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Myanmar Rundreise – Sehenswürdigkeiten, Route und Kosten

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Heute geht die Reise nach Asien, genauer gesagt nach Myanmar. Steffi hat eine wunderschöne Myanmar Rundreise gemacht und erzählt heute im Reisereporter-Bericht von ihren Erlebnissen, Highlights und Momenten im Land der tausend Pagoden. Von Yangon aus ging es zum Inle-Lake, zu den schwimmenden Dörfern, den Ein-Bein-Ruderern, nach Mandalay und weiter bis in die Königsstadt Amarapura, zur U-Bein-Brücke und nach Bagan. Wir wünschen dir ganz viel Spaß beim Lesen und Nachmachen! An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für diesen wunderbaren Myanmar-Guide liebe Steffi! Da bekommt man ja sofort Fernweh!



Auf nach Myanmar

Zum ersten Mal auf Myanmar aufmerksam geworden, bin ich in einem bekannten schwedischen Möbelhaus. Dort gab es nämlich ein Bild von der historischen Königsstadt Bagan. Es handelt sich um das Bild, bei dem Heißluftballons im Sonnenaufgang über Pagoden aufsteigen. Und genau diesen Sonnenaufgang wollte ich selbst erleben. 

Seit der politischen Öffnung 2011/2012 ist Myanmar (auch Burma bzw. Birma) zunehmend für Individualreisende interessant. Zuvor konnten Reisende nur in geführten Gruppenreisen das Land erkunden. Der besondere Reiz lag also darin, ein Land zu erkunden, welches eventuell noch nicht von Touristen „überlaufen“ ist, wie z.B. Thailand oder viele Ecken in Indonesien.


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Meine Route für Myanmar – Karte von Openstreetmap (Lizenz: CC-BY-SA 2.0)


Nach einigen Recherchen über Myanmar war für mich klar, dass ich neben Bagan auch den Inle-Lake und die Städte Mandalay und Yangon erleben möchte. Die Hauptstadt Naypyidaw ist lediglich ein Verwaltungssitz und bietet wenige aufregende Sehenswürdigkeiten. Ich war im November/Dezember 2017 für zwei Wochen in Myanmar.

Im Vorfeld meiner Reise wurde in den deutschen Medien das harte und unmenschliche Vorgehen des Militärs gegen die Rohingya-Minderheit publik. Ich habe mich intensiv damit beschäftigt, ob ich diese Reise antrete oder ein anderes Land bereise. Da das Vorgehen des Militärs in keiner Weise die Denkweise der Bevölkerung repräsentiert und ich gerne Menschen und Kultur kennen lernen wollte, habe ich mich schlussendlich für Myanmar entschieden. 


Anreise Myanmar

Es gibt keine Direktflüge von Deutschland nach Myanmar. In der Regel gehen die Flüge über Bangkok, Singapur, Dubai, Doha oder über Vietnam (Saigon oder Hanoi). Mein eigener Flug ging von Frankfurt über Saigon nach Yangon. Auf dem Rückweg bin ich von Yangon über Hanoi nach Frankfurt geflogen. Die reine Flugzeit dauert um die 16 Stunden. In Yangon (auch Rangun genannt) und Mandalay sind die beiden internationalen Flughäfen, darüber hinaus gibt es 16 lokale Flughäfen.

Die Weiterreise vom Flughafen Yangon in die Innenstadt gestaltete sich 2017 leider etwas schwieriger, da es keine öffentliche Buslinie zum Flughafen gab. Bei der Auswahl zwischen teurem Shuttlebus, ca. 5km entfernter Bushaltestelle ohne festen Abfahrtsplan und der ca. 3km entfernten Bahnstation entschied ich mich für die letzte Option. Ohnehin ist eine Fahrt mit Yangons Bahn eine Erlebnis für sich.

Update: Seit November 2018 gibt es nun offenbar eine öffentliche Buslinie zwischen dem Flughafen Yangon und der Innenstadt. Für 500 MMK (ca. 0,30 €) fährt der Bus Richtung Yangon Hauptbahnhof, vorbei an der Shwedagon Pagode und der Sule Pagode. Reiseforen weisen darauf hin, dass die Busfahrer kein Wechselgeld geben. Wer also am Flughafen Geld wechselt, sollte darum bitten, 500 MMK-Scheine zu erhalten. Die Abfahrtszeiten richten sich nach der Tageszeit und der Verkehrslage in Yangon. Die Fahrtdauer kann zwischen 30 und 50 Minuten dauern.


Reiseplanung

Meine Reise habe ich selbst zusammengebastelt. Im Vorfeld einer Reise suche ich mir Highlights raus. Dafür schaue ich in Foren, Reiseblogs, Reiseführern nach, was für das Land empfohlen wird. Für Myanmar haben sich dabei vier Orte ergeben, die ich gerne besuchen wollte, um mir vor Ort Sehenswürdigkeiten anzuschauen:


  1. Yangon
  2. Inle-Lake
  3. Mandalay
  4. Bagan

Wenn die Route meiner Reise steht, beginne ich mit der Recherche, wie ich mich zwischen den Orten fortbewege. Mit der Website www.rome2rio.com vergleiche ich dabei Preise von Bussen, Zügen und gegebenenfalls von Inlandsflügen. In der Regel reise ich low budget, bin also immer auf der Suche nach günstigen Preisen.

In Myanmar bin ich daher viel Bus und Zug gefahren. Unterkünfte buche ich in der Regel über www.booking.com*. Als Alleinreisende bevorzuge ich Mehrbettzimmer. Einerseits aus finanziellen Aspekten, andererseits habe ich die Erfahrung gemacht, in Mehrbettzimmern schnell in Kontakt mit anderen Reisenden zu kommen.


Route und Sehenswürdigkeiten

Die Rundreise startete, endlich war ich im Land der tausend Pagoden. Im folgenden Kapitel erzähle ich dir von meinen Stopps, den Highlights, Sehenswürdigkeiten und Ausflügen. Gestartet bin ich Yangon, dann ging es weiter zum Inle-Lake, nach Mandalay und Bagan. Meine Reise endete wieder in Yangon.


Stopp 1: Yangon

Yangon ist die größte Stadt des Landes und mein Start- sowie Endpunkt dieser Myanmar Rundreise. In Yangon erwarten dich britische Kolonialhäuser, moderne Hochhäuser und vergoldete Pagoden, welche jedes Jahr Tausende Pilger anziehen. Vom Flughafen aus bin ich zu nächstgelegenen Bahnstation gelaufen und dann mit dem Circle Train zum Hauptbahnhof in Yagon gefahren. Danach waren es noch rund 15 Minuten Fußmarsch bis zur Sule Pagode. Dort in der Nähe lag nämlich meine Unterkunft, das Dengba Hostel (1 Nacht im Dorm ca. 10 €).


Sehenswürdigkeiten und Highlights in Yangon

Eines meiner Highlights in Yangon war der Besuch der Shwedagon Pagode. Sie ist der wichtigste Sakralbau Myanmars und gleichzeitig auch wichtigstes religiöses Zentrum. Der Eintritt kostet rund 8 $, am besten du nimmst ein langes Tuch oder einen langen Rock mit, welcher deine Knie und Beine bedeckt. Dieses kann notfalls aber auch gegen einen Aufpreis beim Eingang ausgeliehen werden.


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Die schöne Shwedagon Pagode in Yangon

Weiter geht es zur Sule Pagode. Der Eintritt kostet ca. 2 $. Hier am besten vor der Shwedagon Pagode vorbei schauen, sonst ist man möglicherweise über die deutlich kleinere Pagode enttäuscht. Toll sind hier vor allem die vielen kleinen Geschäfte um die Pagode herum. Außerdem liegt die Pagode inmitten eines Kreisverkehrs und der südostasiatische Verkehr ist legendär. Der Weg zur Pagode ist also schon Abenteuer genug.


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Vor der Shwedagon Pagode in Yangon

Der Spaziergang um den See Kandawgyi Lake ist sehr lohnenswert. An der Ostseite findet sich der Karaweik Palace, ein modernes burmesisches Restaurant mit verschiedenen Aufführungen. Drinnen war ich leider nicht,  aber das Restaurant ähnelt einem Boot und bietet von allen Seiten des Sees ein tolles Fotomotiv. Auf der Südwest-Seite des Sees befindet sich eine Holzbrücke. Vermutlich ist keine der Holzlatten noch intakt, dennoch macht die Brücke noch einen soliden Eindruck. Für eine Auszeit von der hektischen Großstadt lohnt sich der Abstecher zum See.


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Myanmar Rundreise – Der imposante Karaweik Palace

Fahre auf jeden Fall mit dem Circle Train (ca. 0,20 $).  Der Zug umrundet in drei Stunden einmal Yangon. Highlight ist dabei nicht nur die Fahrt durch Vororte sondern vor allem, dass die lokale Bevölkerung ihre Waren – vor allem Obst und Gemüse – so transportiert und auch im Zug verkauft. Die Fahrt deckt 46 Kilometer und 39 Stationen ab und es fahren wirklich alle mit: Bauern, Touristen, Mönche, Verkäufer.


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Myanmar Rundreise – Hauptbahnhof von Yangon

Stopp 2: Inle-Lake

Meine Reise ging weiter in Richtung Inle-Lake. Mit dem Nachtbus (Decken und Entertainment vorhanden!) fuhr ich von Yangon bis zu einer Straßenkreuzung 10km vor Nyaung Shwe. Dort stand der Pickup für die fünf  Touristen bereit, die nach Nyaung Shwe weiter wollten. Für den Besuch der Region erhebt die Regierung eine Eintrittsgebühr von 10 $. Dafür hält der Pickup an einem kleinen Tickethäuschen an der Straße zwischen Nyaung Shwe und Khaung Daing. Übernachtet habe ich zwei Nächte im Dorm im Bright Hotel* (14 €).


Sehenswürdigkeiten und Highlights am Inle-Lake

Am ersten Tag in dieser Region habe ich eine Fahrradtour mit einem in der Unterkunft geliehenen Fahrrad (ca. 1 $) gemacht. Dabei habe ich auch den Tempel in Khaung Daing besucht. Von Khaung Daing aus kannst du ein Boot an die Ostseite des Sees nehmen. Der Weg zurück führt dann vorbei an der Weinkellerei Red Mountain Estate Vineyards & Winery. Der steile Anstieg zur Kellerei wird mit einem tollen Ausblick über den See belohnt und das Essen kann sich auch sehen lassen.


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Holzboote am Inle-Lake in Myanmar

Am zweiten Tag stand der Tagesausflug auf den Inle-Lake auf dem Programm. Die Tour kann in der Unterkunft oder direkt im Ort gebucht werden. Man mietet das ganze Boot für ca. 7 Stunden, der Preis beträgt dabei ca. 24 $. Ich selber habe mir den Preis mit zwei Briten geteilt, die ich am Tag zuvor bei meiner Fahrradtour kennen gelernt habe.

Bei der Bootsfahrt werden die folgenden Sehenswürdigkeiten angesteuert: Nga-Phe-Kyaung (Jumping Cat Monestery), Floating Gardens (Schwimmende Märkte), verschiedene schwimmende Dörfer, Mittagessen in einem der schwimmende Orte und ein Abstecher zu den Ein-Bein-Ruderern. Fotos von Letzteren sind leider gestellt, nach dem Foto bittet der Fischer um eine Spende.


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Myanmar Rundreise – Ein-Bein-Ruderer auf dem Inle-Lake

Im Café The French Touch wird jeden Abend um 19:30 Uhr der Film Inthar gezeigt, den der Besitzer Yannick gedreht hat. Der Film zeigt die Geschichte eines jungen Mönchs aus der Region. Adresse: Kyaung Taw Shayt Street (das Café lässt sich auch gut an den orangen Sitzkissen erkennen).


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Menschen am Inle Lake

Stopp 3: Mandalay

Die nächsten zwei Nächte verbrachte ich in der Stadt Mandalay, welche ich mit dem Nachtbus von Nyaung Shwe (direkt im Ort) erreichte. Von dort aus nahm ich ein Motorrad-Taxi zu meiner Unterkunft Downtown @ Mandalay*. Bezahlt habe ich für das Mehrbettzimmer ca. 23 €.


Sehenswürdigkeiten und Highlights in Mandalay

Am ersten Tag habe ich für ca. 10 $ ein Motorrad-Taxi inkl. Fahrer für den ganzen Tag gemietet und die Stadt Mandalay erkundet. Dabei habe ich den Mandalay Hill besucht. Das ist ein ca. 236 m hoher Berg im Norden der Stadt mit toller Aussicht über Mandalay. Auch die Kothodaw-Pagode (oder das größte Buch der Welt; in 729 kleinen, weißen Pagoden stehen jeweils eine Marmortafel mit Text) und den Königspalast kann ich empfehlen. Dabei handelt es sich um ein riesiges quadratisches Gelände von 2×2 Kilometern mitten in der Innenstadt von Mandalay.


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Hier wird Thanka hergestellt – eine gelblich-weiße Paste

Am nächsten Tag habe ich wieder das Motorrad-Taxi vom Vortag gebucht und einen Tagesausflug in die nähere Umgebung von Mandalay gemacht. Im Zuge dessen habe ich die Stadt Inwa besucht. Diese war mehr als 400 Jahre die Hauptstadt des Königreichs. Das Gelände kann man für ca. 6 $ mit einer Rundfahrt per Pferdekutsche besichtigen. Auch in der Königsstadt Amarapura haben wir gehalten. Besonders schön ist die U-Bein-Brücke bei Amarapura, welche mit 1200 Metern Länge die längste Holzbrücke der Welt ist. Besonders schön ist es dort beim Sonnenuntergang, da hier viele Einheimische abends einen Spaziergang unternehmen.


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Myanmar Rundreise – Die U-Bein-Brücke bei Amarapura

Am dritten Tag bin ich mit der Fähre morgens um 9:00 Uhr von Mandalay (Ende der 26. Straße) nach Mingun gefahren. Tickets bekommst du direkt im Office am Hafen (ca. 3 $). Für den Besuch von Mingun werden dann noch einmal ca. 3$  Eintritt fällig. Die Fähre fährt 12:30 Uhr nach Mandalay zurück, die Zeit vor Ort ist aber absolut ausreichend, da alle drei Sehenswürdigkeiten in Mingun fußläufig erreichbar sind. Da wäre der Tempel von Mingun (einst sollte hier ein gigantischer Tempel errichtet werden, tatsächlich fertig gestellt wurde allerdings nur der beeindruckende Sockel des Tempels), die größte funktionierende Glocke der Welt und die weiße Pagode von Mingun.


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Mit der Fähre weiter nach Mingun

Tipp: In den südlichen Stadtteilen Mandalays sind viele Marmorwerkstätten ansässig. Die Arbeiter bearbeiten den Marmor zum Teil vor ihren Geschäften. Dadurch liegt ein feiner weißer Marmorstaub in der Luft. Einfach den Motorrad-Taxifahrer bitten an einer der Werkstätten kurz anzuhalten und den Handwerkern über die Schultern schauen.


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Myanmar Rundreise – Weiße Pagode von Mingun


Stopp 4: Bagan

Von Mandalay aus bin ich mit dem Nachtzug nach Bagan gefahren. Hier verbrachte ich die nächsten 3 Nächte im Royal Bagan Hotel*. Das Hotel hat mich ca. 43 € gekostet. Aber zurück zum Nachtzug, dieser hatte leider keine Fensterscheiben, so dass die ganze Nacht der Fahrtwind um meine Ohren blies. In der Folge hatte ich einige Tage später eine Erkältung. Also besser Decken bzw. Schlafsäcke zum Einkuscheln mit in den Zug nehmen. Vom Bahnhof in Bagan bin ich dann mit dem Motorrad-Taxi zur Unterkunft gefahren.


Sehenswürdigkeiten und Highlights in Bagan

Bagan besteht aus den drei Ortschaften Nyaung U, Alt-Bagan und Neu-Bagan. An sich klingt das zunächst überschaubar, aber das gesamte Areal umfasst ca. 2.000 Tempel und Pagoden. Nyaung U liegt im Nordosten, Alt-Bagan im Nordwesten und Neu-Bagan im Südwesten. Zur groben Orientierung hier außerdem die Entfernungen zwischen den Orten:


  • Nyaung U – Alt-Bagan: 7 km
  • Alt-Bagan – Neu-Bagan: 4,5 km
  • Neu-Bagan – Nyaung U: 11,5 km

Zwischen den Orten gibt es eine ausgebaute Straße und mehrere unbefestigte Sandpisten. Bagan ist definitiv sehr weitläufig. Es macht daher Sinn, mit dem E-Roller oder dem Fahrrad die Gegend zu erkunden. Ich habe mir jeden Tag ein E-Roller in meiner Unterkunft ausgeliehen (ca. 6$), der nächste Verleih wäre aber auch nicht weit weg gewesen. E-Roller sehen aus wie normale Motorroller, lassen sich auch genauso fahren, sind aber komplett elektrisch und somit geräuschlos.

Die E-Roller müssen abends immer zum Verleiher bzw. zur Unterkunft zurückgebracht werden, damit sie über Nacht wieder aufgeladen werden können. Normale Motorroller sind in Bagan für Touristen verboten. Vor dem sonst chaotischen Fahrtverhalten auf südostasiatischen Straßen braucht man in Bagan keine Angst haben, hier geht es normal zu und außerdem herrscht im ganzen Land Rechtsverkehr.


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Mit dem E-Roller die Gegend erkunden

In Bagan gibt es so viele Tempel und Pagoden, es ist gar nicht so einfach, sich zu entscheiden. Wirklich schöne Tempel und Pagoden sind u.a.: Dhammayazika-Tempel (interessante Form), Manuha-Tempel (viele Buddha-Figuren auf engstem Raum), Thatbinnyu-Tempel (mit 61 Meter höchstes Bauwerk in Bagan), Shwegugyi-Tempel (Aufstieg nach oben möglich, von dort eine tolle Aussicht), Bupaya-Pagode (Bupaya bedeutet Flaschenkürbis), Ananda-Tempel, Shwezigon-Pagode (komplett mit Gold überzogen).


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Myanmar Rundreise – Das Pagodenfeld Bagan

Orte zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang in Bagan

Bei 2.000 Pagoden und Tempeln hat natürlich jeder Platz etwas tolles zu bieten. Wenn man die Einheimischen oder andere Touristen nach den besten Plätzen fragt, bekommt man häufig die folgenden Plätze empfohlen:


  • Sonnenaufgang und Sonnenuntergang an der Shewsandaw-Pagode (absolute Empfehlung, aber sehr überlaufen).
  • Sonnenaufgang an der Law Ka Ou Shaung-Pagode (nicht so überlaufen wie die Shewsandaw-Pagode und nur wenige hundert Meter weiter)
  • Sonnenuntergangam Pyathadar-Tempel (ähnlich überfüllt wie die Shewsandaw-Pagode)
  • Sonnenaufgang und Sonnenuntergang an der Bulethi-Pagode (noch nicht zu überfüllt)

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Sonnenaufgang über Bagan – Einfach unbeschreiblich!

Absolutes Highlight in der Region ist eine Ballonfahrt über das Pagodenfeld in Bagan. Entweder du fährst selber mit oder genießt den Aufstieg der Heißluftballons im Sonnenaufgang von einer der Pagoden aus. Bietet sich auch wunderbar an, um tolle Fotos zu machen. Die Fahrt mit den Heißluftballons ist sicherlich ein besonderes Erlebnis, aber auch teuer. Ob es wirklich so toll ist, kann ich nicht beurteilen, da ich nicht mit dem Heißluftballon geflogen bin.

Für mich lag die Entscheidung darin begründet, dass ich schlecht Fotos von den bunten Ballons über den Pagoden machen kann, wenn ich in einem der Ballons stehe. Anbieter sind: Ballons over Bagan, Oriental Ballooning und Golden Eagle Ballooning. Alle Anbieter liegen zwischen 350 und 400 $ pro Person. Die Fahrten sind von Oktober bis März.


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Ballons über Bagan zum Sonnenaufgang

Mit dem Nachtbus bin ich dann wieder zurück nach Yangon gefahren und meinen letzten Tag dort verbracht, ehe es wieder zurück nach Deutschland ging. Ich habe den Tag gemütlich auf dem Bogyoke Aung San Market ausklingen lassen und ein paar Mitbringsel für meine Familie besorgt.


Sicherheit in Myanmar

Ja, ich habe mich zu jeder Zeit absolut sicher gefühlt. Das mag einerseits darauf zurückzuführen sein, dass Myanmar ein buddhistisches Land ist. Knapp 90% der Burmesen gehören dem Buddhismus an. Andererseits habe ich als Alleinreisende oft das Gefühl, jeder würde sich um einen sorgen.

Bestes Beispiel: Ich stehe mit 60 Liter-Backpack im völlig überfüllten, öffentlichen Bus Richtung Fernbusbahnhof. In der letzten Reihe steht jemand extra für mich auf und alle Businsassen kümmern sich darum, dass ich mit meinem Gepäck bis zum Platz komme. 

Ansonsten halte ich es auf Reisen mit dem gesunden Menschenverstand: Wertsachen (Geld, Pass, Kamera) habe ich immer bei mir und spät abends laufe ich nicht alleine durch die Gegend, sondern gehe zusammen mit anderen Reisenden.


Dauer der Rundreise

Ich bin zwei Wochen im November/Dezember 2017 durch Myanmar gereist und das ist meiner Meinung nach absolutes Minimum.  Beim nächsten Mal würde ich drei Wochen reisen und noch einen Abstecher nach Kalaw machen, wo es besonders gute Wanderrouten geben soll.



Kosten und Preise

Das Preisniveau ist in den letzten Jahren ordentlich angestiegen. Eine Übernachtung im Mehrbettzimmer kostet gerne mal um die 10 € pro Nacht. Außerdem wird für fast jede Sehenswürdigkeit ein Eintrittsgeld erhoben. Die Preise für Essen und Trinken sind dagegen kaum der Rede wert. An den zahlreichen Essensständen kann man für 1 € schon sehr gut essen. Auch ein Bier kostet nicht mehr als 0,50 € (Export-Bier ist natürlich etwas teurer). Für Backpacker kann man gut mit einem Budget von circa 20 € pro Tag rechnen.


Essen und Trinken

Ein typisches Gericht ist Mohinga (Fischsuppe mit dünnen Nudeln). Die burmesische Küche ist stark von den Nachbarländern China, Indien, Thailand beeinflusst. Ein wichtiger Bestandteil ist Reis und rohes Gemüse. Typische Getränke sind Grüner Tee, Zuckerrohrsaft und einheimisches Bier (Myanmar Beer und Mandalay Beer).


3 wichtige Dinge fürs Gepäck

Packe auf jeden Fall eine Decke oder einen Schlafsack ein für den Nachtzug, denn viel Komfort gibt es dort meist nicht. Auch einen Stromadapter solltest du im Gepäck haben. Die offizielle Währung heißt Myanmarischer Kyat (MKK). 1000 MKK entsprechen ungefähr 0,59 € bzw. 0,66 $. US-Dollar sind ein gern gesehenes Zahlungsmittel. Saubere, unbeschädigte Dollarnoten sollten daher vorsichtshalber mitgebracht werden. Es kommt bisweilen vor, dass eingerissene Dollarnoten beim Bezahlen nicht angenommen werden. 


Weitere Infos & Tipps

Wundere dich nicht beim ersten Anblick der Männer, denn sie tragen häufig den Männerrock „Longhi“. Mit Shorts drunter, halten sie es wie die Schotten. Frauen und Kinder reiben ihre Gesichter mit Thanaka ein, eine gelb-weiße  Paste aus Baumrinde. Thanaka schützt vor UV-Strahlen und hat eine reinigende Wirkung – gerne mal ausprobieren. Und noch eine Sache: „Mingalaba“  heißt „Möge Segen über Dich kommen“. So wird man in Myanmar begrüßt.


UNSERE HEUTIGE REISEREPORTERIN:
Steffi kommt aus dem schönen Niedersachsen und liebt es dort zwischen Meer (Nordsee) und den Bergen (Harz). Während ihres Studiums war Steffi ein Semester lang in Australien, machte ein Praktikum in New York und wurde so schnell mit dem Reisefieber infiziert. Ihr schönsten Erlebnisse hatte Steffi in Myanmar, in Peru, aus Island und in Norwegen. Auf ihrer Wunschliste stehen momentan Kanada und Costa Rica. Instagram: Passion.passport 


Reisereporter-Myanmar-Reisebericht-Reiseblog

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