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Der Tsitsikamma Nationalpark in Südafrika – Unsere Highlights

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Unsere Rundreise durch Südafrika führte uns von Jeffreys Bay und dem Addo Elephant Park weiter zum Tsitsikamma Nationalpark in Südafrika. Bis zu diesem Zeitpunkt lagen bereits mehr als 1.700 Kilometer hinter uns. Nun erwartete uns eine wunderschöne landschaftliche Kulisse. Frische Meeresluft, schroffe Felsen, grüne Hänge, den türkis-blauen Ozean und vieles mehr – willkommen im Tsitsikamma Nationalpark. Wir verraten Dir heute alle Highlights, Tipps und Wanderungen in dieser wunderschönen Region.



1. Anreise zum Nationalpark

Der Tsitsikamma Nationalpark befindet sich am Ende der Garden Route zwischen Jeffreys Bay und Knysna. Dieser wunderschöne Nationalpark befindet sich direkt an der N2 und ist so mit dem Mietwagen leicht zu erreichen. Wenn du von Kapstadt aus zu diesem Park fahren möchtest, solltest du einen ganzen Tag für diesen Trip einplanen. Von Kapstadt aus sind es nämlich immerhin 580 Kilometer (mindestens 6 Stunden Fahrt). Von Port Elizabeth aus sind es nur 180 Kilometer. Hier solltest du zumindest 3 Stunden einplanen. Vor Ort gibt es zwar Parkplätze, je nach Tageszeit (und Reisezeit) sind diese aber auch schnell überfüllt. Lieber früher kommen oder später am Nachmittag.


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Auf dem Weg zum Tsitsikamma Nationalpark in Südafrika

Auch mit dem BazBus kannst du diese Region erreichen. Der Bus hält in Stormsrivier. Von dort aus musst du dann per Anhalter dein Glück versuchen und zum Park gelangen. Der BazBus fährt zwischen Kapstadt, Durban und Johannesburg quer durch das Land. Wir haben selbst keine Erfahrungen mit diesem Bus sammeln können, finden die Möglichkeit aber super. In unserem E-Book gibt es in Zusammenarbeit mit BasBuz aber ein ausführliches Kapitel zu diesem.



2. Preise und Öffnungszeiten

Das Tor zum Tsitsikamma Nationalpark öffnet um 6 Uhr morgens und schließt um 22 Uhr am Abend. Security Guards sind von 18 Uhr bis morgens um 7 Uhr vor Ort. Tagesgäste dürfen noch bis 21:30 Uhr einkehren. Erwachsene zahlen momentan 235 ZAR Eintritt (14,27€) und Kinder zahlen 118 ZAR (7,17€).


3. Beste Reisezeit für den Tsitsikamma Nationalpark

Südafrika kannst du grundlegend das ganze Jahr über bereisen. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Regionen im Land. Das Klima ist in dieser Region das ganze Jahr über sehr mild mit Temperaturen im südafrikanischen Sommer (Dezember bis März) zwischen 25 und 28 Grad Celsius. In der Nebensaison (April bis November) herrschen hier angenehme 21 bis 22 Grad Celsius. Mit Regen musst du in dieser Region eigentlich immer rechnen. Am wenigsten Niederschlag fällt jedoch zwischen Mai und August. Mehr zum Klima über Südafrika findest du hier: Beste Reisezeit Südafrika.


4. Einkaufen & Restaurants

Du möchtest sicherlich vor Ort noch etwas Essen oder einkaufen? In der Gegend findest du ein paar Tankstellen mit Snack-Möglichkeiten, sowie Restaurants und Cafés. Direkt im Nationalpark befindet sich auf dem Weg zur Brücke das „Tsitsikamma Restaurant“. Hier bekommst du typische Speisen, wie Pommes, Fisch, Fleisch, Meeresfrüchte und Co. Im „Cattle Baron Tsitsikamma“ bekommst du ebenfalls warme Speisen, welche auch etwas teurer sind wie im Tsitsikamma Restaurant. Im „The Parks Shop“ kannst du ein paar Souvenirs kaufen. Außerdem befinden sich in der Gegend auch Toiletten und Camping-Möglichkeiten.

Im Örtchen Stormsrivier findest du Unterkünfte, Restaurants und einen Supermarkt. Besser ist allerdings das Angebot in einer größeren Stadt wie Plettenberg Bay. Hier findest du die bekannten Supermarkt-Ketten (Checkers, Superspar, Picknpay, Kwikspar und Co.) und kannst komfortabel einkaufen. Bis nach Plettenberg Bay sind es rund 60 Kilometer vom Tsitsikamma Nationalpark aus. Am besten also vorab einkaufen.


5. Unterkünfte im Park und in der Umgebung

Wir haben nicht direkt im Tsitsikamma Nationalpark übernachtet, sondern in Nature’s Valley. Und was sollen wir Euch sagen? Wir landeten am Ende des Tages in einem Safari-Zelt im Rocky Road Backpackers (20€ die Nacht). Im Zelt stand ein großes Doppelbett mit elektrischer Heizdecke sowie ein Nachttisch mit Lampe. Das war mehr als erwartet – so etwas nennt man dann wohl „südafrikanisches Glamping„.


Du findest übrigens auch zahlreiche Unterkünfte auf Airbnb. Mit unserem Einladungslink kannst du dir einen Account anlegen und bekommst sofort 25€ von uns geschenkt. 

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Unsere Unterkunft im Nature’s Valley

Die Anlage ist nur knapp 20 Minuten von der Bloukrans-Brücke entfernt. Wir kamen an und dachten uns direkt: WOW! Was für eine wunderschöne Unterkunft. Das Areal war riesig, ruhig und total abgeschottet vom Rest der Welt. Es war einfach nur unglaublich gemütlich dort. Und so entschieden wir gleich innerhalb der ersten 30 Minuten, dass wir direkt 2 Nächten bleiben wollen. Gesagt! Getan! Wir verlängerten direkt unseren Aufenthalt, meldeten uns für den Bungee-Sprung an und genossen die Zeit bei Rocky in vollen Zügen. Hier kann man die Zeit wirklich vergessen!


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Die tolle Anlage des Rocky Road Backpackers

Du kannst auch innerhalb des Tsitsikamma Parks übernachten. Es gibt Holzhütten mit toller Aussicht oder du schläfst im eigenen Zelt oder Camper. Die Hütten haben wir vor Ort gesehen, welche auch einen wirklich guten Eindruck gemacht haben. Du solltest aber rechtzeitig buchen, denn die Hütten und Stellplätze sind natürlich sehr beliebt. Weitere Informationen zu den Kosten und Möglichkeiten vor Ort findest du hier.


Weitere Unterkünfte:


6. Tageswanderungen

Vor Ort kannst du verschiedene Wanderungen unternehmen. Wir haben den Waterfall Trail unternommen sowie den Mouth Trail zur Hängebrücke. Der sogenannte Mouth Trail ist der einfachste Trail im Park. Dieser Trail ist nur etwas einen Kilometer lang über einen Holzsteg. Für diesen Weg solltest du knapp eine halbe Stunde einplanen (hin und zurück entspannt in einer Stunde machbar). Am Ende des Trails gehen ein paar Stufen einer Treppe hinab zur Hängebrücke (Suspension Bridge).

Du solltest auf jeden Fall mal über die 77 Meter lange Hängebrücke laufen. Diese Brücke verläuft über den Fluss Storms River Mouth. An den Seiten siehst du die steilen, beeindruckenden Felswände. Nahe der Suspension Bridge legen kleine Boote zu einer kurzen Fahrt in die Storms River-Schlucht ab. Die Fahrt ist schön und vermittelt einen guten Eindruck über die Schluchten entlang der Garden Route, ist dafür aber auch nicht gerade preiswert.


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Die Suspension Bridge im Tsitsikamma Nationalpark

Wenn du noch etwas mehr Zeit hast, kannst du direkt nach dem Mouth Trail weiter zum Lookout Trail. Dieser führt dich auf der anderen Seite der Brücke den Berg hinauf zu einem wundervollen Aussichtspunkt. Da du den Berg hinauf wandern musst, dauert die Strecke schon etwas länger. Doch schon der Weg hinauf verspricht immer wieder tolle Aussichten. Für die komplette Strecke (Mouth Trail und Lookout Trail) solltest du mindestens 2 Stunden oder mehr einplanen.


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Auf der 77 Meter langen Hängebrücke

Solltest du noch mehr Zeit haben, könnte der Blue Duiker Trail perfekt für Dich sein. Er führt durch das Landesinnere und bringt Dich zum Aussichtspunkt Agulhas. Hier sieht man nicht selten auch Wale und Delfine. Der Trail ist knapp 4 Kilometer lang. Du solltest 3 Stunden einplanen. Weitere Tageswanderungen: Loerie Trail und Waterfall Trail.


7. Der beliebte Waterfall Trail

Wir haben den Waterfall Trail absolviert. Dieser Trail bildet den Start des Otter Trails und endet am Tweeriviere River, welcher 50 Meter in die Tiefe fällt und in einem natürlichen, großen Pool aufgefangen wird. Man sollte festes Schuhwerk tragen, da man zur Hälfte nur an der Küste über die vielen Felsen klettern muss. Für den Hin- und Rückweg brauchten wir knapp 2,5 Stunden.

Generell ist die Strecke vom Anstrengungsgrad her echt entspannt. Auf einem Hinweisschild steht geschrieben, dass man nicht mehr nach 17 Uhr starten sollte. In Südafrika wird es ja vor allem im Frühling, Herbst und Winter sehr früh dunkel. Und diese Strecke im Dunklen laufen? Lieber darauf verzichten! Man sieht ja sowieso nichts mehr!


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Auf dem Weg zum Wasserfall

Die Kulisse hat uns einfach nur umgehauen. Wieder und wieder blieben wir stehen, setzten uns hin oder drehten uns im Kreis. Das konnte nicht echt sein! Diese Farben! Das war einfach nur überwältigend. Dazu das Wetter, gute Laune und seinen Lieblingsmenschen an der Seite – was gibt es besseres? Marco hatte sowieso viel Spaß daran, von Stein zu Stein zu springen. Er steht ja voll auf sowas – Hauptsache Action und Bewegung. Jungs eben!


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Wunderschöne Aussichten im Tsitsikamma Nationalpark

Wir marschierten weiter über die Felsen bis es wieder in den Wald hinein ging. Nach knapp 1,5 Stunden erreichten wir dann den Wasserfall. Hier plätscherte das Wasser in die Tiefe. Durch den Wind spürte man auf der Haut einen leuchten Nieselregen vom Wasser – wie eine Art Luftbefeuchter.

Wir setzten uns auf die Steine und konnten uns gar nicht satt sehen von dieser Kulisse. Ein Foto kann gar nicht wiedergeben, wie schön dieser Ort in Realität ist. Zum Glück hörten wir von diesem Park, denn ansonsten wären wir dort wohl nie gelandet. Wer an der Garden Route unterwegs ist, der sollte sich den Trail nicht entgehen lassen.


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Der Wasserfall im Tsitsikamma Nationalpark Südafrika

8. Mehrtägige Wanderungen

Im Tsitsikamma National Park kannst du auch mehrere Tage auf Wanderung gehen. Es gibt den Dolphin Trail, den Otter Trail und den Tsitsikamma Trail. Der Otter Trail beginnt am Storm River Mouth Restcamp und verläuft rund 48 Kilometer bis zum Nature’s Valley. Du solltest für diese Tour rund 5 Tage einplanen. Unterwegs kannst du in einfachen Hütten übernachten.


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Die Wanderung verlangt etwas Ausdauer und Fitness. Hin und wieder müssen auch Flüsse durchquert oder Felsen überwunden werden. Die faszinierenden Landschaften belohnen dich aber für deine Mühen. Du brauchst eine Genehmigung für diesen Trail. Hier musst du dich auf lange Wartezeiten einstellen, da dieser Trail sehr beliebt ist und nur wenige Personen pro Tag zugelassen werden (70€ für die Wanderung inkl. Übernachtungen in Wanderhütten).


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Wunderschöne Aussichten im Tsitsikamma Nationalpark

Der Tsitsikamma Trail startet am Groot River Campingplatz im Nature’s Valley und geht knapp 72 Kilometer entlang bis zum Total Village, Storms River Village oder bis zum Storms Rover Mouth Restcamp. Der Weg führt durch Waldareale unterhalb der Berge. Er bildet mit dem Otter Trail eine kreisfömrige Route.

Du übernachtest wieder in den Wanderhütten und teilst dir deinen Trail in mehrere Tagesetappen ein. Kosten: 10€ pro Tag und Nacht in einer Hütte. Du kannst auch den 17 Kilometer langen Dolphin Trail wandern. Diese Wanderung dauert nur 2 Tage und ist somit die kürzeste der mehrtägigen Trips. Dieser Trail soll auf Grund der exklusiven und teuren Unterkunft sehr kostspielig sein (circa 370€ pro Person).


9. Der Sprung von der Bloukrans Bridge

Eigentlich hatten wir telefonisch eine Unterkunft in Knysna organisiert. Unterwegs kam dann aber wieder alles anders. Als wir im Tsitsikamma Nationalpark mit dem Trail fertig waren, fuhren wir mit dem Auto noch zur Bloukrans Bridge. Hier wird der höchste Brücken-Bungee-Sprung der Weltangeboten. Wir wollten es uns zumindest mal anschauen. Nach knapp 20 Minuten kamen wir am Ort des Geschehens an und staunten nicht schlecht. Diese Brücke war wirklich hoch – ERNSTHAFT! Schon beim Anblick wurde uns ganz übel, alles kribbelte im Bauch.


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Die Bloukrans Bridge in Südafrika

Mit einer Höhe von knapp 216 Metern über dem Tal ist diese Brücke die höchste in ganz Afrika. Wenn man sich dazu die verrückten Leute anschaut, die wirklich da hinunterspringen, dann verliert man jeglichen Glauben an den menschlichen Verstand! Wer macht denn so etwas? Wieso zur Hölle sollte man sich in die Schlucht stürzen? Das ist ja fast lebensmüde und absolut krank, oder?



Genau das dachte ich mir anfangs auch. Bis ich aber zu dem Entschluss kam: „Komm‘ wir machen das einfach!“ Marco wollte ja sowieso, ich sagte eine Woche davor noch zu ihm: „Geh du mal, ich komme ganz bestimmt nicht mit! Ich bin doch nicht verrückt! Ich springe da niemals runter!“ Aber wie so oft bei uns beiden, steckte mich Marco mit seinem Tatendrang immer und immer wieder an. Einen Tag später waren wir wieder vor Ort und ja…wir sind gesprungen! Hier geht’s zum verrückten Video.


Hier gibt es unser Videotagebuch aus dem Tsitsikamma Nationalpark:

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Wir hoffen, dass wir dir mit diesem Beitrag weiterhelfen konnten. Auf unserer Südafrika Länderseite findest du viele weitere Tipps und Beiträge über die Garden Route, die Panorama Route, den Krüger Nationalpark, den Addo Elephant Park, über Südafrika Reiseführer, der besten Reisezeit, Visum für Südafrika vieles mehr.

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