Der Norden Islands wird bei vielen Rundreisen völlig unterschätzt. Während sich im Süden oft die Touristenmassen sammeln, erwarten dich in Nordisland deutlich mehr Ruhe, leere Straßen, heiße Quellen, riesige Wasserfälle und einige der beeindruckendsten Landschaften der ganzen Insel.
Gerade rund um den Mývatn, Húsavík oder die Küstenstraßen im Norden haben wir Orte erlebt, die uns bis heute im Kopf geblieben sind. Oft waren wir stundenlang unterwegs, ohne wirklich viele andere Menschen zu sehen und genau das machte diesen Teil Islands für uns so besonders.
In diesem Beitrag zeigen wir dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Nordisland, unsere persönlichen Highlights, praktische Tipps für deine Route und Orte, die du auf deiner Rundreise durch den Norden Islands auf keinen Fall verpassen solltest.
Inhaltsverzeichnis
Quick Facts zu Nordisland
- Perfekt für: Rundreisen, Natur, Roadtrips & heiße Quellen
- Highlights: Mývatn, Húsavík, Dettifoss, Goðafoss & Akureyri
- Beste Reisezeit: Juni bis September
- Empfohlene Dauer: mindestens 3 bis 5 Tage
- Straßen: meist gut befahrbar, einzelne Schotterstraßen möglich
- 4×4 nötig? Für die meisten Highlights nicht zwingend
- Unsere Empfehlung: Plane genügend Zeit rund um den Mývatn ein
Karte & Route durch Nordisland
Der Norden Islands lässt sich perfekt auf einer Rundreise entlang der Ringstraße erkunden. Besonders gut gefallen hat uns die Strecke zwischen Húsavík, dem Mývatn und Akureyri. Genau hier erwarten dich wirklich beeindruckende Landschaften.
Viele Highlights liegen außerdem relativ nah beieinander, sodass du auch mit wenigen Tagen bereits viel sehen kannst. Trotzdem würden wir dir empfehlen, nicht einfach nur „durchzufahren“. Gerade Nordisland lebt davon, spontan anzuhalten, kleine Abstecher mitzunehmen und die Landschaft unterwegs zu genießen.
Beliebte Stopps in Nordisland
- Siglufjörður
- Akureyri
- Husavik
- Goðafoss
- Mývatn
- Hverir & Namafjall
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Nordisland
Die Halbinsel Vatnsnes
Die Halbinsel Vatnsnes gehört zu den ruhigeren Regionen im Norden Islands und wird bei vielen Rundreisen komplett unterschätzt. Genau das machte die Gegend für uns aber auch so besonders. Statt großer Touristenmassen erwarten dich hier einsame Küstenstraßen, schwarze Strände und raue Landschaften.
Das bekannteste Highlight der Halbinsel ist der berühmte 15 Meter hohe Felsen Hvítserkur direkt an der Küste. Außerdem hast du entlang der Küste und in der Bucht von Illugastadir gute Chancen, Seehunde zu beobachten. Plane für Vatnsnes am besten einen halben Tag ein (ca. 80 Kilometer), besonders wenn du Island gerne etwas ruhiger und ursprünglicher erleben möchtest.
☞ Unsere besten Tipps für die Halbinsel Vatnsnes in Nordisland

Das Freibad in Hofsós
Das Freibad von Hofsós gehört zu den bekanntesten Spots in Nordisland und wird oft als eines der schönsten Freibäder des Landes bezeichnet. Der warme Pool liegt direkt oberhalb des Fjords und bietet einen beeindruckenden Blick über das Meer und die umliegenden Berge. Besonders bei schlechtem Wetter oder in den Abendstunden entsteht hier eine richtig besondere Atmosphäre.
Das Freibad wurde 2010 eröffnet und ist heute eines der beliebtesten Highlights entlang der Küste Nordislands. Durch die ruhige Lage eignet sich Hofsós perfekt für einen entspannten Zwischenstopp auf einer Rundreise durch den Norden Islands. Leider waren wir damals vor 11 Uhr da, die Türen waren noch geschlossen und wir entschieden uns, weiterzufahren.
- Eintritt: Erwachse 1.300 ISK, Kinder 415 ISK
- Öffnungszeiten Sommer: Mo–Fr 07–20 Uhr, Wochenende 10–20 Uhr
- Öffnungszeiten Winter: Mo–Fr 07–13 & 17–20 Uhr, Wochenende 11–16 Uhr

Die wunderschöne Stadt Siglufjörður
Siglufjörður gehört für uns zu den schönsten Orten im Norden Islands. Das kleine Fischerdorf liegt direkt zwischen hohen Bergen und einem schmalen Fjord und wirkt fast wie aus einem Film. Vor allem die bunten Häuser, der kleine Hafen und die ruhige Atmosphäre machen den Ort zu einem der schönsten Stopps auf einer Rundreise durch Nordisland.
Bekannt wurde Siglufjörður früher vor allem durch den Heringsfang. Heute findest du hier kleine Cafés, Restaurants und einige schöne Unterkünfte direkt am Wasser. Besonders bei gutem Wetter lohnt sich ein Spaziergang entlang des Hafens oder durch die kleinen Straßen des Orts.
Da Siglufjörður etwa 80 Kilometer von der Ringstraße entfernt liegt, verirren sich deutlich weniger Touristen hierher als zu vielen anderen Orten in Island. Statt voller Parkplätze und Reisebusse erwarten dich hier Ruhe, eine super entspannte Atmosphäre und eine wunderschöne Fjordlandschaft.
Unsere Tipps für Siglufjörður
- Aðalbakarí für Kaffee, Gebäck & Zimtschnecken
- Herring Café direkt am Hafen
- Besuch des Herring Era Museums*
- Whale Watching Touren ab Hauganes*
- Geführte Kajaktour durch den Fjord*

Whale Watching in Hauganes
Whale Watching gehört für viele natürlich zu den absoluten Highlights einer Island Rundreise und genau deshalb solltest du dir eine Tour im Norden Islands nicht entgehen lassen. Besonders rund um Hauganes und den Eyjafjörður Fjord stehen die Chancen sehr gut, Buckelwale zu sehen.
Die Touren dauern meist etwa drei Stunden und führen direkt hinaus auf den Fjord. Vor dem Start bekommst du einen warmen Overall, der selbst bei Wind und kalten Temperaturen richtig angenehm ist. Außerdem gibt es auf vielen Booten heißen Kakao, Kaffee oder Tee.
Während unserer Tour* konnten wir insgesamt vier Buckelwale beobachten und waren danach wirklich sprachlos. Gleichzeitig erfährst du unterwegs viele spannende Infos über die Tiere und die Region rund um Nordisland. Gleichzeitig war es in der Bucht auch nicht überfüllt – lediglich zwei Boote waren unterwegs. Buche hier deine Tour*.

Hot Tubes in Hauganes
Direkt am schwarzen Strand von Hauganes befinden sich mehrere heiße Hot Tubs mit Blick auf den Eyjafjörður und die umliegenden Berge. Besonders die ruhige Lage direkt am Wasser macht den Ort zu einem richtig schönen Zwischenstopp in Nordisland.
Vor Ort findest du drei unterschiedlich warme Hot Tubs, ein großes „Schiff“ mit etwas kühlerem Wasser, eine Sauna sowie beheizte Umkleiden und Duschen. Wer möchte, kann zwischendurch sogar direkt in den eiskalten Fjord springen. Bezahlen kannst du inzwischen unkompliziert vor Ort, unter anderem auch per Apple Pay.
Heute kostet der Eintritt etwa 17€ pro Person. Als wir damals dort waren, gab es allerdings noch keine richtige Kasse. Stattdessen stand dort lediglich eine kleine Vertrauenskasse und jeder konnte freiwillig etwas „spenden“. Direkt daneben befindet sich außerdem die Baccalá Bar, die vor allem für ihre Fischsuppe bekannt ist.

Akureyri
Akureyri ist die größte Stadt im Norden Islands und für viele der perfekte Ausgangspunkt, um Nordisland zu erkunden. Trotz ihrer Größe wirkt die Stadt entspannt, gemütlich und deutlich ruhiger als Reykjavík. Besonders gut gefallen haben uns die vielen Cafés, die kleinen Straßen im Zentrum und die Lage direkt am Fjord.
Außerdem findest du hier alles, was du auf einer Rundreise brauchst: Supermärkte, Restaurants, Tankstellen, Unterkünfte und Tourenanbieter. Besonders beliebt sind Whale Watching Touren, Walbeobachtungen vom Fjord, die berühmte Kirche Akureyrarkirkja sowie der botanische Garten der Stadt.
Unsere Tipps für Akureyri
- Perfekter Ort zum Übernachten in Nordisland
- Spaziergang durch das Zentrum & zum Hafen
- Kaffee trinken bei Kaffi Ilmur oder Berlin Akureyri
- Whale Watching Touren direkt ab Akureyri*
- Nachmittag in der schönen Forest Lagoon*
- Besuch der Kirche Akureyrarkirkja
Walhauptstadt Húsavík
Húsavík gilt als Whale Watching Hauptstadt Islands und gehört zu den bekanntesten Orten im Norden des Landes. Das kleine Städtchen liegt direkt an der Küste und wirkt deutlich ruhiger und ursprünglicher als viele andere Orte entlang der Ringstraße.
Vor allem der Hafen mit den bunten Häusern und den vielen Walbeobachtungsbooten macht Húsavík zu einem richtig schönen Zwischenstopp. Die Chancen, hier Buckelwale oder sogar Blauwale zu sehen, gehören zu den besten in ganz Island.
Neben Whale Watching findest du hier außerdem Hotels, kleine Cafés, Restaurants, Hot Pots und schöne Spazierwege entlang der Küste. Besuche das Walmuseum des Ortes und bestaune die beeindruckenden Wal-Exponate oder schlendere durch die bunte Rainbow Street.
- Eintrittskarte GeoSea Geothermal Baths*
- 3-stündige Whale Watching Tour ab Husavik*
- 3-stündige Whale Watching Tour & Papageientaucher*

Ásbyrgi
Eine weitere Sehenswürdigkeit im Norden von Island ist die Schlucht Ásbyrgi. Die riesige hufeisenförmige Schlucht ist von hohen Felswänden umgeben und wirkt komplett anders als viele andere Regionen der Insel. Statt schwarzer Lavafelder erwarten dich hier plötzlich grüne Wälder, kleine Seen und ruhige Wanderwege.
Der Ort gehört zum Vatnajökull Nationalpark und eignet sich perfekt für kleinere Wanderungen und Spaziergänge. Besonders beeindruckend ist die Größe der Schlucht, die man erst richtig wahrnimmt, wenn man mitten darin steht.
Unsere Tipps für Ásbyrgi
- Kleine Wanderungen & Spazierwege
- Aussichtspunkt Eyjan
- Perfekt für eine Pause abseits der Ringstraße
- Gute Kombination mit Dettifoss & Jökulsárgljúfur
Jökulsárgljúfur
Jökulsárgljúfur ist eine gewaltige Canyonlandschaft im Norden Islands und gehört zu den spektakulärsten Naturgebieten der Region. Durch den Canyon fließt der Gletscherfluss Jökulsá á Fjöllum, der die Landschaft über Jahrtausende geformt hat.
Vor allem die Kombination aus schwarzen Felswänden, riesigen Schluchten und tosenden Wasserfällen macht die Gegend so beeindruckend. Viele Highlights wie Ásbyrgi oder der Dettifoss gehören ebenfalls zu diesem Gebiet.
Dettifoss
Der Dettifoss gehört zu den gewaltigsten Wasserfällen Europas und ist eines der größten Naturhighlights im Norden Islands. Schon bevor man den Wasserfall überhaupt sieht, hört man das laute Donnern der Wassermassen. Je nach Wetter wirst du selbst in einiger Entfernung noch nass vom Sprühnebel.
Vom Parkplatz aus (Dettifoss West Parking) läufst du etwa 20 Minuten bis zur Aussichtsplattform am Dettifoss. Auch wenn man heute nicht mehr direkt nah an den Wasserfall herankommt, spürt man die enorme Kraft der Wassermassen trotzdem ziemlich deutlich. 1 Kilometer weiter kannst du noch den schönen Selfoss bestaunen.
Der beeindruckende Wasserfall Goðafoss
Der Goðafoss gehört zu den bekanntesten Wasserfällen Islands und ist eines der größten Highlights entlang der Ringstraße im Norden des Landes. Durch seine geschwungene Form und die breiten Wassermassen wirkt der Wasserfall besonders beeindruckend und gleichzeitig richtig fotogen.
Der Name bedeutet übersetzt übrigens „Wasserfall der Götter“. Der Legende nach sollen hier nach der Christianisierung Islands alte Götterstatuen in den Wasserfall geworfen worden sein. Heute zählt der Goðafoss zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Nordisland und lässt sich direkt von mehreren Aussichtspunkten erkunden.
Besonders praktisch: Der Wasserfall liegt direkt an der Ringstraße und eignet sich perfekt für einen kurzen Zwischenstopp auf einer Rundreise durch Nordisland. Parkplätze befinden sich auf beiden Seiten des Wasserfalls und die Wege zu den Aussichtspunkten sind relativ kurz.
💡 Tipp unserer Leser: Ein Abstecher zum Aldeyjarfoss lohnt sich definitiv. Der Wasserfall liegt etwa 40 Kilometer südlich der Ringstraße und ist über die Schotterstraße 842 erreichbar. Laut aktuellen Erfahrungen ist die Strecke mittlerweile auch mit normalen Autos meist gut befahrbar. Plane ab dem Goðafoss etwa 30 Minuten Fahrzeit ein.

See Mývatn
Der Mývatn ist der viertgrößte See Islands und liegt mitten in einer der aktivsten Vulkanregionen des Landes. Rund um den See wechseln sich schwarze Lavafelder, grüne Wiesen, kleine Inseln, Pseudokrater und vulkanische Landschaften ständig ab. Genau diese Mischung macht die Region unserer Meinung nach so besonders.
Der Name Mývatn bedeutet übrigens übersetzt „Mückensee“ und genau darauf solltest du vorbereitet sein. Vor allem im Sommer können die kleinen Mücken rund um den See extrem lästig werden. Sie stechen zwar nicht, schwirren aber oft in riesigen Mengen durch die Luft. Wir haben damals vor Ort zahlreiche Reisende gesehen, die tatsächlich kleine Netze für das Gesicht genutzt haben.
Besonders empfehlen können wir dir das Naturgebiet Höfði mit seinen wunderschönen Aussichtspunkten direkt am See, die Lavahöhle Grjótagjá mit ihrer heißen Quelle (bekannt geworden durch Game of Thrones) sowie den Lake Mývatn Panoramic Point mit Blick über die Vulkanlandschaft. Eine gute Anlaufstelle ist außerdem das Mývatn Visitor Center.
Da viele Highlights rund um den See relativ nah beieinander liegen, eignet sich die Region perfekt, um mehrere Sehenswürdigkeiten entspannt an einem oder zwei Tagen miteinander zu kombinieren. Wir empfehlen dir mindestens einen Tag vor Ort – es gibt wirklich viel zu entdecken.
Unsere Tipps für den Mývatn
- Mindestens einen kompletten Tag einplanen
- Mückenspray oder Netz im Sommer mitnehmen
- Stopp beim Kaffi Sel oder Mývatn Öl Microbrewery
- Viele Highlights liegen direkt an der Ringstraße
- Idealer Ausgangspunkt für Nordlichter im Winter*
- Mývatn Nature Baths* als ruhigere Alternative zur Blue Lagoon

Weitere Highlights am Mývatn
Rund um den Mývatn erwarten dich weitere Highlights. Besonders bekannt ist der riesige Tephra-Krater Hverfjall, der mit seiner fast perfekten Form zu den Wahrzeichen der Region gehört. Über einen kurzen, aber teilweise steilen Wanderweg gelangst du hinauf auf den Kraterrand.
Ein weiteres Highlight ist das gigantische Lavafeld Dimmuborgir mit seinen bizarren Felsformationen und kleinen Wanderwegen durch die erkaltete Lava. Gerade bei Nebel oder schlechtem Wetter wirkt die Landschaft hier fast surreal.
Nach einem langen Tag in der Vulkanlandschaft lohnt sich außerdem ein Besuch der Mývatn Nature Baths. Die heißen Quellen gelten als deutlich ruhigere Alternative zur bekannten Blue Lagoon und bieten einen richtig schönen Blick über die Landschaft Nordislands. Tickets hier buchen*.

Die Mondlandschaften von Hverir
Hverir gehört für uns zu den verrücktesten Landschaften in ganz Island. Direkt an der Ringstraße erwartet dich hier eine ockerfarbene Geothermallandschaft mit dampfenden Erdspalten, blubbernden Schlammtöpfen und rauchenden Fumarolen. Teilweise fühlt sich die Gegend tatsächlich eher wie ein anderer Planet als wie Island an.
Besonders beeindruckend fanden wir die ständig aufsteigenden Schwefeldämpfe und die vielen unterschiedlichen Farben im Boden. Gleichzeitig riecht es hier teilweise extrem nach Schwefel, worauf du vorbereitet sein solltest. Durch das Gebiet führen kurze Holzwege und abgesicherte Pfade, sodass sich die Landschaft problemlos erkunden lässt.
Direkt oberhalb von Hverir befindet sich außerdem der Berg Námafjall. Über einen kurzen Wanderweg gelangst du hinauf zu mehreren Aussichtspunkten mit Blick über die dampfende Vulkanlandschaft rund um den Mývatn. Gerade von oben wirkt die Region noch einmal komplett surreal.
‼️ Hinweis: Der Zugang zu Hverir selbst ist kostenlos. Mittlerweile wird vor Ort allerdings eine Parkgebühr verlangt, aktuell meist etwa 1.200 ISK pro Auto. Bezahlt wird in der Regel über die Parka App, alternativ oft auch per QR Code oder Automat direkt am Parkplatz.

Das Vulkansystem Krafla
Das Vulkansystem Krafla gehört zu den beeindruckendsten Vulkanregionen Islands und liegt mitten im Gebiet rund um den Mývatn. Die Landschaft wirkt hier teilweise komplett surreal. Schwarze Lavafelder, dampfende Erde, Krater und riesige Spalten verdeutlichen ziemlich eindrucksvoll, wie aktiv die Region noch heute ist.
Genau hier treffen übrigens die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinander. Durch die vielen Erdspalten und vulkanischen Aktivitäten verändert sich die Landschaft rund um Krafla bis heute ständig weiter.
Das bekannteste Highlight der Region ist der Explosionskrater Víti mit seinem türkisfarbenen Kratersee. Über einen kurzen, teilweise etwas steileren Weg gelangst du hinauf zum Kraterrand. Von dort hast du einen richtig tollen Blick über die Vulkanlandschaft rund um Krafla. Für den Rundweg solltest du etwa eine Stunde einplanen.
Ebenfalls spannend ist das Krafla Power Station direkt neben dem Vulkansystem. Dort wird die geothermische Energie der Region genutzt, um Strom und Wärme zu erzeugen. Gerade in Island sieht man an Orten wie diesem sehr gut, wie stark das Land von seiner vulkanischen Aktivität geprägt ist.

Unterkünfte in Nordisland
Unterkünfte in Island sind leider generell ziemlich teuer. Vor allem in der Hauptsaison zwischen Juni und September steigen die Preise oft noch einmal deutlich an. Deshalb lohnt es sich, Hotels und Gästehäuser möglichst früh zu buchen, besonders rund um den Mývatn oder in Húsavík.
Deutlich günstiger unterwegs bist du in Island meistens mit dem Camper oder beim Camping. Gerade in Nordisland gibt es viele richtig schöne Campingplätze mitten in der Natur. Trotzdem würden wir dir empfehlen, dir zwischendurch auch mal eine gemütliche Unterkunft zu gönnen, besonders nach mehreren Tagen Roadtrip oder Camping.
Wir haben für dich sorgfältig recherchiert und dir die besten Unterkünfte in Nordisland herausgesucht. Jede einzelne Unterkunft würden wir auch selbst buchen.
| Ort | Warum dort übernachten? | Unsere Hoteltipps |
|---|---|---|
| Akureyri | Perfekter Ausgangspunkt für Nordisland | Hotel Akureyri* Hotel Natur* Bryggjan Boutique Hotel* |
| Mývatn | Viele Highlights direkt vor der Tür | Fosshotel Mývatn* Mývatn – Berjaya* Laxá Hótel* |
| Húsavík | Ideal für Whale Watching | Fosshotel Húsavík* Skúlagarður Country Hotel* |
| Siglufjörður | Ruhige schöne Fjordlandschaft | Sigló Hótel by Keahotels* Hvanndalir Lodge* Dalasetur* |
| Weitere Hotels | Außergewöhnliche Unterkünfte im Norden | Aurora Igloo North* Blabjorg Resort* Atemberaubendes Apartment* |
Tipps für eine Rundreise durch Nordisland
Für eine Rundreise durch Nordisland würden wir dir mindestens 3 bis 5 Tage empfehlen. Gerade rund um den Mývatn gibt es unglaublich viele Highlights, weshalb sich dort mindestens eine Übernachtung definitiv lohnt. Viele Sehenswürdigkeiten liegen zwar relativ nah beieinander, trotzdem solltest du die Fahrzeiten in Island nie unterschätzen.
Die meisten Straßen in Nordisland sind gut ausgebaut und problemlos mit einem normalen Mietwagen befahrbar. Kleinere Abstecher führen allerdings oft über Schotterstraßen. Vor allem rund um abgelegenere Regionen wie Vatnsnes oder den Aldeyjarfoss kann die Strecke teilweise etwas rauer werden.
Außerdem solltest du dich auf schnell wechselndes Wetter einstellen. Selbst im Sommer kann es plötzlich kalt, windig oder nass werden. Eine wasserdichte Jacke und warme Kleidung gehören deshalb immer ins Gepäck. Rund um den Mývatn können im Sommer zudem extrem viele Mücken unterwegs sein. Ein Mückennetz für das Gesicht wirkt zwar zunächst etwas übertrieben, kann dort aber tatsächlich ziemlich praktisch sein.
Auch wichtig zu wissen: Immer mehr Sehenswürdigkeiten in Island verlangen mittlerweile Parkgebühren. Bezahlt wird oft digital per App oder QR Code direkt am Parkplatz. Trotzdem gehört Nordisland für uns zu den entspanntesten und vielseitigsten Regionen der Insel. Vor allem die Mischung aus Vulkanlandschaften, Fjorden, heißen Quellen und deutlich weniger Touristen machte die Reise für uns so besonders.

Beste Reisezeit für Nordisland
Die beste Reisezeit für Nordisland liegt zwischen Juni und September. In diesen Monaten sind die Straßen meist schneefrei, die Tage extrem lang und viele Sehenswürdigkeiten problemlos erreichbar. Gerade im Sommer zeigt sich der Norden oft überraschend grün und deutlich ruhiger als viele Regionen im Süden Islands.
Besonders rund um den Mývatn, Húsavík oder die Fjorde im Norden kannst du zwischen Juni und August perfekt wandern, Whale Watching Touren machen oder die vielen Vulkanlandschaften erkunden.
Der Herbst eignet sich perfekt, wenn du weniger Touristen erleben möchtest. Gleichzeitig steigen ab September bereits die Chancen auf Polarlichter. Allerdings können sich Wetter und Straßenbedingungen ab dieser Zeit deutlich schneller ändern.
Im Winter verwandelt sich Nordisland dagegen in eine komplett andere Welt mit verschneiten Landschaften, vereisten Straßen und oft schwierigen Fahrbedingungen. Viele kleinere Straßen, Schotterpisten und Hochlandrouten sind dann gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar.
Die Ringstraße bleibt zwar normalerweise geöffnet, kann bei Sturm, Schnee oder Eis aber ebenfalls zeitweise gesperrt werden. Vor allem rund um den Mývatn und in den Fjordregionen solltest du deshalb täglich die aktuellen Straßenbedingungen prüfen.
☞ Beste Reisezeit Island – Infos zu Klima, Polarlichter & Hochland

Packliste Nordisland
Gerade in Nordisland solltest du auf wechselhaftes Wetter vorbereitet sein. Selbst im Sommer kann es plötzlich kalt, windig oder nass werden. Eine wasserdichte Jacke, feste Schuhe und warme Kleidung gehören deshalb bei deiner Rundreise unbedingt ins Gepäck.
Rund um den Mývatn empfehlen wir dir außerdem ein gutes Mückenspray. Für Hot Pots und heiße Quellen solltest du zudem Badebekleidung und ein kleines Handtuch dabeihaben.
Falls du Island zum ersten Mal bereist, lohnt sich außerdem ein guter Reiseführer oder eine Offline-Karte für unterwegs. Wir können für die Reisevorbereitung den Reiseführer vom DuMont-Verlag* empfehlen.
☞ Hier findest du unsere ausführliche Island Packliste mit allen Tipps
Häufige Fragen
Wie viele Tage sollte man für Nordisland einplanen?
Wir empfehlen dir mindestens 3 bis 5 Tage für Nordisland. Alleine rund um den Mývatn gibt es so viele Highlights, dass sich dort mindestens eine Übernachtung lohnt.
Braucht man in Nordisland einen 4×4?
Für die meisten Sehenswürdigkeiten reicht ein normaler Mietwagen vollkommen aus. Einige abgelegenere Orte oder Schotterstraßen können mit einem 4×4 allerdings deutlich entspannter sein.
Ist Nordisland weniger touristisch als der Süden?
Ja, definitiv. Vor allem abseits der Ringstraße begegnet man im Norden oft deutlich weniger Touristen als im Süden Islands.
Lohnt sich Whale Watching in Nordisland?
Absolut. Besonders rund um Húsavík, Hauganes und den Eyjafjörður gehören die Chancen, Buckelwale oder sogar Blauwale zu sehen, zu den besten in ganz Island.
Wann ist die beste Reisezeit für Nordisland?
Die beste Reisezeit liegt zwischen Juni und September. Im Winter erwarten dich dagegen verschneite Landschaften, Polarlichter und oft deutlich schwierigere Straßenbedingungen.
Kann man Nordisland im Winter bereisen?
Grundsätzlich ja. Allerdings solltest du dich auf Schnee, Eis, starke Winde und mögliche Straßensperrungen einstellen. Vor allem kleinere Straßen und Hochlandrouten sind im Winter oft geschlossen.
Fazit zum Norden Islands
Nordisland hat uns wirklich begeistert. Vor allem die Mischung aus Vulkanlandschaften, Fjorden, Wasserfällen, heißen Quellen und kleinen Orten machte die Region für uns unglaublich abwechslungsreich. Besonders rund um den Mývatn, Hverir und das gesamte Geothermalgebiet hatten wir teilweise das Gefühl, auf einem anderen Planeten unterwegs zu sein.
Aber auch die ruhigeren Orte blieben uns lange im Kopf. Die Whale Watching Tour im Eyjafjörður, die kleinen Hot Tubs in Hauganes oder das wunderschöne Siglufjörður gehörten definitiv zu unseren persönlichen Highlights. Gerade im Norden Islands hatten wir oft das Gefühl, deutlich weniger Touristen zu begegnen als im Süden der Insel und genau das machte die Reise für uns so besonders.
Für uns gehört Nordisland deshalb ganz klar zu den vielseitigsten Regionen des Landes. Wenn du Island etwas ruhiger, ursprünglicher und gleichzeitig extrem abwechslungsreich erleben möchtest, solltest du den Norden bei deiner Rundreise auf keinen Fall auslassen. Plane hier lieber einen Tag mehr ein, um auch Zeit zum Genießen zu haben!
Unser Reisetagebuch auf Youtube
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