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!Xaus Lodge in Südafrika – Umgeben von Leoparden und Hyänen

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Heute möchten wir hier auf unserem Reiseblog von unseren Tagen in der einzigartigen !Xaus Lodge in Südafrika berichten. Diese Unterkunft ist nicht einfach nur irgendein Ort zum Übernachten, viel eher bieten sich dir hier einzigartige Erlebnisse und Abenteuer, welche du mit Sicherheit nie vergessen wirst. Wir waren mehrmals wirklich sprachlos. Sprachlos von der Schönheit der Natur, sprachlos von der Einsamkeit, der Tierwelt und der Abgeschiedenheit. Diese Lodge liegt inmitten der Kalahari im Kgalagadi Transfrontier Nationalpark im Northern Cape abseits jeglicher Zivilisation und erwartete uns mit wunderschönen Chalets, einer atemberaubenden Aussicht und jede Menge Wildlife. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, solltest du dir den folgenden Beitrag nicht entgehen lassen und weiterlesen….



Entstehung der !Xaus Lodge

Bevor wir dir von unserem Abenteuer ausführlich berichten, möchten wir dir die !Xaus Lodge erst einmal genauer vorstellen. Es ist nämlich nicht irgendeine Unterkunft, die !Xaus Lodge* ist etwas ganz Besonderes. Das Wort „!Xaus“ wird übrigens wie „Kaus“ ausgesprochen. Diese Lodge gehört offiziell den beiden Communities der Khomani San (Bushmen) und der Mier. Sie sind die ältesten Bevölkerungsgruppen in Südafrika und lebten hier schon vor über 20.000 Jahren.


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!Xaus Lodge – 12 Chalets auf dem Dünenkamm für Gäste


2002 kam es zu einem historischen Ereignis. Die San und Mier, welche einst durch dieses Land streiften und dort lebten, bekamen von der Regierung und den SANParks ein großes Stück Land zurück. Dieses Gebiet verpachteten die Communities zurück an die SANParks, entschieden aber gemeinsam, was mit diesem Land geschehen sollte. Und so entstand die Idee der !Xaus Lodge, welche den San und Mier gehört. Geführt wird sie aber noch von weissen Südafrikanern. Grund: Den San und Mier fehlte damals noch das Wissen, um eine solche Lodge selbst zu führen.


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Unser Guide zeigt uns die verschiedenen Spuren der Tiere

Die !Xaus Lodge stand aus diesem Grund sogar 3 Jahre komplett leer. Ziel ist es aber nun, dass diese Lodge früher oder später komplett von den Communities geführt wird. Vor Ort arbeiten ausschließlich Menschen aus diesen beiden Communities und glänzen vor allem mit ihrem umfangreichen Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt der Kalahari. Das merkt man auch, wenn man mit einem der Guides durch den Bush läuft oder irgendeine Frage hat.


Anreise über 91 Dünen

Die Anreise begann bereits am Main Gate Twee Rivieren des Kgalagadi Transfrontier Nationalparks. Im Reservation Office zahlten wir die Conservation Fee (Naturschutzgebühr) in Höhe von R384 pro Nacht (ca. 24 €) und pro Person. Wenn man im Park übernachtet, zahlt man pro Nacht, als Tagesbesucher zahlt man pro Tag. An der Rezeption bekommst du zudem ein Formular welches du ausfüllen und bei Verlassen des Parks wieder vorzeigen musst.


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Die Fahrt durch den Kgalagadi Trasfrontier Nationalpark

Nachdem wir alle Formalitäten geklärt hatten, fuhren wir ein Stückchen weiter zur kleinen Tankstelle. Hier füllten wir noch einmal den Tank komplett auf und ließen etwas Luft aus den Reifen. Nur so kommst du nämlich durch den weichen Sand des Nationalparks. Wir hatten noch knapp 2 Stunden Zeit, um rechtzeitig am vereinbarten Treffpunkt im Park zu sein. Das klingt erst einmal ausreichend für 60 km, doch nicht, wenn du alle 10 Minuten anhältst, um Fotos von schlafenden Löwen und Giraffen zu machen. Genau wo war es nämlich bei uns.


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Unterwegs direkt wunderschöne Kalahri-Löwen gesehen

Schon während der Fahrt zum Treffpunkt entdeckten wir jede Menge Tiere. Mit nur 10 Minuten Verspätung erreichten wir den Picknick-Platz „Kamqua“, wo unser Guide und ein Rentner-Pärchen aus England schon auf uns warteten. Wir gingen noch einmal auf die Toilette in dem kleinen Holzhäuschen, ehe wir im Konvoi loszogen. Es ging wieder ein Stückchen auf der Schotterstraße zurück, bis wir rechts abbogen auf eine private Sandpiste, welche nur von Gästen und Mitarbeitern der Lodge befahren werden darf. Dort gibt es auch einen Parkplatz, wo man sein Auto stehen lassen und mit dem Jeep der Lodge weiterfahren kann (wenn man kein Allrad-Fahrzeug hat).


Xaus-Lodge-Anreise-Treffpunkt
Treffpunkt („Kamqua“) im Park mit einem Mitarbeiter der Lodge

Da wir aber ein Allradfahrzeug hatten, konnten wir uns den Spaß erlauben und selbst über die Dünen fahren. Schon während wir ein paar Tage zuvor die Adresse im Internet recherchierten, mussten wir grinsen: Düne 91, Kgalagadi Transfrontier Park. Und genau das erwartete uns auch, nämlich 91 Dünen bis zum Ziel. Es ging hoch und runter während an beiden Seiten sanfte orange-rote Sandhügel mit kleinen Büschen und Sträuchern an uns vorbeizogen. Marco hatte sichtlich Spaß daran, mit unserem Auto über diese Pisten zu fahren. Männer eben!


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Los gehts! Einmal über 91 Dünen bis zum Ziel

Begrüßung und Gemeinschaftsarea

Als wir die Anlage nach rund 90 Minuten erreichten, warteten schon die Betreiber der !Xaus Lodge* am Eingang auf uns. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, wurden wir von ihnen herzlich begrüßt und willkommen geheißen. Das Gepäck wird eigentlich vom Mitarbeiter auf einen kleinen Wagen gepackt und zum Chalet gebracht. Da wir mal wieder nur zwei kleine Rucksäcke dabei hatten, brauchten wir keine Hilfe beim Transport. Wir nahmen erst einmal im „Wohnzimmer“ auf dem Ledersofa Platz, bekamen etwas zum Trinken und ein paar kleine Knabbereien.


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Angekommen in der einzigartigen !Xaus Lodge

Schon vom Sofa aus konnten wir einen ersten Blick auf die Salzpfanne erhaschen. Du musst nämlich wissen, dass sich die !Xaus Lodge auf einem roten Dünenkamm an einer herzförmigen Salzpfanne befindet. Daher übrigens auch der Name „!Xaus“, welcher in der Nama-Sprache soviel bedeutet wie „Herz“. Der Leiter der Lodge erzählte uns, wie diese Anlage entstanden ist, welche Besonderheiten es gibt, was wir beachten sollen und was uns die kommenden Tage erwarten würde.


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Sitzbereich auf der Terrasse mit Blick auf die Salzpfanne

Die Lodge besteht aus einem Restaurant mit Essbereich, einer kleinen Bar, einer Lounge mit Kamin und Bibliothek, einer Terrasse mit vielen Sitzmöglichkeiten, einem kleinen Souvenir-Shop, einem kleinen Pool mit Liegen sowie 2 kleinen Wasserbecken für die wilden Tiere, welche dadurch gerne mal vorbeikommen. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie aufgeregt wir waren und wie sehr wir uns auf die Zeit in der !Xaus Lodge freuten.


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Bei den heißen Temperaturen ist dieser kleine Pool Gold wert!

Die wunderschönen Chalets

Nach der Begrüßung und Einweisung wurden wir von unserem Guide Khalley zu unserer Hütte gebracht. Alle Chalets sind nach Tieren benannt, wir waren im „Löwen-Chalet“. Die 12 Hütten sind außerdem über einen Holzsteg miteinander verbunden. Dieser Holzsteg ist auf einer Höhe von gerade einmal 1,5 bis 2 Meter. Ich fragte unseren Guide, ob die Tiere nicht einfach auf den Steg springen können. Seine Antwort: „Klar! Es kam auch schon vor, dass ein Leopard auf den Steg sprang und zum Pool lief um etwas zu trinken“. Irgendwie beunruhigend aber irgendwie auch total abenteuerlich und aufregend.


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!Xaus Lodge – Auf dem Weg in unser Chalet

Wir haben nicht unbedingt mit Luxus gerechnet bzw. mit solch gut ausgestatteten Hütten. Als wir unser Chalet jedoch betraten, staunten wir nicht schlecht. Zwei große gemütliche Betten, ein großer Holzschrank, ein kleiner Tisch mit Tee- und Wasserstation, ein Ventilator an der Decke sowie ein großes Badezimmer mit Toilette und Dusche. Vieles der Einrichtung wurde von den Communities handgefertigt, viele hübsche Details gaben dem Chalet diesen tollen afrikanischen Touch.


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Unser wunderschönes Chalet

Doch das absolute Highlight des Chalets kam erst noch. Wir öffneten die Tür und gingen auf unsere kleine Holzterrasse mit zwei Holzsesseln und einem Tisch. Wir konnten unseren Augen nicht trauen, als wir die Salzpfanne direkt vor unseren Augen hatten. Das war wohl die spektakulärste Aussicht, die uns bei einer Unterkunft je geboten wurde. In der Ferne sahen wir Oryx-Antilopen, welche sich auf den Weg zum Wasserloch machten. Um uns herum Sanddünen, absolute Stille und die Wildnis der Kalahari. Sprachlos standen wir am Geländer unserer Terrasse und fühlten wieder diese tiefe Verbundenheit zu diesem Land und diesem Kontinent.


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Wie wunderschön ist bitte diese Aussicht? Einfach WOW!

Besonderheiten der Lodge

In der Lodge gibt es kein Internet, keinen Empfang und nur ein paar Mal am Tag Strom. Im Notfall kann die Lodge natürlich über Funk mit der Außenwelt kommunizieren. Den Strom bezieht die Lodge über einen Generator, welcher für ein paar Stunden am Tag eingeschaltet wird. Eine Taschenlampe für die Nacht liegt in jedem Chalet bereit. Das Wasser bezieht die Lodge aus verschiedenen Bohrlöchern. Mit diesem Wasser kann man duschen, fühlt sich aber etwas komisch an auf der Haut. Zum Zähneputzen und um sein Gesicht zu waschen steht beim Waschbecken immer eine gefüllte Wasserkaraffe bereit, welche mehrmals am Tag vom Personal aufgefüllt wird. Das Wasser kannst du auch bedenkenlos trinken.


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Hohe Zäune? Fehlanzeige. Die Lodge ist wunderschön in die Natur integriert

Wir haben uns tagsüber kaum im Chalet aufgehalten, weil es einfach zu heiß war. Selbst der Ventilator an der Decke brachte kaum Abkühlung. In kühleren Monaten liegen im Schrank noch ein paar dicke Decken, denn in der Wüste kann es nachts empfindlich kalt werden. Das ältere Ehepaar aus England hatte mit der Hitze (40° C und mehr) ganz schön zu tun, wir kamen irgendwie damit klar. Aber so ist das nunmal in der Wüste. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass es keine Zäune gibt. Die kleinen Türen am Steg müssen stets geschlossen sein, alles spielt sich auf dem Holzsteg ab.


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Alle Hütten sind über einen Holzsteg miteinander verbunden

Das Essen in der !Xaus Lodge

Wenn du hier in der !Xaus Lodge deine Übernachtung buchst, wird dir ein All-Inclusive-Paket geboten mit Frühstück, Lunch und Dinner. Zum Frühstück gab es Brot, Wurst, Käse, Aufstrich, Marmelade, Jogurt, Müsli, Cornflakes, Obst und auch Rührei. Kaffee, Tee und Säfte wurden ebenfalls serviert. Mittags gab es ein warmes Gericht mit Gemüse, Fleisch und Kartoffeln. Abends bekamen wir ein 3-Gänge-Menü mit Vorspeise, Hauptgericht und Nachspeise. Zwischendurch kann man sich Drinks bestellen (gegen Aufpreis) oder kleinere Snacks. Das Essen in der Lodge war wirklich sehr lecker und wurde stets frisch zubereitet.


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Hier haben wir immer mit dem Paar aus England gegessen

Achtung! Ein Leopard!

Von diesem Moment müssen wir Dir erzählen. Als wir in unserem Chalet waren und noch ein paar Sachen auspackten, merkten wir, dass die anderen Gäste mit dem Personal auf dem Holzsteg standen und in eine Richtung schauten. Ich nahm die Kamera, ging hinaus und schaute durch den Sucher in die von den anderen gezeigte Richtung. Ich entdeckte zwei hübsche Vögel und war mir sicher, dass die anderen wohl gerade über eben diese sprachen. Doch dann sah ich durch den Sucher meiner Kamera einen Leopard im Sand sitzen.


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Mein Moment mit dem Leoparden – Unvergessen!

Es waren höchstens 5 Sekunden, ehe der Leopard auch wieder verschwand. Er saß direkt hinter unserer Hütte im Sand, ich konnte ihm durch die Kamera in die Augen starren. Was für ein magischer Moment! Ein einziges Foto habe ich in diesem Moment gemacht, viel zu nervös war ich die ganze Zeit. Immer wieder rief ich Marco, doch er hörte mich irgendwie nicht. Ich wollte auch nicht zu laut sein, was den Leoparden hätte verscheuchen können. Als der Leopard wieder hinter der Düne verschwand, rannte ich zu Marco und erzählte ihm völlig aufgeregt von diesem Erlebnis. Selbst das Personal ist immer wieder aus dem Häuschen, wenn eines dieser Tiere die Lodge besucht.


Aktivitäten und Ausflüge

Die Mitarbeiter der !Xaus Lodge boten uns ein buntes Programm während unseres Aufenthalts. Insgesamt standen 4 Aktivitäten auf unserem Plan, ein Night Drive, ein Morning Walk, ein Besuch des Cultural Village sowie ein Sunset Drive. Wenn man länger als 4 Nächte in der !Xaus Lodge bleibt, ist außerdem noch eine Full-Day-Safari im Preis enthalten. Diese kann man natürlich auch bei 2 oder 3 Nächten dazu buchen. Nicht zu vergessen unsere Stunden unter dem wunderschönen Sternenhimmel oder am Pool.


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1. Night Drive

Am ersten Abend ging es mit dem Jeep raus in die Dünen für einen Night Drive, um kleinere und größere Bewohner der Wüste zu entdecken. Und tatsächlich bekamen wir auch einiges vor die Linse. Neben Schakalen (Black-Backed Jackal) sahen wir auch Füchse (Cape Fox), Oryx-Antilopen, Böcke, Springhasen, Mangusten oder auch Honigdachse. Auch die Geräusche der Wüste und der wunderschöne Sternenhimmel über uns waren einfach nur der Wahnsinn. In solchen Momenten machen wir uns immer wieder bewusst, was wir hier gerade erleben, wo wir eigentlich gerade sind und wie dankbar wir für all das sind.


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Ein Schabrackenschakal auf Beutezug

2. Morning Walk und Spurenlesen

Am nächsten Morgen unternahmen wir gegen 05:30 Uhr einen Morning Walk durch die Dünen rund um die Lodge. Wir entdeckten Spuren eines Leoparden direkt hinter unserer Hütte, Spuren von Hyänen, Oryx-Antilopen, Elands, Schakalen, Schlangen, Skorpionen und vielen anderen Bewohnern. In der Nacht muss da ganz schön was los gewesen sein. Unser Guide erklärte uns die Spuren, zeigte uns, wie sich die Tiere bewegen, was sie essen und wie sie in der Wüste bei solchen Bedingungen überhaupt überleben. Es war die wohl interessanteste Tour, die wir je gemacht haben. Selten haben wir so viel über unsere Umgebung gelernt, wie bei diesem Bush Walk. Das haben wir natürlich auch unserem hervorragenden Guide zu verdanken!


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Unser Guide zeigt uns, wie man Spuren liest

3. Spaziergang zum Cultural Village

Wir zogen langsam durch die Dünen, ehe es runter in die Salzpfanne ging und weiter zum „Cultural Village“. Dorf klingt dabei allerdings größer, als es in Wahrheit war. Mitglieder der San demonstrierten hier, wie sie damals und heute traditionellen Schmuck herstellten. So saßen 3 Frauen, 2 Kleinkinder und 3 Männer auf dem Boden auf Decken und fertigten Halsketten, Armbänder und Anhänger aus natürlichen Materialien an (Holz, Leder, Stein, Knochen). Sie erzählten uns auch, wie sie früher Waffen für die Jagd herstellten, wie diese Waffen funktionierten oder auch wie sie Medizin herstellten und welche Tiere sie dafür erlegen mussten.


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Sie demonstrieren hier, wie sie früher Pfeile selbst gebaut haben

Diese Dorfbewohner leben heute natürlich nicht mehr so, denn auch sie wachsen in einer weitaus moderneren Welt aus. Für die Gäste der Lodge demonstrieren sie dennoch, wie sie früher gelebt und gearbeitet haben. Wir haben vor Ort nur 2 oder 3 Bilder gemacht, da wir den Menschen dort auf keinen Fall die Kamera ins Gesicht halten wollten. Auch waren wir damit beschäftigt, ihnen bei der Schmuckherstellung zuzuschauen. Unglaublich, wie kreativ und geschickt sie alle waren. Die Communities verkaufen auch heute noch ihren Schmuck und ihre handgefertigten Souvenirs, welche man u.a auch im kleinen Shop der Lodge erwerben kann. So werden die Communities weiterhin unterstützt.


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Diese hübschen Anhänger und Ketten stellen die Bewohner selbst her

4. Pool-Zeit und Tierbeobachtungen

Anschließend wanderten wir zurück zur Lodge, wo wir den restlichen Tag zur freien Verfügung hatten. An diesem Tag war es so heiß, dass jegliche Aktivität ohnehin viel zu anstrengend gewesen wäre. Und so verbrachten wir die freie Zeit bis zum Abend am und vor allem im kleinen Pool. Das Thermometer kletterte auf über 40° C, das war schon ziemlich krass. Doch irgendwie kamen wir mit der Hitze zurecht, auch wenn man die ganze Zeit nur am schwitzen war. Salzpfannen bilden sich übrigens in Wüsten und in anderen Trockengebieten. Meist trockneten hier über Tausende von Jahren Seen aus, welche Salz und andere Mineralien übrig ließen.


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Blick vom Pool auf die Salzpfanne mit Mega-Zoom-Objektiv

Eine der schönsten Aktivitäten war es jedoch, die Tiere in der Salzpfanne am Wasserloch zu beobachten. Immer wieder kamen tagsüber Oryx-Antilopen vorbei, abends und nachts dann Hyänen, Füchse, und Schakale. Tagsüber sahen wir weniger Tiere, da es auch für die einfach zu heiß war. Früh am Morgen oder nach Sonnenuntergang konnten wir aber immer Tiere am Wasserbecken sehen. Interessanter Fakt: Auf dem Bild über diesem Text siehst du eine Oryx-Antilope, wie diese in der Sandspur (wie eine Art Weg/Straße) läuft. Wir fragten unseren Guide, warum die Tiere immer in diesen vorgetretenen Spuren laufen. Seine Antwort: „Sie laufen immer in den Spuren, auch hintereinander, aus Angst vor Schlangen. Wenn das vordere Tier gebissen oder angegriffen wird, weiß das Tier dahinter Bescheid und kann in Sicherheit gehen.


Die komplette Reise mit tollem Videomaterial kannst du in unseren Highlights „Kalahari SA“ auf Instagram anschauen. Ganz viel Spaß!


5. Sunset Drive mit Picknick

Am zweiten und letzten Abend fuhren wir vor Sonnenuntergang noch einmal hinaus in die Dünen. Wieder ging es hoch und runter, unser Guide entdeckte mit seinen Adleraugen viele wilde Tiere im Sand, in Löchern und im Gebüsch. Zum Glück hatten wir unser Mega-Zoom-Objektiv auf der Linse, welches wir oft als Fernglas nutzen. Immer wieder fragten wir uns, wie zum Teufel unser Guide die Tiere immer finden konnte. Kein normaler Mensch hätte sie entdeckt, aber das zeichnete unseren Guide auch immer wieder aus. Man merkte, wie gut er sich einfach auskannte.


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Ein kleiner, hübscher Schabrackenschakal

An einer Erhöhung hielt unser Guide an, baute einen Klapptisch im Sand auf, stellte ein paar Snacks und Drinks hin und zeigte uns den Sonnenuntergang. Was für ein toller Abschluss dieser Reise! Und so standen wir da mitten in der Kalahari und genossen um uns herum die Geräusche der Wildnis. Das Tolle ist außerdem, dass die gesamte Umgebung eben privat ist und keine anderen Besucher des Parks irgendwo in den Dünen herumfuhren. Während unseres Aufenthalts gab es nur das Personal und uns 4 Gäste.


Sunset Drive in der Kalahari in Südafrika
Cheers! Auf eines der besten Abenteuer, welches wir je erlebt haben!

Der letzte Morgen und die Hyäne

Marco stellte sich den Wecker auf 04:30 Uhr, da er noch vor dem Sonnenaufgang auf der Terrasse sein wollte um Fotos von wilden Tieren zu machen. Zumindest war das sein Plan. In beiden Nächten hörten wir nachts die Schakale, welche durch ihre Laute andere Tiere vor Leoparden und Hyänen warnten. Marco schnappte sich also die Kamera und setzte sich erst einmal auf eine der Liegen am Pool. Er blickte immer wieder durch die Linse und hielt Ausschau nach den Wüstenbewohnern. Nichts war zu finden, auch die Spuren im Sand wurden vom stärkeren Wind verweht.


Eine Hyäne am Wasserbecken
Eine Schabrackenhyäne am Wasserbecken direkt neben Marco

Und während Marco die ganze Zeit in die falsche Richtung starrte, schlich neben ihm eine Hyäne zum kleinen Wasserbecken. Als er das bemerkte, versuchte er so ruhig wie nur möglich zu sein. Ihm gelang das eine oder andere Foto. Doch als die Hyäne bemerkte, dass sie beobachtet wird, machte sie sich auf den Weg nach unten in die Salzpfanne zum großen Wasserloch. Die Schabrackenhyäne ist ein unglaublich faszinierendes Tier, da sie in Clans lebt und ein komplexes Sozialverhalten aufweist.


Eine Hyäne vor dem Zimmer
Mist, Marco wurde entdeckt. Die Hyäne lief weg.

Marco erzählte mir die ganze Geschichte, als ich gegen 8 Uhr dann auch endlich aufwachte. Noch immer war er hin und weg von diesem Moment mit der Hyäne und zeigte mir die Bilder und Videos. Anschließend gingen wir zum Frühstück und berichteten stolz den anderen von diesem magischen Moment. Am liebsten wären wir noch geblieben, hätten noch mehr Bush Walks und Game Drives unternommen. Von der Tierwelt in Südafrika bekommen wir einfach nicht genug. Doch wir waren natürlich auch zu tiefst dankbar für diese 3 wunderbaren Tage in der !Xaus Lodge.


Preise und Buchung

Auf den ersten Blick mag man vielleicht meinen, dass der Preis von rund 330 € pro Nacht und pro Person ziemlich teuer ist. Auch wir dachten anfangs: „Wow…nicht gerade ein günstiges Unterfangen!“. Doch nach dieser Reise haben wir uns noch einmal mit dem Thema auseinandergesetzt und sind der Meinung, dass der Preis absolut gerechtfertigt ist. Als erstes sollte man sich die einzigartige Lage bewusst machen. Man ist eben irgendwo im Nirgendwo, inmitten der Kalahari in Südafrika. Das sollte seinen Wert haben.

Hinzu kommt, dass man an jedem vollen Tag 3 Mahlzeiten serviert bekommt. Das Essen schmeckt hervorragend und wird immer reichlich aufgetischt. Auch wird all das Essen und die Getränke in der !Xaus Lodge* nur einmal pro Woche im 250 km entfernten Upington besorgt. Die Chalets sind super ausgestattet und verfügen über alles, was man braucht. Die exklusive Aussicht auf die Salzpfanne ist ein weiteres Highlight der Unterkunft.

Im Preis enthalten sind außerdem ein Night Drive am ersten Abend, ein Morning Walk, ein Besuch im Cultural Village sowie ein Sunset-Drive am zweiten Abend. Das sind alleine 4 richtig coole Aktivitäten, welche man unternimmt. Nicht zu vergessen auch die Stunden am Pool mit Blick auf die Salzpfanne und die vielen Gespräche mit unserem Guide, welcher uns rund um die Uhr jede Frage beantwortet.


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Unser Fazit

Was sollen wir dem Beitrag noch hinzufügen? Vermutlich hast du ja bemerkt, dass wir unglaublich begeistert sind von dieser Unterkunft. Für uns hat sich diese Reise dorthin mehr als gelohnt, weil wir nicht nur tolle Tiere gesehen haben, sondern auch unglaublich viel über die Natur und eben die Bewohner gelernt haben. Man kann viel Geld für Luxushotels ausgeben, um faul am Pool zu liegen und die Sonne zu genießen. Man kann das Geld aber auch in solch ein Abenteuer investieren, welches man so schnell nicht vergessen wird.


Morning Walk in der Salzpfanne
!Xaus Lodge in Südafrika – Beim Morning Walk in der Salzpfanne


Unsere Reise durch das Northern Cape fand in Kooperation mit dem South African Tourism Board statt. Alle Meinungen und Ansichten bleiben davon wie immer unberührt. Wir sind sehr dankbar für diese Möglichkeit, als eine Art Botschafter durch das Land reisen zu dürfen. Vielen herzlichen Dank für all das!


Wir hoffen, dass wir dir mit diesem Beitrag die !Xaus Lodge in Südafrika schmackhaft machen konnten. Auf unserer Südafrika Länderseite findest du über 30 weitere Beiträge mit vielen Tipps. Wie wäre eine Reise zur Panorama Route, zum Krüger Nationalpark, ins Northern Cape oder doch entlang der Garden Route? Ganz egal wofür du dich entscheidest, Südafrika ist einfach immer eine Reise wert!


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