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Die Sehenswürdigkeiten im Norden Islands in der Übersicht

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Unsere Rundreise brachte uns auch in Islands Norden. Im Nachhinein eine der schönsten Ecken des Landes mit vielen Highlights. Aber ganz ehrlich, Island ist überall schön! Jede Region Islands hat ein ganz eigenes Flair. Der Osten der Insel ist recht unberührt und wild, der Südosten und Süden vollgestopft mit unfassbar schönen Highlights. Und der Norden? Der ist unglaublich idyllisch und ruhig.

Vom Campingplatz in Hvammstangi aus fuhren wir über die Halbinsel Vatnsnes weiter nach Hofsós und in das traumhaft schöne Örtchen Siglufjörður. In Hauganes erwartete uns dann eine unvergessliche Whale Watching Tour. Mit dem Mietwagen ging es anschließend weiter über Akureyri zum Godafoss, zum See Mývatn bis zur Mondlandschaft Hverir. Wir verraten dir heute unsere absoluten Highlights im Norden Islands.


Weitere wichtige Island-Themen:



Die Halbinsel Vatnsnes

Vom Campingplatz in Hvammstangi fuhren wir mit unserem Mietwagen nun zur Halbinsel Vatnses. Auf uns warteten tolle Landstriche mit vielen Schafen, Blicken rüber zu den Westfjorden, Robben und atemberaubende Kulissen. Die Straße ist ungeteert aber bei gutem Wetter leicht befahrbar mit einem normalen PKW. Für die rund 80 Kilometer haben wir mehrere Stunden gebraucht, da wir einfach ständig anhalten mussten. In der Bucht von Illugastadir erwartete uns eine zuckersüße Robbenkolonie. Weiter ging es zum Troll-Felsen Hvítserkur. Dieser 15 Meter hohe Basaltfelsen steht einsam und verlassen im Meer. Auch die Landschaft ringsherum ist einfach der Wahnsinn!


Hier geht es zu unserem ausführlichen Beitrag über die Halbinsel Vatnsnes


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Wunderschöne Aussichten auf der Halbinsel Vatnsnes


Das Freibad in Hofsós

Weiter ging es wieder auf der Ringstraße. Kurz hinter Varmahlíð bogen wir ab auf die 76. Von dort aus waren es noch einmal 45 Kilometer bis nach Hofsós. Dieses kleine Fischerdörfchen liegt malerisch am Wasser in der Fjordlandschaft und besticht vor allem durch das richtig coole Freibad. Dieses wurde erst 2010 erbaut und zählt zu den Highlights im Norden von Island. Warum? Schau es dir selbst an! Der Pool bietet dir eine wunderschöne Sicht über das Meer.

Hinzu kommt, dass du auch hier natürlich bei super warmen Wassertemperaturen draußen plantschen kannst. Das Freibad hat im Sommer immer von 9 bis 21 Uhr geöffnet. Im Winter öffnet es unter der Woche nur zwischen 17 und 20 Uhr. Am Wochenende kannst du zwischen 11 und 15 Uhr schwimmen gehen. Leider waren wir vor 11 Uhr da, die Türen waren noch geschlossen und wir entschieden uns, weiterzufahren (Eintritt: 900 ISK / 6,95€).


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Das Freibad in Hofsós im Norden von Island

Die wunderschöne Stadt Siglufjörður

Von Hofsós aus fuhren wir auf der 76 die Küste weiter entlang bis wir Siglufjörður erreichten. Es ist die nördlichste Stadt Islands. Bis zum Polarkreis sind es von hier aus gerade einmal 40 Kilometer. Wahnsinn oder? Die kleine Stadt mit Hafen liegt wunderschön zwischen den Bergen. Wir parkten sofort das Auto und schlenderten durch den Ort. Alles wirkte so idyllisch, fast wie ein perfektes Postkartenmotiv.


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Die wunderschöne Stadt Siglufjörður im Norden Islands

Fischerboote tummelten sich im Hafen und lieferten ihren fangfrischen Fisch ab. Die bunte Häuser am Hafen erinnerten uns irgendwie an Pippi Langstrumpf. In einem kleinen Café in einer Seitenstraße bestellten wir zwei Cappuccino und genossen das traumhafte Wetter. Nicht viele Besucher verirrten sich an diesem Tag in diese Stadt. Der Ort ist aber auch ziemlich weit ab vom Schuss (80 Kilometer bis zur Ringstraße). Nachdem wir ein paar wundervolle Stunden in Siglufjörður verbrachten, fuhren wir weiter, vorbei an Ólafsfjörður und Dalvik.


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Mit dem Auto im Norden Islands unterwegs

Whale Watching in Hauganes

Kurz nach Dalvik entschieden wir uns, spontan an einer Whale Watching Tour teilzunehmen. In letzter Minute sprangen wir in Hauganes auf das Schiff. Die Tour dauerte insgesamt 3 Stunden und kostete pro Person 9.900 ISK (circa 77€). Vorab bekommst du einen dicken „Astronauten-Anzug“, der wirklich super warm hält. Auf dem Schiff selbst gibt es Kakao, Kaffee, Tee und Kekse. Wir sahen im Eyjafjörður Fjord insgesamt 4 Buckelwale und waren nach dieser Tour wirklich sprachlos. Während der Zeit auf dem Schiff haben wir zudem viele interessante Infos über die Wale erfahren. Buche hier deine Tour*.


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Whale Watching in Hauganes im Norden von Island

Hot Tubes in Hauganes

Direkt am Hafen befinden sich 3 kleine Hot Tubs direkt am Wasser mit Duschen und Umkleidekabine. Wir zahlten 500 ISK (circa 3,87€) und genossen die Stunden in dem heißen Wasser mit Blick zu den Bergen. Das Geld schmeißt du einfach in die dafür vorgesehene Box. Alles basiert hier auf Ehrlichkeit in Island. Nebenbei kamen wir noch ins Gespräch mit den Einheimischen, welche sich hier gerne zum Quatschen treffen.

Die 3 Tubes haben unterschiedliche Temperaturen. Es gibt „warm“, „richtig warm“ und „super heiß“. Und wenn du es auf die isländische Art und Weise machen willst, springst du zwischendurch ins eiskalte Meer. Bei uns nennt man das dann wohl „Wechselduschen“ oder? Es war eine unfassbar schöne Kulisse und ein Moment, den wir nie vergessen werden!


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Bei 6 Grad im heißen Hot Pot sitzen in Hauganes

Einzigartig: Der Godafoss

Über Akureyri ging die Fahrt dann weiter in Richtung Mývatn. Doch vorher machten wir noch einen Abstecher zum Wasserfall Godafoss. Dieser liegt direkt an der Ringstraße und ist somit easy erreichbar. Was für ein schöner Wasserfall! Und jetzt nach der Rundreise können wir sagen, dass es einer der schönsten Wasserfälle auf Island ist (für uns zumindest).


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Der wunderschöne Godafoss im Norden Islands


Bei diesem Wasserfall fällt das Wasser des Flusses Skjálfandafljót 12 Meter in die Tiefe. Okay, 12 Meter sind jetzt nicht besonders hoch. Dafür hat der Wasserfall eine Breite von 30 Meter. Und genau das, macht diesen „Foss“ auch so besonders. Knapp 2 Stunden verbrachten wir dort und gingen einmal herum. Immer wieder mussten wir Fotos machen, weil die Kulisse einfach zu schön war. Es gibt vor Ort Toiletten (200 ISK), ein Restaurant und Café mit Souvenirshop. Tipp unserer Leser: Abstecher zum Aldeyarfoss machen. Er ist rund 41 Km von der Ringstraße auf der Schotterpiste 842.


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Am wunderschönen Godafoss im Norden von Island

Highlights rund um Mývatn

Anschließend fuhren wir weiter zum See Mývatn, auch Mückensee genannt. Wir stiegen aus dem Auto und wurden auch direkt von den vielen Mücken attackiert. Sie stechen zwar nicht, sind aber lästig wie Sche**hausfliegen. Kein Wunder, dass einige Besucher sogar mit so einem Netz vor dem Gesicht herumliefen. Aber unabhängig von den Mücken bietet der See unglaublich viele Highlights. Er ist der viertgrößte See der Insel, dennoch nicht zu groß. Du kannst entspannt einmal um den See fahren, wenn du ein wenig Zeit hast. Zuerst haben wir uns die Pseudokrater angeschaut. Sie sehen zwar aus wie kleine Vulkankrater, sind aber ganz anders entstanden. Eine wirklich tolle Kulisse.


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Die Pseudokrater am Myvatn See

Das Naturparadies Höfði

Danach fuhren wir mit dem Mietwagen weiter und entdeckten den Spot Höfði – ein wunderschönes Naturreservat. Die kleine Wanderung war unglaublich und brachte uns zu traumhaften Aussichtspunkten. Die Gegend ist wirklich wie ein kleines Naturparadies. Kleine Inseln ragen aus dem kristallklaren Wasser heraus und locken viele Vögel an. Bei gutem Wetter solltest du unbedingt den kleinen Rundweg gehen. Sehr zu empfehlen! Und generell ist der Weg um den See herum wirklich schön und bietet zahlreiche tolle Spots.


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Das wunderschöne Naturreservat Höfdi

Weitere Highlights

Im Osten des Sees gibt es viele Highlights. Da wäre zum Beispiel die Wanderung auf den Tephra-Krater Hverfjall. Mit einer Höhe von 452 m und einem Durchmesser von 1040 m ist er wohl DAS Wahrzeichen der Gegend. Der Krater kann über die Nordwestseite über einen Pfad erklommen werden. Vom Westrand aus gibt es ebenfalls einen Weg hinauf. Bist du ein Fan der Serie Games of Thrones? Dann solltest du dir die Höhle Grjótagjá nicht entgehen lassen.

In der Höhle befindet sich ein See mit warmen Wasser (45 Grad Celsius). Auch das gigantische Lavafeld Dimmuborgir ist ein Abstecher wert. Die Gegend gehört zu den faszinierendsten Lavaströmen Islands. Die meisten Besucher gehen natürlich hier ins Mývatn Nature Bath. Der Eintritt ist zumindest deutlich günstiger als bei der Blue Lagoon nahe des Flughafens.


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Abstecher ins Naturparadies Höfdi Island

Die Mondlandschaften von Hverir

Vom See aus führt die Ringstraße dann weiter in Richtung Hverir. Plötzlich ist man hier in einer magischen, ockerfarbenen Welt, welche man auch mit einer Mondlandschaft verwechseln könnte. Dampfende Spalten, sumpfige Erdkessel, glänzende Mineralvorkommen, rauchende Fumarolen – Willkommen im Norden Islands! Besonders beeindruckend waren die blubbernden Schlammtöpfe, die wabernden und stinkenden Schwefelschwaden.


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Stinkenden Schwefelschwaden in Hverir

So etwas haben wir noch nie zuvor gesehen. Durch das Gelände führen sichere Wege. Von dort aus schlängelt sich auch ein Pfad hinauf zum Námafjall. Der Aufstieg dauert rund 30 Minuten und wird mit einem Rundumblick über die dampfenden Landschaften belohnt. Die Erhebung Námafjall ist durch Spalteneruption entstanden, da sie direkt auf der Bruchlinie der auseinanderdriftenden Kontinentalplatten sitzt. Uns hat diese Gegend völlig geflasht!


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Blubbernde Erde und Schlammlöcher

Das Vulkansystem Krafla

Das ca. 100 Kilometer lange Vulkansystem Krafla befindet sich im Norden Islands. Der Krafla-Krater ist der Zentralvulkan und besitzt eine Höhe von rund 818 Metern. Er beherrscht mit vielen anderen Kratern die Mývatn-Region. Zahlreiche Spalten markieren hier den Verlauf der kontinentalen Nahtstelle zwischen Nordamerika und Europa. Das klingt doch schon so verrückt oder? Entlang dieser Spalten dringt Magma zur Erdoberfläche. Daraus wiederum entstehen Lavafelder oder eben neue Vulkane.


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Der Explosionskrater Viti im Norden von Island

Wir sind zum Explosionskrater Viti im Inneren der Caldera gewandert. Der Weg ist recht steil und teilweise anstrengend. Dennoch verlangt die Wanderung oben keine weiteren besonderen Fähigkeiten von einem ab. Die Aussicht ist wirklich faszinierend und sollte bei deinem Besuch nicht ausgelassen werden. Für den Rundgang solltest du etwa eine Stunde einplanen. Zudem gibt es noch andere leichte Wanderungen, die meist auf ausgebauten Wegen durch die Reste des Lavasees bei Dimmuborgir oder um die Pseudokrater führen. Aber auch durch das Hochtemperaturengebiet Hverarönd führen Wege.

Tipp: Besichtige das Krafla-Kraftwerk . Es ist ein Geothermalkraftwerk am aktiven Zentralvulkan Krafla. Hier erfährst du, wie es Island schafft, so gefährliche vulkanische Kräfte für sich zu nutzen. Das Kraftwerk produziert aus dem heißen Dampf Energie.


Weitere Highlights im Norden Islands

Es gibt natürlich noch mehr zu entdecken hier im Norden von Island. Zeitlich haben wir es nicht geschafft, den gewaltigen Wasserfall Dettifoss zu besuchen. Er ist der größte Wasserfall im Nordosten der Insel und gleichzeitig auch der leistungsstärkste in Europa. In Husavik waren wir nicht mehr, da wir unsere Whale Watching Tour bereits in Hauganes gemacht haben. So wollten wir uns den Umweg sparen. In Akureyri haben wir uns eine SIM-Karte für das Handy gekauft, waren im Supermarkt und an der Tankstelle. Weiter haben wir uns in der Stadt nicht umgeschaut.

Die Schlucht Kolugljúfur haben wir nicht mehr geschafft, soll aber super schön aussehen. Die Schlucht zieht sich über ein paar Kilometer durch die Landschaft. An einigen Stellen soll sie bis zu 100 Meter tief sein. Die Schlucht ist nur über einen Umweg über eine Schotterpiste erreichbar. Im Norden von Island gibt es zudem einen beeindruckenden Tauchspot – Strytvan. Die Felsspalte Nesgjá bietet zudem eine Alternative zur Silfra-Spalte. Hier erwartet dich eiskaltes und glasklares Wasser mit Sichtweiten bis zu 100 Metern.


Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Strecke: Hvammstangi, Vatnsnes, Siglufjörður bis Myvatn 430 km
  • reine Fahrzeit: 7 bis 8 Stunden (wir waren 3 Tage im Norden)
  • Camping: Hvammstangi, Saudákrókur, Siglufjörður, Olafsfjördur, Dalvík, Lónsá, Myvatn, Fjalladyrd
  • Größere Supermärkte: Akureyri & Husavik
  • Tanken: Saudákrókur, Akureyri, Mývatn
  • Camping Card: kein Platz verfügbar rund um Myvatn!! Erst wieder in Fjalladyrd!
  • Touren: Eine große Auswahl bei Guide to Iceland*

Fazit zum Norden Islands

Uns hat der Norden richtig gut gefallen. Bei bestem Wetter haben wir einige Regionen besucht und waren wirklich baff, wie schön sich hier die Natur zeigte. Besonders faszinierend fanden wir das Hochtemperaturengebiet Hverarönd, Hverir und alles rund um den See Mývatn. Die Gegend muss man einfach gesehen haben. Aber auch die Wal-Tour war ein absolutes Highlight sowie der Zwischenstopp in der zuckersüßen Stadt Siglufjörður. Oft hatten wir das Gefühl, in einer norwegischen Kleinstadt zu sein. Es gibt dort viele charmante Ecken!

Ach, was reden wir hier eigentlich…uns hat wirklich ALLES im Norden gefallen. In unseren Augen gehört Islands Norden zu den vielseitigsten und attraktivsten Ecken Islands. Das ist aber sicherlich alles Geschmacksache. Wir hoffen aber, wir konnten dir ein paar der schönen Seiten des Nordes schmackhaft machen.



Unser Reisetagebuch auf Youtube

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