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Roadtrip durch Tunesien – Mit Land Rover und Dachzelt durch die Sahara

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Wir lieben Afrika! Aber das weißt du ja sicherlich. Umso mehr freuen wir uns über diesen tollen Bericht zu einem Roadtrip durch Tunesien. Nicole und ihr Freund sind zwei Wochen mit ihrem Land Rover und Dachzelt durch das Land gereist und haben dabei tolle Orte besucht und wunderschöne Momente erlebt. Die beiden lieben Roadtrips und wir können diese Liebe nur zugut verstehen. Es ist einfach ein tolles Gefühl, mit einem fahrbaren Untersatz durch ein Land zu ziehen. Wir wünschen dir beim Lesen ganz viel Spaß. Wenn du am Ende noch Lust hast, lass ein wenig Liebe in den Kommentaren für Nicole da. Und jetzt…auf nach Tunesien!


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Warum eigentlich Tunesien?

März 2020 – für meinen Freund und mich geht es nach Tunesien! Als mein Freund sich letztes Jahr den Gedanken nach Tunesien zu fahren in dem Kopf gesetzt hat, stellte ich mir zunächst viele Fragen. Warum nach Tunesien? Ist es überhaupt sicher mit dem Auto dort zu reisen? Was gibt es dort überhaupt zu sehen? Ich bin mir sicher, diese Fragen stellen sich so einige. Ich möchte gerne all diese Fragen beantworten und meine persönlichen Erfahrungen mit dir teilen und wünsche dir ganz viel Spaß beim Lesen!


Über das Land Tunesien

Tunesien bietet einem wirklich vieles: Meer, Strände, Grünflächen, Berge und natürlich die Sahara. Zudem ist das nordafrikanische Land nicht zu groß und perfekt für einen Roadtrip, da alles gut zu erreichen ist. Für die Einreise benötigst du einen Reisepass. Bei einer gebuchten Pauschalreise mit Einreise per Flugzeug reicht auch ein Personalausweis aus.

Tunesien ist super für den kleinen Geldbeutel. Je nachdem auf was du bei einer solchen Reise wert legst, kommst du mit wenig Geld lange und gut zurecht. In Tunesien zahlt man mit dem Tunesischen Dinar. 1 Dinar entspricht ungefähr 0,30€. Wir waren echt überrascht, wie günstig alles hier ist! Lebensmittel und Sprit kosten so gut wie nichts.



Aber Achtung: Es ist nicht erlaubt die Währung Dinar ein- oder auszuführen. Es gibt genug Banken in Tunesien zum Geld holen und wechseln.

Falls du keinen Roadtrip geplant hast, sondern dich vor Ort fortbewegen möchtest, ist es am einfachsten mit dem Taxi. Die Fahrten damit sind ebenfalls günstig, wie wir mitbekommen haben. Zugverbindungen und Busse haben wir in Tunesien so gut wie keine gesehen.


Reisezeit & Reisedauer

Hier kommt es natürlich auch drauf an, welche Art der Reise du geplant hast. Für unseren 2-wöchigen Roadtrip war der Monat März sehr angenehm, ab April steigen die Temperaturen gerne auf über 30°C hinaus. Die Monate Januar und Februar sind noch ziemlich kühl. Für einen Badeurlaub sind die späteren Monate, wie September, Oktober und November gut geeignet. Für einen Roadtrip solltest du genügend Zeit einplanen. Wenn du viel erleben und sehen möchtest, empfehlen wir dir 2 – 3 Wochen.


Reisevorbereitungen

Mein Freund und ich haben uns vorsichtshalber gegen Hepatitis A und Tollwut impfen lassen. Das muss an dieser Stelle natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Sprich am besten mit deinem Hausarzt über deine geplante Reise und lass dich beraten. In deinem Gepäck sollte auf keinen Fall eine Stirnlampe für die Nächte fehlen, ein Palästinensertuch für die Wüste, Sonnencreme, Reisemedizin (Fieber, Magenbeschwerden, etc.), Mückenspray, Luftkompressor für die Wüste und natürlich Kamera Equipment für tolle Erinnerungen.


Unsere Anreise & Unterkunft

Die Anreise nach Tunesien ist über 2 Wege möglich. Mit dem Flugzeug kannst du z. B. nach Tunis, Monastir oder Djerba fliegen. Die nationale Fluggesellschaft Tunis Air fliegt von allen größeren europäischen Städten, auch Lufthansa, British Airways oder Air France. Wenn du mit dem Auto einreise möchtest, musst du mit der Fähre bis Tunis ab Marseille, Genua, Palermo oder auch Civitavecchia (Verbindungen hier abfragen).

Am angenehmsten, aber auch am teuersten, ist die Abfahrt von Genua im nördlichen Bereich in Italien. Für uns hat die Fähre in Civitavecchia bei Rom gestartet. Die Überfahrt in die Landeshauptstadt Tunis dauert ca. 19 Stunden. Am besten früh genug buchen, denn Fährtickets sind leider nicht günstig und aus Erfahrung empfehlen wir dir eine Kabine für die Überfahrt zu buchen.


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Tunesien Roadtrip – Unsere Unterkunft war dieses Dachzelt

Unsere Unterkunft war das Dachzelt unseres Land Rover Discovery 2, mit welchem wir täglich neu entscheiden konnten, wo wir morgen aufwachen möchten. Wir waren auch auf Campingplätzen, die auch sehr zu empfehlen sind. Tunesien bietet aber auch viele preiswertige Hotels und Zimmer bei Airbnb*.


Unser Roadtrip durch Tunesien

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Die kleine schöne Stadt Jendouba

Unser Roadtrip durch Tunesien konnte nun also endlich losgehen. Die ersten Nächte haben wir aufgrund einer Autopanne ungeplant im Norden Tunesiens verbracht. Hier in Jendouba hat auch unsere Reisebegleitung Familie. Jendouba ist eine schöne kleine Stadt ca. 1,5 Stunden von Tunis entfernt mit wirklich sehr herzlichen Leuten, die sich sehr über unseren Besuch gefreut haben! Hier konnten wir die Tradition des Landes gut kennenlernen. Wir wurden Abends zum Essen eingeladen und bekamen ganz traditionell Couscous, sowie Grünen Tee serviert. Die Gerichte in Tunesien sind wie gewöhnlich ziemlich scharf.


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Roadtrip durch Tunesien – Ganz frisch gebackenes Fladenbrot

Im Norden von Tunesien in Tabarka

Ich kann dir den Ort Tabarka wirklich ans Herz legen. Schon bei der Anfahrt hast du tolle Sicht auf das Meer. Ich war richtig begeistert von diesem Ausblick, sowie der Stadt selbst. Hier erwarten dich schöne alte Gebäude und weiter oben eine Burg mit einem tollen Blick auf das
Mittelmeer. Dafür, dass wir den Norden Tunesiens eigentlich nicht auf dem Plan hatten, waren wir sehr dankbar für die kulturelle Erfahrung und schönen Erinnerungen. Mit ein paar Bewohnern sind wir immer noch in Kontakt.


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Tunesien Roadtrip – Am Strand von Tabarka im Norden des Landes

Die ersten Schilder, wo wir vor überquerenden Dromeadaren gewarnt wurden, kamen endlich und lang hat es nicht gedauert, da haben wir schon die ersten gesichtet! In Tunesien laufen sehr viele Dromedare herum, meistens in Herden. Du solltest nicht zu weit rangehen, da meistens Junge dabei sind.


Nefta & Tozeur im Süden Tunesien

Unser erster Stop im Süden des Landes war in Nefta / Tozeur direkt am riesigen Salzsee Chott el Djerid. Dort verbrachten wir unsere erste Nacht inmitten vom Sand. Es war wirklich toll abends sein Zelt mitten im Sand aufzuschlagen und den Sonnenuntergang zu beobachten, während im
Hintergrund die passende Musik lief. Als dann am Horizont auch noch der Mond aufging, konnte der Moment gar nicht schöner sein. Eine Tour zum Salzsee kannst du hier buchen*.


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Rundreise Tunesien – Mitten auf dem Salzsee ein verlassener alter Bus

Nefta ist auch für die Star Wars Kulissen bekannt, die wir natürlich auch besucht haben. Für diese Kulissen musst du keinen Eintritt zahlen, sie sind frei zugänglich. Es ist natürlich ein kleines Touristengebiet, wo Einheimische für Dromedar-Fotos o. Ä. Geld verdienen möchten, solche Situationen können ein wenig unangenehm werden.


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Tunesien Roadtrip – Die Star-Wars-Kulissen in Nefta

Douz – Das Tor zur Sahara

Weiter ging es nach Douz, eine Oasenstadt, die auch als „Tor zur Sahara“ bezeichnet wird. In Douz haben wir auf dem Campingplatz ,,Camping Desert Club” übernachtet. Dieser Platz ist quasi der beliebteste, sowie bekannteste Campingplatz, für diejenigen, die gerne in den Sand möchten. Der Platz liegt mitten unter Palmen mit sauberen Sanitäranlagen, sowie einer Waschmöglichkeit für deine Kleidung. Die Campingplatz Besitzerin Sophie war richtig herzlich und hat sich sehr über unseren Besuch gefreut. Einkaufsmöglichkeiten lagen vom Campingplatz innerhalb 5-10 min zu Fuß entfernt.


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Rundreise Tunesien – Wir waren endlich in der Sahara-Wüste

Ab in die Sahara-Wüste

Normalerweise sollte man ohne Guide nicht einfach in die Sahara Wüste fahren (Tour in die Sahara hier buchen*). Nachdem wir das Abenteuer selbst in die Hand nehmen und auch kein Geld für einen Guide ausgeben wollten und mit 2 Fahrzeugen unterwegs waren, ging es für uns alleine los. Es ist sehr empfehlenswert in die Wüste mit einem zweit Fahrzeug zu fahren, da es schnell passieren kann, dass man tief im Sand stecken bleibt und Hilfe benötigt.


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Im Urlaub und auf Reisen kann immer mal etwas passieren. Wir empfehlen dir, vorab unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Diese gibt es bereits ab 8 € im Jahr.

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Wow! Wir beide ganz alleine inmitten der Sahara-Wüste

Unser Tagesziel war der Tembaine mitten in der Sahara, ein großer Berg mit einer wunderschönen Aussicht. Als Neulinge in der Wüste war die Tour zum Tembaine super zum Einfahren im Sand. Der Tembaine war mein absolutes Highlight unserer Rundreise durch Tunesien. Am Abend kam ein Einheimischer Nomade zu uns, der uns bei einem gemütlichen Lagerfeuer frisches Brot gebacken hat. Alle Menschen, die wir bisher in Tunesien
getroffen hatten, waren ziemlich gastfreundlich und hilfsbereit.


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Tunesien Roadtrip – Blick auf den Tembaine

Heiße Quellen in Ksar Ghilane

Am nächsten Morgen ging es Richtung Ksar Ghilane. Nachdem wir uns nur mit GPS orientieren konnten sind wir einfach vom Tembaine los. Das war vielleicht ein Abenteuer! Nach einem sehr langen und anstrengenden Tag in den Dünen und der einen oder anderen Aktion, das Auto aus dem Sand zu schaufeln, fanden wir einem Schlafplatz irgendwo im Nirgendwo. Nicht einmal Empfang hatten wir und das war auch gut so. Nur wir beide ganz alleine in der Wüste. Ob wir irgendwie Angst hatten, uns zu verirren? Nein, hatten wir nicht.


Camping Roadtrip durch Tunesien Dachzelt Wueste Sternenhimmel
Roadtrip Tunesien – Irgendwo im Nirgendwo unter der Milchstraße

Endlich hatten wir den Campingplatz Ksar Ghilane erreicht. Ksar Ghilane ist für die wunderbaren heiße Quelle bekannt (Tour hier buchen*). Nach all dem Sand war es sehr angenehm, sich dort 2 Tage zu entspannen. Dieser Ort ist sehr touristisch und es werden u.a. auch Quad Touren*, sowie
Dromedarreiten angeboten. Nahe der heißen Quellen gibt es im Restaurant, ein Café sowie einen Souveniershop.


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Rundreise Tunesien – Dromedare laufen überall herum

Aufgrund der derzeitigen Situation mangelt es momentan noch sehr an Touristen, wir waren fast die einzigen vor Ort. Zudem haben uns alle Orte, die wir erkundet haben, meist nur sehr wenig Geld gekostet. Die Kosten für den Campingplatz hielten sich wirklich im Rahmen. Umgerechnet zahlten wir weniger als 10€ die Nacht pro Person. Es ging es nach den heißen Quellen so langsam zurück nach Douz, wo unsere Reise begann.


Fazit zu unserem Roadtrip

Während unserer Rundreise gab es wenige unangenehme Situationen. In touristischen Gebieten kann es passieren, dass die Einheimischen dir etwas gegen Geld andrehen möchten. Diese Locals dann ,,abzuwimmeln” kann durchaus unangenehm sein. Da wir Städte so gut wie gemieden haben, kam dies zum Glück nur sehr selten vor. Mit dem Auto kommt man an mehreren
Check-Points vorbei, wo dich das Militär gerne mal anhält und fragen wird, wo du denn hinmöchtest, ob du einen Schlafplatz hast etc. Es wird nämlich nicht so gerne gesehen, wenn man alleine durch die Wüste fährt.

Ich stufe Tunesien als ein sicheres Reiseland ein. Man sollte eine gesunde Vorsicht haben aber auch ein großes Menschenvertrauen mitbringen. Meistens kann man auf sein Bauchgefühl vertrauen, wenn einem eine Situation merkwürdig vorkommt. Eine zu große Angst ist unbegründet, denn wir haben Tunesien als ein herzliches Land mit überaus freundlichen Menschen kennenlernen dürfen!

Ob Tunesien ein Reiseziel für jeden ist, kommt darauf an, wie du gerne reist. Für einen Backpacker-Urlauber ist das Land wahrscheinlich eher weniger was, als für jemanden der gerne mit seinem Auto alles erkunden möchte. Für uns war das Land auf jeden Fall sehenswert und wir freuen uns jetzt schon, irgendwann einmal wieder herzukommen. Denn bei einer Sache sind wir sind uns ziemlich sicher: Es gibt noch so viel mehr zu sehen und zu entdecken!



Reisereporterin Nicole
Nicole lebt in München und liebt es, neue Orte zu entdecken. Am liebsten mag sie es, mit dem Auto durch die Länder zu ziehen, Roadtrips sind einfach ihre liebsten Abenteuerreisen. Und das können wir sehr gut verstehen. Ihre aufregendste Reise war tatsächlich auch die Reise durch Tunesien. Mit dem Auto auf einen anderen Kontinent zu fahren, war für sie und ihr Freund ziemlich spannend. Ganz oben auf ihrer Bucket List stehen nun Australien, Island, Norwegen, Finnland und Schweden. Folge ihr unbedingt auf Instagram: @nicoleunt.

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