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Rundreise Botswana – In der Wildnis des südlichen Afrikas

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Afrika – einer der wohl spannendsten und vielseitigsten Kontinente unserer Erde. Heute nimmt dich Reisereporterin Tine mit auf eine atemberaubende Rundreise durch Botswana. Tine lebt in Südafrika, zeigt Freunden und Besuchern das Land und reist auch unheimlich gerne in die umliegenden Länder. Ganz egal ob Malawi, Simbabwe, Namibia, Mosambik oder eben Botswana – sie liebt das Abenteuer und vor allem aber die afrikanische Wildnis. Im heutigen Reisereporterbericht spricht Tine über das echte Afrika, über ihre Nächte inmitten der Weiten von Botswana und ihre Begegnungen mit Hyänen, Giraffen, Büffel, Elefanten, Jackale und vielen anderen Bewohnern der afrikanischen Savanne.



Ich und meine Liebe zu Afrika

Ich bin so oft es geht am Strand, versuche mich am Surfen und Tauchen, bin fast jeden Tag in den Bergen und lebe den deutschen Traum des Auswanderers in Südafrika. Teilweise mehrmals im Monat zeige ich Freunden und Besuchern das Land, wobei sich das meist auf die Gardenroute konzertierte. Aber es ging für mich meist in dieselben Unterkünfte, dieselben Restaurants und ich wanderte dieselben Küstenrouten entlang. Man will den Leuten ja die schönsten Ecken zeigen. 


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Blick auf Kapstadt vom Blouberg Beach aus

Erst in diesem Jahr wagte ich, die Augen etwas mehr zu öffnen. Wieso war ich nie in Südafrikas Nachbarländern? Klar, das ist immer eine Frage des Budgets, denn teilweise ist es günstiger nach Europa zu fliegen, statt in eines der Nachbarländer. Im Januar hatte ich jedoch Glück und habe einen günstigen Flug gefunden und so ging es für 3 bis 4 Wochen mit einem Oneway Ticket nach Zimbabwe zu den Viktoriafällen. Von dort aus bin ich bis nach Malawi gereist. Kaum wieder zu Hause in Kapstadt, reiste ich ein paar Tage nach Mozambique. Nur drei Monate später wagte ich mich an meinen ersten Namibia Trip. 

Täglich landen vor allem deutsche, aber auch andere europäische Touristen in Kapstadt, mieten sich die dicksten Autos mit Dachzelten und machen sich auf nach Norden, um Namibia oder Botswana zu entdecken. Dies ist nicht meine Art des Reisens, allerdings habe ich auch ein wenig Respekt oder Angst davor, mit meinem kleinen Auto und einem kleinen Zelt allein durch Namibia zu reisen. Zum Glück wurde ich eines Besseren belehrt, denn dies ist eine der besten Arten Namibia zu entdecken. 


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Blick auf den Lions Head & Signal Hill – Kapstadt

Im Oktober 2019 erfüllte ich mir dann einen weiteren Traum. Nachdem ich aus Livingston aus schon einen Tagestrip in den Chobe National Park, Botswana, gemacht hatte, hat mich die Wildnis Botswanas in einen Bann gezogen. Nirgendwo sonst können sich die Tiere so frei bewegen, nirgendwo sonst lebt man in der richtigen afrikanischen Wildnis. 



Vorbereitung und Planung

Leider gilt Botswana als eines der teuersten Länder Afrikas. Ein Flug oder eine Fahrt mit dem eigenen Auto kam daher nicht in Frage. Auch Übernachtungen in Lodges, Hotels und Hostels war ausgeschlossen, da man dann meist mehrere hundert Dollars für eine Tour ausgeben muss. An einem verregneten „ich bleibe am liebsten den ganzen Tag im Bett“ -Tag in Kapstadt ploppte auf einmal eine Möglichkeit auf. Viele Reisende, vor allem Solo-Reisende, haben das gleiche Problem. In verschiedenen Facebook-Reisegruppen werden somit Mitfahrer gesucht. Genau da habe ich ein Pärchen gefunden, die von Johannesburg durch Botswana nach Windhoek wollten.


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Rundreise Botswana – Mit diesem Auto sind wir durch das Land gefahren.

Es wurde sogar noch perfekter, als sie mir sagten, dass sie eine Camping Ausrüstung schon an Board hatten, somit konnte ich mit Basic Handgepäck nach Johannesburg fliegen. Es fand sich sogar noch eine vierte Person und somit eine perfekte Anzahl an Personen für einen gemütlich- langen Roadtrip. Solltet ihr nicht so viel Glück haben oder schon eine feste Gruppe haben, lässt sich in Johannesburg einfach ein Auto mieten. Camping Gear kann man entweder leihen oder sich günstig kaufen und am Ende der Reise wiederverkaufen. Es gibt natürlich auch geführte Reisen, diese belasten den Geldbeutel jedoch erheblich mehr


Sicherheit im Land

Botswanas Politik und auch Währung sind relativ stabil. Das erst im Jahr 1966 als unabhängig erklärte Land erfuhr durch den staatlich kontrollierten und korruptionsfreien Abbau von Diamanten einen wirtschaftlichen Aufschwung und zählt heute zu einem der reichsten, stabilsten und friedlichsten Ländern Afrikas. Auch habe ich mich stets sicher gefühlt.

Den unabgeschlossenen Trailer unseres Autos haben wir teilweise unbeaufsichtigt vor Supermärkten stehen lassen. Achtet trotzdem darauf keine Wertgegenstände im Auto zu lassen, Gelegenheit macht Diebe. In Botswana wird die Polizei respektiert und sollte sich jemand danebenbenehmen, drohen strenge Konsequenzen. Die Arbeitslosenquote befindet sich mit 18% unterhalb derer der Nachbarländer. 


Einreise Botswana

Die Einreise als deutscher Staatsbürger ist unkompliziert. Man erhält bei Eineise einen Stempel sowie ein 90-tägiges Aufenthaltsrecht. Ländliche Grenzübertritte sind eigentlich stressfrei, jedoch kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Wir sind meist mittags an den Grenzen gewesen, was teilweise zur Folge hatte, dass sich die meisten Beamten in der Mittagspause befanden. Wichtig ist auch zu wissen, dass frische Lebensmittel nicht eingeführt werden dürfen. Also achtet darauf, dass ihr die Basics noch in Südafrika einkauft; Fleisch, Milchprodukte und ähnliches aber erst in Botswana.


Einreise-Botswana-Stempel-Reisepass
Mit dem Stempel im Pass konnte das Abenteuer „Rundreise Botswana“ endlich losgehen

Solltet ihr abends gerne mal ein Gläschen Wein trinken, könnt ihr diesen günstiger in Südafrika erwerben. Da in Botswana immer noch die Maul- und Klauenseuche herrscht, wird an verschiedenen Grenzposten im Land noch einmal kontrolliert. Diese konfiszieren dann Frischfleisch und teilweise auch Milchprodukte. Gegrilltes Fleisch darf aber mitgenommen werden. Dies soll die Rinderfarmen im Süden vor den Krankheiten der Wildtiere im Norden schützen und andersherum. 

Auch Drohnen darf man leider nicht einführen/ nutzen. Waffen, auch wenn es Jagdwaffen sind, unterliegen bestimmten Auflagen, da in Botswana nicht gejagt werden darf. Für die Einreise mit dem Auto fallen extra Gebühren an. Wir kamen hier auf $60 für das Auto und $35 für den Trailer. Dies bezieht sich meines Wissens auf die Größe und das Gewicht des Autos. 


Reisezeit

Die Reisezeit… Das ist immer so eine Sache. Ich liebe es in der Nebensaison zu reisen, da Unterkünfte und Aktivitäten um einiges günstiger sind. An sich ist jede Saison eine schöne Saison in Afrika. Man unterscheidet hier zwischen Regenzeit und Trockenzeit. In der Regenzeit ist alles wunderschön grün und jeder Roadtrip wird zu einem rutschigen Abenteuer. Teilweise schließen einige Lodges (vor allem im Okavango Delta) für einige Wochen. 

Die Regenzeit beginnt im Oktober (in meinen 10 Tagen habe ich allerdings keinen einzigen Tropfen gesehen) und endet im April. Je später man in der Regenzeit reist, desto mehr Wasser befindet sich im Delta, in den Wasserfällen und auch auf den Straßen. In der Trockenzeit sind die Chancen für das Wildlife Spotting um einiges höher. Die Tiere halten sich an den wenigen Wasserquellen auf, die es im Norden noch gibt. Die Natur wandelt sich vom Regenwald in eine wüstenähnliche und triste Landschaft. Einzig im Okavango Delta findet man noch ein wenig „grün“. 


Straßenverhältnisse

Die Straßen in Botswana sind überall und nirgendwo. Es gibt eine geteerte Ringroute und unzählige Schotterpisten, teilweise mit Schlaglöchern, in denen man baden könnte. Ein 4×4 ist schon fast ein Muss, da ansonsten Parks, wie Moremi Game Reserve oder generell das Okavango Delta, nicht angefahren werden können. Auf den Salzpfannen muss man vorsichtig sein, man kann sich sehr schnell verirren.


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Rundreise Botswana – Meist ging es über Schotterpisten

Sollte es nass sein oder regnen, sind die Pfannen nicht zu befahren und sollte man gerade mitten drinstecken, kann es Tage dauern bis man wieder einen trockenen Weg hinausfindet. Wildlife befindet sich vor allem im Norden von Botswana, wir haben aber auch Elefanten und Giraffen weiter südlich gesehen. Hier ist besonders Acht zu geben. Daher sollte man möglichst vermeiden, nachts/ im Dunkeln zu fahren. Tankstops sind genau zu planen, da es kaum eine Infrastruktur gibt und die Distanzen sehr weit sind. 


Malaria in Botswana

Immer noch ein Thema. Bei Angst vor Malaria, am besten Tabletten, wie Malerone oder Ähnliches nehmen. In der Trockenzeit sind kaum Mücken vorhanden. Ich reise meistens mit einem Malaria-Test-Kit (erhältlich in jeder Apotheke in Südafrika) und Mückenspray. Hier sollte sich aber jeder selbst noch einmal intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen und unbedingt auch einen Tropenmediziner aufsuchen.


Rundreise durch Botswana

Gestartet haben wir unsere Botswana Rundreise in Johannesburg. Von dort aus sind wir nach Pilanesberg gefahren und haben dort auf der Manyane Camp Site zwei Nächte gezeltet. Der Park ist wunderschön und die Camping Platz eignet sich zum „reinkommen“ ins Wildlife Camping, da man durchaus sehr neugierige Kudus hat, die nachts ins Zelt gucken wollen. 


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Eine Gruppe Zebras in Pilanesberg nahe Johannesburg

Elephant Sands in Nata

Am dritten Tag sind wir dann über die Grenze nach Botswana gefahren und hatten eine relativ lange Fahrt bis hinter Nata vor uns. Übernachtet haben wir im Elephant Sands, ein echtes Erlebnis. Der Besitzer hat in seinen jungen Jahren einmal ein Elefantenbaby ohne Mutter gefunden und aufgezogen. Seine Wasserquelle ist in der Trockenzeit die einzige im Umkreis von 60km. Demnach tummeln sich tagsüber wie auch nachts dutzende Elefanten in der Mitte des Camps (von 11am bis 11pm wird Wasser für die Elefanten gepumpt). Anfangs hatte er nur ein kleines Camp für Freunde und Familie geplant, aber mittlerweile kann man am Wasserloch campen und auch in einem Chalet schlafen. 


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Rundreise Botswana – Dutzende Elefanten in der Mitte des Camps

Die Makgadikgadi Pans

Von dort aus sind wir eine Nacht in die Salzpfanne gefahren. Die Makgadikgadi Pans und die Nwetwe Pans bilden eine riesige Salzlandschaft, in der man sich schnell verirren kann. Wir haben wildgecampt und einen der schönsten Sonnenuntergänge gesehen. Geschlafen haben wir ohne die Zelte, direkt unter den Sternen. Man konnte zwar die Jackale um einen herum hören, aber keines der Tiere kam wirklich nah an uns heran. Wem das zu abenteuerlich ist, kann auch in einem der umliegenden Campingplätze übernachten. Das Planet Baobab hat wunderschöne Baobab Baume, Wlan, eine Bar und einen Pool (was bei 45 Grad Celsius ganz angenehm sein kann).


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Sonnenuntergang in der Salzpfanne – Wahnsinn!

Okavango Delta

Danach ging das richtige Abenteuer los: Okavango Delta. Leider gab es zu meiner Reisezeit nicht mehr wirklich Wasser, sodass nur ein paar kleinere Bäche zu sehen waren.  Die berühmten Mokoro Kanus waren schon seit 8 Monaten nicht mehr auf dem Wasser, wurde uns erzählt. Für uns galt daher eine erhöhte Vorsicht, da die Tiere in der Not viel näher an die Camps herankommen. Unsere erste Nacht verbrachten wir im Mogogelo Camp/ Kaziikini Camp, auf dem Weg zum Moremi South Gate. Dort gibt es auch eine Wasserstelle, die man vom Camp oder auch vom Restaurant aus beobachten kann.


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Lagerfeuer machen und gemütlich den Abend ausklingen lassen

Das Abendessen bereitet man besser rechtzeitig zu, da sich ansonsten auch Hyänen dazugesellen können. Am besten sitzt man im Kreis mit Taschenlampen, damit man dem anderen gegenüber „den Rücken freihalten“ kann. Hyänen lieben den Überraschungseffekt, aber sobald man sie „ertappt“, verlieren sie die Lust, drehen um und trotten vermeintlich davon. Beim Anleuchten der Bäume haben wir unzählige Bushbabys gesehen. Zudem hatten wir das Glück zwei Stachelschweine und einen Honeybadger zu sehen. Hyänen blieben zum Glück etwas weiter von uns entfernt.


Übernachtung in der Wildnis

Überall knackt und kracht es. Ich bin mir nicht sicher ob es ein Tier oder der Typ im Nebenzelt ist. Warum zelte ich nochmal im afrikanischen Busch? Achja, Grenzen testen, ausweiten, die Komfortzone ausdehnen… Noch vor zwei Wochen hatte ich Panik vor Jackalen beim Campen in der Karoo in Südafrika, dies ist definitiv next Level. Aus Panik hatte ich mit um meinen Kopf und meine Füße eine Barriere im Zelt gebaut, hilft nicht, aber man fühlt sich um einiges sicherer. Irgendwann schlafe ich ein und werde von einem Geräusch geweckt, dass sich anhört, als würde etwas den Campingtisch neben mir hochklettern. Dann ist es wieder ruhig. 


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Elefant in Sicht! Und im Hintergrund ein paar Wildhunde

Leider hat unsere Nachtkamera nicht funktioniert und somit weiß ich bis heute nicht, was den Tisch hochklettern wollte. Am Morgen waren alle Strapazen der Nacht vergessen und ich war sogar einigermaßen ausgeschlafen. Noch vor dem Frühstück kam eine Truppe von 8-9 Wild Dogs zur Wasserquelle und nach dem Frühstück lief eine ganze Elefanten Familie durch unser Camp, um zur Wasserquelle zu gelangen. Herrlich, welch ein Privileg das erleben zu dürfen. Mir kommt meine Panik der letzten Nacht schon fast lächerlich vor, aber naja, jeder fängt mal klein an im Busch.


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So sieht es eben aus, wenn man im Bush unterwegs ist!

Fahrt durch das Moremi Game Reserve

Den Tag über fahren wir im Moremi Game Reserve den Fluss entlang. Hunderte Elefanten, Zebras, Impalas, Giraffen, Büffel und alle möglichen Arten von Böcken tummeln sich um den kleinen Bach, der als letztes Rinnsal vom großen Delta übriggeblieben ist. Wir lunchen Chips Sandwiches (müsst ihr unbedingt probieren, gar nicht so übel), duellieren uns mit Elefanten um das Wegerecht und erfreuen uns an jedem Lilac-breated Roller den wir finden können. Abends dann das gleiche Spielchen. Jeder hält dem anderen den Rücken frei. Ein Feuer in der Mitte, Rotwein in der rechten Hand und Boerewors in der Linken. Ein Traum!


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Rundreise Botswana – Am Fluss im Moremi Game Reserve

Irgendwann entdecke ich eine Hyäne ca. 10m von unserem Feuer entfernt. Man konnte richtig die Enttäuschung in ihren Augen sehen, als wir sie ertappt hatten. Nach einigen weiteren Minuten taucht auf einmal eine im Camp, keine drei Meter von uns entfernt aus der Dunkelheit auf. Ok, Zeit ins Bett zu gehen. Ich bin um einiges entspannter als in der letzten Nacht, hocke vor meinem Zeltfenster und halte Ausschau, leider hatten auch die Hyänen die Lust verloren. Einzig allein ein Honeybadger kam ins Camp und schleckte die Zahnpasta vom Boden auf (sobald es dunkel ist braucht man gar nicht mehr daran zu denken ins Waschhaus zu laufen, viel zu gefährlich, selbst wenn es nur 10m sind!). Ich schlafe wie ein Baby in dieser Nacht. 


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Auch Nilpferde konnten wir hier sehen

Die Dqae Qare San Lodge

Am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen vom Delta, es geht weiter nach Ghanzi in die Dqae Qare San Lodge. Die San, Bushmänner der Kalahari, haben im Zuge der Gesetzesänderung von 2013, human rights bekommen, dürfen seither aber nicht mehr in den Nationalparks des Landes leben. Dörfer am Rande der Wüste kamen ihrem Leben als Bushmen nicht wirklich nahe.


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Wir erfahren mehr über die Bushmen und deren Kultur

Die niederländische Regierung kaufte im Zuge dessen mehrere Farmen auf und schloss sie zusammen zur Dqae Qare San Lodge. Dieses Land wurde den San Bushmen übergeben, um ihre Kultur und ihr Buschleben zu schützen und weiterzugeben. So kann man hier lernen, wie man im Busch Feuer macht oder wie verschiedene Schmuckstücke oder Seile gefertigt werden.


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Hier zu sehen in paar Oryxantilopen

Zudem gibt es verschiedene Tanzrituale und Bushwalks, an denen man teilnehmen kann. Wir hatten das Glück, dass genau an dem Abend, an dem wir hier waren, ein traditioneller Tanz bzw. Heilritual durchgeführt wurde, dem wir beiwohnen durften. Zudem gingen wir an einem Morgen mit den San durch den Busch und lernten verschiedenes über Pflanzen und Tiere. Ganz schön beeindruckend, wie man in der schlimmsten Dürre noch Pflanzen auseinanderhalten kann und diesen, bestimmte Heilwirkungen zuordnen kann. Wir verbrachten zwei Tage in der Lodge, bevor es für uns nach Windhoek ging.


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Tanzen gehört hier zur Kultur – Ein wirklich toller Abend

Abschied nehmen in Windhoek

In Windhoek habe ich mich von der Gruppe verabschiedet. Natürlich nicht ohne einen Besuch in Joeys Beerhouse und einer ausgiebige Shopping Tour durch sämtliche Lebensmittelgeschäfte, denn hier gibt es die tollsten deutschen Schlemmereien. Übernachtet haben wir in der Arebbusch Camping Lodge*. Per Intercape bin ich zurück nach Kapstadt gefahren. Die 22h Stunden im Bus inklusive Grenzübertritt verliefen problemlos, ich wurde sogar in die erste Reihe im Bus oben upgegradet.


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Goodbye Botswana. Meine Fahrt zurück nach Kapstadt.

Camping und Zelten

Campen in Botswana ist ein wenig aufregender als in anderen Ländern. Da es keine Zäune oder Abgrenzungen gibt, campt man im Lebensraum vieler wilder Tiere. Das mag aufregend und spannend sein (gerade, wenn man ein Dachzelt hat), ist aber auch eine Herausforderung, denn zwischen dir und einem Tier kann es unter Umständen nur eine Zeltplane geben. 


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Unser 4×4-Gefährt und die kleineren Zelte

Wir sind mit kleinen Zelten unterwegs gewesen, in denen wir jeweils allein geschlafen haben. Am Anfang unserer Reise waren wir noch in eingezäunten Bereichen von den Parks, in Botswana kann einem dann nachts vor deinem Zelt alles begegnen. Man sollte vor allem darauf achten, am Abend frühzeitig zu kochen, um nicht unnötig auf das Fleisch auf seinem Grill aufmerksam zu machen, denn in der Dämmerung sind schon einige Tiere unterwegs.


Botswana-Rundreise-Zelten-Camping
Eine aufregende Reise mit Zelt und 4×4 durch Botswana

Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich nicht mehr als einige wenige Meter vom Feuer entfernen. Es ist ratsam, vor dem Zubettgehen noch einige Holzscheite auf das Feuer zu legen, als Lichtquelle, so kann man die Tiere aus dem Zelt heraus noch erkennen (Achtung in der Trockenzeit). Ansonsten sollte man darauf achten, das Auto, sowie das Camp immer „Baboon-sicher“ zu gestalten, sprich alles abschließen und wegsperren. Von unserem Trailer wurden selbst Motoröl und ein Reparaturset für Reifen geklaut/ gegessen. 


Kosten für die Rundreise

Die Kosten der Reise aufzustellen ist gar nicht so einfach, da Piete, dem das Auto gehört, als Tourguide arbeitet und somit sicher nochmal den einen oder anderen Rabatt rausschlagen konnte. Die reine Strecke zu den Unterkünften betrug 2.500km, inklusive Game Drives, einkaufen, tanken etc. sind wir sicherlich 3.600km gefahren. Hier eine kleine Aufstellung, was mir aus dem Gedächtnis und Google noch geblieben ist. Die Preise in Euro sind im November 2019 von anderen Währungen umgerechnet. 


Art der KostenKostenBemerkung
Flug Kapstadt – Johannesburg50 €nur Handgepäck
Kosten für das Auto1.000 € für 4 Personenbei R4,5 pro km auf 3.600 km
Grenze Botswana90 €für Auto und Trailer 
Unterkunft Manyane40 €zwei Nächte
Unterkunft Elephant Sands10 €eine Nacht
Kaziikini Camp20 €eine Nacht
Moremi Game Reserveca. 110 € + 45 €Eintritt + Auto
Khwai River Camp45 €eine Nacht
Dqae Qare San Lodge16 €zwei Nächte
Bushwalk8 €1 -2 Stunden Bushwalk
Traditioneller Tanz10 €Man zahlt 100 € pro Gruppe
Arebbusch Travel Lodge10 €eine Nacht
Bus nach Kapstadt50 €Intercape (22 Stunden)
Kosten für Essen100 €selbst kochen bei 4 Personen
GESAMTKOSTENca. 820 €4 Personen mit Auto

Beachtet dabei, dass ich keine Mietkosten für ein Auto hatte, da dies privat war. Alles in allem muss ich dazu sagen, dass ich großes Glück hatte, diese Gruppe gefunden zu haben. Wäre ich allein mit meinem Auto oder in einer geführten Gruppe gefahren, hätte es mich leicht das Doppelte gekostet. Zudem bin ich auf low Budget unterwegs gewesen. Ein richtiges Zimmer einer Lodge kann einen locker meine Gesamtsumme der Reise pro Nacht kosten, besonders wenn es in Richtung Okavango Delta geht. 


Packliste Botswana

Bei einer Packliste kommt es ein wenig darauf an, wie man verreist. Hat man einen Camper inklusive Koch- und Camping Ausrüstung (wie in meinem Fall oder im Falle eines Mietcampers) oder steuert man Lodges an und schläft in einem richtigen Zimmer. Ich hatte, obwohl eine vollständige Campingausrüstung vorhanden war, trotzdem einen Schlafsack, ein Camping-Weinglas, Besteck (Gabel-Löffel-Combo) sowie eine Lunch box dabei. 


Meine Tipps für Dinge, die du dabei haben solltest:

  • Kleidung (möglichst nicht weiß, bekommt man nie wieder sauber)
  • Pulli für nachts 
  • Sportsachen, gemütlich für lange Autofahrten 
  • Badesachen, falls mal ein Pool vorhanden ist
  • Waschmittel für Handwäsche und Wäscheleine 
  • Kulturbeutel:
    • Besonders wichtig: Haarkur, Bodylotion, Lipbalm und Gesichtsmaske, da das Salz und die Trockenheit Haut und Haar ganz schön zusetzen können 
    • Wichtig: Sonnencreme, Mückenspray
  • Solar-Panel zum Laden von Elektrogeräten
  • Kartenspiele, Bücher, Fernglas, Kamera
  • Malaria Test-Kit 

Wichtige Dinge, die ich gerne noch dabeigehabt hätte:

  • Mehr Mückenspray
  • Taschenmesser
  • Sehr gute Taschenlampe
  • Mehr Bücher
  • Noch mehr Mückenspray 


Fazit Botswana Rundreise

Es war eine herrlich spannende Reise. Ich würde es immer wieder machen. Die Temperaturen und die trockene, triste Landschaft haben mir allerdings ganz schön zugesetzt. Beim nächsten Mal möchte ich das Land in grün sehen, vielleicht würde sich dafür der April (Ende der Regenzeit) oder Mai (Anfang der Trockenzeit) anbieten. Da ich von mehreren Seiten gehört habe, dass sich ein Flug über das Delta lohnen soll, werde ich dies für die nächste Reise in Erwägung ziehen (natürlich werde ich mich bemühen einen CO2 Ausgleich dafür zu schaffen). In der Regenzeit ist zwar weniger Wildlife zu sehen, aber ich habe in diesem Trip ja schon viele Tiere gesehen und kann mich beim nächsten Mal dann auf die Natur und die Landschaft konzentrieren. 


UNSERE HEUTIGE REISEREPORTERIN:
Tine lebt den Traum vom Auswander-Dasein in Südafrika. Das erste Mal reist sie 2007 in dieses Land und es folgten unzählige weitere Reisen. Seit 2017 lebt und arbeitet Tine in Südafrika. Geboren und aufgewachsen ist sie allerdings in Lingen bei Niedersachsen. Heute studiert Tine in Südafrika, arbeitet nebenbei in der Tourismusbranche für eine deutsche Agentur und zeigt Freunden und Familie gerne die schönsten Ecken in und rund um Kapstadt. Instagram: tine_nonstop


Reisereporter-Botswana-Reisebericht-Rundreise

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