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Île aux Cerfs – Ein Tagestrip zum Inselparadies

Ile-aux-Cerfs-Bolle-und-Marco-Strand-Meer

Auf zur Île aux Cerfs! Mauritius hat ja ohnehin schon eine Vielzahl an Traumstränden zu bieten. Ob Trou Aux Biches, Grand Bay, Flic en Flac, Le Morne oder Belle Mare – das sind nur einige der Top-Adressen. Doch neben all diesen wunderschönen Stränden gibt es auch noch ein paar schicke Inseln zu erkunden. Im folgenden Beitrag nehmen wir dich mit auf unseren Tagesausflug zur Île aux Cerfs. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!



Ausflug zur Île aux Cerfs

An der Ostküste befindet sich die vorgelagerte Insel Île aux Cerfs (ausgesprochen mit französischem Släääng: „Ilu Scherfs“). Hier findet man eigentlich genau das, was man sich unter Mauritius vorstellt: glasklares Wasser in den schönsten Farben, weiße Sandstrände und saftig grüne Palmen. Und was anfangs noch ein echter Geheimtipp war, ist heute Ausflugsziel Nummer 1 auf Mauritius.

Aber das schreckte uns nicht ab, einen Abstecher zur Île aux Cerfs zu machen. Man muss auch zugeben, dass der Tourismus hier auf Mauritius noch lange nicht so „schlimm“ ist, wie zum Beispiel in Thailand. Klar, vor allem jetzt ist hier in der Hochsaison viel los – es ist aber überschaubar. Mauritius ist eben in den Köpfen der meisten noch immer ein „exklusives Reiseziel“, eine „teure Destination“ und „kaum bezahlbar“. Dass es hier nicht teuer ist, davon haben wir Euch ja schon des Öfteren berichtet!


Das Problem mit den Tickets

Nun aber zurück zu unserem Ausflug. Es gibt zahlreiche Veranstalter vor Ort, welche Tagespakete zur Île aux Cerfs anbieten. Wir erkundigten uns vorab im Internet nach den Preisen. Wir fanden viele Pakete, im Preis enthalten ist meist der Transfer mit dem Speedboat und Lunch. Diese Standard-Pakete kosten im Schnitt 30€ pro Person. In einigen Paketen ist sogar ein Parasailing-Flug mit inbegriffen (ab 40€). Auch findet man Katamaran-Fahrten, welche u.a. auch die Île aux Cerfs Insel ansteuern.


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Wie immer wollten wir aber kein Paket buchen. Speedboot brauchten wir nicht, für Essen und Getränke sorgten wir selbst. Von befreundeten Mauritianern erhielten wir den Tipp, für den reinen Transfer auf keinen Fall mehr als 400 Rupies (10€) zu bezahlen. Dieser Tipp wird noch Gold wert sein! Und so machten wir uns mit dem Mietwagen auf den Weg zur Ostküste in Richtung Trou d’Eau Douce. Laut unseren Informationen sollte es hier nämlich auch einfache Boote geben, welche die Insel anfahren.

Als wir am kleinen Hafen ankamen, sahen wir nur einen Ticket-Schalter. Und ihr wisst ja was das heißt: ein Anbieter = ein Preis! Der ältere Herr verlangte von uns 1000 Rupies (20€) pro Person. Wir erklärten ihm, dass wir lediglich einen einfachen Transfer zur Insel bräuchten. Er wollte uns nicht ganz verstehen und zeigte auf das Ticket. Dort war groß die Zahl „1000“ aufgedruckt. Ähh? Wie bitte? Nein danke! Wir packten wieder unsere Sachen, gingen auf die Seite und sprachen über unsere Alternativen.


Achtung Abzocke!

Nach wenigen Minuten kam der Mann wieder zu uns. Er sagte, der Preis sei nun mal so hoch und es würde überall soviel kosten. Wie man uns so ins Gesicht lügen kann ist wirklich dreist. Die Stimmung kippte langsam. Im bestimmten Ton wies ich ihn auf die tatsächlichen Preis hin. 25€ für einen einfachen Transfer ist ein Witz, wenn man doch ein Abendessen und Transfer im Speedboat bereits für 30€ bekommt. Das wissen viele nicht, die direkt zum Pier fahren. Dort heißt es friss oder stirb… geh zurück ins Hotel. Daraufhin bot er uns den Transfer für 850 Rupien (21€) an. Wir versuchten mit ihm zu verhandeln. Doch erfolglos.

Marco merkte, dass die Dame am Tourenschalter immer wieder verschiedene Tickets verkaufte. Die eine Touristengruppe bekam den Transfer mit dem Speedboot inkl. Dinner für 1000 Rupies, die nächste Gruppe nur den Transfer ohne Dinner zum gleichen Preis. Wie unfair! Aber so ist es ja leider überall auf der Welt. Immer versucht man die Urlauber über’s Ohr zu hauen. NICHT ABER MIT UNS! Wir wollten lediglich fair behandelt werden und nur irgendein Holzboot zur Insel bekommen – ohne den ständigen „Europäer-Aufpreis“. Ein paar Euro hin oder her, darum geht es uns nie. Aber hier ging es mal wieder ums Prinzip.


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Marco begann sich mit anderen Urlaubern und potenziellen Ticket-Käufern über deren Preis zu unterhalten. Das gefiel den Mitarbeitern natürlich gar nicht. Einer von ihnen kam nach wenigen Minuten zu mir und meinte, dass man uns einen „special price“ machen könne. Wir bekämen den Transfer für 500 Rupien (12,50€), sollen aber aufhören mit anderen Leuten zu reden. Ach, so läuft das hier also? Was für ein blödes Spiel. Am liebsten hätten wir ein riesiges Schild mit „Vorsicht Abzocke!“ für alle weiteren Touristen aufgestellt.

Was tun wir aber nun? Mitspielen? Es war bereits spät geworden. Sollen wir den weiten Weg jetzt wirklich zurück fahren, ohne auf der Insel gewesen zu sein? Leider war weit und breit kein anderer Anbieter zu sehen und so wollten wir es uns mit ihnen nicht verscherzen. Wir stimmten zu, zahlten den Betrag und machten uns auf den Weg zum Boot.

Alle an Bord zahlten einen komplett anderen Preis, niemand wusste aber davon (außer wir). Den meisten Urlaubern ist es aber eh egal, man will ja nur eine gute Zeit haben und der Preis spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Auch informieren sich die meisten nicht vorab und so zahlt man dann fleißig den Preis, welcher verlangt wird.


Mit dem Boot auf die Insel

Endlich saßen wir in unserem gewünschten Holzboot und schipperten die Küste entlang. Das Holzboot war natürlich nicht so schnell wie das Speedboot, aber bei der kurzen Entfernung war ein schnellerer Transfer auch nicht nötig. Wir hatten es schließlich nicht eilig! Aber gut, das muss jeder selbst für sich entscheiden. Aber falls ihr selbst irgendwann mal auf Mauritius seid und auch einen Ausflug zur Île aux Cerfs machen wollt: ein Holzboot reicht vollkommen aus, Essen und Trinken könnt ihr einfach mitbringen!


Anreise-Ile-aux-Cerfs

Während der kurzen Überfahrt entdeckten wir eines der teuersten Hotels auf Mauritius – das 5,5* Shangri-Las Le Touessrok Resort*. Was für eine schöne Anlage. Diesen Blick bekommt man wirklich nur vom Meer aus, wenn man mit dem Boot daran vorbei fährt. Ich habe mal nachgeschaut, was eine einzige Nacht in diesem Resort kostet und nun haltet Euch bitte fest: Die Deluxe Suite (126 qm) kostet in der Nebensaison „nur“ 740€ pro Nacht. Da bleibt uns dann doch nur der Anblick. Hier haben wir für dich einen Beitrag mit den 15 schönsten All Inclusive und Luxus-Hotels erstellt.


Shangrila-Resort-Mauritius-Resort

Ankunft auf Île aux Cerfs

Nach knapp 10 – 15 Minuten kamen wir schon am kleinen Hafen der Île aux Cerfs an. Hier tummelten sich viele Boote und auch recht viele Menschen. Dennoch empfanden wir es überhaupt nicht als nervig oder überfüllt. Die meisten Besucher bleiben direkt in der Nähe der Bootsstege, suchen sich ein Plätzchen im Sand und verweilen.


Ile-aux-Cerfs-Strand-Urlauber

Hier gibt es zwei (überteuerte) Restaurants (Paul et Virginie & Sands Bar), Toiletten, Duschen und zahlreiche Anbieter für Aktivitäten (Schnorcheln, Parasailing, Ausflüge mit dem Glasboden-Boot, Banana-Boot uvm). In der Nähe der Duschen und Toiletten gibt es einen Souvenir-Stand, wo man u.a. auch Klamotten, Strandtücher und andere Gadgets erwerben kann. Für die Kids gibt es hier zudem einen kleinen „Hochseilgarten“.


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Auf der Insel befindet sich ein 18-Loch-Golfplatz, welcher vom bekannten Golf-Profi Bernhard Langer entworfen und 2003 eröffnet wurde. Unter Kennern gilt dieser Platz als nahezu perfekt. Aber genau diese Exklusivität hat ihren Preis: die Benutzung kostet um die 200€. WOW! Aber da wir weder Interesse noch Ahnung vom Golfen hatten, schenkten wir dem Platz keine weitere Beachtung.



Wir zogen direkt los um die Insel zu entdecken. Schon nach den ersten 100 Metern wurde es ruhiger, immer weniger Menschen kamen uns entgegen. Denn wie schon anfangs erwähnt, bleiben die meisten Besucher direkt am kleinen Hafen in der belebten Gegend „hängen“. Dabei ist die Insel vor allem im Süden und Südosten noch um einiges schöner.


Abseits der Touristenströme

Wir schlenderten den Weg entlang, blieben immer wieder stehen um ein paar Fotos zu machen. Das Wetter zeigte sich mal wieder von der schönsten Seite. Das freute uns besonders, da wir an diesem Tag auch Marcos Eltern an unserer Seite hatten. Die beiden blieben auf halber Strecke unter einem Baum liegen und machten es sich dort gemütlich. Marco und ich zogen weiter.


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Strand-Ile-aux-Cerfs-Mauritius-Bolle

Wir erreichten eine kleine Bucht im Südosten der Insel. Hier lagen die scheinbar „wohlhabenden“ Urlauber in ihren Liegestühlen mit dem gekühlten Champagner in der Hand. Auch standen dort einige hübsch gedeckte, weiße Tische direkt im Sand. Gleich dahinter wurde fleißig in der „Open-Air-Küche“ das Essen zubereitet. Wir vermuten, dass dieser Service zum Shangri Las Le Touessrok Resort gehörte. Erst waren wir uns nicht sicher, ob wir dort überhaupt entlang gehen dürfen. Da uns aber niemand daran hinderte, zogen wir weiter in Richtung Wasser.


Strand-Ile-aux-Cerfs-Mauritius

Das Wasser war warm, glasklar und strahlte in den schönsten Türkis- und Blautönen. Der Sand war so fein und weich, am liebsten hätte man direkt ein Glas damit gefüllt und nach Deutschland versendet. Wir sahen eine winzig kleine Insel im Wasser. „Ohh schau mal. Wollen wir es uns dort gemütlich machen? Ich glaube das Wasser ist nur kniehoch!“ So zögerten wir also nicht lange und stampften vorsichtig durch das Wasser bis auf das kleine Eiland. Es war so ruhig und fast menschenleer – einfach paradiesisch.


Ile-aux-cerfs-Bucht

Île aux Cerfs – ein kleines Paradies!

Rucksack in die Ecke, Badehose an und rein ins Wasser. Das Wasser war zwar nur kniehoch, aber genau das machte die Kulisse aus. Wie eine feine Sandbank, welche leicht vom Wasser überschwemmt wurde. Wir legten uns ins Wasser und ließen uns einfach treiben. Es ein einzigartiger Moment – es war so „perfekt Mauritius“ eben. So, wie man sich die Insel vorstellt – einfach traumhaft.



Marco-Ile-Aux-Cerfs-Strand-Wasser

Und da auch kaum Menschen in der Nähe waren, nutzen wir die Gelegenheit für ein paar Fotos. Wer weiß, vielleicht kommen im nächsten Moment irgendwelche Reisegruppen um die Ecke gelaufen?!? Aber nichts da! Die Zweisamkeit gehörte uns beiden fast alleine und so schwebten wir weiter durchs Wasser und schnorchelten etwas an den Steinen etwas weiter draußen.


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Da wir erst gegen 12 Uhr auf der Insel waren, blieb uns nicht mehr all zu viel Zeit. Die letzten Boote fahren schon um 16 Uhr wieder zurück zum Hafen nach Mauritius. Wir genossen noch ein paar Minuten den Moment und spazierten dann zurück zu Marcos Eltern. Hier legten wir uns zu den beiden und schliefen sofort ein. Es war nicht zu heiß, eine leichter Wind sauste uns um die Ohren und die Palmen spendeten wohltuenden Schatten – gibt es bessere Voraussetzungen um ein Nickerchen zu machen?


Marco-Strand-Ile-aux-Cerfs

Fazit Île aux Cerfs

Und so dösten wir um die Wette, vergaßen dabei fast die Zeit. Aber irgendwann findet leider alles ein Ende und so mussten wir nun zurück zum Steg um unser Boot zu erwischen. Pünktlich um 16 Uhr legten wir ab und schipperten zurück nach Trou d’Eau Douce. Am Hafen packten wir die Sachen wieder ins Auto und fuhren in unsere Ferienwohnung. Auch wenn es nur ein kurzer Ausflug auf die Insel war, hat es sich dennoch mehr als gelohnt. Alleine schon für das Meer, die Farben und die Stimmung. Wir werden in den kommenden Wochen auf jeden Fall noch einmal auf die Île aux Cerfs um auch die anderer Seite zu erkunden.


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