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Der Osten Islands – Die Sehenswürdigkeiten an der schönen Ostfjörde

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Was für eine unfassbar schöne Rundreise durch Island. Jeder Tag wurde vom nächsten Tag noch übertroffen. Es verging kein Tag, an welchem wir nicht sprachlos waren. Da wir so viel Glück mit dem Wetter hatten, bedankten wir uns auch alle 10 Minuten bei der Wetterfee. Nachdem wir die wunderschöne Halbinsel Vatnsnes erkundeten, die charmante Stadt Siglufjörður im Norden Islands besuchten, Wale in Hauganes beobachteten und uns die tolle Gegend rund um Myvatn anschauten, fuhren wir nun weiter in Islands Osten. Nun änderten sich auch die Landschaften, wir ließen die wüstenähnlichen Weiten hinter uns. Heute erzählen wir dir unsere Highlights an den Ostfjorden und was wir dir empfehlen können.



Die größte Stadt im Osten – Egilsstaðir

Wir starteten an diesem Tag unsere Reise vom Campingplatz aus in Möðrudalur. Nach knapp 90 Minuten erreichten wir Egilsstaðir, die größte Stadt im Osten von Island. Diese ist jetzt nicht wirklich ein Augenschmaus, aber immerhin konnten wir hier volltanken und etwas einkaufen. Du findest hier einen Bónus und einen Nettó. Am besten du wählst den Bónus, dieser ist wirklich am günstigsten. Alles zu unseren Kosten kannst du hier nachlesen.



In Egilsstaðir gibt es zudem ein lokales Schwimmbad, welches dich nur 700 ISK Eintritt kostet. Außerdem gibt es hier einen kleinen Flughafen, von wo aus du mit Air Iceland Connect nach Reykjavik fliegen kannst. Das war es dann auch schon mit dieser Stadt. Von hier aus ist es aber nicht mehr weit bis ganz nach oben in den Nordosten und zu den Ostfjorden.


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Auf unserem Weg in den Osten von Island

Das Seemonster von Island im Lagarfljót

Wir verließen in Egilsstaðir die Ringstraße und bogen ab auf die 931. Zuerst brachte uns noch eine geteerte Straße durch die Landschaften. Irgendwann wird sie jedoch zur Schotterstraße, welche aber dennoch einfach zu befahren ist. Neben uns hatten wir den großen See Lagarfljót mit dem ebenfalls großen Waldgebiet ringsherum. Alles wirkte so, als wären wir in Kanada unterwegs. Am Horizont entdeckten wir zudem schneebedeckte Gipfel. Einfach wunderschön.


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Der See Lagarfljót mit dem Bergpanorama

Seit Wikingerzeiten soll hier in dem See ein furchterregendes Ungeheuer hausen, nämlich der Lagarfljótsormur (ein riesiger Wurm). Erst 2012 sollen die letzten Aufnahmen von diesem Wesen gemacht worden sein. Mehr als 5 Millionen Aufrufe hat das Video bei Youtube. Aber ganz egal, ob hier ein Monster-Wurm lebt oder nicht, der See ist ein sehr schönes Ausflugsziel. Man kann einmal um den See herumfahren (circa 70 Kilometer). Auf dem Weg erwarten Dich immer wieder einige coole Highlights.


Die Wanderung zum wunderschönen Hengifoss

Hinter der Brücke über den Lagarfljót liegt an der Straße 931 ein Parkplatz, wo du dein Mietwagen abstellen kannst. Von dort aus startet eine schöne Wanderung zum Hengifoss. Er ist der zweithöchste Wasserfall auf Island und besticht vor allem durch die umliegende Naturkulisse. Hier stürzt das Wasser ganze 118 Meter in die Tiefe. In der Schlucht selbst wird das Wasser eine weitere Stufe hinunter geleitet (via Litlanesfoss). Für die Wanderung solltest du 2 Stunden einplanen. Nimm deine leeren Trinkflaschen mit! Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um sie mit dem natürlichen Wasser aufzufüllen.


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Unsere Wanderung zum Hengifoss Wasserfall

Wenn du nicht um den See fährst, sondern der Straße 934 weiter folgst, so kommst du irgendwann am Wilderness Center an. Hier erwarten dich tolle Wanderwege, außergewöhnliche Unterkünfte, landestypische Kost und Ausritte mit Pferden. Am Rande des östlichen Hochlands erwarten dich zudem wahnsinnig tolle Aussichten.


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Wunderschöne Kulisse am Hengifoss

Islands Osten – Hallormsstaðaskógur

Und wenn du schon einmal in der Gegend bist, dann befindest du dich auch in Islands größtem zusammenhängenden Waldgebiet, auch Hallormsstaðaskógur genannt. Dieses Gebiet befindet sich an der Ostseite des Sees. So etwas wie „Wald“ gibt es auf Island eigentlich nicht, umso schöner ist die Kulisse hier am See. Wie schon anfangs erwähnt, hatten wir das Gefühl, irgendwo in Kanada zu sein (auch wenn wir noch nie in Kanada waren).


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Na, siehst du unseren kleinen roten Flitzer?

Die schöne Stadt Seyðisfjörður

Nach unserem Ausflug zum Lagarfljót und zum Hengifoss machten wir uns auf den Weg nach Seyðisfjörður. Hier wartete der nächste Campingplatz auf uns. Diese kleine Stadt liegt malerisch zwischen den gewaltigen Bergketten der Ostfjorde. Alleine die Anfahrt war spektakulär, da wir erst einmal über den Bergpass fahren mussten. Kurz bevor wir die charmante Stadt erreichten, entdeckten wir zu unserer rechten Seite noch den Gufufoss. Man muss schon sagen, Wasserfälle gibt es ja wirklich überall auf Island. Irgendwann haben wir aufgehört die Wasserfälle zu zählen.


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Der Weg über den Pass nach Seyðisfjörður

Bunte Häuser, Wasserfälle, der Hafen und kleine Geschäfte machen den Ort ganz besonders. Hier kommt die Fähre Smyril Line aus Dänemark mit Zwischenstopp auf den Faröer Inseln an. Viele Urlauber erreichen so Island mit dem eigenen PKW oder Wohnmobil. Die Preise sind total unterschiedlich und hängen vom Fahrzeug und Buchungszeitraum ab. Zwei junge Studentinnen bezahlten zusammen 1600 € inkl. Kleinwagen, 2 Bekanntschaften aus Italien 2500 € für sich und ihren SUV.


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Der berühmte bunte Streifen in Seyðisfjörður

Seyðisfjörður ist bekannt für Kunsthandwerk und individuell gestaltete Produkte. Du siehst immer wieder kleine Ateliers, wo Strickwaren, Designerhaushaltswaren, Kunsthandwerke und kleine Geschenke verkauft wird. Bekannt ist die Stadt aber auch durch den bunten Streifen auf dem Weg in Richtung Kirche. Es ist wohl eines der beliebtesten Fotomotive der Gegend. Auch wir haben natürlich ein Bild davon gemacht. Den Campingplatz können wir auch sehr empfehlen. Es war zwar recht voll, da viele am nächsten Tag auf die Fähre mussten, dennoch hatten wir hier alles, was wir brauchten. Alles zum Thema Camping in Island erfährst du hier.


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Die Ostfjorde und die Panoramastraße

Nach unserer Nacht auf dem Campingplatz in Seyðisfjörður und einem gemütlichen Spaziergang durch die Stadt, fuhren wir weiter. Diesen Tag verbrachten wir fast nur im Auto, da wir eine weite Strecke vor uns hatten (die weiteste der ganzen Rundreise). Unser Ziel war der Südosten von Island. Vor uns lagen fast 330 Kilometer. Von Seyðisfjörður fuhren wir wieder nach Egilsstaðir und zurück auf die Ringstraße.



Eigentlich wollten wir zum Fjord Mjóifjöðdur, doch die Wolken hingen so tief, dass wir eh nichts gesehen hätten. Der Fjord ist von spektakulären Steilwänden und vielen rauschenden Wasserfällen umgeben. So steht es zumindest in den Reiseführern. Die Straße dorthin soll zudem ungeteert sein, was einem PKW schon einiges abverlangt. Rund um den Fjord gibt es viele tolle Wanderwege. Das holen wir dann beim nächsten Mal nach.


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Eine Übersichtskarte der Ostfjorde auf Island

Pause in Stöðvarfjörður

Eine Pause machten wir in Stöðvarfjörður im Café vom Museum „Petras Stone Collection“. Hier gibt es für 400 ISK Cappuccino inkl. Nachfüllen (sehr günstig für Island). Auch eine Toilette kannst du vor Ort nutzen. Der Weg führte uns anschließend vorbei an Reyðarfjöðdur, Eskifjörður und Neskaupstaður. Kurz vor dem Öxi-Pass (Straße 939 – soll für kleine PKWs nicht geeignet sein!!!) geht die Ringstraße ab in Richtung Küste und schlängelt sich von dort aus immer am Wasser entlang. So langsam wurden die Landschaften immer grüner und grüner. Wir hatten das Gefühl, eine Hobbit-Filmkulisse zu durchqueren. Zwar hingen die Wolken sehr tief, doch beeindruckend sahen die Gegenden dennoch aus.


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Die schöne Küstenstraße im Osten von Island

Fjord um Fjord bahnten wir uns den Weg in Richtung Südosten. Es ging vorbei an Breiðdaslheiði, Breiðdalsvik, Havari bis wir am Ende Djupivogur erreichten. Von dort aus startet übrigens die Tour auf die Insel Papey. Dort leben heute nur noch Robben, Seevögel und eine Horde Papageientaucher. Der Veranstalter Papeyjarferðir bietet 4-stündige Touren zur Insel an. Immer wieder mussten wir mit dem Auto parken und uns die Umgebung anschauen. Hier ein Wasserfall, da ein schwarzer Strand, hier steile Klippen, da mächtige Berge. Wahnsinn! Und ehe wir uns versahen, erreichten wir auch schon den Südosten von Island. Alle Infos und Highlights findest du im nächsten Beitrag.


Du fragst dich, mit welcher Kamera wir auf Reisen unterwegs sind und welche Objektive wir nutzen? Schau dazu gerne mal in unseren ausführlichen Beitrag über unsere Fotoausrüstung:

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Einsam Strände und Wasserfälle in Ostisland

Die wichtigsten Fakten im Überblick

▷ Strecke: Seyðisfjörður bis Svinafell 330 km
▷ reine Fahrzeit: 5 bis 8 Stunden (der Weg zieht sich wie Kaugummi)
▷ Camping: Seyðisfjörður, Egilsstaðir, Mjóifjörður, Eskifjorður, Fáskrúðsfjörður, Höfn und mehr
▷ Unterkünfte: Post Hostel*Hótel Snæfell*Hafaldan HI Hostel*Langahlid Cottages & Hot Tubs*
▷ Supermarkt: Egilsstaðir und kleinere Shops in den Fjord-Orten
▷ Tanken: Egilsstaðir und Tanksäulen verteilt auf der Strecke
▷ Camping Card: nach den Ostfjorden kommt bis Vík kein Platz mehr!
▷ Touren: Große Auswahl von Touren gibt es bei Guide to Iceland*


Fazit zu Islands Osten

Islands Osten ist wirklich unglaublich schön. Zwar war an den Tagen das Wetter nicht perfekt, doch die Kulissen sahen auch bei Nebel und Regen einfach toll aus. Bei besserem Wetter wären wir gerne noch auf eine Wanderung gegangen. Aber was ja nicht ist, kann ja noch werden. Besonders gut gefallen hat uns die Wanderung zum Hengifoss, die Fahrt über den Pass nach Seyðisfjörður, auch der Ort selbst sowie die Küstenstraße in Richtung Südosten.

Wenn du von Myvatn aus in Richtung Osten fährst, solltest du zumindest eine Übernachtung in Seyðisfjörður einplanen. Von dort aus kannst du dann am nächsten Tag entspannt die lange Strecke fahren. Etwas blöd war nur, dass in der Camping Card kein weiterer Platz zwischen Seyðisfjörður und Vík im Preis inklusive war. So mussten wir noch eine Nacht in Svinafell extra zahlen (was aber nicht weiter wild war). Aber du kannst natürlich auch schon viel früher einen anderen Platz (z.B. in Höfn) ansteuern. Alle Infos zum Thema Camping auf Island findest du hier.



Wir hoffen sehr, dass dir dieser Beitrag gefallen hat. Schaue dir gerne auch unseren anderen Beiträge aus Island an. Erfahre alles über Camping auf IslandAutofahren auf IslandKosten einer IslandreisePackliste Island, Reykjavik, beste Reisezeit Island und den Highlights und Sehenswürdigkeiten in den verschiedenen Regionen der Insel.


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