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Nordfrankreich – Tolle Sehenswürdigkeiten in der Normandie und Bretagne

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Warst du schon einmal in Nordfrankreich? Nein? Wir auch nicht. Bisher kenne ich (Bolle) „nur“ Paris, Lyon, Lille und Montpellier von einer Europareise mit dem Zug vor mehr als 10 Jahren. Marco war als kleines Kind mal im Disneyland Paris, das wars dann aber auch. Unsere Reisereporterin Maria war in der Normandie und Bretagne unterwegs und hat richtig viele schöne Orte dort entdeckt. Wir freuen uns riesig über diesen Beitrag, da Frankreich bei uns dann doch noch ein ziemlich grauer Fleck auf der Landkarte ist. Wir wünschen dir jetzt viel Spaß beim Lesen und inspirieren lassen. Nordfrankreich? Also wir haben jetzt richtig Bock drauf….


Anmerkung: Maria hat leider ihre gesamte Daten auf der Festplatte verloren und somit auch alle wunderschönen Fotos. Für uns hat sich Maria aber die Mühe gemacht und alle Bilder aus ihrem Fotoalbum herausgenommen und eingescannt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür!



Auf nach Nordfrankreich

Nordfrankreich hat einem als Entdecker und Urlauber so viel zu bieten. Einige wissen das und genießen die vielen Sehenswürdigkeiten und Highlights. Sehr viele aber lassen Nordfrankreich links liegen. Über Reiseziele wie die Malediven, Indonesien oder Südafrika hört man halt viel öfter etwas, als über den Norden von Frankreich. Warum also dahin fahren?

Na weil Nordfrankreich eine unentdeckte Schönheit ist! Ob unberührte Natur, Städtchen voller Fachwerkhäuser oder geschichtsträchtige Orte – es gibt super viele Sehenswürdigkeiten in der Normandie und Bretagne. Nicht alle, denn dafür reichen zwei Wochen Roadtrip leider nicht, aber einige davon stelle ich dir im folgenden Beitrag vor.


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Ausschnitt von Nordfrankreich – Karte von Openstreetmap (Lizenz: CC-BY-SA 2.0)

Bretagne in Nordfrankreich

Die Bretagne liegt im Nordwesten von Frankreich und ist die größte Halbinsel des Landes. Hier haben Asterix und Obelix gewohnt, als sie sich gegen die Römer verteidigten 😉 Dass die Bretonen auch heute noch ein bisschen eigen sind, spürt man überall: An den Masten hängt die schwarz-weiße bretonische Flagge, die Einwohner pflegen eine eigene Kultur und sie sprechen sogar eine eigene Sprache! Aber keine Sorge, mit Französisch und Englisch kommt ihr super zurecht.


1. Concarneau in der Bretagne

Das schöne Örtchen Concarneau liegt in der Nähe der großen bretonischen Stadt Quimper. Große Festungsmauern umgeben die pittoreske Altstadt „Close Ville“, die direkt an die Küste des Meeres gebaut wurde. Die kleinen Gassen der Altstadt mit ihren Cafés und Geschäften lädt zum Bummeln und Verweilen ein. Im Hafen tummeln sich Segelbote, wie ein Postkartenmotiv!


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Nordfrankreich/Bretagne – Der schöne Hafen von Concarneau

Dass die Kulisse Potential hat, dachte sich wohl auch der Buchautor Jean-Luc Bannalec und schrieb die in Deutschland sehr beliebte Krimireihe „Kommissar Dupin“, die in Concarneau spielt. Mittlerweile sind die Krimis auch von der ARD verfilmt worden. Hätte ich die Bücher gelesen, dann hätte ich den Hafen und das Restaurant L’Admiral sofort wiedererkannt.


2. Das Glenan-Archipel

Von Concarneau aus ging es mit einer kleinen Fähre auf das Glenan-Archipel. Wer sagt denn, dass man für wunderschöne Strände in die Karibik muss? Die kleine Inselgruppe im Atlantik ist mindestens genauso schön! Das Wasser ist blau und glasklar, die Strände strahlend weiss. Wir haben uns einen ganzen Tag auf einer winzigen Insel aufgehalten und relaxt. Das Wetter war super: Die Sonne schien und keine einzige Wolke war am Himmel. Erstaunlicherweise war das Wasser eiskalt und damit eine perfekte Abkühlung.


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Auf dem Weg ans Meer – Wie schön ist das bitte?

Und dann ist uns noch etwas merkwürdiges passiert: Weil das Meer so kalt war, bin ich nur bis zu den Beinen ins Wasser gegangen. Als ich einige Zeit stand, merkte ich, dass ich an den Füßen angestubbst wurde. Und tatsächlich: Um mich herum waren ganz viele, wirklich winzige Fische, die an mir geknabbert haben. Es hat natürlich nicht wehgetan, aber es war sehr faszinierend.


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Ein komisches Gefühl, wenn Fische an deinen Füßen knabbern…

Es gibt auf der kleinen Insel übrigens Toiletten und auch einen kleinen Kiosk. Du solltest dich aber auf jeden Fall fett eincremen und eine Kappe und/oder einen Sonnenschirm dabei haben. Auf der ganzen Insel gibt es nämlich kein einziges Fleckchen Schatten. Das kann richtig unangenehm werden.

Nach einem entspannten Tag ging es mit der Fähre wieder zurück aufs Festland. Auf der Rückfahrt erlebten wir noch ein weiteres Highlight: Delfine! Ich hatte sie noch nie zuvor in freier Wildbahn gesehen und war ganz aus dem Häuschen, als sie plötzlich neben dem kleinen Schiff herschwommen. 


3. Côte de Granite Rose

Weiter ging es zur  „Côte de Granite Rose“ (auf deutsch: Rosengranit-Küste). Meiner Meinung nach ist sie das schönste Ziel auf unserem Roadtrip durch Nordfrankreich gewesen. Der Küstenabschnitt liegt in der Bretagne zwischen den Orten Trébeurden und Paimpol. Ich empfehle euch eine kleine Wanderung an der Küste entlang. Wir hatten an einem Wohnmobil-Stellplatz halt gemacht und sind von dort aus gestartet.


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Nordfrankreich – Unterwegs an der Küste „Côte de Granite Rose“

Die Küste besteht aus meterhohen roten Steinformationen. Da durchzugehen ist einfach etwas besonderes! Die Felsen sind häufig höher als zwei Meter und ragen oft weit ins Meer. Außerdem ist es super schön anzusehen, wie sich die Rot- und Grautöne der Felsen mit dem Lila des Flieders abwechselt, der überall zwischen den Steinen wächst.


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Nordfrankreich – Wunderschöne Landschaften in der Bretagne

Tipp: Besonders bekannt an der „Côte de Granite Rose“ ist der Leutturm „Phare de Ploumanac’h“. Wenn du nach Instagram-Spots suchst, hier ist einer! Die Kulisse ist sogar oft ein Bildschirmschoner.


4. Burgruine Fort La Latte 

Die Burg „Fort La Latte“ wurde bereits im 13. Jahrhundert auf eine Landzunge in der Bretagne erbaut. Sie liegt ganz in der Nähe von dem bekannten Reiseziel „Cap Fréhel“, gehört aber selbst zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in der Bretagne. In der Burg hat man eine spektakuläre Aussicht und es ist sehr interessant durch das alte Gemäuer zu laufen und sich vorzustellen, wie hier einmal wirklich jemand gelebt hat.


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Nordfrankreich – Die Burgruine La Latte in der Bretagne

Normandie in Nordfrankreich

Die Normandie liegt nord-westlich von Paris und besticht mit ihrer 600 Kilometer langen Küste. Doch sie hat noch viel mehr zu bieten: Ob Burgen, Abteien oder historische Stätten – es ist eine Region, die du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest!


1. Mont-Saint-Michel

Le-Mont-Saint-Michel ist wohl das berühmteste Wahrzeichen von Nordfrankreich. Es ist eine kleine Insel, die während der Flut vollkommen von Wasser umgeben ist und auf der eine kleine Abtei steht, die fast die ganze Insel einnimmt. Millionen von Besuchern kommen jedes Jahr hierher. Und das ist auch schon das Manko: Nach verschlafenen Orten und viel Natur kommt mir Mont-Saint-Michel überlaufen vor. Trotzdem kann man den Charme dieses Ortes noch erkennen. Und wenn man sich einige Gassen von den Touristenpfaden entfernt, dann kann man die Insel auch in Ruhe genießen.


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Das Wahrzeichen in Nordfrankreich – Mont-Saint-Michel

2. Omaha Beach in der Normandie

Ein Abstecher zum Strand „Omaha Beach“ trübt zwar ein bisschen die Urlaubsstimmung, ist aber ein unbedingtes MUSS! „Omaha Beach“ ist der Küstenabschnitt zwischen Colleville-sur-Mar und Saint-Laurant-sur-Mar, an dem im zweiten Weltkrieg Soldaten der Alliierten landeten. Den 6. Juni 1944 nennen wir heute D-Day. Viele Soldaten sind bei dieser Operation gestorben. Die deutschen Soldaten waren auf einen Angriff vorbereitet und schlechtes Wetter sowie der raue Atlantik erschwerten die Landung. Trotzdem konnten die alliierten Truppen „Omaha Beach“ schließlich einnehmen.


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Nordfrankreich – Der Soldatenfriedhof

Dass die Verluste allerdings auf beiden Seiten groß waren, dass sieht man an den Kriegsgräbern der Normandie. Über 32.800 Alliierte und 77.600 deutsche Soldaten verloren am D-Day und den darauf folgenden Tagen ihr Leben. Heute ist der Tag zwar nicht vergessen, es baden aber wieder viele Menschen am „Omaha Beach“. Ich selbst habe das aber nicht übers Herz gebracht, auch wenn es ein wunderschöner Strand ist. Trotzdem bin ich froh, dass der Küstenabschnitt wieder zu einem fröhlichen Ort geworden ist, der Lebensfreude und nicht Tod ausstrahlt.


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Kriegsgräbern der Normandie in Nordfrankreich

3. Die Hafenstadt Honfleur

Weiter in Richtung Deutschland liegt die kleine Hafenstadt Honfleur. Sie ist bekannt für ihre Meeresfrüchte, am Hafen reihen sich die Fischrestaurants aneinander. Das Städtchen in der Normandie ist sehr schön mit seinen Fachwerkhäusern und kleinen Gassen. Außerdem besonders: In Honfleur steht die größte Holzkirche Frankreichs.

Hier haben wir endlich die für Nordfrankreich bekannten Buchweizenpfannekuchen „Galette“ probiert. Ich bestellte einen „Galette Complète“, der mit Kochschinken, Ei und Käse gefüllt ist. Leider hat es mir nicht so gut geschmeckt, es war mir zu überladen und mächtig. Aber überzeug dich selbst, vielleicht bin ich einfach ein Gourmet-Banause!


4. Felsenklippen in Ètretat

Unser letztes Ziel in der Normandie war Ètretat. Auch dieser Ort wird tatsächlich oft als Bildschirmschoner verwendet. Die steilen, weißen Felsenklippen mit ihren außergewöhnlichen Felsformationen sind aber auch wirklich ein Hingucker. Wir sind erst durch Gassen von Fachwerkhäusern gestiefelt und haben dann den Tag am Kiesstrand  – umrahmt von Kreidefelsen – verbracht.


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Die steilen und wunderschönen Klippen in Ètretat (Foto: Safia REBAT von Pixabay)

Mein Fazit zu Nordfrankreich

Wenn ich ehrlich bin, dann ist der Roadtrip durch Frankreich immer noch der beste Urlaub, den ich je gemacht habe. Ich kann dir nicht sagen warum, aber immer wenn ich an diesen Roadtrip durch die Normandie und durch die Bretagne zurückdenke, fängt mein Herz an zu hüpfen. Ich hatte beim Losfahren nicht viel erwartet und war von jedem Ort, jedem Erlebnis von neuen positiv überrascht. Bitte fahr in den Norden Frankreichs und entdecke selbst, die schönen Orte, das leckere Essen … einfach das Feeling. Also, mach dich auf den Weg!



REISEREPORTERIN MARIA
Maria kommt aus dem Ruhrgebiet und erkundet in jeder freien Minute Deutschland und Europa mit ihrem eigenen Camper. Ob Kroatien, Italien oder eben Frankreich –Hauptsache Europa, Hauptsache mit dem Wohnmobil. Über ihre Erfahrungen und Erlebnisse schreibt sie auf ihrem eigenen Blog Beyond Cardinal Points.

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