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Beste Reisezeit Island – Infos zu Klima, Polarlichter & Hochland

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Island kannst du grundsätzlich das ganze Jahr über bereisen. Und ziemlich egal, ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Die Insel hat zu jeder Jahreszeit ihren ganz eigenen Reiz. Wir haben unsere Island-Rundreise in vollen Zügen genossen und hatten dabei sogar richtig Glück mit dem Wetter. Aber selbst bei Wind und Regen hat Island diese besondere Stimmung, die jede Reise unvergesslich macht.

Welche Reisezeit für dich die beste ist, hängt stark davon ab, was du auf Island erleben möchtest. Träumst du von Polarlichtern, planst du eine Whale-Watching-Tour, willst du ins Hochland oder die komplette Ringstraße fahren? Je nach Aktivität und Route unterscheiden sich die idealen Reisemonate deutlich.

Im folgenden Beitrag verraten wir dir alles zur besten Reisezeit auf Island, zum Klima, den Wetterumschwüngen und geben dir nützliche Tipps für deine Reiseplanung.


Weitere wichtige Island-Themen:



Klima & beste Reisezeit Island

Auf Island gibt es vier Jahreszeiten, so wie auch bei uns. Jedoch kann es passieren, dass du sogar alle vier Jahreszeiten während nur einer Reise erfährst. Während es in einem Moment stürmt und schneit, kann im nächsten schon wieder die Sonne scheinen. Auf Island sagt man dazu: „Wenn du das Wetter nicht magst, warte fünf Minuten“.

Auf Island ist es außerdem nicht konstant kalt, das dachten wir nämlich anfangs. So wie man auch denkt, dass es in London immer nur regnet. Wir hatten im September von 2°C bis 24°C alles dabei und das im Spätsommer bzw. Frühherbst. Die Insel zeigte sich von einer ihrer wohl schönsten Seiten mit kräftigen Farben und saftig grünen Landschaften.



Das Klima auf Island ist relativ mild, was am Golfstrom liegt. Dieser bringt warme Meeresströmungen aus der Karibik an die Küste Islands. Wenn diese warme Luft jedoch auf die kalte Luft des Nordatlantiks trifft, entstehen häufig Wetterumschwünge. Daher sind windige Tage, schnelle Wetterwechsel und auch kräftige Stürme auf Island keine Seltenheit.

Island befindet sich zudem direkt über einem sogenannten Hot Spot der Erde. Unter der Insel steigt heißes Magma aus dem Erdinneren auf. Daher findest du hier unzählige heiße Quellen, Geysire, Schlammtöpfe und aktive Vulkane. Diese geologischen Besonderheiten machen Island zu einem der spannendsten Reiseziele Europas.

Die Sommer sind auf Island kühl, die Winter dagegen vergleichsweise mild. Im Süden der Insel ist es durch den Golfstrom meist etwas wärmer als im Norden und Nordosten. Dort macht sich der Einfluss des kalten Grönlandstroms stärker bemerkbar.



Beste Reisezeit Island im Sommer

Die meisten Reisenden besuchen Island im Sommer. Die Monate Juni, Juli und August gelten als klassische Hauptreisezeit. In dieser Zeit sind die Temperaturen auch am angenehmsten und die Tage extrem lang.

Die Temperaturen liegen meist zwischen 10 und 15°C, können an besonders warmen Tagen aber auch über 20°C steigen. Gleichzeitig kann es natürlich auch vorkommen, dass du nur 7 oder 8°C erwischst. Das Wetter auf Island bleibt selbst im Sommer unberechenbar.

Ein großer Vorteil dieser Reisezeit sind die langen Tage. Rund um die Sommersonnenwende im Juni wird es auf Island kaum dunkel. Die sogenannte Mitternachtssonne sorgt dafür, dass du teilweise bis zu 22 Stunden Tageslicht hast. Perfekt für Roadtrips, Wanderungen und spontane Fotostopps.

Ein weiterer Vorteil: Viele Straßen, Wanderwege und Hochlandpisten öffnen erst im Sommer. Wenn du also möglichst viel vom Land sehen möchtest, ist diese Zeit ideal für dich.

Allerdings ist der Sommer auch die teuerste Reisezeit. Besonders im Juli und August sind viele Unterkünfte schnell ausgebucht. Auch Mietwagen werden knapp. Wir empfehlen dir daher, Flüge, Unterkünfte und Mietwagen möglichst früh zu buchen.


Beste Reisezeit je nach Aktivität

Wale beobachtenJuni und August
Nordlichter sehenOktober und März
Wanderungen Juni bis August (Mai/September)
Hochland-TourenJuni/Juli bis August/September
PapageientaucherApril bis August/September
Mittsommer erlebenMitte Mai bis Mitte Juli
Hauptsaison IslandMitte Juni bis Ende August
Der farbenfrohe HerbstMitte bis Ende September
Winter auf IslandFebruar bis April

Optimale Reisezeit für Polarlichter

Einmal im Leben Polarlichter sehen. Wer träumt nicht davon? Ehrlich gesagt haben wir nicht damit gerechnet, während unserer Island-Rundreise Polarlichter zu sehen. Die beste Reisezeit dafür sind nämlich eigentlich die Monate von Oktober bis März.

Doch wir hatten Glück und konnten Mitte September über dem Skaftafell Nationalpark im Süden von Island die tanzenden Lichter am Himmel beobachten. Zwar nicht extrem stark, aber deutlich sichtbar.


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In den Wintermonaten sind die Chancen deutlich höher. Dann sind die Nächte länger und dunkler. Wichtig ist vor allem ein klarer Himmel ohne Wolken. Eine Garantie gibt es allerdings nie. Polarlichter hängen von der Sonnenaktivität und vom Wetter ab.

Wir empfehlen dir die Seite vedur.is. Dort kannst du sowohl die Polarlicht-Prognose als auch die Bewölkung checken. Die besten Bedingungen hast du bei kalten, klaren Nächten fernab von Städten und künstlichem Licht.


Beste Reisezeit für Whale Watching

Island gehört zu den besten Orten Europas, um Wale zu beobachten. Wir hatten selbst sehr viel Glück und konnten während einer Whale-Watching-Tour mehrere Buckelwale sehen. Völlig spontan sind wir damals in Hauganes auf das Boot gesprungen.

Beliebte Orte für Walbeobachtungstouren sind Husavik, Akureyri, Reykjavik, die Westfjorde und die Halbinsel Snaefellsnes. Hier hast du die Chance, Delfine, Finnwale, Buckelwale, Zwergwale, Blauwale und manchmal sogar Orcas zu sehen.

Die Hauptsaison für Whale Watching liegt zwischen Juni und August. Blauwale werden am häufigsten zwischen Ende Juni und Anfang August gesichtet.

Wir waren in den ersten beiden Septemberwochen auf Island und konnten ebenfalls Wale beobachten. Mit etwas Glück klappt es also auch im Mai, September oder Oktober.


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Klima im Winter auf Island

Auch der Winter hat auf Island seinen ganz eigenen Reiz. Viele Reisende verbinden Island sofort mit Schnee, Eis und dramatischen Winterlandschaften. Die Temperaturen sind dabei oft milder, als man erwartet. Häufig bewegen sie sich rund um den Gefrierpunkt. Besonders an der Küste bleibt es oft knapp über 0°C.

Die Landschaft wirkt im Winter noch einmal ganz anders. Wasserfälle sind teilweise gefroren, Berge sind schneebedeckt und die Natur wirkt noch rauer und ursprünglicher. Allerdings gibt es auch einige Herausforderungen. Im Winter hast du teilweise nur 4 bis 5 Stunden Tageslicht. Das bedeutet, dass du deine Route gut planen musst.

Außerdem können Schneestürme und starke Winde dazu führen, dass Straßen kurzfristig gesperrt werden. Flexibilität ist daher besonders wichtig, wenn du Island im Winter bereist.



Beste Reiszeit für das Hochland

Das Hochland gehört zu den abgelegensten und spektakulärsten Regionen Islands. Hier erwarten dich schwarze Lavafelder, bunte Rhyolithberge und endlose Weiten. Allerdings sind die Hochlandpisten, die sogenannten F-Roads, nur für einen relativ kurzen Zeitraum geöffnet. In der Regel öffnen sie Ende Juni oder Anfang Juli und schließen bereits wieder im September.

Die genauen Öffnungszeiten hängen immer von der Schneelage und den Wetterbedingungen ab. Informiere dich daher unbedingt vor deiner Reise über den aktuellen Straßenzustand. Für Fahrten im Hochland benötigst du in der Regel ein Allradfahrzeug. Viele Pisten führen durch Flüsse oder über sehr unwegsames Gelände.


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Papageientaucher auf Island

Viele Island-Reisende hoffen, die berühmten Papageientaucher zu sehen. Die kleinen Vögel mit den bunten Schnäbeln gehören zu den beliebtesten Fotomotiven der Insel. Die beste Reisezeit dafür ist der Sommer. Die Puffins kommen meist Mitte oder Ende April an die Küsten Islands und bleiben bis August. Manchmal kannst du sie auch noch im September sehen.

Während der Brutzeit nisten sie in Höhlen an steilen Klippen und Felswänden. Besonders gute Chancen hast du früh am Morgen oder am späten Nachmittag. Zu dieser Zeit kehren die Vögel von ihren Jagdausflügen zurück. Beliebte Orte für Puffin-Beobachtungen sind die Westmännerinseln, Dyrhólaey, Latrabjarg in den Westfjorden oder die Halbinsel Snaefellsnes.


Tolle Spots zum Beobachten von Papageientaucher:

  • Ingólfshöfði
  • Westmännerinseln
  • Borgarfjarðarhöfn
  • Hafnarhólmi
  • Insel Grímsey
  • Insel Lundey
  • Látrabjarg Westfjorde
  • Klippen bei Krysuvikurberg
  • Inseln Akurey oder Viðey

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Island im Frühling und Herbst

Neben Sommer und Winter können auch die Übergangsmonate eine spannende Reisezeit für Island sein. Besonders der Mai sowie September und Oktober gelten bei vielen Reisenden als Geheimtipp.

Im Frühling beginnt die Natur langsam aufzuwachen. Die Tage werden wieder deutlich länger, erste Wanderwege öffnen und die Landschaft zeigt sich nach dem Winter oft noch mit Schneeresten in den Bergen. Gleichzeitig ist auf Island noch deutlich weniger los als in den Sommermonaten. Gerade im Mai kannst du viele bekannte Sehenswürdigkeiten noch relativ entspannt besuchen.

Der Herbst hat ebenfalls seinen ganz eigenen Charme. Besonders im September leuchten die Landschaften in intensiven Farben, Moose und Gräser wirken besonders kräftig. Gleichzeitig steigen die Chancen auf Polarlichter wieder deutlich, während viele Straßen und Sehenswürdigkeiten noch gut erreichbar sind.

Auch preislich kann sich eine Reise in diesen Monaten lohnen. Unterkünfte und Mietwagen sind oft günstiger als in der Hauptsaison. Allerdings solltest du dich auf wechselhaftes Wetter einstellen. Gerade im Oktober kann es bereits zu den ersten Schneefällen kommen.

Für viele Urlauber ist der September daher ein besonders guter Kompromiss aus relativ stabilen Bedingungen, weniger Touristen und ersten Chancen auf Polarlichter.


Unsere persönliche Einschätzung zur besten Reisezeit

Die beste Reisezeit für Island hängt stark davon ab, was du erleben willst und wie du unterwegs sein möchtest. Träumst du von Polarlichtern, Schnee und dieser besonderen Winterstimmung, dann sind die Monate von Oktober bis März ideal für dich. Die Tage sind kurz, das Wetter rauer, aber genau das macht Island in dieser Zeit so beeindruckend.

Wenn du dagegen möglichst viel vom Land sehen willst, entspannt unterwegs sein möchtest und Wert auf bessere Straßenbedingungen legst, dann empfehlen wir dir die Monate von Juni bis September. In dieser Zeit sind die meisten Straßen gut befahrbar, Hochlandpisten öffnen nach und nach und du kannst Island problemlos umrunden.

Besonders faszinierend ist der Sommer wegen der Mitternachtssonne. Zwischen Mai und Ende Juli wird es kaum dunkel. Perfekt für lange Tage voller Stopps, Wanderungen und spontaner Abstecher.

Gleichzeitig solltest du wissen, dass Juli und August absolute Hochsaison sind. Island ist dann sehr beliebt, viele Reisende sind unterwegs und Unterkünfte sowie Mietwagen sind schnell ausgebucht. Plane daher möglichst frühzeitig und sichere dir Flüge, Unterkünfte und Mietwagen am besten mehrere Monate im Voraus.


Unser Reisetagebuch auf Youtube

Unsere komplette Rundreise kannst du dir bei Youtube anschauen (13 Teile). Wir würden uns riesig freuen, wenn du mal vorbeischaust und unseren Kanal abonnierst.

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Fotos teilweise von shutterstock.com


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