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Islands Golden Circle – Unsere besten Tipps und Highlights

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Unsere Rundreise durch Island führte uns in den Norden, Osten und auch in den Südosten der Insel. Gestartet sind wir allerdings im Südwesten von Island, genauer gesagt am Flughafen Keflavík. Hier holten wir unseren Mietwagen ab und fuhren am nächsten Morgen direkt los. Eigentlich wollten wir von hier aus direkt in den Westen fahren, doch ein kräftiger Sturm machte uns einen Strich durch die Rechnung.

Also änderten wir spontan unsere Route und erkundeten zuerst die Halbinsel Reykjanes und Islands Golden Circle. Was wir dort alles gesehen und erlebt haben, verraten wir dir in diesem Guide mit vielen Tipps und Infos. Viel Spaß beim Stöbern!


Weitere wichtige Island-Themen:



Die Halbinsel Reykjanes

Da wir erst um 23.30 Uhr landeten, buchten wir uns noch ein Zimmer in Keflavík. So mussten wir nachts nur knapp zwei Kilometer mit dem Auto fahren und konnten nach dem langen Flug erst einmal ausschlafen. Am nächsten Morgen starteten wir dann endlich unsere Rundreise durch Island.

Das Wetter war die ersten beiden Tage alles andere als perfekt. Eigentlich regnete es fast durchgehend. Doch wir waren gut vorbereitet und mit Regenkleidung ausgestattet. Der Regen konnte unsere Vorfreude auf die Reise jedenfalls nicht trüben. Und so starteten wir unsere Island Rundreise ganz entspannt auf der Halbinsel Reykjanes.

Die kleine Halbinsel wird von vielen Reisenden eher übersehen, dabei hat sie wirklich einiges zu bieten. Hier befindet sich nicht nur die berühmte Blue Lagoon, sondern auch zahlreiche Naturhighlights wie heiße Quellen, türkisblaue Kraterseen, dramatische Küstenabschnitte und zur richtigen Jahreszeit sogar große lilafarbene Lupinenfelder.


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Unser erster Abstecher führte uns zum Thermalquellgebiet Krýsuvík. Hier zischt, dampft und brodelt es an allen Ecken. Schon vom Parkplatz aus steigt dir der typische Schwefelgeruch in die Nase.

Ein Holzsteg führt direkt durch das Gebiet mit seinen dampfenden Quellen, blubbernden Schlammlöchern und farbigen Mineralablagerungen. Die Landschaft wirkt fast ein bisschen surreal. Auf der anderen Straßenseite entdeckten wir außerdem den kleinen Kratersee Grænavatn, der mit seinem intensiv grünen Wasser ein echter Hingucker ist.

Auf der Halbinsel befindet sich außerdem eine Brücke, die symbolisch zwei Kontinente miteinander verbindet. Hier kannst du nämlich von der eurasischen auf die nordamerikanische Kontinentalplatte springen. Ein verrücktes Gefühl und wieder einmal ein Beweis dafür, wie einzigartig Island geologisch ist.



Islandpullis in Stokkseyri

Über die Straße 427 fuhren wir weiter in Richtung Þorlákshöfn. Dort geht die Straße in die Nummer 34 über. Einen spontanen Stopp machten wir im kleinen Ort Stokkseyri. Warum genau wir dort angehalten haben, wissen wir selbst nicht mehr so genau. Irgendetwas hat uns einfach dorthin geführt.

Wir parkten das Auto und liefen ein paar Minuten durch den kleinen Ort. Dabei entdeckten wir einen Laden, der traditionelle Islandpullover und andere Wollprodukte verkauft.

Der Laden ist wirklich schön gemacht. Neben den typischen Islandpullis bekommst du dort auch Handschuhe, Taschen, Jacken, Mützen und Wollhüte. Falls du danach suchst: Der Laden heißt Gallerý GIMLI Icelandic Handcraft.

In der Umgebung befinden sich außerdem noch ein kleines Hostel, ein Meeresfrüchte-Restaurant, das Ghost Center, ein Wildlife Museum sowie der Orgelbauer Orgelsmidjan und das historische Haus The House at Eyrarbakki.

Auf der 427 fuhren wir weiter in Richtung Þorlákshöfn. Hier geht die Straße über in die Nummer 34. Einen kurzen Stopp machten wir in Stokkseyri. Warum, wissen wir gar nicht so genau. Irgendetwas führte uns dorthin. Dort angekommen, parkten wir unser Auto und bummelten ein paar Minuten durch den kleinen Ort. Wir entdeckten einen kleinen Laden, welcher Islandpullis und andere Woll-Waren verkaufte.

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Heiße Quellen in Hveragerði

Weiter ging es in Richtung Selfoss und anschließend nach Hveragerði. Diese Stadt ist besonders bekannt für ihre Nutzung der geothermalen Energie. Überall steigt Dampf aus dem Boden und die Erdwärme wird hier aktiv genutzt.

Außerdem findest du in Hveragerði alles, was du für einen kurzen Stopp brauchst: Supermärkte, Tankstellen, Restaurants, Cafés, Hotels und sogar ein Schwimmbad.

Viele Reisende kommen allerdings vor allem wegen eines ganz besonderen Highlights hierher: der Wanderung zum heißen Fluss im Reykjadalur Tal.

Der Wanderweg führt durch eine saftig grüne Hügellandschaft und vorbei an dampfenden Erdspalten, heißen Quellen und kleinen Bächen. Für die etwa drei Kilometer lange Wanderung solltest du rund 45 Minuten bis eine Stunde pro Strecke einplanen.

Am Ziel angekommen wartet ein natürlich heißer Fluss auf dich. Das Wasser sammelt sich an einigen Stellen in kleinen Becken mit etwa 38 Grad warmem Wasser. Perfekt, um nach der Wanderung einfach im warmen Wasser zu entspannen.


Nationalpark Pingvellir

Langsam wurde auch das Wetter etwas besser und sogar die Sonne ließ sich gelegentlich blicken. Mit dem Mietwagen ging es durch eine wunderschöne Landschaft weiter zum Þingvellir Nationalpark.

Der Park liegt am See Þingvallavatn und ist rund 40 Kilometer von der Hauptstadt Reykjavik entfernt. Die Region ist besonders interessant, da sie genau auf der Grenze zwischen zwei tektonischen Platten liegt.


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Hier driftet die nordamerikanische Kontinentalplatte langsam von der eurasischen Platte auseinander. Dadurch entstehen beeindruckende Spalten und Risse in der Landschaft.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Park gehören der große See Þingvallavatn, der Aussichtspunkt am Besucherzentrum mit Blick in die Kontinentalspalte Almannagjá sowie die kleine Kirche Þingvallakirkja.

Ganz in der Nähe befindet sich außerdem der Wasserfall Öxarárfoss sowie die berühmte Silfra-Spalte. In dieser Felsspalte kannst du sogar tauchen oder schnorcheln. Das Wasser ist extrem klar und ermöglicht unglaubliche Sichtweiten. Für viele Besucher ist das ein echtes Highlight.



Der Große Geysir & Strokkur

Unsere Reise führte uns anschließend weiter durch die grünen und felsigen Landschaften des Golden Circles. Auf dem Weg zum Großen Geysir fuhren wir am Laugarvatn Fontana Wellness Center vorbei. Hier kannst du in warmen Pools entspannen oder natürliche Dampfbäder besuchen.

Nach rund 30 Kilometern erreichten wir schließlich das bekannte Geysir-Gebiet. Der Parkplatz war ziemlich voll, doch das störte uns nicht weiter. In Island verlaufen sich Menschenmengen meist schnell wieder.

Schon am Eingang begrüßten uns dampfende Erdspalten, blubbernde Schlammlöcher und heiße Quellen. Überall brodelte rötlicher oder grauer Schlamm vor sich hin.


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Der eigentliche Große Geysir ist heute nur noch selten aktiv. Dafür springt sein Nachbar Strokkur etwa alle fünf bis zehn Minuten in die Höhe. Die Wasserfontäne schießt dabei bis zu 20 Meter in die Luft.

Bei unserem Besuch regnete es ziemlich stark. Deshalb ein kleiner Tipp: Nimm unbedingt einen Schutz für deine Kamera mit. Eine einfache Mülltüte kann im Notfall schon helfen. Wir haben unsere Kameras damals tatsächlich mit zerrissenen Mülltüten geschützt.



Der mächtige Gullfoss

Unweit von den Geysiren befindet sich der mächtige Wasserfall Gullfoss (goldener Wasserfall). Er gehört zu den größten Wasserfällen in ganz Europa. Über die steile Klippe stürzen die Wassermassen in eine 70 Meter tiefe Schlucht. Einfach atemberaubend. Dieser Wasserfall zählt zu den Highlights des Golden Circles. Ein paar Wege führen am Wasserfall entlang. Man kann sogar auf das Felsplateau und von dort aus coole Fotos machen.

Interessant ist, dass die Bauerntochter Sigríður Tómasdóttir in den 20er Jahren den Wasserfall von einer englischen Gesellschaft rettete. Diese wollte am Gullfoss ein Wasserkraftwerk zur Stromgewinnung errichten. Jahrelang kämpfte Sigríður Tómasdóttir juristisch gegen den Bau dieses Kraftwerks. Sie drohte am Ende sogar damit, sich in die Fluten zu stürzen. Mit Erfolg, denn noch heute können wir den Wasserfall besuchen.


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Die Secret Lagoon bei Flúðir

Knapp 30 Kilometer sind es vom Gullfoss bis nach Flúðir. In diesem Ort befindet sich die Secret Lagoon, wobei diese heute nicht wirklich ein Geheimtipp ist. Die Lagune liegt in einem natürlichen Gebiet mit heißen Quellen und einem kleinen Geysir. In diesem Geothermalgebiet kannst du das ganze Jahr über im 38 bis 40 °C heißen Wasser baden.

Isländer nennen das Schwimmbad „Gamla Laugin“, was so viel wie „das alte Schwimmbad“ bedeutet. Es ist nämlich das älteste Schwimmbad des Landes. Es gibt Umkleidekabinen, eine Bar, Duschen und Toiletten.


Unsere besten Golden Circle Tipps:

Von Reykjavik aus starten viele Tagestouren, welche in einem Tag die Highlights abklappern. Man ist sicherlich bis zu 10 Stunden unterwegs. Solltest du also keinen fahrbaren Untersatz haben, könntest du auf diesem Weg die Highlights des Golden Circles abchecken.

Solltest du ein Auto haben, kannst du dir etwas mehr Zeit lassen. Wir waren 2 Tage in der Region unterwegs. Man kann die Highlights sicherlich auch an einem Tag erleben, dann solltest du aber schon früh morgens losfahren. Für die Route reicht auch ein normaler PKW, alle Highlights sind auf asphaltierten Straßen erreichbar.

Je nach Wetter solltest du Regenhose und Regenjacke dabei haben. Ohne diese Kleidungsstücke hätten wir die Tour nicht machen können. Durch den vielen Regen wären wir schnell durchnässt gewesen. Dank der Regenhose waren auch die Beine etwas windgeschützter. Sehr zu empfehlen!

Eigentlich sind an allen Stationen sehr viele Besucher unterwegs. Lass dich davon nicht ermutigen. Durch die meist großen Regionen verläuft sich alles sehr gut. Viele Busse sind auch schneller wieder weg, als du gucken kannst. Tankstellen und kleinere Shops findest du meist in den größeren Ortschaften. Tankstellen und Zapfsäulen eigentlich auch in regelmäßigen Abständen.




Ist der Golden Circle zu empfehlen?

Ja! Der Golden Circle gehört zu den bekanntesten Regionen Islands und viele Reisende besuchen die Highlights auf einer Tagestour ab Reykjavik. Trotzdem lohnt es sich aus unserer Sicht, sich etwas mehr Zeit zu nehmen und die Gegend in Ruhe zu erkunden.

Die Kombination aus Wasserfällen, Geysiren, Vulkanlandschaft und geothermalen Quellen macht diese Region wirklich besonders. Gerade wenn das Wetter mitspielt, zeigen sich hier viele unterschiedliche Landschaften auf relativ kleinem Raum.

Auch wenn an einigen Spots viele Besucher unterwegs sind, verläuft sich das Ganze meist schnell. Besonders früh morgens oder am späteren Abend wird es deutlich ruhiger. Für uns war der Start unserer Island Rundreise hier auf jeden Fall genau richtig und ein perfekter Einstieg in dieses faszinierende Land.


Islands Golden Circle – Facts:

  • Strecke einfach befahrbar, rund 250 km
  • Zeit: mindestens einen vollen Tag einplanen
  • Camping: Camping Geysir, Fludir, Reykholt, Uthlid, Faxi, Alfaskeid
  • Camping Card: Skjol, Alfaskeid, Stokkseyri, Porlakshöfn,  T- Baer
  • Tankstellen: N1 Tankstellen und Orkan
  • Highlights: Geysir, Gullfoss, heiße Quellen
  • Touren: Große Auswahl hier bei Guide to Iceland* oder hier:


Unser Reisetagebuch auf Youtube

Unsere komplette Rundreise kannst du dir bei Youtube anschauen (13 Teile). Wir würden uns riesig freuen, wenn du mal vorbeischaust und unseren Kanal abonnierst.

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