Reykjavik war für uns der perfekte Abschluss unserer Island Rundreise. Nach Tagen voller Wasserfälle, schwarzer Strände, Gletscherlagunen und endloser Landschaften freuten wir uns auf ein bisschen Stadtleben, gutes Essen und richtig guten Kaffee. Und genau das bekommst du hier auch. Reykjavik ist klein, kreativ, entspannt und gleichzeitig voller Leben.
Die isländische Hauptstadt zählt zu den spannendsten Städten Europas und überrascht mit einer Mischung aus bunten Häusern, moderner Architektur, gemütlichen Cafés, coolen Bars und jeder Menge Kultur. Obwohl in ganz Island nur rund 390.000 Menschen leben, wohnt etwa ein Drittel davon in Reykjavik. Dadurch fühlt sich die Stadt deutlich lebendiger an als der Rest des Landes, ohne dabei hektisch zu wirken.
Dich erwarten in Reykjavik tolle Highlights wie die berühmte Hallgrímskirkja, die Konzerthalle Harpa, die Rainbow Street, spannende Museen, Street Art, heiße Pools und einige der besten Cafés Islands. Viele Highlights kannst du ganz entspannt zu Fuß erkunden, weshalb sich Reykjavik perfekt für zwei bis drei Tage eignet.
In diesem Guide zeigen wir dir die schönsten Reykjavik Sehenswürdigkeiten, unsere persönlichen Tipps und verraten dir, welche Orte du in der Stadt wirklich nicht verpassen solltest. Wenn du noch weitere Tipps hast, lass uns diese gerne zukommen!
Inhaltsverzeichnis
- Reykjavik Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
- Die coolsten Touren durch die Stadt
- Beliebte Ausflüge in die Umgebung
- Unser Video auf Youtube
- Flughafentransfer ab Keflavík
- Parken in der Hauptstadt
- Öffentlicher Nahverkehr in der Stadt
- Unsere besten Food Tipps
- Unterkünfte & coole Hotels
- Beste Reisezeit für Reykjavik
- Reiselektüre und Reiseführer
Reykjavik Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
Reykjavik ist zwar die größte Stadt Islands, fühlt sich im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten aber angenehm klein und entspannt an. Viele Reykjavik Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander, sodass du einen Großteil der Stadt problemlos zu Fuß erkunden kannst.
Für die wichtigsten Highlights solltest du mindestens einen vollen Tag einplanen. Wenn du zusätzlich Museen, Cafés, Lagunen oder Ausflüge machen möchtest, lohnen sich eher zwei bis drei Tage.
Konzerthaus Harpa
Das Konzerthaus Harpa gehört für uns zu den schönsten Reykjavik Sehenswürdigkeiten und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Schon von außen zieht die moderne Glasfassade sofort alle Blicke auf sich. Besonders abends, wenn die Fassade beleuchtet wird, entsteht hier direkt am Wasser ein richtig cooles Fotomotiv. Je nach Wetter, Licht und Tageszeit verändert sich die Wirkung der Glasflächen ständig.
Auch im Inneren lohnt sich ein Besuch. Die Harpa ist rund 43 Meter hoch und besteht aus mehreren modernen Konzert- und Veranstaltungssälen. Hier finden regelmäßig Konzerte, Opern, Musicals, Festivals und andere Events statt.
Selbst wenn du keine Veranstaltung besuchen möchtest, solltest du unbedingt einmal hineingehen. Vor allem die Architektur im Eingangsbereich mit den geometrischen Glasflächen sieht richtig beeindruckend aus. Außerdem hast du von hier einen schönen Blick auf den Hafen und die Berge rund um Reykjavik.
- Eintritt: Kostenlos
- Tickets: für Konzerte & Shows hier erhältlich
- Öffnungszeiten: So. bis Di.: 10:00 bis 18:00 Uhr | Mi. bis Sa.: 10:00 bis 20:00 Uhr
- Tour: Reykjavik: Stadtrundfahrt mit der Hop-On/Hop-Off-Bustour*

Hallgrimskirche
Die Hallgrímskirkja ist das bekannteste Wahrzeichen Reykjaviks und gehört zu den Sehenswürdigkeiten, die du in der Stadt eigentlich nicht verpassen kannst. Mit ihrem 73 Meter hohen Turm ist sie die größte Kirche Islands und schon von vielen Ecken der Stadt sichtbar. Durch ihre besondere Architektur erinnert sie ein wenig an Basaltsäulen und passt damit perfekt zu Island.
Die Kirche liegt leicht erhöht mitten im Zentrum von Reykjavik. Allein der Blick von außen lohnt sich schon. Vor der Kirche steht außerdem die bekannte Statue von Leif Eriksson, die ebenfalls oft fotografiert wird.
Auch das Innere der Kirche solltest du dir anschauen. Besonders beeindruckend fanden wir die riesige Konzertorgel im Kirchenschiff. Sie ist rund 15 Meter hoch, wiegt etwa 25 Tonnen und besitzt mehr als 5.000 Orgelpfeifen. Bei Konzerten und Gottesdiensten kommt sie regelmäßig zum Einsatz.
Wenn du möchtest, kannst du auch mit dem Aufzug auf den Turm fahren. Von oben hast du einen richtig schönen Blick über Reykjavik mit den bunten Dächern, dem Hafen und den Bergen im Hintergrund. Gerade bei gutem Wetter lohnt sich das wirklich.
- Eintritt Kirche: kostenlos
- Öffnungszeiten: Winter 10 bis 17 Uhr | Sommer 9 bis 20 Uhr
- Sonntags: 11 Uhr Messe, Turm zeitweise geschlossen
- Eintritt Turm: Erwachsene ca. 1.500 ISK | Kinder ca. 200 ISK
- Tour: Reykjavik: Stadtrundfahrt mit der Hop-On/Hop-Off-Bustour*

Sonnenfahrt – Sun Voyager
Die Skulptur Sun Voyager gehört zu den bekanntesten Reykjavik Sehenswürdigkeiten und liegt direkt an der Uferpromenade mit Blick aufs Meer. Das Kunstwerk wurde 1986 vom isländischen Künstler Jón Gunnar Árnason entworfen und erinnert auf den ersten Blick an ein Wikingerboot.
Eigentlich soll die Skulptur aber kein echtes Schiff darstellen. Laut Künstler steht sie vielmehr für Hoffnung, Freiheit und die Sehnsucht nach neuen Entdeckungen. Gerade mit den Bergen und dem Meer im Hintergrund wirkt der Ort ziemlich besonders.
Vor allem zum Sonnenaufgang oder am Abend lohnt sich ein Besuch. Dann ist das Licht oft richtig schön und die Stimmung an der Promenade besonders ruhig. Kein Wunder also, dass der Sun Voyager zu den meistfotografierten Spots in Reykjavik gehört.
- Adresse: Sæbraut, 101 Reykjavik, Island
- Öffnungszeiten: Rund um die Uhr geöffnet
- Eintritt: Kostenlos
- Tour: Reykjavik 3-stündiger Stadtrundgang*

Beliebte Einkaufsstraßen
Reykjavik hat uns sofort an viele kreative Viertel anderer skandinavischer Städte erinnert. Bunte Häuser, Street Art, kleine Boutiquen, gemütliche Cafés und überall dieser entspannte Vibe. An manchen Ecken fühlte es sich fast ein bisschen wie eine ruhigere, nordische Version von Berlin-Kreuzberg an.
Besonders beliebt sind die Straßen Laugavegur, Austurstræti, Lækjargata, Bankastræti und Skólavörðustígur. Alle liegen relativ nah beieinander im Zentrum, sodass du die Gegend perfekt zu Fuß erkunden kannst. Gerade das macht Reykjavik so angenehm. Statt einer klassischen Innenstadt mit klarer Route entdeckt man hier ständig neue kleine Cafés, Shops oder Seitenstraßen.
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Die bekannteste Einkaufsstraße ist die Laugavegur. Dort findest du viele Boutiquen, Outdoorläden, Souvenirshops, Cafés und Restaurants. Vor allem tagsüber ist hier richtig viel los. Abends verlagert sich das Leben dann eher Richtung Bankastræti und Austurstræti, wo zahlreiche Bars und Restaurants liegen.
Wenn du einen typischen Islandpullover kaufen möchtest, bist du auf der Laugavegur ebenfalls richtig. Dort gibt es viele Geschäfte mit handgestrickten Lopapeysa-Pullovern. Vergleiche aber unbedingt Preise und Qualität, denn nicht überall bekommst du echte Handarbeit. Empfehlenswert fanden wir unter anderem „Icewear Outlet“ sowie „The Handknitting Association of Iceland“.

Ein kleiner Geheimtipp ist außerdem der Weihnachtsladen „Litla Jólabúðin“. Dort kannst du sogar Weihnachtspost direkt über einen speziellen Briefkasten vom Weihnachtsmann verschicken lassen. Gerade als kleine Überraschung für Familie oder Freunde ist das eine richtig witzige Idee.
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In unserem Beitrag verraten wir dir alles über unsere Kameras, Objektive und Zubehör. Zudem bekommst du hier die besten Tipps für Fotografie-Anfänger.
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Museen & Galerien
Zu den spannendsten Reykjavik Sehenswürdigkeiten gehören definitiv auch die vielen Museen und Galerien der Stadt. Gerade bei schlechtem Wetter lohnt es sich, ein paar davon einzuplanen.
Besonders bekannt ist das kuriose Phallusmuseum. Dort werden mehr als 200 Penisse und Phallus-Teile verschiedener Tierarten ausgestellt. Zu sehen sind unter anderem Exemplare von 16 verschiedenen Walarten sowie von Walrossen, Seehunden, Eisbären und sogar vom Menschen. Definitiv eines der verrücktesten Museen Islands.
Auch interessant fanden wir das Whales of Iceland Museum. Die Ausstellung zeigt dir 23 lebensgroße Modelle verschiedener Walarten, darunter Buckelwale, Orcas und Blauwale. Erst dort merkt man wirklich, wie gigantisch diese Tiere eigentlich sind.
Im Punk Museum am Ende der Laugavegur tauchst du dagegen in die wilde Musikszene Islands der 1980er Jahre ein. Dort erwarten dich viele Fotos, alte Konzertposter und Erinnerungsstücke aus der isländischen Punk- und New-Wave-Zeit.
Im Freilichtmuseum Árbæjarsafn kannst du typische isländische Häuser aus verschiedenen Epochen anschauen. Mehr als 20 historische Gebäude stehen auf dem Gelände und bilden ein kleines Dorf mit Bauernhof, Kirche und Marktplatz. Dadurch bekommst du einen richtig guten Eindruck davon, wie die Menschen früher in Island gelebt haben.
Mit der Reykjavik City Card* kannst du bei vielen Museen und Sehenswürdigkeiten ordentlich Geld sparen. Enthalten sind unter anderem mehrere Museen, Galerien, Thermalbäder sowie die öffentlichen Busse in Reykjavik.
Natürlich gibt es in Reykjavik noch viele weitere Museen und Galerien. Eine Übersicht der bekanntesten Museen inklusive Preise findest du in der folgenden Tabelle.
1000 ISK sind aktuell 6,96 € (Stand: 05/2026).
| Museum & Galerie | Preise |
|---|---|
| Penismuseum | 3.500 ISK |
| Whales of Iceland | 4.300 ISK |
| Nationalmuseum | 3.300 ISK |
| Freilichtmuseum Árbær | 2.550 ISK |
| Punk Museum | 1.500 ISK |
| Seefahrtsmuseum Víkin | 2.550 ISK |
| Fotografiemuseum | 1.400 ISK |
| Nationalgalerie | 2.500 ISK |
| Saga Museum | 4.000 ISK |
| Aurora Reykjavik | 3.900 ISK |
| Reykjavik Art Museum | 2.550 ISK |

Schwimmbäder in der Stadt
Island ohne heiße Pools und Schwimmbäder? Eigentlich unvorstellbar. Überall auf der Insel gehören geothermisch beheizte Freibäder ganz selbstverständlich zum Alltag dazu und auch in Reykjavik findest du mehrere richtig schöne Anlagen.
Klingt im ersten Moment vielleicht unspektakulär, ist es aber überhaupt nicht. Bei kalten Temperaturen draußen in einem warmen Hot Pot zu sitzen, gehört in Island einfach dazu. Viele Pools haben mehrere heiße Becken mit unterschiedlichen Temperaturen, Saunen, Dampfbäder und große Schwimmbecken. Außerdem kommt man dort schnell mit Einheimischen ins Gespräch.
Wir waren in Reykjavik selbst zwar nicht in einem der öffentlichen Schwimmbäder, haben dir aber die beliebtesten Pools der Stadt herausgesucht:
- Lágafellslaug
- Álftaneslaug
- Seltjarnarneslaug
- Laugardalslaug
- Vesturbæjarlaug
Besonders beliebt ist das Laugardalslaug, das größte Schwimmbad Reykjaviks. Dort findest du mehrere Hot Pots, Wasserrutschen, ein großes Sportbecken und sogar einen kleinen Wellnessbereich.
Wusstest du außerdem, dass es nahe der Hauptstadt sogar einen Strand gibt? Das Geothermalbad Nauthólsvík ist vor allem an sonnigen Tagen ein beliebter Treffpunkt der Isländer. Auch wenn die Temperaturen selbst im Sommer oft nicht besonders hoch sind, kannst du hier tatsächlich baden gehen.
Am Strand wurde heller Sand aufgeschüttet und warmes Wasser in die Lagune geleitet. Dadurch ist das Wasser deutlich angenehmer als im offenen Nordatlantik. Zusätzlich gibt es Hot Pots, Umkleiden, Duschen, Volleyballfelder und einen kleinen Kiosk. Gerade an warmen Sommertagen herrscht hier richtig entspannte Stimmung.
Die coolsten Touren durch die Stadt
Hast du Bock auf eine geführte Tour durch die Stadt? So kannst du dir einen guten ersten Überblick verschaffen und erfährst ganz nebenbei noch viele interessante Infos zu Menschen, Kultur, Highlights und Co.
In Reykjavik werden sogenannte Free Walking Touren angeboten. Du zahlst am Ende einfach das, was du möchtest, eine Art Spende sozusagen. Diese Touren werden angeboten von Free Walking Tour Reykjavik und City Walk Reykjavik.
Angeboten werden auch Rundgänge durch die Stadt, Touren mit dem Minibus, Helikopterrundflüge, Biertouren, Foodtouren, Hop-On-Hop-Off-Touren sowie andere Stadtrundfahrten zu verschiedenen Highlights. Wie immer kannst du eine Vielzahl dieser Touren bei GetYourGuide buchen.
- Geführter Rundgang durch die Stadt*
- Reykjavik: Stadtrundfahrt mit den Highlights*
- Helikopterflug mit Panoramablick & Gipfellandung*
- Geführter Foodie Rundgang mit 6 Verkostungen*
- 24-Stunden-Ticket für Hop-On/Hop-Off-Tour*

Beliebte Ausflüge in die Umgebung
Reykjavik bietet sich hervorragend als Ausgangspunkt für zahlreiche Touren an. Solltest du also nur ein paar Tage auf der Insel sein, kannst du mit dem Mietwagen* oder einer geführten Tour dennoch einige Highlights im Süden und Westen erkunden.
Ob Whale-Watching, Wasserfälle, heiße Quellen oder Polarlichter – du musst auf keine Highlights verzichten. Im folgenden Abschnitt erfährst du alles zu den Möglichkeiten ab Reykjavik.
1. Golden Circle Tagestour
Du möchtest auf jeden Fall den berühmten Golden Circle erkunden? Plane dafür mindestens 8 Stunden ein und mache dich auf den Weg zu den heißen Quellen und Wasserfällen.
Dich erwarten der imposante Gullfoss, das berühmte Geysir-Gebiet mit der legendären Fontäne Strokkur sowie den historischen Þingvellir Nationalpark, wo die nordamerikanische und eurasische tektonische Platte aufeinandertreffen. Mehr über den Golden Circle erfährst du in unserem separaten Beitrag.
GOLDEN CIRCLE TOUR
Bei GetYourGuide kannst du deine Golden-Circle-Tagestour buchen. Diese Tour dauert rund 8 Stunden und kostet momentan nur 79 € pro Person.
Golden Circle Tour hier buchen*

2. Ausflug in den Süden
Du möchtest dir gern den wunderschönen Süden der Insel anschauen? Kein Problem! Schnapp dir einen Mietwagen und los geht’s. Im Süden warten zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Highlights auf dich, wie z.B. der Seljalandsfoss, das Flugzeugwrack, der mächtige Skogafoss, die Gletscherzunge Sólheimajökull, die schwarzen Strände von Vík und vieles mehr. Alles dazu hier: Highlights im Süden von Island.
TOUREN BUCHEN
Bei GetYourGuide kannst du deine Tagestour durch Südisland buchen. Diese Tour dauert rund 10 Stunden und kostet momentan 115 € pro Person.
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3. Die Blaue Lagune
Die Blue Lagoon gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten rund um Reykjavík und ist für viele ein fester Bestandteil einer Islandreise. Besonders cool ist der Kontrast aus kalter Luft, dampfendem Wasser und den schwarzen Lavafeldern rundherum. Das milchig blaue Thermalwasser hat je nach Bereich bis zu 42°C und selbst bei Wind oder Minusgraden kannst du hier entspannt baden.
Trotzdem muss man ehrlich sagen: Günstig ist das Ganze nicht. Tickets kosten je nach Uhrzeit und Saison oft schon ab etwa 100 € pro Person, teilweise sogar deutlich mehr. Im Standardticket sind meist ein Getränk, Handtuch und eine Schlammmaske enthalten. Dazu kommen oft noch Kosten für Transfer* oder Essen vor Ort.
Klar, die Kulisse ist definitiv besonders und einmalig. Wenn du aber einfach nur in heißem Wasser entspannen möchtest, musst du dafür nicht unbedingt so viel Geld ausgeben. Überall auf Island gibt es lokale Thermalbäder und Schwimmbäder, die deutlich günstiger sind und oft nur wenige Euro Eintritt kosten.
Die sind zwar meist weniger luxuriös und längst nicht so „Instagram-tauglich“, gehören für uns aber genauso zur isländischen Kultur dazu und reichen vollkommen aus, wenn du einfach entspannen möchtest. Hier kamen wir übrigens immer mit Locals ins Gespräch, haben tolle Tipps bekommen und es jedes Mal genossen.

4. Whale Watching
Du möchtest die riesigen Giganten der Meere sehen und ein einzigartiges Abenteuer erleben? Ab Reykjavik werden verschiedene Whale-Watching-Touren angeboten. Los geht es zum Beispiel vom Hafen in Reykjavik mit dem Walbeobachtungsschiff „Andrea“.
Die Tour dauert rund 3 Stunden und bietet dir geschützte Sitzplätze im Innenbereich mit großen Panoramafenster. Warme Overalls bekommst du von der Crew. Zwischen Mai und September ist zudem ein deutschsprachiger Guide mit an Bord.
WHALE WATCHING TOUR
Bei GetYourGuide kannst du deine Whale-Watching-Tour buchen. Diese Tour dauert rund 3 Stunden und kostet momentan 90 € pro Person.
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5. Halbinsel Snæfellsnes
Es werden sogar Ausflüge und Touren zur Halbinsel Snæfellsnes angeboten. Für diese Touren musst du einen ganzen Tag einplanen, sie dauern rund 11 Stunden. Dich erwarten mehrere Highlights, wie z.B. die spektakulären Berge und der Vulkankrater Kirkjufell, charmante Fischerdörfer, schwarze Strände und tolle Landschaften. Bei GetYourGuide bekommst du die Tour für rund 100€ inklusive Transfers und Guide.
HALBINSEL SNÆFELLSNES TOUR
Bei GetYourGuide kannst du eine Tour zu Halbinsel Snæfellsnes buchen. Diese Tour dauert rund 11 Stunden und kostet momentan 126 € pro Person.
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6. Polarlichtertouren
Du möchtest nicht auf die wunderschönen und einzigartigen Polarlichter verzichten? Selbst wenn du nur wenige Tage Zeit hast, kannst du ab Reykjavik verschiedenen Touren buchen. Die beste Zeit für Polarlichter sind die Wintermonate zwischen Oktober und März, eine Garantie kann dir allerdings niemand geben.
Wir empfehlen dir die Seite vedur.is. Dort kannst du dir die Prognosen des Tages anschauen, wobei du die besten Chancen an kalten, dunklen und klaren Polarnächten hast. Bei GetYourGuide* kannst du verschiedenen Polarlichtertouren buchen. Diese Touren bekommst du bereits ab 58 € pro Person.

7. Hochland, Eishöhlen & Gletscher
Von Reykjavik aus kannst du auch Touren ins Hochland* unternehmen. Entweder du buchst diese Touren mit Transfer ab Reykjavik oder du triffst dich mit der Gruppe vor Ort.
Natürlich kannst du in den Sommermonaten auch selber ins Hochland fahren, brauchst dafür aber einen 4×4-Wagen. Normale PKWs sind auf den F-Straßen nicht erlaubt! Richtig cool sind auch die Ausflüge zu den Gletschern und Eishöhlen* im Süden der Insel.

Unser Video auf Youtube
Auf Youtube findest du unser Videoreisetagebuch zu unserer kompletten Island-Rundreise. Mit dabei auch der letzte Teil der Reise (einfach auf das Bild klicken).
Flughafentransfer ab Keflavík
Die meisten internationalen Flüge landen auf dem Flughafen Keflavík (KEF). Dieser liegt rund 50 Kilometer von Reykjavik entfernt im Südwesten Islands. Über die Straße 41 erreichst du die Hauptstadt je nach Verkehr in etwa 40 bis 45 Minuten.
Die meisten Reisenden übernehmen direkt am Flughafen ihren Mietwagen*. So haben wir es ebenfalls gemacht und würden es für eine Island Rundreise auch jederzeit wieder empfehlen. Falls du aber die ersten oder letzten Tage ohne Auto in Reykjavik verbringst, kommst du auch problemlos mit Bus oder Taxi ins Zentrum.
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Mit dem Flybus ins Stadtzentrum
Am einfachsten funktioniert der Transfer mit dem Flybus. Die Busse fahren passend zu den ankommenden Flügen vom Flughafen Richtung Reykjavik und bringen dich innerhalb von rund 45 bis 50 Minuten ins Stadtzentrum.
Die Fahrt endet normalerweise am BSI Bus Terminal. Gegen Aufpreis kannst du dich aber auch direkt bis zu deinem Hotel oder einer nahegelegenen Bushaltestelle bringen lassen. Gerade in Reykjavik ist das praktisch, da viele Hotels wegen der Innenstadtlage nicht direkt angefahren werden dürfen.
Tickets bekommst du direkt am Flughafen oder vorab online. Oft sind die Fahrten über GetYourGuide* sogar etwas günstiger als direkt beim Anbieter. Etwas günstiger ist auch die öffentliche Buslinie 55 von Strætó. Die Fahrt dauert allerdings länger und du musst teilweise noch umsteigen (zum Fahrplan). Dafür zahlst du deutlich weniger als beim Flybus (ca. 17 € hin und zurück).
Mit dem Taxi ins Stadtzentrum
Natürlich kannst du auch ein Taxi vom Flughafen nach Reykjavik nehmen. Wirklich günstig ist das in Island allerdings nicht. Für die Strecke musst du meist mit umgerechnet etwa 120 bis 150 Euro rechnen. Wenn du keinen Mietwagen brauchst und möglichst entspannt ankommen möchtest, ist der Flybus für uns deshalb die beste Lösung.
Parken in der Hauptstadt
Parken in Reykjavik ist grundsätzlich unkompliziert. Im Zentrum der Stadt gibt es allerdings mehrere kostenpflichtige Parkzonen. Diese sind in die Bereiche P1 bis P4 unterteilt und farblich markiert. Je zentraler du parkst, desto teurer wird es.
Bezahlt werden kann direkt am Automaten oder ganz bequem per App, zum Beispiel über Parka oder EasyPark. Gerade mit Mietwagen ist das deutlich entspannter. ☞ Buche hier deinen Mietwagen für Island*.
Übersicht der Parkzonen in Reykjavik
| Zone | Uhrzeit & Zeiten | Preise |
|---|---|---|
| P1 Rote Zone | Mo. bis Fr. 9 bis 21 Uhr Sa. & So. 10 bis 21 Uhr | 660 ISK pro Stunde |
| P2 Blaue Zone | Mo. bis Fr. 9 bis 21 Uhr Sa. & So. 10 bis 21 Uhr | 240 ISK pro Stunde |
| P3 Grüne Zone | Mo. bis Fr. 9 bis 18 Uhr | 240 ISK für die ersten 2 Stunden danach 70 ISK |
| P4 Orange Zone | Mo. bis Fr. 8 bis 16 Uhr | 240 ISK pro Stunde |
Die teuerste Zone ist P1 direkt im Zentrum rund um die beliebtesten Reykjavik Sehenswürdigkeiten. Dort darfst du außerdem maximal drei Stunden parken. Je weiter du dich vom Zentrum entfernst, desto günstiger wird es.
Parkhäuser & kostenlose Plätze
Zusätzlich gibt es mehrere Parkhäuser in Reykjavik. Diese sind praktisch, wenn du länger in der Innenstadt unterwegs bist oder dir die Parkplatzsuche sparen möchtest. Die Preise variieren je nach Parkhaus.
Kostenlos parken kannst du teilweise außerhalb der markierten Zonen. Außerdem sind einige Bereiche abends kostenlos:
- P1 & P2: kostenlos vor 9 Uhr und nach 21 Uhr
- P3: kostenlos nach 18 Uhr
- P4: kostenlos nach 16 Uhr
- An Feiertagen oft ebenfalls kostenlos
Sonntags ist kostenloses Parken mittlerweile nicht mehr überall garantiert, da sich die Zeiten geändert haben. Deshalb solltest du immer die Schilder vor Ort kontrollieren.
Öffentlicher Nahverkehr in der Stadt
Reykjavik kannst du unserer Meinung nach super zu Fuß erkunden. Viele Sehenswürdigkeiten, Cafés und Restaurants liegen relativ nah beieinander und sind problemlos erreichbar. Wenn es doch mal etwas weiter weggehen soll, kannst du einfach die öffentlichen Busse von Strætó nutzen.
Das Busnetz in Reykjavik ist gut ausgebaut und verbindet nicht nur die Innenstadt, sondern auch die umliegenden Stadtteile. Eine Einzelfahrt kostet aktuell 690 ISK für Erwachsene und ist für 75 Minuten gültig. In dieser Zeit kannst du sogar umsteigen.
Tickets kaufst du am einfachsten über die offizielle Klappið App. Dort kannst du digitale Tickets direkt auf dem Smartphone kaufen und aktivieren. Mittlerweile akzeptieren viele Busse außerdem kontaktlose Kartenzahlung. Barzahlung ist dagegen inzwischen nicht mehr überall möglich.
Wenn du mehrere Tage in Reykjavik verbringst, lohnt sich oft die Reykjavik City Card*. Mit dieser kannst du je nach Variante 24, 48 oder 72 Stunden lang kostenlos die Stadtbusse nutzen. Zusätzlich bekommst du freien Eintritt oder Rabatte für viele Museen, Galerien und Schwimmbäder.
Tipp: Über die offizielle Website von Strætó kannst du dir alle Busverbindungen und Fahrpläne in Reykjavik sowie auf ganz Island anzeigen lassen.
Unsere besten Food Tipps
Reykjavik hat uns kulinarisch wirklich überrascht. Die Stadt ist voll mit kleinen Cafés, modernen Bäckereien, gemütlichen Restaurants und richtig guten Coffee Spots. Gerade wenn du guten Kaffee, Zimtschnecken oder Streetfood liebst, wirst du Reykjavik wahrscheinlich genauso feiern wie wir.
Unser absoluter Lieblingsspot für Kaffee war Plantan Kaffihús. Das Café wirkt modern, entspannt und irgendwie typisch nordisch. Richtig guter Specialty Coffee, tolle Einrichtung und eine super angenehme Atmosphäre zum Frühstücken oder Arbeiten.
Ebenfalls richtig beliebt ist Kaffi Ó-le, das vor allem bei Kaffeefans und Locals einen extrem guten Ruf hat. Auch Reykjavík Röst direkt am Hafen fanden wir richtig schön für eine kleine Pause mit Blick aufs Wasser.
Dieses hippe Café ist gemütlich eingerichtet und wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Besonders cool sind die vielen Vintage-Möbel und das gemütliche Flair. Du bekommst hier nicht nur richtig guten Kaffee sondern auch einige leckere Snacks für Zwischendurch.

Wenn du Zimtschnecken liebst, führt eigentlich kein Weg an Brauð & Co vorbei. Die kleine Bäckerei mit der bunten Graffiti-Fassade ist inzwischen fast schon Kult in Reykjavik. Der Duft zieht teilweise durch die ganze Straße und die warmen Cinnamon Rolls waren für uns ehrlich gesagt mit die besten, die wir je gegessen haben. Auch online wird der Laden ständig empfohlen.
Richtig gemütlich fanden wir außerdem Café Babalú. Das Café ist bunt, leicht chaotisch und voller kleiner Details. Gerade die Dachterrasse ist bei gutem Wetter richtig schön. Ebenfalls cool: Rúblan bókakaffi, ein kleines Buchcafé mit entspannter Atmosphäre, das viele Touristen gar nicht auf dem Schirm haben.

Und natürlich musst du in Reykjavik mindestens einmal einen isländischen Hot Dog probieren. Der Klassiker schlechthin ist Bæjarins Beztu Pylsur am Hafen. Der kleine Stand existiert bereits seit 1937 und gilt als absoluter Kultspot der Stadt. Bestellt wird traditionell „eina með öllu“, also mit allem drauf.
Etwas weniger touristisch, aber ebenfalls richtig gut fanden wir Víkinga Pylsur sowie Old Harbour HOT DOGS im Hafenbereich. Gerade dort wirkte alles etwas entspannter als am berühmten Hauptstand.

Unterkünfte & coole Hotels
In Reykjavik gibt es zahlreiche coole Unterkünfte. Wir haben mal etwas genauer recherchiert und dir einige richtig beliebte Unterkünfte herausgesucht. Meistens buchen wir bei Booking.com* oder über Airbnb unsere Zimmer, denn seit vielen Jahren sind wir mit beiden Plattformen sehr zufrieden.
Unterkünfte auf Island sind generell ziemlich teuer. Selbst ein Bett im Hostel kostet oft schon 40 bis 50 € pro Nacht. Kleine Mittelklassehotels starten meist erst bei etwa 150 bis 200 € pro Nacht. Wenn du etwas mehr Komfort oder ein schöneres Boutiquehotel möchtest, liegst du schnell bei 250 bis 350 € pro Nacht oder sogar darüber.
€ Budget
€€ Mittelklasse
- Aurora Nooks Apartments by Heimaleiga*
- Reykjavik Marina – Berjaya Iceland Hotels*
- ODDSSON Downtown Hotel*
€€€ Komfort & Boutiquehotels
- Reykjavik Lights Hotel by Keahotels*
- Reykjavik Residence Apartment Hotel*
- Hotel Holt – The Art Hotel*
- Hotel Reykjavík Saga*
Beste Reisezeit für Reykjavik
Reykjavik kannst du grundsätzlich das ganze Jahr über bereisen. Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Charme. Die beliebtesten Monate sind allerdings zwischen Juni und September. Dann sind die Temperaturen etwas milder, die Tage extrem lang und viele Cafés, Bars und Sehenswürdigkeiten besonders lebendig.
Im Sommer liegen die Temperaturen meist zwischen 10 und 15 Grad, mit etwas Glück kann es aber auch deutlich wärmer werden. Gleichzeitig fällt in diesen Monaten oft weniger Niederschlag als im Herbst oder Winter. Für eine Island Rundreise mit Reykjavik als Start- oder Endpunkt ist das daher eine richtig gute Zeit.
Wir selbst waren im September in Reykjavik und hatten traumhaft schönes Wetter mit Sonne und blauem Himmel. Gleichzeitig waren deutlich weniger Menschen unterwegs als noch in der Hochsaison im Juli oder August.
Auch der Winter hat in Reykjavik seinen Reiz. Zwischen Oktober und März kannst du mit etwas Glück Polarlichter sehen, dafür musst du aber mit deutlich kälteren Temperaturen, mehr Wind und kürzeren Tagen rechnen.
Mehr Infos zu Klima, Temperaturen und den einzelnen Monaten findest du in unserem ausführlichen Beitrag zur besten Reisezeit für Island.
Reiselektüre und Reiseführer
Sehr empfehlenswert ist der Reiseführer von Dumont*. Hier erfährst du auf 448 Seiten alles über Island. Wir hatten zudem vor der Reise noch den Lonely Planet* und den Reiseführer von Stefan Loose* in unserer Stadtbibliothek ausgeliehen. In beiden Büchern konnten wir viele Infos für unsere Rundreise finden. Sehr cool ist auch das Buch Fettnäpfchenführer Island: Im Hot Pot mit Elfen und Wikingern* sowie das Taschenbuch Wo Elfen noch helfen: Warum man Island einfach lieben muss*.
UNSERE KAFFEEKASSE
Du bist gerne hier auf unserer Seite, hast schon oft unsere Tipps genutzt und magst unsere Inhalte, Geschichten, Bilder und Videos? Wir haben hier eine kleine virtuelle Kaffee-Kasse aufgestellt, welche du gerne füllen darfst. Dieses Trinkgeld spenden wir an Tierschutzorganisationen. Von Herzen DANKE!
» Unsere Kaffeekasse «
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Ich finde Reykjavik wirklich schön zum einfach rumlaufen und sich treiben lassen. Die Orientierung ist recht leicht, mit der Hallgrimskirche, die von fast überall als Orientierungspunkt zu sehen ist!