Trubel als in den bekannten Winelands.
Was wir an Montagu mögen, ist die Mischung aus Landschaft und Leben. Kleine Cafés, historische Gebäude, Thermalquellen in der Umgebung und viele Möglichkeiten zum Wandern oder einfach draußen sein. Alles fühlt sich angenehm unaufgeregt an. Montagu ist kein Ort, der laut um Aufmerksamkeit buhlt, sondern einer, der mit Ruhe überzeugt.
So lässt sich Montagu kombinieren: Perfekt in Kombination mit Robertson, der Route 62 oder als Übergang zwischen Winelands und Karoo. Zwei Nächte sind ideal, um nicht nur durchzufahren.

Robertson
Robertson liegt entlang der Route 62 im Western Cape und gehört zu den eher unbekannten Weinregionen Südafrikas. Die Landschaft rund um den Ort ist weit und offen. Zwischen Weinbergen, Farmen und kleinen Straßen verteilen sich viele tolle Weingüter in der Region.
Robertson ist kein Ort für große Highlights oder viel Trubel. Man kommt eher wegen der kleinen Überraschungen. Ein schönes Weingut, ein gutes Restaurant auf einer Farm, eine ruhige Unterkunft mitten in den Weinbergen oder einfach die Landschaft entlang des Breede River.
So lässt sich Robertson kombinieren: Perfekt in Kombination mit Montagu oder als Zwischenstopp Richtung Karoo. Zwei Nächte reichen, drei sind entspannter.

Lieblingsorte am Meer
Paternoster
Paternoster liegt an der Westküste und ist einer dieser Orte, bei denen man sofort einen Gang runterschaltet. Weiß getünchte Häuser, raue Küste, frische Meeresluft und ein komplett anderes Südafrika-Gefühl als an der Garden Route.
Was wir an Paternoster lieben, ist die Schlichtheit. Kein Schnickschnack, keine großen Attraktionen, dafür lange Spaziergänge am Meer, gutes Essen und Sonnenuntergänge, die einen wirklich umhauen. Besonders außerhalb der Hauptsaison wirkt der Ort angenehm verschlafen.
So lässt sich Paternoster kombinieren: Perfekt als Abstecher von Kapstadt oder in Kombination mit der Westküste und den Cederbergen. Zwei bis drei Nächte sind ideal.

De Kelders
De Kelders liegt an der Walker Bay und ist vor allem für seine Küste und die Walbeobachtung bekannt. Der kleine Ort gehört zur Region Gansbaai und liegt direkt oberhalb der Felsen mit Blick auf den Atlantik. Besonders zwischen Juni und November hast du hier sehr gute Chancen, Wale vom Land aus zu sehen.
Direkt entlang der Küste verläuft ein schöner Wanderweg über die Felsen. Von dort hast du immer wieder Aussicht auf die Bucht und kannst mit etwas Glück Wale, Delfine oder Robben entdecken. Der Ort selbst ist klein und ruhig. Statt vieler Restaurants oder Geschäfte stehen hier vor allem Gästehäuser und Ferienhäuser mit Blick auf das Meer.
So lässt sich De Kelders kombinieren: Gut nach Kapstadt oder vor der Weiterfahrt Richtung Garden Route. Zwei bis drei Nächte sind perfekt.

Port Alfred
Port Alfred liegt an der Sunshine Coast im Eastern Cape, etwa zwischen Gqeberha und East London. Viele fahren auf der Strecke einfach durch. Dabei lohnt sich ein kurzer Stopp oder auch eine Übernachtung.
Der Ort liegt direkt am Kowie River, der hier ins Meer mündet. Entlang des Flusses liegen kleine Bootsanleger, Häuser und einige Restaurants. Gleichzeitig gibt es rund um Port Alfred lange Sandstrände, die oft erstaunlich leer sind. Der Ort selbst wirkt ruhig und wenig touristisch.
So lässt sich Port Alfred kombinieren: Gut zwischen Garden Route und KwaZulu-Natal oder in Kombination mit Oribi Gorge. Zwei Nächte sind angenehm, drei fühlen sich richtig entspannt an.

West Coast Nationalpark
Der West Coast National Park liegt nur rund anderthalb Stunden von Kapstadt entfernt und wird trotzdem oft unterschätzt. Viele kommen nur zur Blumenblüte oder fahren einmal kurz rein. Dabei kann man hier problemlos ein oder zwei richtig schöne Tage verbringen.
Am West Coast National Park mögen wir vor allem die Landschaft. Weite Ebenen, die türkisfarbene Lagune und lange, ruhige Strände prägen das Bild. Hier kannst du spazieren gehen, Picknick machen oder einfach eine Weile sitzen und den Blick über die Lagune genießen.
So lässt sich der West Coast National Park kombinieren: Perfekt in Kombination mit Paternoster, Langebaan oder der Weiterfahrt Richtung Cederberge. Plane mindestens zwei Übernachtungen ein, um den Park entspannt zu erleben.

Lieblingsorte im Landesinneren
Cederberge
Die Cederberg Mountains gehören für uns zu den beeindruckendsten Regionen Südafrikas. Bizarre Felsformationen, jahrtausendealte Felsmalereien der San, weite Landschaften, kaum Menschen. Wer Natur liebt und gerne wandern geht, wird hier definitiv happy.
Viele Orte liegen weit auseinander, deshalb lohnt es sich, mindestens drei oder mehr Nächte einzuplanen. So kannst du die Landschaft und die verschiedenen Highlights in Ruhe erkunden.
So lässt sich der Cederberg kombinieren: Gut nach den Winelands oder als Stopp auf einem Roadtrip entlang der Westküste. Zwei bis drei Nächte solltest du unserer Meinung nach mindestens einplanen.

Kagga Kamma Nature Reserve
Das Kagga Kamma Nature Reserve liegt im Süden der Cederberge und fühlt sich an wie eine eigene kleine Welt. Weite Ebenen, bizarre Felsformationen und eine Landschaft, die eher an die Filmkulisse von Fred Feuerstein erinnert als an ein klassisches Reiseziel.
Tagsüber kannst du die bizarre Felsenlandschaft rund um Kagga Kamma erkunden. Viele Wege führen durch die roten Sandsteinformationen, vorbei an Höhlen und alten Felsmalereien der San. Am Abend wird es hier besonders ruhig. Dann sitzt du draußen unter einem klaren Sternenhimmel, weit weg von Städten und Lichtverschmutzung.
So lässt sich Kagga Kamma kombinieren: Perfekt in Kombination mit den Cederberg Mountains, der Westküste oder Sutherland. Zwei bis drei Nächte sind ideal, um die Landschaft wirklich wirken zu lassen.

Sutherland
Sutherland liegt in der Karoo und ist vor allem für seinen außergewöhnlich klaren Sternenhimmel bekannt. Der kleine Ort gilt als einer der besten Plätze in Südafrika, um Sterne, Planeten und das Weltall zu beobachten. Der Grund dafür ist die sehr trockene Luft, die Höhe und die geringe Lichtverschmutzung.
Ganz in der Nähe steht auch das bekannte SALT-Teleskop, eines der größten optischen Teleskope der Welt. Viele Besucher kommen deshalb gezielt nach Sutherland, um an einer Sternenführung teilzunehmen oder mehr über Astronomie zu erfahren.
So lässt sich Sutherland kombinieren: Für Sutherland entscheidet man sich meist ganz bewusst, denn der Ort liegt etwas abgelegen und du musst ein Stück fahren. Gut verbinden lässt sich Sutherland zum Beispiel mit Kagga Kamma, Matjiesfontein oder auch Aquila auf dem Weg von oder nach Kapstadt. Wir empfehlen dir zwei Nächte in Sutherland.

Prince Albert
Prince Albert liegt am Rand der Großen Karoo, am Fuße der Swartberge und ist einer dieser Orte, an denen man völlig ungeplant etwas hängen bleibt. Klein, super ruhig und mit viel Charakter. Hier warten keine spektakulären Highlights auf dich, sondern eine entspannte Atmosphäre.
Freue dich auf breite Straßen, historische Häuser, kleine Cafés und schnuckelige Unterkünfte. Dazu die Nähe zu den Bergen und die unglaubliche Weite der Karoo. Prince Albert eignet sich für einen kurzen Zwischenstopp, aber auch für einen Stopp mit ein bis zwei Übernachtungen.
So lässt sich Prince Albert kombinieren: Perfekt in Kombination mit dem Swartberg Pass, Oudtshoorn oder als Verbindung zwischen Garden Route und Karoo. Bleib einfach mal ein bis zwei Nächte in diesem Ort.

Lieblingsorte im Osten Südafrikas
Oribi Gorge
Die Oribi Gorge liegt im Süden von KwaZulu-Natal und gehört zu den beeindruckendsten Schluchten Südafrikas. Tiefe Täler, steile Felswände und grüne Hänge prägen die Landschaft. Trotz der spektakulären Kulisse ist die Region bei internationalen Urlaubern noch relativ wenig bekannt.
Im Naturreservat gibt es mehrere Aussichtspunkte und Wanderwege entlang der Schlucht. Besonders bekannt ist der Blick vom Leopard Rock oder vom Oribi Gorge Lookout. Neben Wandern kannst du hier auch Aktivitäten wie Ziplining oder den berühmten Gorge Swing ausprobieren.
So lässt sich Oribi Gorge kombinieren: Gut in Kombination mit der KwaZulu-Natal Küste oder auf dem Weg Richtung Drakensberge. Zwei Nächte sind ideal.

Champagne Valley in den Drakensbergen
Das Champagne Valley liegt in den nördlichen Drakensbergen und gehört für uns zu den schönsten Regionen in dieser Gegend. Viele Reisende steuern in den Drakensbergen vor allem Orte wie das Amphitheatre oder den Royal Natal National Park an. Das Champagne Valley ist etwas ruhiger, landschaftlich aber mindestens genauso beeindruckend.
Grüne Täler, hohe Bergketten und viele Wanderwege prägen diese wunderschöne Region. Von vielen Unterkünften hast du direkten Blick auf die Drakensberge. Morgens aufzuwachen und die Berge direkt vor sich zu haben, gehört hier einfach dazu. Wir haben es geliebt!
So lässt sich das Champagne Valley kombinieren: Gut mit anderen Regionen in KwaZulu-Natal oder als Naturstopp innerhalb einer längeren Südafrika Reise. Drei Nächte sind ideal, wenn du auch wandern und relaxen möchtest.

Midlands Meander
Bereit für einen weiteren Südafrika Geheimtipp? Der Midlands Meander liegt in KwaZulu-Natal zwischen Durban und den Drakensbergen. Die Region ist bekannt für ihre grünen Hügel, kleinen Farmen, Cafés, Galerien und viele lokale Manufakturen. Über mehrere kleine Straßen verteilt findest du hier Restaurants, Hofläden, Kunsthandwerk und super gemütliche Unterkünfte.
So lässt sich der Midlands Meander kombinieren: Sehr gut in Kombination mit dem Champagne Valley oder auf dem Weg zwischen Durban und den Drakensbergen. Plane mindestens zwei Nächte für diese Region ein.

Lieblingsorte im Norden/Nordosten des Landes
Kgalagadi Transfrontier Park
Der Kgalagadi Transfrontier Park ist nichts für schnelle Safaris. Und genau das macht diesen Park auch so besonders. Endlose Weite, rote Dünen, staubige Pisten und ein Gefühl von Abgeschiedenheit, das man in kaum einem anderen Nationalpark erlebt.
Safari fühlt sich hier anders an als in vielen anderen Parks. Tiere sieht man natürlich auch, vor allem Löwen, Oryx-Antilopen, Springböcke oder Leoparden. Gleichzeitig spielt die Landschaft eine große Rolle. Die Weite, das Licht und die Ruhe machen einen großen Teil des Erlebnisses aus.
So lässt sich der Kgalagadi kombinieren: Am besten als Teil einer Rundreise durch das Northern Cape. Plane mehrere Nächte ein, da die Fahrzeiten im Park lang sein können. Mit etwas Zeit kannst du verschiedene Camps besuchen und unterschiedliche Teile des Parks erkunden.

Barberton Makhonjwa Mountains
Die Barberton Makhonjwa Mountains im Osten Südafrikas gehören zu den ältesten Gebirgsformationen der Welt und sind UNESCO-Welterbe. Die Region liegt nahe der Grenze zu Eswatini und wird von vielen Reisenden trotzdem oft übersehen. Für uns gehört die Region definitiv zu unseren persönlichen Südafrika Geheimtipps.
Besonders bekannt ist die Barberton Makhonjwa Geotrail, eine kurvige Panoramastraße durch die Berge. Entlang der Strecke gibt es mehrere Aussichtspunkte und Infotafeln zur Geologie der Region. Die Landschaft ist geprägt von grünen Tälern, steilen Hängen und weiten Ausblicken.
So lässt sich Barberton kombinieren: Gut auf dem Weg Richtung Eswatini oder weiter an die Küste von KwaZulu-Natal. Eine Übernachtung lohnt sich, damit du die Region nicht nur durchfährst und auch etwas Zeit für die Aussichtspunkte und die Landschaft hast.

Magoebaskloof
Magoebaskloof liegt in der Provinz Limpopo zwischen Tzaneen und Polokwane. Die Region ist deutlich grüner und kühler als viele andere Teile des Landes. Dichte Wälder, Nebel, Wasserfälle und viele kleine Farmen prägen die Landschaft.
Gerade weil wir bisher meist wegen Kruger Nationalpark und Panorama Route in der Gegend waren, haben wir diese Region selbst noch nicht richtig erkundet. Genau das möchten wir auf einer unserer nächsten Reisen unbedingt nachholen. Limpopo und Mpumalanga haben nämlich deutlich mehr zu bieten als nur die bekannten Safari- und Panorama-Spots.
Viele Unterkünfte liegen mitten im Wald oder auf Farmen mit Blick über die Hügel. Dazu kommen Wanderwege, Wasserfälle und viele kleine Naturspots, die sich perfekt für ein paar ruhigere Tage eignen.
So lässt sich Magoebaskloof kombinieren: Ideal vor oder nach dem Kruger Nationalpark oder als Kontrast zur Panorama Route. Zwei bis drei Nächte solltest du hier einplanen, um die Region wirklich kennenzulernen.
Unser Fazit: Südafrika wird mit jeder Reise spannender
Je öfter wir in Südafrika unterwegs sind, desto mehr merken wir, wie vielseitig das Land eigentlich ist. Die bekannten Klassiker gehören natürlich dazu und haben ihren festen Platz auf vielen Routen. Aber daneben gibt es unglaublich viele Regionen, die man beim ersten Besuch oft noch gar nicht auf dem Schirm hat.
Gerade Gegenden wie die Westküste, die Karoo, der Norden oder der Nordosten zeigen noch einmal eine ganz andere Seite des Landes. Weniger bekannte Orte, mehr Landschaft, mehr Ruhe und oft auch deutlich weniger Tourismus.
Unser Tipp ist deshalb ganz klar: Plane lieber etwas weniger Stationen und nimm dir mehr Zeit für einzelne Regionen. Beim ersten Besuch vielleicht noch klassisch. Bei der nächsten Reise kannst du dann gezielt andere Gegenden entdecken.
Viele der Orte aus diesem Beitrag würden wir nicht unbedingt für eine allererste Südafrika Reise empfehlen. Aber wenn du das Land schon kennst oder bewusst auch ruhigere Regionen entdecken möchtest, sind sie eine richtig schöne Ergänzung.
Und genau das lieben wir an Südafrika. Selbst nach 7 Reisen haben wir immer noch das Gefühl, längst nicht alles gesehen zu haben. Hinter der nächsten Kurve wartet oft schon wieder eine neue Landschaft oder eine Region, die man vorher gar nicht auf dem Plan hatte.
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