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Albanien Urlaub – Die besten Tipps und Reiseinfos

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Warum eigentlich ein Albanien Urlaub? Ist es da nicht viel zu gefährlich? Diese und viele andere Frage haben wir oft gehört. Ehrlich gesagt, wissen wir selbst gar nicht genau, warum wir ausgerechnet in dieses Land reisen wollten. Vermutlich war es das Unbekannte und Ungewisse, was unsere Abenteuerlust weckte. Der Name huschte hier und da mal über unsere Bildschirme und blieb anscheinend in unseren Köpfen hängen. Irgendwann war der Entschluss gefasst und die Flüge gebucht. Wir wussten nicht viel über das Land und genau das machte diese Reise auch so spannend. Im folgenden Beitrag nehmen wir dich mit und verraten dir alles, was du für deine Albanien Reise wissen solltest.



Allgemeine Informationen

Albanien ist ein Staat in Südosteuropa und befindet sich zwischen Montenegro, Griechenland, dem Kosovo und Nordmazedonien. Heute leben rund 2,9 Millionen Menschen im Land und 4 Millionen Albaner im Ausland. Viele sind damals ausgewandert, da sie in Albanien keine Zukunft mehr sahen. Arbeitslosigkeit und Armut waren (und sind es immer noch) nur zwei der vielen Gründe für die Abwanderung. Seit dem Ende des Kommunismus konnte Albanien die wirtschaftliche und soziale Lage etwas verbessern. Dennoch zählt dieses Land noch immer zu den ärmsten in ganz Europa.

Das Land ist insgesamt etwas kleiner als Belgien und besticht landschaftlich durch Bergketten, ein hügeliges Hinterland, weiße Strände, schöne Buchten, idyllische Dörfer und größere Städte. Ganze 14 Nationalparks gibt es im Land. Ob Wanderurlaub, Städtetrip oder Badeurlaub – Albanien bietet die große Vielfalt. Es gibt viel zu entdecken und so solltest du dir mindestens eine Woche für deinen Albanien Urlaub Zeit nehmen (besser aber 14 Tage). Außerdem gehört Albanien zu den günstigsten Ländern in Europa. Wir haben gerade einmal 290€ pro Person für die komplette Reise ausgegeben. Wahnsinn, oder?


Anreise mit dem Flugzeug

Du hast verschiedene Möglichkeiten, um nach Albanien zu reisen. Im Land selbst gibt es nur einen Flughafen und dieser befindet sich in Tirana. Flüge von Deutschland aus sind gar nicht so teuer. Ab Memmingen und Dortmund kannst du mit Wizzair für unter 100€ hin und zurück fliegen (ohne Gepäck). Ab Düsseldorf fliegt Blu-Express (von Albawings betrieben) nach Tirana. Einen Hin- und Rückflug bekommst du schon für 120€. Aber es hängt alles von der Reisezeit ab. Ab München fliegt ganzjährig Lufthansa nach Tirana, ab Frankfurt auch Adria Airways in den Sommermonaten. Weitere Fluggesellschaften sind Austrian, Alitalia, Olympic u.a. , welche erst einen Zwischenstopp mit Umstieg im Heimatland machen.


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Rundreise durch Albanien – Anreise mit dem Flugzeug über Korfu

Eine weitere Möglichkeit ist es, nach Korfu zu fliegen und dann die Fähre zu nehmen (so haben wir es gemacht). Zum einen sparst du so den einen oder anderen Euro und kannst dir außerdem noch die schöne griechische Insel Korfu anschauen. Für uns war es die perfekte Kombination. Von Frankfurt, Berlin, Köln, Düsseldorf, Leipzig, Hamburg und Dresden starten Flieger nach Korfu. Die Flüge sind je nach Airline auch nicht teuer.


Anreise mit dem Schiff

Viele Urlauber kommen mit dem Schiff nach Albanien. Täglich kannst du mit der Fähre von Korfu nach Albanien (Saranda) fahren. Die einfache Fahrt kostet pro Person 18€. Die Tickets kannst du vor Ort kaufen oder vorab online buchen. Wir haben bei Finikas Lines gebucht. Du bekommst die Tickets aber auch bei Ionian Seaways oder Directferries.com. In Korfu gibt es viele Büros nahe des Hafens, wo du deine Tickets bequem kaufen kannst. Auf der anderen Seite im albanischen Saranda findest du direkt am Hafen den Terminal, wo du ebenfalls deine Tickets erwerben kannst. Aber Achtung: In den Wintermonaten fährt die Fähre nur zweimal am Tag. Es gibt die Fähre von Flying Dolphin und Saranda Express. Alle Zeiten für 2019 findest du hier.


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Albanien Urlaub – Anreise mit der Fähre aus Korfu

Von Italien aus kannst du z.B. von Bari nach Durres fahren. Die Fähre (Adria Ferries) startet jeden Abend um 23 Uhr und kommt am nächsten Morgen gegen 7 Uhr im Hafen von Durres an. Du könntest auch von Ancona oder Trieste nach Durres fahren, leider aber nicht täglich. Auch von Brindisi bis nach Vlorë oder Saranda kannst du fahren. Langstrecken gibt es mit Anek Lines und Minoan Lines von Venedig und Triest bis nach Igoumenitsa oder Korfu.


Anreise mit dem Auto

Einige trauen sich auch, den weiten Weg nach Albanien mit dem eigenen PKW (oder Camper, Bus, Wohnwagen) zurückzulegen. Dafür solltest du allerdings mindestens 3 Tage einplanen. Es geht via Italien mit der Fähre nach Albanien oder ohne Fähre durch die verschiedenen Balkanländer. So könntest du über Kroatien und Montenegro anreisen oder über Belgrad und Neumazedonien. Eine weitere Möglichkeit is es, über Belgrad und den Kosovo zu fahren.

An der Grenze zum Kosovo musst du eine zusätzliche KFZ-Versicherung kaufen, welche rund 40€ kostet. Es kann wohl bei der Rückfahrt auch zu Problemen an der kosovarisch-serbischen Grenze kommen, wenn du aus Albanien anreist. Die Abwicklung an den Grenzübergängen zu Albanien soll sehr korrekt und modern ablaufen. Achtung: Grüne Versicherungskarte nicht vergessen!


Beste Reisezeit Albanien

Wer denkt, dass in Albanien schon im April sommerlich warme Temperaturen herrschen, der irrt sich. Auch wir dachten, dass es durchaus schon etwas wärmer im Land sein wird. Wir hatten sonnige, milde Tage aber auch kalte, regnerische Tage. Den April würden wir als Reisemonat nicht noch einmal wählen. Die Hochsaison startet im Juli und geht bis August. Dann kommen die meisten Touristen aus dem umliegenden Ländern. Die beste Reisezeit ist in den Monaten Mai, Juni, Anfang Juli und September sowie Oktober. In den Bergen (Albanische Alpen) herrscht ein typisches Gebirgsklima mit sehr kalten und schneereichen Wintern.


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Albanien Urlaub – Auch im April angenehme Temperaturen möglich

Je weiter du in den Süden des Landes fährst, desto mediterraner wird auch das Klima. Der meiste Regen fällt in den Wintermonaten zwischen November und April. Aber man kann es nie genau vorhersagen. Die Einheimischen waren z.B. über den vielen Regen im April sehr überrascht. Und selbst im Oktober kannst du wunderbares Wetter in Albanien haben. Das Gute an der Nebensaison ist auch, dass du viele Spots für dich ganz alleine hast. Zudem sind die Preise für die Unterkünfte noch niedriger, als in der Hochsaison.


Mehr zu diesem Thema findest du hier: Beste Reisezeit für Albanien


Sicherheit in Albanien

Viele Leser und Leserinnen haben uns gefragt, wie es denn mit der Sicherheit in Albanien so aussieht. Wir können dir sagen, dass Albanien ein sehr sicheres Reiseland ist. Der Ruf dieses Landes ist weitaus schlechter, als die Realität tatsächlich zeigt. Die Albaner sind herzlich, offen und unglaublich gastfreundlich. Wir haben uns zu keiner Zeit im Land unsicher und unwohl gefühlt. Schwarze Schafe gibt es natürlich auch in Albanien, so wie in jedem anderen Land. Gewaltanwendungen bei Klein- und Straßenkriminalität sind aber zum Beispiel selten.


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Natürlich solltest du dennoch mit gesundem Menschenverstand durch das Land reisen. Wertgegenstände und Ausweisdokumente solltest du sicher verwahren und nicht offensichtlich mit dir tragen. Lass auch nie etwas im Auto liegen (oder verstecke es gut). Man sagt auch, dass es vermehrt zu Auto- und Wohnwageneinbrüchen gekommen ist. Hier solltest du also besonders aufmerksam sein. Gefährlich kann es auf den Straßen sein. Denn nicht selten laufen Tiere über die Fahrbahn. Dazu im Abschnitt „Autofahren in Albanien“ mehr.


Mehr zu diesem Thema findest du hier: Sicherheit in Albanien (Folgt in Kürze…)


Unterkünfte buchen

Da wir in der Nebensaison im Land waren, konnten wir unsere Unterkünfte spontan einen Tag vorab oder am Morgen buchen. Im Schnitt zahlten wir rund 20€ inklusive Frühstück. In dieser Zeit bekommst du auch 4-Sterne Hotels für 30€ oder 40€. Albanien ist ein sehr günstiges Land und du bekommst für deinen Euro wirklich viel. Der Standard ist hier allerdings etwas anders, als bei uns in Deutschland.

Die Zimmer sind meist sehr altmodisch und einfach eingerichtet. Doch es muss ja auch nur funktionieren und nicht super schick aussehen, oder? Wir hatten keinerlei schlechte Erfahrungen mit unseren Unterkünften. Es gab immer ein Bett, eine Dusche, Ablagemöglichkeiten und manchmal auch etwas mehr Komfort, wenn wir denn auch mehr zahlten.

Anmerkung: Im April war es in vielen Unterkünften allerdings sehr kalt. Die Klimaanlagen und kalten Bodenfliesen sind eher für den Sommer gedacht. Als Decke gab es meist nur ein dünnes Bettlaken. So mussten wir immer nach dickeren Decken fragen. In der Nacht kühlte es sich fast immer auf wenige Grad Celsius ab. Solltest du auch im April reisen, solltest du generell lange Sachen einpacken, sowie Jacke, dicke Socken und Pullis. Unsere Sommerklamotten haben wir gar nicht gebraucht.


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Rundreise Albanien – Aussicht von unserer Terrasse in Vlorë

Gebucht haben wir immer über Booking.com oder wenn möglich direkt über die Homepage der jeweiligen Unterkunft. Wenn du deine Unterkunft bei Booking.com gefunden hast, versuche am besten, diese dann direkt zu buchen. So müssen die Besitzer keine Gebühren an Booking.com zahlen. Die Menschen in Albanien haben ohnehin schon sehr, sehr wenig Geld. So kannst du sie also ein kleines Bisschen unterstützen. Es gibt aber auch viele Unterkünfte in Albanien, welche eben nur auf Booking.com zu finden sind, da sie sich keine Homepage leisten können (oder nicht wissen, wie das alles funktioniert).


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Albanien Urlaub – Typisches Doppelzimmer in Unterkünften

In den meisten Orten bekommst du ein gutes und sauberes Zimmer für 15€ bis 20€ pro Nacht für zwei Personen. Ein einfaches Frühstück ist meist sogar schon mit dabei (Toast, Ei, Marmelade, Butter, Kaffee, Tee). In der Hauptsaison sind die Preise meist höher, dennoch immer noch günstig, wenn man die Preise mit anderen Ländern vergleicht.


Du findest übrigens auch zahlreiche Unterkünfte auf Airbnb. Mit unserem Einladungslink kannst du dir einen Account anlegen und bekommst sofort 25€ von uns geschenkt.

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Unsere Unterkünfte in Albanien


Camping in Albanien

Viele Nachrichten haben wir zum Thema „Camping in Albanien“ bekommen. Zwar haben wir selbst nicht im Land gecampt, wir haben uns aber mal schlau gemacht. Camping ist in diesem Land durchaus möglich. Sogar das „Wildcampen“ ist noch erlaubt, es gehört wohl zu einem „richtigen Abenteuer“ einfach dazu. Cool, oder? Es gibt nicht unendlich viele Campingplätze im Land, aber immerhin in regelmäßigen Abständen. Diese sollen sogar auch recht gut ausgestattet sein. Eine Übersicht findest du hier: Campingplätze in Albanien. Wenn du mit deinem Camper ins Land kommst, musst du die Grüne Versicherungskarte vorweisen können, sowie deinen Ausweis und die Fahrzeugpapiere.


Mietwagen buchen

Wenn du eine Rundreise durch Albanien machen möchtest, solltest du dir einen passenden Wagen mieten. Wir haben uns einen Kleinwagen in Saranda vorab online gebucht (bekommen haben wir einen größeren Opel Astra). Bezahlt haben wir 150€ für eine Woche inklusive aller wichtigen Versicherungen und Leistungen. Wenn du deinen Wagen in Tirana mietest, ist es eventuell günstiger, da man dort einfach mehr Auswahl hat.

Bei billiger-mietwagen.de bekommen wir allerdings schon vorab das beste Angebot mit dem Rundum-Sorglos-Paket. So müssen wir vor Ort nicht noch irgendwelche Leistungen extra buchen. Achte bei deiner Buchung darauf, dass du „ohne Selbstbeteiligung“ wählst, sowie unbegrenzte Freikilometer, Glas- und Reifenschutz sowie eine faire Tankregelung (voll/voll). Schau auch genau hin, welche Höhe für die Haftpflichtversicherung angeben wird.


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Autofahren in Albanien

Das Autofahren ist in Albanien kostenfrei. Es werden bisher keinerlei Mautgebühren erhoben. Wir dachten vorab, dass die Straßenverhältnisse im Land viel schlechter sein werden. Als wir dann vor Ort waren, war es meist gar nicht so schlimm, sondern sogar richtig gut. Die meisten Straßen sind asphaltiert und in einem soliden bis sehr guten Zustand. Nur selten mussten wir auf Schotterpisten fahren. Die Straßen an der Küste bis nach Tirana waren alle sehr gut.

Auch die Straßen im Landesinneren Richtung Gjirokastra konnten wir ohne Probleme befahren. Das Einzige, was uns echt genervt hat, waren die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Oft durften wir nur 40 km/h fahren, manchmal dann wieder 60. So kamen wir nicht so schnell voran, wie wir eigentlich dachten. Unseren Abstecher in die Albanischen Alpen mussten wir daher aus Zeitgründen leider canceln. Sehr schade, aber das holen wir nach.


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Autofahren in Albanien – Manchmal auch nur mit 20 km/h

In den Bergen sollen die Straßen nicht so gut sein. Stell dich hier am besten auf längere Autofahrten ein (Koman, Valbona, Theth und co.). Es gibt einige wenige „Schnellstraßen“, wo du sogar 90 km/h oder 110 km/h fahren darfst. Diese sind blau oder grün markiert. Auch wenn du Bergpässe überquerst, musst du etwas langsamer fahren. Für 150 Kilometer entlang der Küste kannst du locker 3 bis 3,5 Stunden einplanen. Etwas chaotischer ist der Verkehr in Tirana. Hier solltest du schon etwas Übung haben und dich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Albaner fahren oft sehr egoistisch und quetschen sich plötzlich noch in die kleinste Lücke. Generell ist das Autofahren in Albanien aber unproblematisch und sicher.


Autofahren in Albanien ist eigentlich easy – außer auf Schotterpisten

Innerorts darfst du maximal 40 km/h fahren, über Land 80 km/h, auf Schnellstraßen (blau) 90 km/h und auf Autobahnen (grün) 110 km/h. Daran halten sich nur die wenigsten Albaner, weshalb du dich dennoch daran halten solltest. Polizeikontrollen sind außerorts häufig zu sehen. An Tankstellen sagst du dem Mitarbeiter einfach, wie viel getankt werden soll. Dieser erledigt dann alles für dich. Du brauchst an der Scheibe nur noch zahlen und kannst weiter. Tankstellen findest du eigentlich immer dicht beieinander, außer du befindest dich gerade abseits jeglicher Zivilisation. Und Vorsicht: Auf den Straßen laufen gerne mal Ziegen, Kühe, Esel, Pferde oder Hunde herum. Fahre also vorausschauend.


Mehr zu diesem Thema findest du hier: Autofahren in Albanien (Folgt in Kürze…)


Albanien Urlaub – Kosten

Eine Reise nach Albanien ist generell wirklich sehr günstig. Egal ob Essen, Unterkunft oder Sightseeing – in Albanien bekommst du für deinen Euro wirklich viel geboten. Momentan bekommst du für 1€ rund 125 albanische Lek. Für Unterkünfte haben wir in der Nebensaison im Schnitt 15€ bis 20€ ausgegeben (meist mit Frühstück). Das Auto hat uns rund 20€ pro Tag gekostet, Restaurantbesuche oft nicht mehr wie 12€ bis 15€ für zwei Personen mit Drinks, Vorspeise und Hauptgericht.


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Im Supermarkt kannst du auch günstig recht einkaufen, vergleichbar sind die Preise mit unseren. Es lohnt sich aber viel mehr, irgendwo Essen zu gehen statt selbst zu kochen. Am „teuersten“ waren eigentlich nur das Auto und das Benzin. Von insgesamt 572€ haben wir dafür alleine 218€ bezahlt. Die restlichen 354€ haben wir für Essen, Trinken, Sightseeing, Einkaufen und Unterkünfte ausgegeben. Wir haben im Schnitt pro Tag 40€ pro Person gebraucht für alles.


Mehr zu diesem Thema findest du hier: Kosten in Albanien (Folgt in Kürze…)


Highlights in Albanien

Badeort Ksamil

In Albanien erwarten dich gleich mehrere Sehenswürdigkeiten und Highlights, denn das Land ist wirklich sehr vielseitig. Zum einen gibt es da die schöne Küste im Süden, die vielen grünen Nationalparks, die Albanischen Alpen im hohen Norden, die Hauptstadt Tirana und viele andere Städte mit Geschichte und Tradition. Im Süden befindet sich der Badeort Ksamil, welcher in der Nebensaison ein echtes Highlight in Albanien ist. In der Hauptsaison soll es hier wie am Ballermann zugehen. Wir hatten die Strände und Inseln für uns ganz alleine. Die Farben des Wassers…einfach traumhaft schön oder? Sehr gut gegessen haben wir übrigens am Strand im Abiori Restaurant. Unsere besten Tipps und Highlights in Ksamil hier.


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Albanien Urlaub – Der wunderschöne Strand von Ksamil mit den Inseln

Nationalpark Butrint

Weiter geht es in den Nationalpark Butrint, wo du dir eine wirklich schöne antike Hafenstadt aus dem 8. Jahrhundert v.Chr. anschauen kannst. Der Park ist umgeben vom Butrintsee und dem Vivar-Kanal und beherbergt zudem 800 Pflanzenarten, mehr als 240 Vogelarten und 15 Fischsorten sowie 39 Säugetierarten. Die Ruinen von Butrint sind ein wichtiger Baustein der Vergangenheit. Die geschützte Lage in einer Lagune war schon damals für Eroberer, Reisende und Erholungsuchende anziehend. Eigentlich ist Butrint so etwas wie ein zweites Troja, nur eben in Kleinformat. Uns hat der Rundgang richtig gut gefallen. Der Eintritt kostet 700 LEK pro Person (5,64€).


Viele fragen uns, welche Fotoausrüstung wir auf unseren Reisen dabei haben. Dafür haben wir einen umfangreichen Beitrag erstellt mit allen wichtigen Infos zu unseren Kameras und Objektiven. Viel Spaß beim Stöbern.

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Reise nach Albanien – Wunderschöne Ruinenstadt Butrint

Das Blue Eye – Syri i Kaltër

Auf dem Weg nach Gjirokastra kommst du am bekannten Blue Eye vorbei. Dieses knapp 50 Meter tiefe Loch in einem Fluss zieht viele Besucher magisch an. Und auch wir wollten uns das nicht entgehen lassen. Zwar kannst du vor Ort nicht viel machen, dennoch ist die Kulisse schon fast märchenhaft (auch wenn dort viel Müll liegt). Alles leuchtet in grünen, blauen und purpurnen Farben, sehr schön anzuschauen. Wir hoffen, dass der viele Müll demnächst beseitigt wird. Nur so kann man dieses wunderschöne kleine Paradies schützen.


Albanien Urlaub – Das mysteriöse Blue Eye

Die historische Stadt Gjirokastra

Natürlich darf auch ein Abstecher nach Gjirokastra nicht fehlen. Diese historische Stadt befindet sich im Süden des Landes und zählt rund 20.000 Einwohner. 2005 wurde das Städtchen zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Ringsherum erhebt sich das Gebirge (Mali i Gjerë) auf fast 2.000 Meter. Das breite Tal des Drino wirkt fast schon surreal, wie aus längst vergangenen Zeiten. Die steinernen Häuser klettern hier mehrere 100 Höhenmeter das Gebirge hinauf. In der Altstadt gibt es viele kleine Restaurants und Geschäfte, oben auf dem Hügel zudem die Burg von Gjirokastra.


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Albanien Urlaub – Aussicht von der Burg Gjirokastra in die Umgebung

Albanische Riviera

Die Albanische Riviera gehört noch zu den unverbautesten Ecken des Landes. Sie zieht sich vom Llogara Pass bis nach Saranda. Hier trennt das Ceraunische Gebirge die Riviera vom hügeligen Hinterland. Viele Teile der Albanischen Riviera sind fast unzugänglich. Du fährst durch viele Bergdörfer, welche aus sicherer Distanz auf das seltsam leere Meer hinabschauen. Führt dann doch mal eine Straße hinunter zum Meer (wie z.B. in Dhërmi), reihen sich Apartmenthäuser, Restaurants und Hotels lose aneinander. Neuer beton verdrängt alte Steinmauern. Das touristische Zentrum der Riviera ist Himara. Beliebte Strände: Drymades Beach, Gjipe Beach, Livadhi Beach, Porto Palermo Beach und Qeparo. Und verpasst nicht die Bäckerei kurz hinter dem Llogara Pass – Pastiçeri Barba Niko. Dort gibt es leckeren Kaffee und ganz frische Backwaren aus dem Ofen.


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Albanien Rundreise – Die Albanische Riviera

Gjipe Beach & Canyon

Wir haben den Gjipe Beach bei Google Maps entdeckt und sind einfach mal hingefahren. Die Anfahrt ist bis zum Parkplatz ganz einfach. Am besten du parkst dein Auto auch genau dort. Danach solltest du die 30 Minuten zu Fuß zurücklegen, da diese Schotterpiste nichts für schwache Nerven und Autos ist. Nicht einmal mit einem Geländewagen wären wir dort gefahren. Aber der Spaziergang lohnt sich, denn unterwegs kommst du an einigen Bunkern vorbei. Auch eröffnet sich nach der letzten Kurve ein wunderbarer Blick in die Bucht und den dahinter liegenden Canyon. Diese Farben waren wirklich einmalig, das Wasser strahlte im schönsten Blautönen. Niemand außer uns war dort am Strand, nur zwei Camper in der Schlucht. Im Sommer sieht es dort natürlich ganz anders aus. Dann stehen dort Sonnenschirme, Liegen und die kleinen Imbissstände sind geöffnet.


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Albanien Rundreise – Auf dem Weg zum Gjipe Beach

Nationalpark Llogara & Pass

Auf dem Weg von Seranda nach Vlorë musst du unweigerlich über den wunderschönen Llogara Pass und befindest dich dann im Llogara Nationalpark. Dieser Pass ist ein Gebirgspass und Teil der Nationalstraße SH 8. Der Pass trennt die Albanische Riviera vom Hinterland. Die Strecke ist wirklich schön. Bei gutem Wetter kannst du tolle Buchten und Strände aus der Ferne sehen sowie die höchste Erhebung des Ceraunischen Gebirges (Maja e Cikës). Im Nationalpark selbst kannst du Wanderungen unternehmen, eine Unterkunft buchen und in Restaurants schlemmen. Auch ist der Südhang des Passes Startplatz für Geitschirmflieger.


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Albanien Urlaub – Die Passstraße schlängelt sich bis zur Küste hinunter

Die Stadt der tausend Fenster – Berat

Etwa 100 Kilometer südlich von Tirana befindet sich die Stadt Berat. Gemeinsam mit Gjirokastra gehören die beiden Städte zu den beliebtesten und schönsten im ganzen Land. 2008 wurde die Altstadt von Berat zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Die Stadt besteht aus einer Neustadt und den drei geschützten Ortsteilen. Hoch oben thront die Festung (Kalaia) mit den vielen verwinkelten Gassen , kleinen Kirchen und Moscheen. Das kleine Viertel ist ruhig und die Aussichten von dort überwältigend. Als Beinamen trägt die Stadt Berat den Namen „Stadt der tausend Fenster“. Warum das so ist, siehst du, wenn du im Viertel Mangalem unterwegs bist. Die Häuser stehen dicht beieinander, alle haben große Fenster. Daher kommt auch der Beinamen der Stadt.


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Albanien Urlaub – Abstecher nach Berat

Der Osum Canyon

Die Osum-Schlucht ist so etwas wie der Grand Canyon Albaniens. Diese tief in die Landschaft eingeschnittene Schlucht ist knapp 13 Kilometer lang und zwischen 2 bis 30 Meter breit. An einigen Stellen geht es sogar 70 bis 80 Meter in die Tiefe. Ein Rundgang um den Canyon herum dauert wohl rund 6 Stunden. Immer wieder werden dir dabei spektakuläre Aussichten geboten. Den Start macht die schmale Hängebrücke über den Fluss Osum direkt am Ortsausgang von Corovoda. Danach folgen schmale Pfade die Schlucht entlang. Vorbei geht es an Wasserfällen, Höhlen, abgebrochenen Stalaktiten. Aber Vorsicht: Es gibt wohl noch immer kein Geländer.


Shkodra im Norden

Die Stadt Shkodra liegt in Nordalbanien zwischen dem Skutarisee und den Flüssen Buna, Drin und Kir. Bis zur Grenze nach Montenegro sind es gerade einmal 34 Kilometer. Knapp 143.000 Einwohner zählt die Stadt, welche 2400 Jahre alt ist. Zudem zählt Shkodra zum kulturellen und traditionellen Zentrum Nordalbaniens. Hier findest du Moscheen, Kirchen, Burgen und Schlösser aus längst vergangenen Zeiten. Der Shkodrasee ist der größte See am Balkan und gehört zu 2/3 Montenegro. Viele Touristen nutzen Shkodra als Ausgangspunkt für Touren in die Albanischen Alpen und zum Koman See.


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Die Stadt Shkodra im Norden Albaniens

Koman-See und Fähre

Der Koman-Stausee ist knapp 2 Stunden von Shkodra entfernt. Diesen See kannst du nur per Fähre überqueren. Dabei ist der Weg das Ziel, denn die Kulisse ist einfach überwältigend. Links und rechts die steilen Felswände, dahinter die mächtigen Gebirgsketten der Albanischen Alpen und vor dir das blaue Wasser des Stausees in der Drini-Schlucht. Hier wird das Wasser schon seit den 80ger Jahren gestaut um den Norden des Landes mit Energie zu versorgen. Der See ist 34 Kilometer lang, an der engsten Stelle gerade einmal 50 Meter breit. Der tiefste Punkt befindet sich auf knapp 96 Metern.


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Mit der Fähre über den Komansee

Täglich fahren zwei Autofähren zwischen Koman und Fierza. Die Fahrt dauert rund 2,5 Stunden und führt vorbei an hohen Felswänden und durch enge Schluchten. Sie erinnern irgendwie an norwegische Fjorde. In den Wintermonaten fährt nur die Fähre von Fierza nach Koman und zurück. Ab Mitte April startet dann auch die Fähre von Koman nach Fierza und zurück. So könntest du einen tollen Tagesausflug mit der Fähre machen. Hier kannst du dein Ticket kaufen. Die Hin- und Rückfahrt kostet  nur rund 12€ pro Person. Wir hatten Pech mit dem Wetter, so dass wir die geplante Tour zum Koman-See und die Berge vorerst überspringen mussten.


Die Albanischen Alpen

Die Albanischen Alpen gehören zu den absoluten Highlights des Landes. Ganz oben im Norden des Landes findest du hier eine einmalige und spektakuläre Landschaft mit Gipfeln, die mehr als 2600 Meter in den Himmel ragen. Hier gibt es Täler, Bergseen und atemberaubende Aussichtspunkte. Besonders beliebt ist die Wanderung vom Valbona-Tal bis ins Theth-Tal. Hier sind die Straßen zum Teil noch sehr rumpelig und nicht so gut ausgebaut, wie in anderen Teilen des Landes. Der höchste Berg der Albanischen Alpen ist der Jezerca mit 2.692 Metern. In den Orten Valbona und Theth findest du zudem Gästehäuser und Pensionen.


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Albanien Rundreise – Die mächtigen Bergketten im Norden

Auch der Fernwanderweg „Peaks of the Balkan“ ist sehr beliebt bei Wanderfreunden. Er ist 192 Kilometer lang und führt über 10 Tagesetappen durch Albanien, Kosovo und Montenegro. Dieser Trail ist nicht unbedingt etwas für Anfänger. Der Weg führt durch erschlossene Gebiete aber auch durch abgeschiedene hochalpine Regionen. Zudem führt der Weg durch die Nationalparks Theth, Valbonatal, Bieshkët e Nemuna, Lumi i Gashi sowie Prokletije. Mega, wollen wir auf jeden Fall mal machen.


Hauptstadt Tirana

Auch ein Abstecher in die Hauptstadt Tirana lohnt sich. Nach fast einer Woche quer durch das Land, fanden wir in Tirana mal wieder ein wenig urbanes Stadtleben. Hier findest du eigentlich alles: Shoppingmalls, Restaurants, Cafés, Geschäfte, Hotesl und und und. Wir waren von dem entspannten Vibe der Stadt angetan, schlenderten durch die Straßen und Parks, tranken verdammt guten Café, aßen leckeren Schokokuchen und übernachteten in einem schicken, neuen Hotel. Wenn du mehr über die sozialistische Vergangenheit erfahren möchtest, besuche unbedingt BunkArt 1 oder BunkArt2. Auch kannst du von Tirana aus zum Bovilla-Reservoir fahren. Dabei handelt es sich um einen Stausee, welcher für die Trinkwasserversorgung der Hauptstadt zuständig ist. Dort gibt es einen kleinen Pfad den Berg hinauf, von wo aus du eine tolle Aussicht hast.


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Tirana Highlights – Bunkertour im BunkArt 2

Bunker im Land

Im Land gibt es vermutlich 170.000 bis 200.000 Bunker. Diese entstanden in den Jahren zwischen 1972 und 1984. Grund: Enver Hoxha wollte damit das Land vor ausländischen Truppen schützen. Diese Bunker waren die bedeutendsten militärischen Anlagen im Land und wurden während dem kommunistischen Regime erbaut. Noch heute sieht man sie überall. Es gab drei verschiedene Arten von Bunkern. Ziel des Diktators war es, Platz für je vier Albaner Platz pro Bunker zu schaffen.


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Albanien Rundreise – Bunker vor dem Gjipe Beach

Insgesamt hätten man also 750.000 Bunker bauen müssen. Bis heute weiß niemand genau, wie viele es tatsächlich waren. Laut einem Bericht ging hervor, dass bis Ende der Hauptbauphase nur 173.371 Bunker errichtet worden sind. Einheimische sind darauf nicht so gut zu sprechen, da die Bunker Zeugen der Diktatur sind. Du wirst während deiner Reise ganz sicher den einen oder anderen sehen. In Tirana gibt es zwei große Bunker, welche zum Museum ausgebaut wurden (BunkArt 1 & BunkArt 2).


Weitere Highlights

Es gibt noch so viele andere Orten im Land, welche ein Besuch wert sind. So zum Beispiel die Stadt und Festung von Kruja nördlich von Tirana. Das Kap Rodon südwestlich von Tirana ist eine 10 Kilometer lange Landspitze welche ins Meer hineinragt. Ein wirklich schönes Fotomotiv. Im Südosten des Landes liegt die Stadt Korça. Sie ist mit 51.000 Einwohner eine der größten und gilt als Geburtsort der albanischen Literatur und wird oft als „Wiege der albanischen Kultur“ bezeichnet. Viele reisen zudem von Albanien aus auch in die umliegenden Länder, wie zum Beispiel Montenegro, Neumazedonien und Griechenland. Das lässt sich bei einem Roadtrip wunderbar kombinieren. Kannst du noch weitere Highlights empfehlen? Schreib es gerne in die Kommentare.


Essen in Albanien

Das Essen in Albanien ist gemischt. Hier findest du Einflüsse aus der Türkei, aus Griechenland und Italien. Kein Wunder, diese Länder sind auch direkt nebenan. Die Küche ist mediterran und zeigt auch viele Gemeinsamkeiten zum Kosovo, zu Nordmazedonien, Serbien und Montenegro. Man kocht hier mit viel Gemüse, Huhn, Lamm, Rind, Ziege und Fisch. An jeder Ecke gibt es eine Pizzeria und eine Taverna. Was du in einer Pizzeria bekommst, müssen wir vermutlich nicht weiter erläutern. In den Tavernen bekommst du typische albanische Küche. Und natürlich bekommst du auch Burger, Pommes, Suppen, Salate und Wraps.

Beliebt ist die Bohnensuppe „Fasul“ mit Fleisch und Gemüse. Meist wird dazu Buttermilch, Tee, Wein oder Raki gereicht. Ein typisches Hauptgericht sind zum Beispiel mit Reis und Fleisch gefüllte Weinblätter. Diese nennt man auch „Dollma“. Auch „Byrek“ ist ein beliebtes Gericht. Dabei handelt es sich um Teigtaschen mit Hackfleisch, Schafskäse oder Spinat. Als Beilage gibt es Fladenbrot oder verschiedene Käsesorten. Zum Nachtisch könntest du „Baklava“ essen. Dieses Blätterteiggebäck mit Sirup und Zuckerwasser findest du fast in jeder Bäckerei und in jedem Restaurant.


Albaniens Vergangenheit & die Diktatur

Um zu verstehen, warum das Land Albanien so ist, wie es ist, musst du einen kleine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen. 1944 wurde das Land von den Kommunisten übernommen. Die Führung hatte Enver Hoxha, welcher nach Kriegsende die Geheimpolizei Sigurimi bildete. Das war sein schlagkräftigstes Machtinstrument der nächsten 40 Jahre. Zehntausende Menschen fielen dieser Polizei zum Opfer. Das Land war zu diesem Zeitpunkt sehr arm und die Wirtschaft lag brach. Auch eine funktionierende Infrastruktur war kaum vorhanden. Bildungsmangel, Epidemien und Blutrache standen auf der Tagesordnung.

Die Herrschaft unter dem Diktator Enver Hoxha war gekennzeichnet von staatlicher Gewalt, strikter polizeilichen Verfolgungen, Missbilligung und Verachtung der Verfassung und Menschenrechte. Kein Wunder, dass Einheimische auf diese Zeit nicht gut zu sprechen sind. Wer auch immer „aus der Reihe tanzte“ und die Partei und dessen Werke kritisierte, wurde ins Gefängnis gesteckt, zwangsumgesiedelt oder einfach exekutiert. Reisen ins Ausland waren verboten. 1967 wurde zudem das totale Religionsverbot ausgesprochen. Albanien war somit der erste atheistische Staat der Welt. Kirchen und Moscheen wurden geschlossen oder gar abgerissen.

Albanien erlebte nach dem zweiten Weltkrieg die wohl strengste kommunistische Diktatur in ganz Europa. Der Diktator isolierte das Land komplett. Hoxha ließ zudem den Bau von 750.000 Bunker veranlassen. Er wollte vorbereitet sein, falls das Land von anderen Mächten angegriffen wird. Am Ende wurden nur knapp 200.000 Bunker gebaut. Nach seinen Tod führte der Nachfolger die Politik noch bis 1990 weiter. Im März 1992 konnten dann endlich die ersten demokratischen Wahlen nach 45 Jahren Diktatur stattfinden. Mit dem Sieg der Demokratischen Partei war Albanien von nun an nicht mehr isoliert. Heute ist Albanien Mitglied der Nato und seit 2014 auch offizieller Beitrittskandidat der Europäischen Union.


Das riesige Müllproblem

Wenn du durch Albanien reist, wird dir eine Sache sofort auffallen: Überall liegt Müll. Aber wirklich überall. Das hat verschiedene Gründe, wie wir herausfinden konnten. Dem Land fehlt es an Geld und an Müllentsorgungsanlagen. So sind die Bewohner regelrecht dazu gezwungen, den Müll einfach in die Natur zu werfen. Wo sollen sie auch damit hin?

Mit der Öffnung des Landes 1992 kam es zu einer Müllflut, welche Albanien nicht meistern konnte. Die Konsumgesellschaft, die Plastikflut und eine fehlende Entsorgung machten der Bevölkerung das Leben schwer. Überall gab und gibt es Müllberge und illegale Deponien. Zudem wirst du Müll in Flüssen, Gräben, auf den Straßen und Feldern sehen. Selbst Schafe, Kühe, Pferde, Hühner, Katzen und Hunde suchen dort nach Nahrung.


Rundreise Albanien – Müll am Blue Eye

Das Land hat so viele schöne Ecken, es ist so schade, dass vieles im Müll versinkt. Es ist unabdingbar, dass Albanien in der Zukunft noch mehr in Umweltschutz und Infrastruktur investieren muss. Es gibt immerhin schon einige Mülldeponien im Land, dennoch reicht es noch nicht aus. Der Bevölkerung reicht es wohl so langsam, Umweltschützer schlagen Alarm.

Ein Umdenken findet statt und man kann nur hoffen, dass auch die Politik endlich Verantwortung übernimmt. Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass Albanien ein Land voller Kontraste ist und du mit solchen Problemen klarkommen muss. Wenn dich Müll und Dreck abschrecken, ist Albanien nicht das richtige Land für dich.


Fazit Albanien

Albanien is ein großartiges Land. Die Menschen sind herzlich, offen und gastfreundlich. Wir hatten eine wirklich gute Zeit, haben uns zu keiner Zeit unwohl gefühlt und konnten wunderbare Momente erleben. Es war viel einfacher, durch das Land zu reisen, als vorab erwartet. Die Straßen sind in einem guten Zustand, die Kosten gering und die Highlights wirklich spannend.

Albanien ist für uns das perfekte Land zum Entdecken, für Abenteuer und einen kostengünstigeren Urlaub. In der Nebensaison kannst du hier im Land eine verdammt gute Zeit haben (Mai, Juni, September & Oktober). Vermutlich auch in der Hauptsaison, dann aber mit vielen Reisebussen, Strandgängern und Feriengästen.



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