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Kruger Nationalpark Südafrika – Safari, Kosten, Camps & Routen

Kruger Nationalpark Giraffen Wildnis Safari

In diesem Guide zum Kruger Nationalpark in Südafrika teilen wir unsere besten Tipps und Erfahrungen für eine Safari als Selbstfahrer (und auch mit geführten Touren). Wir waren bereits zwei Mal im Kruger unterwegs, haben sowohl im Park in Camps als auch in Unterkünften außerhalb übernachtet und dabei unglaublich viele Tiere gesehen.

Im Beitrag erfährst du, welche Regionen sich lohnen, wie du deine Route planst, welche Gates & Camps praktisch sind, was eine Safari kostet und welche Tipps wir dir besonders für die Regenzeit mitgeben würden. Noch Fragen? Dann schreib uns gerne in die Kommentare. Viel Spaß beim Lesen und Planen!



Allgemeine Infos über den Kruger Nationalpark

Der Krüger Nationalpark (richtig heißt es übrigens „Kruger Nationalpark“; das „ü“ ist der Eindeutschung geschuldet), dessen Grundstein bereits im Jahre 1898 durch Paul Kruger gelegt wurde, ist insgesamt knapp 20.000 Quadratkilometer groß. Er befindet sich in den nördlichen Provinzen Limpopo und Mpumalanga.

Schon damals war Krugers Vision, das Wildleben vor Wilderern zu schützen. So schaffte man bereits damals die Grundlage für die heutige Artenvielfalt. Seit 1927 ist der Park öffentlich für Besucher. Bereits 1935 kamen mehr 26.000 Besucher.

Von Norden nach Süden erstreckt er sich auf 350 km, die West-Ost Ausdehnung beträgt 60 bis 80 Kilometer – genügend Platz, für einer der größten Artenreichtümer der Welt. Durch die Größe des Parks ergeben sich auch verschiedene Landschaftsformen.

Während der Norden eher karg und felsig ist, ist der Süden dank des Sabie-Flusses das fruchtbarste und grünste Gebiet des Parks. Der Kruger-Nationalpark ist übrigens nur rund 430 Kilometer von Johannesburg entfernt.



Tiere im Kruger Nationalpark

Natürlich leben im Park die bekannten Big Five mit Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard und Löwe. So faszinierend diese Tiere auch sind, wäre es aber wirklich schade, nur nach diesen Tieren Ausschau zu halten. Denn Zebras, Giraffen, Nilpferde, Krokodile, Wildhunde, Warzenschweine, Impalas und andere Antilopen sind genauso schön anzusehen wie Hyänen, Paviane oder die vielen bunten Vögel.

Für uns waren nicht spezielle Tiere das Highlight, sondern das Zusammenleben dieser Tiere in „freier“ Natur im Allgemeinen. Und wusstest du eigentlich, warum man von den „Big Five“ spricht? Das bedeutet nicht etwa, dass es die größten Tiere Südafrikas sind. Früher bezeichnete man die Tiere, welche am schwierigsten zu jagen und erlegen sind, als die „Big 5“. Und dazu gehören eben Nashörner, Büffel, Elefanten, Leoparden und Löwen.



Im Kruger Nationalpark gibt rund 1500–1600 Löwen und schätzungsweise 1000 Leoparden. Der Afrikanische Wildhund ist allerdings deutlich seltener. Laut Angaben des Rangers gibt es nur noch 150-200 Exemplare im Park (…und ca. 30 davon haben wir gesehen!!!!). Einen Geparden zu entdecken ist wirklich eine Glückssache. Davon gibt es im ganzen Park nur noch schätzungsweise 200 Tiere.

Auch ist nicht klar, wie viele Nashörner es im Kruger Nationalpark noch gibt. Wir hatten unglaublich großes Glück und haben welche entdeckt. Neben den 147 Säugetierarten, gibt es rund 54 erfasste Schlangenarten im Park (auch Kobra oder Schwarze Mamba) sowie 492 Vogelarten, 118 Arten von Reptilien, 49 Arten von Süßwasserfischen, 34 Amphibienarten, 404 Arten von Bäumen, 224 Arten von Gras und 1275 andere Pflanzenarten. Einfach Wahnsinn, welche Vielfalt der Park bietet.



Beste Reisezeit für den Kruger Nationalpark

SaisonMonateBesonderheiten
Trockenzeit
☀️ 25 °C bis 31 °C
Mai bis OktoberBeste Zeit für Tierbeobachtungen, dünnere Vegetation, Tiere an Wasserlöchern sichtbar
Regenzeit
🌤 32 °C bis 35 °C
November bis AprilGrüne Landschaft, dichte Vegetation, ideal für Vogelbeobachtung, viele neugeborene Tiere

Die beste Reisezeit für den Kruger Nationalpark ist die Trockenzeit, die von Mai bis Oktober dauert. In diesen Monaten sind die Temperaturen angenehmer, die Vegetation ist dünner und es gibt weniger Wasserstellen, wodurch die Tiere leichter zu beobachten sind, da sie sich an den verbleibenden Wasserlöchern sammeln. Diese Zeit gilt als optimal für Safaris und Tierbeobachtungen.

Die Regenzeit von November bis April bringt hingegen dichte Vegetation und zahlreiche Wasserquellen, was die Sicht auf Tiere erschweren kann. Allerdings ist der Park in dieser Zeit besonders grün und bietet eine beeindruckende Landschaft. Zudem ist die Regenzeit ideal für Vogelbeobachter, da viele Zugvögel in den Park kommen. Auch neugeborene Tiere sind in dieser Saison oft zu sehen.

In den Sommermonaten ist es allerdings sehr heiß mit Temperaturen bis 35 °C und mehr. Viele Tiere meiden die Mittagshitze und verkriechen sich in den Schatten. Daher solltest du unbedingt früh aufstehen, denn die Tiere sind eher in den frühen Morgen- und späten Abendstunden aktiv. Weiteres zum Klima in Südafrika findest du hier: Beste Reisezeit Südafrika.



Überschwemmungen & Flut Januar 2026

Update 01/2026: Wir waren zuletzt in der Regenzeit im Januar im Park und haben dort eine der schlimmsten Fluten erlebt. Camps waren überschwemmt, Straßen und Brücken standen unter Wasser und Gäste mussten teilweise evakuiert werden. Zeitweise wurden nicht einmal mehr Tagesgäste in den Park gelassen.

Wir waren tagelang nur auf den asphaltierten Hauptstraßen unterwegs, da alle Gravel Roads geschlossen waren. Außerdem mussten wir extrem flexibel bleiben, unsere Route mehrmals ändern und die Reise am Ende sogar abbrechen.

Das war natürlich ein Ausnahmefall und soll nicht heißen, dass du den Park in der Regenzeit grundsätzlich meiden musst. Wir persönlich würden aber nicht noch einmal in der Haupt-Regenzeit reisen, weil das Risiko für Straßensperrungen, Einschränkungen und Überschwemmungen einfach deutlich höher ist.



Beliebte Regionen im Park

Wenn du im Kruger möglichst viele Tiere sehen willst, sind vor allem die Camps im Süden und in der Mitte besonders beliebt, weil die Chancen auf Sichtungen hier einfach am höchsten sind. Skukuza und Lower Sabie gehören zu den gefragtesten Camps überhaupt, da sie perfekt liegen und man rundherum fast immer irgendwas sieht.

Besonders Lower Sabie ist bekannt für richtig gute Safari-Tage, weil du dort viel entlang des Flusses unterwegs bist und sich Tiere gerne in Wassernähe aufhalten. Ebenfalls extrem beliebt ist Satara im zentralen Kruger. Das Camp liegt mitten in einer offenen Savannenlandschaft, was es zu einem der besten Spots für Löwen und generell Raubtiere macht.

Der Norden (z. B. Shingwedzi oder Punda Maria) ist dagegen meist etwas ruhiger und weniger überlaufen. Dort hast du oft weniger „Sichtungen am laufenden Band“, aber dafür mehr Safari-Feeling, tolle Landschaften und teilweise sehr spezielle Beobachtungen, gerade bei Vögeln und Elefanten.

Wenn du also nur nach dem Motto „wo sieht man am meisten“ gehst, sind Lower Sabie, Skukuza und Satara die besten Kandidaten. Auch das Berg-en-Dal Camp ist empfehlenswert, da die Strecke in Richtung Skukuza sehr tierreich ist.



Anreise mit dem Auto & Flugzeug

Der Kruger Nationalpark ist relativ leicht zu erreichen, egal ob per Flugzeug oder Auto.

Mit dem Flugzeug: Es gibt mehrere Flughäfen in der Umgebung des Parks. Der große internationale Flughafen OR Tambo in Johannesburg ist rund 430 km entfernt und gut angebunden. Regionale Flughäfen wie der Kruger Mpumalanga International Airport in Nelspruit (Mbombela) oder der Flughafen in Hoedspruit liegen näher am Park und bieten Inlandsflüge sowie Verbindungen aus Kapstadt oder Johannesburg.

Mit dem Auto: Die meisten entscheiden sich für die Anreise mit dem Auto, da es die Flexibilität bietet, den Park und seine Umgebung zu erkunden. Von Johannesburg aus dauert die Fahrt etwa 4-5 Stunden. Die Anfahrt ist nicht kompliziert, da die Straßeninfrastruktur gut ist und die Routen gut ausgeschildert sind.


Gates im Kruger Nationalpark

Es gibt insgesamt 9 Eingänge in den Kruger Nationalpark (+ 2 Gates via Mosambik). Wenn du vorab die Panorama Route erkundest, bietet es sich an, über das Orpen Gate in den Kruger Park zu fahren. Solltest du von Johannesburg aus kommen, eignen sich vor allem die südlichen Gates, wie Crocodile Bridge und Malelane.

GateRegionGut geeignet für diese Camps
Crocodile Bridge GateSüdenCrocodile Bridge, Lower Sabie, Biyamiti Bush Camp, (auch: Skukuza Süd)
Malelane GateSüden/SüdwestenBerg-en-Dal, Malelane Satellite Camp, Biyamiti, (auch: Skukuza Südwest)
Paul Kruger GateSüdwestenSkukuza (Top!), Pretoriuskop, Lower Sabie, Biyamiti, (auch: Berg-en-Dal)
Phabeni GateSüdwestenSkukuza, Pretoriuskop, Lower Sabie
Numbi GateSüdwestenPretoriuskop (am nächsten), Skukuza, (auch: Berg-en-Dal etwas weiter)
Orpen GateWest/ZentralOrpen Rest Camp, Satara, Tamboti Tented Camp, Marula Region (schnell Richtung zentrale Camps)
Phalaborwa GateZentral/OstenLetaba, Olifants, (auch: Satara – aber weiter), Tsendze Rustic Camp
Punda Maria GateNordenPunda Maria, Pafuri Camp, (auch: Shingwedzi nördlicher Teil)
Pafuri GateNordenPafuri Camp, Punda Maria, (nördlichste Ecke, Luvuvhu Region)


Öffnungszeiten des Parks

Der Park hat je nach Monat verschiedene Öffnungszeiten. Die Camps in den Parks öffnen in einigen Monaten etwas früher und in anderen etwas später. Übernachtest du also in einem Camp in Park, kannst du am Morgen früher starten als die Touristen, die erst noch von außen durch die Gates fahren müssen. Diese öffnen nämlich im Dezember, Januar und Februar erst eine Stunde später.

  • Januar: 05:30 Uhr bis 18:30 Uhr
  • Februar: 05:30 Uhr bis 18:30 Uhr
  • März: 05:30 Uhr bis 18:00 Uhr
  • April: 06:00 Uhr bis 18:00 Uhr
  • Mai: 06:00 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Juni: 06:00 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Juli: 06:00 Uhr bis 17:00 Uhr
  • August: 06:00 Uhr bis 18:00 Uhr
  • September: 06:00 Uhr bis 18:00 Uhr
  • Oktober: 05:30 Uhr bis 18:00 Uhr
  • November: 05:30 Uhr bis 18:30 Uhr
  • Dezember: 05:30 Uhr bis 18:30 Uhr


Kruger Nationalpark Eintritt

Jedes Jahr werden die Eintrittspreise („Daily Conservation Fee“) von den SANParks angepasst. Momentan kostet der Eintritt noch bis zum 31.10.2026 602 Rand pro Person und Tag (circa 30 €). Kinder zahlen nur die Hälfte (301 ZAR). Natürlich können sich diese Tarife auch innerhalb des Jahres einfach ändern. Checke am besten vorab die Seite der SANParks.

Die Gebühr in Höhe von 30 € zahlt jeder Tagesbesucher, egal ob mit oder ohne Übernachtung. Wenn du eine Nacht im Park bleibst, zahlst du dennoch den Eintritt für zwei Tage (Anreisetag & Abreisetag). Die Conservation Fee kannst du direkt vor Ort am jeweiligen Gate zahlen – aber nur mit Kreditkarte.

KategorieEintrittspreis pro TagWild Card pro Jahr
Erwachsene (12+)R602 (~ 30 €)R4.680 (~ 239 €)
Kinder (2-11 Jahre)R300 (~ 15 €)
Paare (max. 2 Personen)R7.310 (~ 373 €)
Familien (max. 7 Personen)R8.745 (~ 447 €)

Wild Card Südafrika

Wenn du für längere Zeit in Südafrika unterwegs bist, könnte die Wild Card etwas für dich sein. Mit diesem Nationalpark-Pass kannst du einiges an Geld sparen. Die Wild Card gewährt dir ein Jahr lang unbegrenzten Zugang zu über 80 Nationalparks und Reservaten in Südafrika und Eswatini.

Für internationale Gäste kostet die Wild Card für Einzelpersonen ca. 240 €, für Paare ca. 373 € (also nur rund 187 € pro Person) und für Familien knapp 450 €. Ob sich der Kauf für dich lohnt, hängt vor allem davon ab, wie oft und wie lange du Nationalparks besuchen möchtest. Wenn du länger unterwegs bist oder mehrere Parks einplanst, kann die Wild Card definitiv eine gute Ersparnis sein.

Da wir fast 10 Tage im Kruger Nationalpark geplant hatten, war die Wild Card für uns ein No-Brainer: Statt knapp 300 € pro Person für Tageseintritte zu zahlen, waren es am Ende nur 187 € pro Person. Außerdem ist die Karte 365 Tage gültig und kann auch bei einer weiteren Reise innerhalb dieses Jahres noch genutzt werden.

Wir haben die Wild Card direkt am Malelane Gate gekauft. Eine „echte“ Plastikkarte gibt es mittlerweile nicht mehr. Stattdessen zeigst du bei jeder Kontrolle einfach eine PDF-Datei auf dem Handy vor. Die bekommst du nach dem Kauf automatisch per E-Mail zugeschickt.

Anmerkung: Wir wollten die Wild Card eigentlich schon vorab online über SANParks kaufen, aber bei uns hat die Online-Zahlung leider nicht funktioniert. keine Ahnung, warum.



Übernachten im Kruger Nationalpark

Der Kruger Nationalpark bietet verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten für jedes Budget und Erlebnisniveau, je nachdem, ob du direkt im Park oder lieber außerhalb übernachten möchtest.

Kruger Nationalpark Camps

Die 27 staatlichen Camps wie Skukuza, Lower Sabie oder Satara sind eine beliebte Wahl und bieten dir die Möglichkeit, die Wildnis ganz nah zu erleben. Diese Camps sind gut ausgestattet und bieten einfache Chalets, Hütten, Zeltplätze und Bungalows. Zudem verfügen sie über Annehmlichkeiten wie kleine Shops, Restaurants, Pools und Grillmöglichkeiten (Braai).

Die Camps im Kruger Nationalpark gelten grundsätzlich als sicher, da die meisten Rest Camps eingezäunt sind – trotzdem kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass Wildtiere wie Hyänen ins Camp kommen, deutlich häufiger sind aber Affen und Paviane, die extrem frech sind und dir Essen oder offene Taschen blitzschnell klauen.

Wir empfehlen dir, diese Unterkünfte frühzeitig zu buchen! Besonders die günstigeren staatlichen Camps im Süden (Skukuza, Lower Sabie) sind oftmals Monate im Voraus ausgebucht. In der Regenzeit (ab Mitte Januar nach den Ferien) kannst du aber auch spontan vor Ort etwas buchen.

Solltest du im Park übernachten, musst du das bei der Parkeinfahrt angeben. Bei der Ausreise musst du dann nämlich ein „Exit-Permit“ von der Unterkunft vorlegen. Diese bekommst du an der Rezeption deiner Unterkunft.

Buchung der Camps

Du kannst die Camps nur auf der Seite von Sanparks. Das Buchen ist aber überhaupt nicht schwer. Du legst dir einfach kurz einen Account bei SANParks an, wählst Camp, Reisedaten und Unterkunft aus und kannst danach direkt online buchen. Die Bezahlung erfolgt problemlos via Kreditkarte.

Achte beim Buchen unbedingt auf einen wichtigen Schritt: Im SANParks-Buchungssystem musst du ein Häkchen setzen, wie du den Parkeintritt regelst. Du kannst dort auswählen, ob du den Parkeintritt direkt mitbezahlen möchtest, ob du bereits eine Wild Card hast (oder dir noch eine holen willst) oder ob du keine Tages-Eintritte vorab bezahlen möchtest.



Kruger Nationalpark Lodges (Greater Kruger)

Viele der luxuriösen Lodges liegen nicht direkt in den staatlichen SANParks-Camps, sondern in privaten Reservaten, die an den Kruger angrenzen und teilweise keine Zäune zum Nationalpark haben. Das bedeutet: Die Tiere bewegen sich frei, aber du bist in einer exklusiveren Umgebung unterwegs, meist mit weniger Fahrzeugen an Sichtungen und oft auch mit Off-Road-Fahrten (was im öffentlichen Kruger nicht erlaubt ist).

Zu den bekanntesten und beliebtesten privaten Gebieten im Greater Kruger zählen zum Beispiel die Sabi Sand Game Reserve (u. a. bekannt für extrem gute Leopardensichtungen), Timbavati, Klaserie, Manyeleti, Balule, Umbabat, Thornybush und Kapama.

Außerdem gibt es auch private Konzessionen direkt innerhalb des Kruger Nationalparks, also exklusive Gebiete, in denen Lodges mit Sonderrechten arbeiten dürfen. Bekannte Namen sind hier z. B. Singita (Lebombo & Sweni) sowie Konzessionen wie Mluwati, Lukimbi oder Jock of the Bushveld.

Aber: Die meisten privaten Lodges im Greater Kruger sind leider extrem teuer und damit ganz klar nicht für jeden Geldbeutel geeignet. Oft sind zwar Game Drives und Essen inklusive, trotzdem liegst du schnell bei mehreren hundert pro Person und Nacht. Wenn man sich das einmal im Leben gönnen möchte, dann ist so eine private Lodge definitiv eine besondere Erfahrung.

Game ReserveUnterkunft/Lodge
Sabi Sand Game ReserveSabi Sand Game Reserve
Umkumbe Bush Lodge*
Lion Sands River Lodge*
Leopard Hills Private Game Reserve*
Timbavati Game ReserveMotswari Private Game Reserve*
Umlani Bushcamp*
Simbavati River Lodge*
Shindzela Tented Camp*
Klaserie Private Nature ReserveKlaserie Drift Misava*
Makumu Private Game Lodge*
Africa on Foot*
Senalala Safari Lodge*
Manyeleti Nature ReserveHoneyguide Tented Safari Camps*
Buffelshoek Tented Camp*
Tintswalo Safari*
Balule Nature ReserveIsambane Camp*
Emhosheni River Lodge*
Greenfire Game Lodge*
Kruger NationalparkKruger Shalati – Train on The Bridge*
Nkuhlu Tented Camp*
Shishangeni Lodge*
Rhino Walking Safaris*
Thornybush Game ReserveThornybush Game Lodge
KwaMbili Game Lodge*
Tangala Safari Camp*
Kapama Private Game ReserveKapama River Lodge*
Kapama Southern Camp*
Kapama Buffalo Camp*

Unser Aufenthalt in der Umkumbe Bush Lodge (Sabi Sands)

Wir haben zwei Nächte in der Umkumbe Bush Lodge (Sabi Sands)* verbracht und die Zeit dort sehr genossen. Untergebracht waren wir in einem großzügigen Glamping Zelt, das sich trotz Zeltcharakter sehr gemütlich und komfortabel angefühlt hat. Das Essen war durchweg richtig gut und die zwei Game Drives pro Tag waren jedes Mal ein Highlight.

Unsere Guides haben sich viel Zeit genommen, wir haben spannende Tierbeobachtungen gemacht und dabei jede Menge gelernt. Auch die Gruppe war super cool, mit tollen Gesprächen und einer sehr angenehmen Stimmung. Insgesamt einfach eine richtig schöne Safari Erfahrung, die uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Umkumbe Bush Lodge im Sabi Sands – Erfahrungen, Preise & Safari



Übernachten außerhalb des Parks

Sollte schon alles ausgebucht oder zu teuer sein, kannst du auch wunderbar außerhalb des Parks übernachten. Viele übernachten in Hazyview, in Malelane oder auch im Marloth Park. Du findest viele richtig schöne Unterkünfte außerhalb des Parks, musst dann aber selbst zum Park fahren oder eine Tour buchen.

GateOrt/Region
Unterkünfte
Crocodile Bridge GateMarloth ParkCrocodile Kruger Safari Lodge*
Foxy Crocodile Bush Lodge*
Kruger Riverside Lodge*
La Kruger Lifestyle Lodge*
Malelane GateMalelaneRiver Retreat*
Nkomazi Kruger Lodge & Spa*
Serenity Mountain & Forest Lodge*
Khandizwe Kruger Villa*
Paul Kruger GateSkukuza/HazyviewSabie River Bush Lodge*
Kruger Gate Hotel*
Mananga Bush Villa*
Phabeni GateHazyviewKruger Park Lodge*
Hippo Hollow Country Estate*
Bambuu Lakeside Lodge*
Perry’s Bridge Hollow Boutique Hotel*
Numbi GateHazyviewNkambeni Safari Camp*
Mdluli Safari Lodge*
Linvale Country Lodge*
Orpen GateAcornhoekThe Orpen Kruger*
Makuwa Safari Lodge*
Thornhill Safari Lodge*
Phalaborwa GatePhalaborwaKruger Wildlife Villas*
Sunbird Lodge*
La Lechere Guest House*

Empfehlung 1: Malelane

Wir haben zuletzt im wunderschönen River Retreat* nahe Malelane übernachtet. Eine super süße und herzliche Familie vermietet hier eine Cottage auf ihrem Grundstück direkt am Crocodile River. Die Aussicht ist dementsprechend spektakulär und man kann bereits vom Pool aus Tiere des Kruger Nationalparks beobachten.

Die Cottage ist sehr neu, modern eingerichtet und verfügt über alles, was man braucht. Dich erwartet eine offene Küche, ein Wohnbereich, ein Schlafzimmer und ein Badezimmer. Auf der Terrasse gibt es genügend Sitzmöglichkeiten und den Pool darf man natürlich auch mitbenutzen. Die Familie hat uns abends zum Braii eingeladen – wir hatten eine wundervolle Zeit bei ihnen.


Wunderschöne Cottage im River Retreat hier buchen*



Empfehlung 2: Marloth Park

Wenn du eine Unterkunft im Marloth Park suchst und sich super für den Kruger eignet, können wir dir die Foxy Crocodile Bush Lodge* sehr empfehlen. Der Marloth Park ist sowieso ein kleines Highlight für sich, denn hier läufst du nicht nur durch eine normale Wohngegend, sondern ständig an frei herumlaufenden Wildtieren vorbei. Kudus, Zebras, Warzenschweine und Impalas gehören hier fast schon zum Alltag.

Die Lodge vermietet 5 Hütten, die alle sehr komfortabel ausgestattet und liebevoll gestaltet sind. Dich erwarten ein super gemütliches Bett, eine Outdoor-Dusche (zusätzlich auch indoor), eine große Terrasse mit viel Platz sowie ein kleiner Pool. Außerdem gibt es eine BBQ-Area, einen Wohnbereich, eine kleine Küchennische und einen Essbereich. Das Crocodile Bridge Gate ist nicht weit entfernt und du bist morgens schnell im Park.

Wir konnten mit dem Fernglas von der Terrasse aus sogar Elefanten im Wasser beobachten – auf der anderen Flussseite ist nämlich direkt der Kruger Nationalpark. Auch Flusspferde haben wir oft gehört und hatten wunderschöne Kudus direkt in unserem Garten (es ist nicht gefährlich). Beim Joggen haben wir Impalas und Zebras gesehen, die im Wohngebiet frei herumlaufen.


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Empfehlung 3: Hazyview

Die Kruger Park Lodge* (571A) ist eine große, gepflegte Resort-Anlage. Hier gibt es super viel Grün, viele einzelne Häuser verteilt auf dem Gelände und auch einige Extras, die man gar nicht unbedingt erwartet: z. B. einen Golfplatz, eine Minigolfanlage, Tennisplätze, mehrere Pools, ein Beachvolleyballfeld und allgemein richtig viele Möglichkeiten, sich auch außerhalb der Safari zu beschäftigen.

Wir hatten hier ein richtig tolles Ferienhaus mit drei Schlafzimmern und drei Bädern, was vor allem bei mehreren Personen einfach super angenehm ist, wenn man nicht ständig warten oder sich absprechen muss. Dazu kam ein eigener Pool und eine schöne Terrasse, auf der wir morgens entspannt in den Tag gestartet sind und abends gemütlich runterkommen konnten.

Die Lage ist für einen Kruger-Trip einfach ideal. Von der Lodge aus sind es nur ca. 20 Minuten bis zum Phabeni Gate, was bedeutet, dass du morgens schnell im Park bist und keinen Stress mit langer Anfahrt hast. Gerade wenn du früh los willst (und das lohnt sich im Kruger fast immer), ist das ein riesiger Vorteil. Insgesamt eine Unterkunft, die wir definitiv wieder buchen würden.


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Empfehlung 4: Hazyview

Die Linvale Country Lodge* in Hazyview war für uns der perfekte Abschluss unserer Reise. Wir haben dort die letzten beiden Nächte verbracht und genau das bekommen, was wir gebraucht haben: Ruhe, super viel Grün und eine sehr entspannte Atmosphäre.

Wir hatten ein tolles, modernes Zimmer mit Klimaanlage, großem Bett, Kühlschrank und Badezimmer mit Dusche. Die Lodge liegt etwas außerhalb (5 Minuten Fahrt), umgeben von Natur, mit schönem Garten, Feuerstelle und Pool. Ideal, um nach ein paar Tagen auf Safari wieder etwas runterzufahren.

Besonders hervorheben möchten wir die beiden Manager der Linvale Country Lodge. Sie sind unglaublich aufmerksam, hilfsbereit und kümmern sich wirklich spürbar um das Wohl ihrer Gäste. Auch das Essen war fantastisch und jedes Dinner ein kleines Highlight. Wir fühlten uns fast wie in einem 5-Sterne-Hotel, wenn man den Service betrachtet.


Linvale Country Lodge hier buchen*



Geführte Safari buchen vs. Selbstfahren

Bei der Entscheidung zwischen einer geführten Safari und dem Selbstfahren kommt es vor allem auf deine persönlichen Vorlieben und Erwartungen an das Safarierlebnis an. Wir konnten während unserer letzten Südafrika-Reise beide Varianten unter die Lupe nehmen.

Wir sind selbst mit unserem Mietwagen durch den Park gefahren und haben auch schon an geführten Safaris im Park teilgenommen. Im folgenden Abschnitt stellen wir dir die beiden Möglichkeiten etwas genauer vor.



Geführte Safaris/Touren buchen

Eine Safari im Kruger Nationalpark im Jeep mit Ranger ist eine der beliebtesten Optionen. Wir haben an drei Tagen verschiedene Touren gemacht und wurden dabei direkt von unserer Unterkunft in Hazyview abgeholt. Der Ranger kümmerte sich auch direkt um den Papierkram am Gate.

Geführte Safaris sind richtig cool: Du sitzt hoch im typischen Safari-Jeep und bekommst vom Ranger viele interessante Infos über den Park, die Tiere und Pflanzen. Außerdem weiß er genau, wo und wann man die besten Chancen auf Sichtungen hat. Mega entspannt fanden wir auch, dass niemand von uns fahren musste und wir dadurch genug Zeit für Beobachtungen und Fotos hatten.

‼️ Wichtig zu wissen: Die Jeep Safaris, die du direkt über die Camps buchst, finden meist in großen Fahrzeugen statt, teilweise mit bis zu 22 Personen. Das bedeutet natürlich auch, dass man bei Sichtungen manchmal Kompromisse machen muss, vor allem wenn alle ein gutes Foto möchten. Externe Anbieter haben dagegen oft kleinere Jeeps und damit weniger Leute an Bord, sind dafür aber meist auch teurer.

Im Camp sind die Touren preislich aber super fair: Je nach Tour zahlst du oft nur ca. 450 Rand pro Person. Angeboten werden zum Beispiel Morgenfahrten, Abendfahrten, Night Drives und je nach Camp auch Bush Walks. Buchen kannst du die Aktivitäten in vielen Camps ganz unkompliziert direkt an der Rezeption. Für Kinder unter sechs Jahren sind allerdings nicht alle Touren erlaubt.


Die beliebtesten Touren



Selbstfahren im Kruger Nationalpark

Es macht unglaublich viel Spaß, mit dem eigenen Wagen durch den Kruger Nationalpark in Südafrika zu fahren. Du kannst anhalten wann immer du willst, kannst an einer Stelle bleiben so lange du willst, bist allgemein flexibler und kannst die Route selbst zusammenstellen. So kannst du manche Momente ganz alleine und mit viel zeit genießen. Motor ausschalten, staunen und einfach nur auf sich wirken lassen.

Das hat was! Diese Möglichkeit ist auch günstiger als eine geführte Safari. Du musst aber bedenken, dass du dich auf das Fahren konzentrieren musst und eine nicht so eine tolle Sicht haben wirst, wie in den erhöhten Jeeps. Als Selbstfahrer muss du dich bei der Einfahrt um die Formalitäten kümmern. Das ist nichts Wildes, kann aber gerade am frühen Morgen (Rushhour) etwas dauern.

‼️ Wichtige Info: In der Regenzeit kann es vorkommen, dass einzelne Gravel Roads aufgrund von starkem Regen oder Überschwemmungen gesperrt werden. Dann bleibt dir oft nichts anderes übrig, als dich vor allem auf die asphaltierten Hauptstraßen zu konzentrieren und deine Route entsprechend flexibel anzupassen.

Unsere ursprünglich geplante Route: Johannesburg Airport → 2N Malelane → 2N Marloth Park → 1N Lower Sabie → 1N Nkuhlu Tented Camp → 1N Skukuza Camp → 1N Talamati Bushveld Camp → 2N Buffelshoek Lodge → 1N Satara Rest Camp → 1N Olifants Rest Camp → 2N Rukiya Safari Camp → 2N Linvale Country Lodge → Nelspruit Airport.

Aufgrund der Überschwemmungen und Flut im Januar 2026 mussten wir viele Stopps canceln und umplanen. Zeitweise war der Kruger Nationalpark für Tagestouristen gesperrt, Camps überflutet sowie Straßen und Brücken gesperrt. Diese Route werden wir aber zu einem anderen Zeitpunkt nachholen.

Tagestouren durch den Park

  • Malelane Gate → Afsaal → Skukuza (Klassiker-Route) → Malelane Gate
  • Malelane Gate → Afsaal → Skukuza → Lower Sabie → Crocodile Bridge Gate
  • Crocodile Bridge Gate → entlang des Flusses → Malelane Gate
  • Crocodile Bridge Gate → Lower Sabie → Crocodile Bridge Gate
  • Phabeni Gate → Skukuza → Lower Sabie → Phabeni Gate
  • Orpen Gate → Satara Camp → Singita Lebombo Lodge → Orpen Gate
  • Phalaborwa Gate → Letaba → Olifants → Phalaborwa Gate


Dauer der Touren

Die Touren haben alle unterschiedliche Länge. Du kannst Touren für 2 bis 3 Stunden buchen aber auch für den ganzen Tag. Meist geht es früh am Morgen zwischen 4 und 6 Uhr los. Dann bist du entweder bis zu 4, 6 oder 8 Stunden unterwegs. Es gibt aber auch noch mehrstündige Bush-Walks, Nachtfahrten, Sunset-Drives und andere Arten von Ausflügen.

Wir haben Halbtagestouren und Ganztagestouren mitgemacht. Die Ganztagestouren starten früh am Morgen mit Stopp zum Lunch in einem der größeren Camps (z.B. Skukuza). Nach dem Mittag macht man sich dann meist wieder auf den Rückweg. Dann ist man gegen 15 oder 16 Uhr wieder zurück in der Unterkunft. Wenn du selbst mit dem Auto fährst, bestimmst du natürlich die Länge deiner Safari.


DU LIEBST TOLLE FOTOS?
In unserem Beitrag verraten wir dir alles über unsere Kameras, Objektive und Zubehör. Zudem bekommst du hier die besten Tipps für Fotografie-Anfänger.

» Unsere Fotoausrüstung «



Geführt oder auf eigene Faust?

Wir fanden beide Möglichkeiten klasse. Die geführten Touren waren entspannter – ohne Mitfahrer im Jeep hatten wir viel Raum und konnten uns ausführlich mit dem Ranger über den Park, Wilderei und Artenschutz austauschen. In einem vollen Jeep wäre es sicher weniger angenehm.

Während der Tour konnten wir frei Fotos machen und alle Fragen stellen, die uns in den Sinn kamen. Auch beim Selbstfahren haben wir viele Tiere und besondere Momente erlebt. Beide Varianten sind empfehlenswert, jede hat Vor- und Nachteile, aber eine geführte Safari sollte definitiv auf deiner Liste stehen.

Obwohl wir beim Selbstfahren fast alle Tiere sahen, die wir uns vorgestellt hatten, gab es bei einer geführten Tour am Nachmittag weniger Sichtungen. Das hängt generell aber von vielen Faktoren ab (Tageszeit, Ort, Wetter…) und macht jede Tour einzigartig. Die Sichtung von Tieren kann dir niemand garantieren.

OptionVorteileNachteile
Geführte SafariExpertenwissen der Guides, bessere Tierbeobachtung, Zugang zu speziellen RoutenHöhere Kosten, weniger Flexibilität beim Zeitplan, eventuell mehr Teilnehmer
SelbstfahrenFreiheit bei der Planung, flexibles Tempo, kostengünstiger, längere Tourenschwieriger, versteckte Tiere zu entdecken, keine professionelle Anleitung und Infos, man sitzt niedriger

Safari-Packliste und Tipps

Für eine erfolgreiche Safari im Kruger Nationalpark ist gute Vorbereitung das A und O. Starte am besten direkt zur Parkeröffnung, um die Tierwelt in den kühleren Morgenstunden aktiv zu erleben. Auch in den frühen Abendstunden hat man gute Chance auf Tiersichtungen.

Für den Kruger brauchst du keine riesige Safari-Ausrüstung, aber ein paar Dinge machen den Unterschied. Ein Fernglas* ist für uns ein absolutes Must-have, weil du damit Tiere auch auf größere Distanz richtig gut erkennen kannst, gerade wenn irgendwo „nur ein Punkt im Busch“ steht.

Wenn du fotografierst, lohnt sich außerdem unbedingt ein Telezoom-Objektiv (wir haben das Tamron 105 – 500mm*), sonst wirken Löwen, Leoparden und Co. auf Fotos schnell winzig. Für unterwegs solltest du eine Powerbank* dabeihaben, weil Handy, Kamera und Co. durch Navigieren, Filmen und Fotografieren deutlich schneller leer sind als sonst.

Ein Stromadapter* ist ebenfalls wichtig, damit du in der Unterkunft alles problemlos laden kannst. Dazu kommen die Klassiker: Mückenspray (vor allem für abends und nachts, wir kaufen vor Ort immer Peaceful Sleep) und Sonnencreme, denn du sitzt oft stundenlang im Auto oder Jeep und unterschätzt die Sonne schneller als man denkt.

Kauf dir in einem der Park-Shops das Heft über den Kruger Nationalpark. Darin findest du super Kartenmaterial mit allen Straßen, Camps, Shops und Picknickplätzen. Außerdem stehen dort viele spannende Infos über den Park drin, und du kannst die Tiere ankreuzen, die du unterwegs entdeckt hast (Kosten: 155 Rand). ☞ Hier geht’s zu unserer Safari-Packliste.

Online Guides von Sanparks



Malaria im Kruger Park

Malaria im Kruger Nationalpark ist durchaus ein Thema, besonders zwischen Oktober und April. Auch wenn das Infektionsrisiko selbst in diesen Sommermonaten als eher gering gilt, empfehlen wir dir trotzdem, dich vor der Reise kurz bei einem Tropenmediziner oder Arzt beraten zu lassen und passende Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Die Anophelesmücke, die Malaria überträgt, ist vor allem abends und nachts aktiv. Tagsüber helfen helle, lange Kleidung, feste Schuhe mit Socken. Viele Unterkünfte haben außerdem Moskitonetze und Klimaanlagen – kühle Räume halten die Mücken zusätzlich fern. Ein gutes Mückenspray vor Ort ist ebenfalls super sinnvoll (wir nutzen z. B. Peaceful Sleep).

Wir selbst waren während der Regenzeit im Kruger unterwegs und haben keine Malariaprophylaxe genommen. Dafür achten wir aber immer extrem auf die beste Vorsorge: konsequenter Mückenschutz, lange Kleidung am Abend, Spray, und je nach Unterkunft auch Moskitonetze. Das hat für uns sehr gut funktioniert.

Offiziell wird eine Malariaprophylaxe empfohlen. Ob sie für dich sinnvoll ist, solltest du unbedingt individuell mit deinem Arzt besprechen, denn einige Medikamente sind nicht für Kinder oder Schwangere geeignet und können Nebenwirkungen haben. Lass dich davon aber nicht verrückt machen.



Kruger Nationalpark mit Kindern

Der Kruger Nationalpark kann auch mit Kindern ein richtig tolles Abenteuer sein, vor allem wenn du eine Unterkunft wählst, die auf Familien eingestellt ist. Viele Lodges bieten spezielle Kinderprogramme, kleine „Junior Ranger“- oder „Little Explorer“-Aktivitäten und Guides, die das Ganze kindgerecht erklären.

Wenn du mit Kindern in den Kruger reisen möchtest, empfehlen wir dir vor allem den Süden des Parks. Die Distanzen sind hier deutlich kürzer, die Landschaft ist abwechslungsreicher und die Chancen auf Tier-Sichtungen sind oft am höchsten, was mit Kids natürlich ein riesiger Vorteil ist. Ideal ist es, wenn du dir Gebiete aussuchst, bei denen du nicht länger als eine Stunde bis zum nächsten Camp oder einer guten Pause fahren musst.

Auch das Malaria-Thema solltest du auf dem Schirm haben: Viele empfehlen, mit Kindern erst ab etwa 5 Jahren in den Kruger zu reisen und sich vorher ärztlich beraten zu lassen. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass Kinder unter 6 Jahren bei vielen Lodges nicht an den regulären Game Drives im offenen Jeep teilnehmen dürfen. Eine Möglichkeit wäre dann ein Privatfahrzeug, das ist allerdings deutlich teurer.

Ein besonders guter Einstieg für Familien ist das Crocodile Bridge Gate, weil man oft schon kurz nach der Einfahrt viele Tiere sieht. Außerdem erreichst du nach rund einer Stunde Fahrt Lower Sabie, wo du perfekt stoppen kannst (Lunch, Toilette, kurz durchatmen).

Richtig cool für Kids sind übrigens spielerische Safari-Aufgaben wie „Wer findet die Big Five?“ oder „Little Five“-Spotting, am besten mit Fernglas und einem kleinen Tier-Guide. In den Shops der Camps kann man auch süße Broschüren und Malbücher erwerben.



Allgemeine Regeln im Kruger Park

Im Park gilt: 50 km/h auf Teerstraßen und 40 km/h auf Schotter- und Sandstraßen (manchmal auch nur 30 km/h). Off-Road fahren ist strikt verboten, genauso wie das Befahren von Straßen mit „No Entry“-Schild. Tiere haben immer Vorfahrt. Wenn Tiere die Straße blockieren, musst du warten. Gedulde dich, du bist hier, um zu genießen und nicht, um Kilometer zu machen.

Außerhalb der Camps darfst du zu keiner Zeit aus dem Auto aussteigen. Und ganz wichtig: Es darf auch kein Körperteil aus dem Fenster oder Schiebedach rausragen (kein Arm, kein Kopf, keine Kamera). Türen sollten außerdem immer geschlossen bleiben. Selbst bei einer Panne musst du im Auto bleiben (Nummer der Pannenhilfe: 0800 030 666).

Achte unbedingt auf die Gate-Zeiten, die auf deinem Permit stehen. Du musst vor der angegebenen Zeit entweder im Camp sein oder den Park verlassen haben. Nach Gate-Schluss zu spät zu kommen kann richtig teuer werden, es drohen Strafen (Fines). Außerdem darfst du nicht vor Öffnung und nicht nach Schließung fahren.

Die Tiere dürfen natürlich nicht gefüttert oder gestört werden. Das gilt auch für Müll: Tiere verwechseln Abfall mit Futter. Also: keine Essensreste aus dem Auto werfen, kein Müll und keine Plastiktüten rumfliegen lassen. Wenn du dein Auto abstellst, schließe Fenster und Türen, besonders in Camps sind Affen extrem neugierig.

Übernachtungen sind ausschließlich in gebuchten, offiziellen Unterkünften erlaubt, du musst dich vor Bezug der Unterkunft immer an der Rezeption melden. Check-in ist in der Regel ab 14:00 Uhr, Check-out bis 10:00 Uhr. Im Park gilt außerdem zwischen 21:30 und 06:00 Uhr eine strenge Ruhezeit.

Drohnen sind im Kruger übrigens komplett verboten, ebenso Fahrräder, Motorbikes, Skateboards etc. Der Kruger liegt zudem in einer Malaria-Zone, daher solltest du dich vorher medizinisch beraten lassen. Allgemeine Informationen zum Thema Malaria findest du auch in unserem Beitrag: Malaria in Botswana.

Unser Tipp: Wenn du wissen willst, wo gerade Tiere gesichtet wurden, schau dir in den Camps und Gates die Sighting Boards an. Dort werden oft die aktuellsten Sichtungen geteilt.



Fazit zum Kruger Nationalpark

Für uns gehört der Kruger Nationalpark definitiv zu den schönsten Parks in Südafrika. Wir können dir eine Reise dorthin wirklich nur ans Herz legen. Alles ist super organisiert, der Park ist sehr gut ausgebaut, es gibt eine riesige Auswahl an Unterkünften und auch preislich ist vieles noch echt fair, egal ob Essen, Benzin, Unterkunft oder Safari.

Wir empfehlen dir auf jeden Fall mindestens 3 bis 4 volle Tage einzuplanen. Man kann immer mal Pech haben und an einem Tag nicht so viele Tiere sichten. Oder das Wetter spielt einfach nicht mit. Umso besser, wenn du noch ein oder zwei Tage Puffer hast und nicht jeden Tag „auf Krampf“ liefern musst.

Tipp: Wenn du schon in der Region bist, solltest du unbedingt auch die Panorama Route erkunden. Diese Strecke in Mpumalanga zählt zu den schönsten im ganzen Land. Ebenfalls einen Abstecher wert ist die Genesis Route südlich vom Kruger Nationalpark.


Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für den Kruger Nationalpark?

Lohnt sich der Kruger Nationalpark in der Regenzeit?

Wie viele Tage sollte man im Kruger einplanen?

Was kostet der Eintritt für den Kruger Nationalpark in Südafrika?

Lohnt sich die Wild Card im Kruger?

Kann man im Kruger Nationalpark selbst fahren?

Ist Selbstfahren im Kruger gefährlich?

Kann man den Kruger mit Kindern besuchen?

Gibt es Tankstellen im Kruger Nationalpark?

Kann man einkaufen im Kruger Park?

Ist eine Reise durch den Park sicher?

Wie ist der Handyempfang im Kruger Park?

Welche Apps sind sinnvoll für den Park?


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8 Kommentare

  1. Hallo
    Danke für Euren hilfreichen Blog 😉 – mal wieder … 😉
    Ich hätte da ein paar Fragen:
    Welche Route habt ihr genau im Krüger genommen? Bzw. in welcher Reihenfolge habt Ihr die Unterkünfte besucht?
    Wie habt ihr die Safaris gebucht – vor Ort oder über get your guide?
    Was habt Ihr im Anschluss an den Krüger gemacht? Wir fliegen 4-5 Tage später über J-Burg nach Hause und haben demnach noch ein wenig Luft 😉
    LG und vielen Dank
    Matthias

    1. Hey Mattihas,

      danke für deine Nachricht und dein Lob! 🙂

      Wir waren erst nahe Hazyview in der Hamilton Parks Country Lodge für 3 Nächte und haben die Panorama Route erkundet und hatten von dort aus auch eine erste geführte Tour im Jeep in den Kruger Park. Anschließend waren wir zwei Nächte im Nkambeni Safari Camp direkt am Zaun zum Kruger (inkl. Halbpension) mit geführten Touren tagsüber und danach waren wir zwei Nächte im Park im Skukuza Camp. Innerhalb des Parks sind wir dann selbst gefahren, Touren könnt ihr aber auch vor Ort in den staatlichen Camps buchen. Danach waren wir außerhalb im Süden im Marloth Park in der La Kruger Lifestyle Lodge für zwei Nächte und anschließend ein paar Nächte in einer privaten Unterkunft im Marloth Park.

      Wir hoffen Euch helfen diese Infos. Liebe Grüße vom Flughafen in Abu Dhabi (wir fliegen gleich weiter nach Johannesburg) 🙂
      Bolle & Marco

  2. Hallo Ihr Beiden 🙂 sehr toller Blog und wahnsinnig informativ. Habe schon vieles gelesen, was ich sonst wahrscheinlich Ewigkeiten selbst raussuchen müsst.

    Ich habe da aber auch noch Fragen und zwar:

    – Wie kann ich mir das vorstellen: wenn man im Park übernachtet zahlt man beim Rausfahren dann die Eintrittspreise für die Tage wo man dort war ? Also man zahlt da auch trotzdem für jeden Tag, wie jemand der nicht im Park übernachtet ?

    – Wie habt ihr das mit Internet / mobile Daten im Krüger gemacht?
    Habt ihr da Tipps für Simkarten / Anbieter in Südafrika?

    Liebe Grüße
    Und macht weiter so!! 🙂

    1. Hey Roxy, vielen Dank für dein Lob. Das freut uns sehr, dass du hier bei uns viele nützliche Tipps gefunden hast. So soll es sein! 🙂

      Zu deinen Fragen:

      1. Kruger Park: Du buchst deine Unterkunft ja vorab und musst dann am Gate auch die Bestätigung vorzeigen. Für die Aufenthaltsdauer zahlst du dann am Gate den Eintritt für den Park. Bei 2 Nächten zahlst du für 3 Tage usw. Du zahlst also direkt beim Einfahren in den Park.

      2. Internet & Handy: Wir nutzen in Südafrika immer die Simkarte von Vodacom. Die haben die beste Netzabdeckung. Die kannst du in jedem Shop erwerben, auch direkt in Johannesburg am Flughafen. Dort kaufst du einfach die „Prepaid SIM Karte mit Datenvolumen“. Die Leute vor Ort richten dir alles ein und dann kannst du direkt danach mit deinem Handy ins Netz 🙂

      Wenn du noch Fragen hast, schreib uns gerne.

      Liebe Grüße von der Ostsee
      Bolle & Marco

  3. Hallo

    Danke für die Reisetips, durchs Lesen bekomme ich noch mehr Vorfreude auf die Reise nach Südafrika! Ich werde ohne Auto im Land unterwegs sein und auch im Nationalpark keines ausleihen. Gibt es Möglichkeiten die Panoramaroute von Johannesburg aus auch ohne Auto zu machen? Und wie komme ich von Johannesburg in den Kruger Park ohne Auto und ohne Nationalparktour, die mich in der Stadt abholt? Außerdem wollte ich noch Fragen, wie man im Nationalpark von den Gates zu den Camps kommt?

    Vielen Dank schonmal im Voraus für eure Hilfe!

    1. Hey Resa,

      ohne Auto wird es schwer, von Camp zu Camp zu reisen oder die Panorama Route zu erkunden. Das geht nur mit einem Auto oder einer geführten Reise mit Fahrer. Wir wissen nichts von einem Shuttle innerhalb des Parks. Da müsstest du dich noch einmal beim Park selbst informieren.

      Um von Johannesburg zum Krüger zu kommen, müsstest dir einen Transfer buchen. Es gibt wohl auch Busverbindungen (soweit wir wissen), da brauchst du aber mind. 8 bis 10 Stunden. Eignet sich also nicht besonders gut. Schau mal hier bei dem Anbieter: https://www.shuttleking.co.za/kruger-park-shuttle/. Oft bieten die Unterkünfte vor Ort auch Shuttle an, frag da am besten mal nach.

  4. Hallo Marco & Bolle

    Eure Beiträge zu allen Reiseziele sind grandios. Danke euch.

    Eine allgemeine Frage? Habt ihr ein oder Zwei Top Reiseziele.
    Wir (mein Freund & ich) haben Ende Oktober plus November 3 Wochen Ferien und wissen nicht genau wohin.

    Wir sind jedes Jahr im Reisefieber und erkundigen Länder selbständig. Für diese Ferien ist der Wunsch mit dem Auto berreisen. Ob mit Dachzelt oder dann Unterkunft sind wir offen.

    Ihr habt ja eure 5 Top Reiseziele, habt ihr da zwei Vorschläge für uns was wir erleben müssen.

    danke vielmals für die Antwort
    lg. selina

    1. Hey Selina,

      Für Ende Oktober/November würde sich der Oman anbieten. Ein wirklich tolles Land!!!! Man kann das Land eigenständig erkunden mit Auto und selbst mit Dachzelt. Es gehört zu den sichersten Ländern der Welt und macht echt einfach nur Spaß!!!! 🙂 Ansonsten kann man im Oktober/November auch wunderbar mit Dachzelt Botswana bereisen, wenn ihr Bock auf Wildlife und Natur habt. Einfach gigantisch schön dieses Land!

      Liebe Grüße
      Bolle

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