Du suchst nach den besten Madeira-Tipps für deinen ersten Urlaub? Dann bist du hier genau richtig. Madeira gehört zu den abwechslungsreichsten Reisezielen Europas. Dich erwarten spektakuläre Steilküsten, grüne Berge, beeindruckende Wanderungen und ein ganzjährig mildes Klima.
Doch gerade beim ersten Besuch tauchen oft viele Fragen auf: Braucht man wirklich einen Mietwagen? Wo übernachtet man am besten? Welche Wanderungen benötigen ein Permit? Und worauf sollte man beim Wetter achten?
Genau diese Fragen beantworten wir dir in diesem Artikel. Nach 14 Tagen Rundreise über die Insel teilen wir unsere wichtigsten Madeira-Tipps – von der Reiseplanung über Unterkünfte und Mietwagen bis hin zu hilfreichen Hinweisen, die wir selbst gerne schon vor unserer Reise gewusst hätten. Viel Spaß beim Stöbern!
Madeira auf einen Blick: Die wichtigsten Infos
Die wichtigsten Fakten zur Blumeninsel im Atlantik:
- Lage: Portugiesische Insel im Atlantik
- Hauptstadt: Funchal
- Einwohner: Rund 250.000
- Sprache: Portugiesisch
- Währung: Euro (€)
- Zeitzone: Westeuropäische Zeit (WET), eine Stunde hinter Deutschland
- Flugzeit: Je nach Abflughafen etwa 4 bis 5 Stunden
- Beste Reisezeit: Ganzjährig – je nach geplanten Aktivitäten
- Strom: Steckdosen Typ C und F (wie in Deutschland), 230 Volt
- Mietwagen: Sehr zu empfehlen, um flexibel zu reisen

Die beste Reisezeit für Madeira
Die gute Nachricht vorweg: Madeira ist ein ganzjähriges Reiseziel. Dank des milden, subtropischen Klimas liegen die Temperaturen selbst im Winter meist zwischen 18 und 22 °C. Im Sommer wird es mit etwa 24 bis 28 °C angenehm warm, ohne dass die Hitze wirklich drückend wird.
Welche Reisezeit sich am besten eignet, hängt vor allem davon ab, was du auf der Insel erleben möchtest. Für Wanderungen und Outdoor-Aktivitäten sind der Frühling und Herbst besonders beliebt, während die Sommermonate ideale Bedingungen zum Baden, Canyoning oder für Bootsausflüge bieten. Auch im Winter ist Madeira ein tolles Reiseziel, wenn du dem kalten Wetter in Deutschland entfliehen möchtest.
Wir selbst würden für einen ersten Madeira-Urlaub besonders Mai, Juni, September oder Oktober empfehlen. In diesen Monaten erwarten dich meist angenehme Temperaturen, gute Bedingungen zum Wandern und oft etwas weniger Besucher als in der Hochsaison.
Wenn du genauer wissen möchtest, welcher Monat sich für deine Reise am besten eignet, findest du alle Informationen in unserem ausführlichen Artikel zur besten Reisezeit für Madeira.
‼️ Beachte: Der UV-Index ist auf Madeira extrem hoch. Selbst wenn es bewölkt ist, kannst du dir schnell einen Sonnenbrand holen (wir können aus Erfahrung sprechen). Sonnenschutz gehört deshalb JEDEN TAG auf deine Haut!

Das Wetter auf Madeira: Das solltest du wissen
Auf Madeira solltest du dich nicht zu sehr auf die Wettervorhersage verlassen – zumindest nicht für die gesamte Insel. Durch die hohen Berge und die unterschiedlichen Höhenlagen kann das Wetter innerhalb weniger Kilometer komplett anders aussehen. Während an der Südküste die Sonne scheint, kann es im Inselinneren oder im Norden gleichzeitig regnen oder dichter Nebel hängen.
Gerade wenn du Wanderungen planst, lohnt es sich deshalb, flexibel zu bleiben. Oft reicht schon eine kurze Autofahrt und du findest wieder strahlenden Sonnenschein. Genau das macht Madeira auch so besonders: Auf der Insel gibt es fast immer irgendwo gutes Wetter.
Die besten Wetter-Apps und Webcams
- Windy: Zeigt Wind, Wolken, Regen und Wetter sehr zuverlässig an.
- Net Madeira: Livecams auf der ganzen Insel.
- IPMA: Gute Wettervorhersagen für die verschiedenen Regionen Madeiras.
👉 Einer unserer wichtigsten Madeira-Tipps: Nutze regelmäßig die Webcams der Insel. Dadurch kannst du Wanderungen und Ausflüge spontan an das Wetter anpassen.

Wie viele Tage solltest du für Madeira einplanen?
Wir empfehlen dir, mindestens 7 Tage für Madeira einzuplanen. So hast du genügend Zeit, die schönsten Sehenswürdigkeiten zu entdecken, einige der bekanntesten Wanderungen zu unternehmen und verschiedene Regionen der Insel kennenzulernen.
Wenn du es etwas entspannter angehen möchtest oder zusätzlich Ausflüge wie Whale Watching, Canyoning oder einen Strandtag einplanst, sind 10 bis 14 Tage ideal. Madeira wirkt auf den ersten Blick zwar klein, doch durch die kurvigen Bergstraßen dauern viele Fahrten länger als gedacht.
Außerdem lohnt es sich, nicht nur rund um Funchal zu bleiben, sondern auch den grünen Norden, die schroffe Ostspitze und den wilden Westen der Insel zu erkunden. Wir selbst waren 14 Tage auf Madeira unterwegs und hatten das Gefühl, die Insel in Ruhe erleben zu können. Trotzdem hätten wir problemlos noch ein paar Tage länger bleiben können.
Ein Madeira-Tipp aus unserer Erfahrung: Plane nicht zu viele Programmpunkte pro Tag. Madeira lebt von spontanen Stopps. Hinter fast jeder Kurve warten Aussichtspunkte, Wasserfälle, kleine Cafés oder Naturpools, die gar nicht auf deiner ursprünglichen Liste standen. Lass dir daher bewusst Zeit für diese ungeplanten Entdeckungen.
Ausführliche Routenvorschläge:
- 7 Tage Madeira
- 10 Tage Madeira
- 14 Tage Madeira (folgt in Kürze)

Wo übernachten auf Madeira? Die besten Regionen
Wo du auf Madeira übernachtest, hängt vor allem davon ab, wie du die Insel erkunden möchtest. Da viele Sehenswürdigkeiten über die gesamte Insel verteilt liegen, empfehlen wir dir entweder mehrere Unterkünfte oder einen zentralen Ausgangspunkt mit Mietwagen.
Unsere Erfahrung
Wir haben während unserer 14-tägigen Rundreise in vier verschiedenen Regionen übernachtet: zuerst 4 Nächte in Funchal, anschließend 3 Nächte in Porto da Cruz, danach 2 Nächte in Porto Moniz und zum Schluss 5 Nächte in Arco da Calheta.
Rückblickend würden wir es genauso wieder machen. So konnten wir die Fahrzeiten deutlich reduzieren und jede Region in Ruhe erkunden, anstatt täglich mehrere Stunden im Auto zu verbringen.
Falls du nur 1 Woche auf der Insel bist, würden wir zumindest 2 Unterkünfte wählen – eine im Süden in oder rund um Funchal sowie eine im Norden.
Unsere Unterkünfte auf einen Blick
- Funchal: Praça Amarela*
- Porto da Cruz: gemütliches Apartment
- Porto Moniz: Studios by Aqua Natura Hotels*
- Arco de Calheta: tolles Apartment mit Meerblick und Pool
Unser Tipp je nach Reisedauer
| Anzahl der Unterkünfte | Unsere Empfehlung |
|---|---|
| 1 Unterkunft | Funchal oder Arco de Calheta |
| 2 Unterkünfte | Funchal oder Arco de Calheta + Porto da Cruz/Santana oder Porto Moniz/Seixal |
| 3–4 Unterkünfte | Funchal + Porto da Cruz/Santana + Porto Moniz/Seixal + Arco de Calheta/Ponta do Sol |
Funchal
Funchal ist die größte Stadt Madeiras und eignet sich besonders, wenn du Restaurants, Cafés, Einkaufsmöglichkeiten und eine lebendige Atmosphäre magst. Außerdem liegt der Flughafen nur etwa 20 bis 30 Minuten entfernt und nirgendwo auf der Insel findest du eine größere Auswahl an Hotels, Ferienwohnungen und Apartments. Deshalb entscheiden sich viele Reisende dafür, den gesamten Urlaub in Funchal zu verbringen.
Du solltest jedoch bedenken, dass viele der schönsten Sehenswürdigkeiten in anderen Teilen der Insel liegen. Von Funchal aus benötigst du beispielsweise rund eine Stunde nach Porto Moniz, 45 bis 60 Minuten nach Santana und 35 bis 45 Minuten zum Pico do Arieiro. Da du diese Strecken morgens hin- und abends wieder zurückfährst, kommen an manchen Tagen schnell 2 bis 3 Stunden Autofahrt zusammen.
Wir fanden es deshalb deutlich entspannter, die Insel in mehreren Etappen zu erkunden und in verschiedenen Regionen zu übernachten. So konnten wir Wanderungen früh starten, waren schneller an anderen interessanten Spots und mussten abends nicht jedes Mal quer über die Insel zurückfahren.
Hoteltipps für Funchal

Calheta und der Südwesten
Der Südwesten rund um Calheta gehört zu den sonnigsten Regionen Madeiras und ist vor allem bei Reisenden beliebt, die Ruhe und Erholung suchen. Hier findest du viele Ferienhäuser und Apartments mit Meerblick, eine super entspannte Atmosphäre und deutlich weniger Trubel als in Funchal. Gleichzeitig gibt es aber auch genügend Restaurants, Supermärkte und mit dem Sandstrand in Calheta auch eine der wenigen Bademöglichkeiten der Insel.
Die Region eignet sich besonders, wenn du den Süden und Westen Madeiras erkunden möchtest. Sehenswürdigkeiten wie Porto Moniz, Seixal oder der Fanal-Wald sind von hier deutlich schneller erreichbar als von Funchal. Für Ausflüge in den Nordosten oder zum Pico do Arieiro musst du dagegen wieder etwas mehr Fahrzeit einplanen.
Hoteltipps für den Süden

Porto Moniz & Seixal
Der Nordwesten rund um Porto Moniz und Seixal begeistert mit spektakulären Steilküsten, Wasserfällen, üppig grünen Landschaften und den berühmten Naturschwimmbecken von Porto Moniz. Die Region ist deutlich ruhiger als Funchal und eignet sich perfekt, wenn du die Natur genießen und abseits des größten Trubels übernachten möchtest.
Von hier erreichst du viele Highlights im Westen in kurzer Zeit – wie zum Beispiel den Fanal-Wald, die beliebte 25-Quellen-Wanderung (PR6) sowie zahlreiche spektakuläre Aussichtspunkte entlang der Nordküste.
Für Ausflüge in den Osten der Insel, etwa zur Halbinsel Ponta de São Lourenço, sowie in den Süden rund um Funchal musst du dagegen deutlich mehr Fahrzeit einplanen. Deshalb würden wir Porto Moniz oder Seixal eher als eine Station einer Rundreise als als einzigen Ausgangspunkt für den gesamten Madeira-Urlaub empfehlen.
Hoteltipps für den Norden

Porto da Cruz & Santana
Der Nordosten rund um Porto da Cruz und Santana zeigt Madeira von seiner besonders grünen Seite. Hier erwarten dich dichte Lorbeerwälder, beeindruckende Berglandschaften, raue Küsten und eine angenehm entspannte Atmosphäre. Wenn du die Natur liebst und viel wandern möchtest, bist du hier genau richtig.
Viele der schönsten Wanderungen starten ganz in der Nähe – darunter die PR1 vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo, die Levada do Rei (PR18) oder die Küstenwanderung Vereda do Larano. Auch die Halbinsel Ponta de São Lourenço erreichst du von hier deutlich schneller als von anderen Regionen der Insel.
Für Ausflüge in den Westen, etwa nach Porto Moniz oder zum Fanal-Wald, musst du dagegen mehr Zeit im Auto einplanen. Deshalb eignet sich auch diese Region aus unserer Sicht besonders gut als eine Station einer Rundreise.
Hoteltipps für den Nordosten

Braucht man auf Madeira einen Mietwagen?
Aus unserer Sicht: Ja. Wenn du Madeira wirklich kennenlernen möchtest, ist ein Mietwagen die beste Wahl. Viele der schönsten Aussichtspunkte, Wanderungen und kleinen Orte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur umständlich oder gar nicht zu erreichen.
Zwar gibt es auf Madeira ein Busnetz, doch die Verbindungen sind außerhalb von Funchal oft unregelmäßig und kosten deutlich mehr Zeit. Mit einem Mietwagen* bist du deutlich flexibler und kannst deine Tage ganz nach deinen Vorstellungen gestalten.
☞ Madeira Mietwagen: Unsere Tipps + Erfahrungen zum Autofahren auf der Insel
Welchen Mietwagen?
Ein kleiner bis kompakter Wagen reicht für Madeira völlig aus. Die Straßen sind teilweise schmal und in manchen Dörfern wird es in den Gassen schnell eng. Mit einem kleineren Auto findest du außerdem etwas leichter einen Parkplatz.
Achte bei der Buchung auf eine ausreichende Motorleistung. Gerade in den Bergen geht es häufig steil bergauf. Ein sehr schwach motorisiertes Fahrzeug kann hier schnell an seine Grenzen kommen.
Wir waren mit unserem Nissan Juke sehr zufrieden. Er hatte auch auf den steilen Straßen jederzeit ausreichend Power, bot viel Platz im Innenraum und einen überraschend großen Kofferraum für unser Gepäck. Gleichzeitig ist das Auto kompakt genug, um auch durch enge Gassen und auf schmalen Straßen entspannt zu fahren.

Straßen und Fahrverhalten
Die Straßen auf Madeira sind insgesamt in einem sehr guten Zustand. Zwischen vielen Orten führen moderne Schnellstraßen und zahlreiche Tunnel, sodass du oft deutlich schneller vorankommst, als man bei einer so bergigen Insel vermuten würde.
Trotzdem solltest du die Fahrzeiten nicht unterschätzen: Abseits der Hauptstraßen erwarten dich teilweise sehr steile Anstiege, enge Serpentinen und schmale Ortsdurchfahrten, wodurch manche Strecken länger dauern als auf der Karte. Nimm dir deshalb ausreichend Zeit und fahre vorausschauend – dann wirst du auf Madeira keine Probleme haben.
Automatik oder Schaltung
Wir würden dir einen Automatik-Mietwagen empfehlen. Gerade auf den vielen steilen Straßen und an engen Kreuzungen fährt es sich damit deutlich entspannter.
Mit einem Schaltwagen kommst du zwar ebenfalls problemlos über die Insel, musst an den zahlreichen Steigungen aber häufiger anfahren und schalten. Wenn du unsicher am Berg bist, lohnt sich der kleine Aufpreis für ein Automatikfahrzeug

Parken auf Madeira
Parkplätze gibt es an den meisten Sehenswürdigkeiten und Wanderparkplätzen. In Funchal und anderen größeren Orten sind viele Parkplätze allerdings kostenpflichtig. Außerhalb der Städte wird dagegen häufig einfach am Straßenrand geparkt – vorausgesetzt, das Parken ist erlaubt und du behinderst weder den Verkehr noch Einfahrten. Das ist auf Madeira völlig normal und vielerorts die gängige Lösung.
An beliebten Wanderungen und Aussichtspunkten können die Parkplätze besonders morgens schnell voll werden. Plane deshalb genügend Zeit ein oder starte möglichst früh in den Tag. An manchen Wanderungen musst du dein Auto dann etwas weiter entfernt am Straßenrand abstellen und die letzten Meter zu Fuß zurücklegen.
Wandern auf Madeira: Die wichtigsten Tipps
Madeira ist ein Paradies für Wanderfans. Dich erwarten spektakuläre Küstenwege, schmale Levadas, dichte Lorbeerwälder und anspruchsvolle Bergtouren mit atemberaubenden Ausblicken. Damit deine Wanderung nicht zur Überraschung wird, solltest du vorab ein paar Dinge wissen.
Unterschied zwischen Levadas und Veredas
Auf Madeira gibt es grundsätzlich zwei Arten von Wanderwegen. Levadas verlaufen entlang der historischen Bewässerungskanäle, die Wasser aus den regenreichen Regionen in den trockeneren Süden der Insel transportieren. Sie führen meist mit nur wenigen Höhenmetern durch Wälder, Tunnel und entlang steiler Hänge und eignen sich auch für weniger geübte Wanderer.
Veredas sind klassische Wanderwege, die häufig über Berge, Grate oder entlang der Küste verlaufen. Sie sind oft deutlich anspruchsvoller und beinhalten mehr Höhenmeter sowie steilere An- und Abstiege.
☞ Wandern auf Madeira: Die schönsten Wanderungen + Tipps

Permits für Wanderwege
Für einige der beliebtesten Wanderwege benötigst du inzwischen ein kostenpflichtiges Permit, das du vorab online buchen musst. Hintergrund ist, dass die Besucherzahlen auf stark frequentierten Wegen besser gesteuert und die empfindliche Natur langfristig geschützt werden sollen. Durch feste Zeitfenster verteilen sich die Wanderer besser über den Tag.
Ehrlich gesagt fanden wir das während unserer Reise sogar richtig gut. Trotz der Beliebtheit vieler Wanderungen hatten wir nur selten das Gefühl, dass es überfüllt war. Die Besucher haben sich deutlich besser verteilt und auf den Wegen war es insgesamt entspannter. Informiere dich unbedingt vorab, ob für deine geplante Wanderung ein Permit erforderlich ist.
Buche dein Permit ausschließlich über das offizielle SIMplifica-Portal. Dort zahlst du den regulären Preis von 4,50 € pro Wanderung (nur PR1 10,50 €). Im Internet findest du inzwischen zahlreiche Anbieter, die dieselben Permits mit deutlichen Aufschlägen weiterverkaufen. Über SIMplifica erhältst du dein Ticket direkt und zum offiziellen Preis.
‼️ Beachte: Viele Wanderungen sind Einwegwanderungen. Informiere dich vorher, wie du wieder zum Auto kommst. Für PR1 gibt es beispielsweise Shuttle- und Taxianbieter.
☞ Wandern auf Madeira: Die schönsten Wanderungen + Tipps

Wegsperrungen prüfen
Nicht jeder Wanderweg ist jederzeit geöffnet. Nach Unwettern, Erdrutschen oder Waldbränden werden Wege teilweise kurzfristig gesperrt. Prüfe deshalb unbedingt vor jeder Wanderung den aktuellen Status. Das erspart dir unnötige Anfahrten und Enttäuschungen. Status hier überprüfen.
Sonnenaufgang am Pico do Arieiro
Der Sonnenaufgang am Pico do Arieiro gehört zu den schönsten Erlebnissen auf Madeira und ist entsprechend beliebt. Wenn das Wetter mitspielt, kannst du dort erleben, wie die Sonne langsam über den Wolken aufgeht und die Berglandschaft in warmes Licht taucht.
Komm möglichst zwischen 5:30 und 5:45 Uhr am Parkplatz an. Wir waren gegen 6 Uhr dort und der obere Parkplatz war bereits komplett voll. Viele Besucher kommen nur für den Sonnenaufgang, während andere anschließend direkt zu einer Wanderung aufbrechen.
Wir konnten unser Auto noch auf dem P2-Parkplatz abstellen und dort für 5 € ein Tagesticket am Automaten lösen. Von hier aus läufst du etwa 15 bis 20 Minuten bis zum Aussichtspunkt Miradouro do Juncal, von dem aus du den Sonnenaufgang wunderbar beobachten kannst.

Die richtige Ausrüstung
Auch wenn viele Wanderungen gut ausgebaut sind, solltest du die Berge auf Madeira nicht unterschätzen. Festes Schuhwerk ist auf nahezu jeder Tour Pflicht. Außerdem empfehlen wir ausreichend Wasser, Sonnenschutz, eine Regenjacke und – je nach Jahreszeit – eine dünne, warme Schicht für die höheren Lagen. Selbst wenn es an der Küste sommerlich warm ist, kann es auf den Gipfeln deutlich kühler und windiger sein.
Bei unserer Reise hatten wir morgens zum Sonnenaufgang am Pico do Arieiro gerade einmal etwa 10 °C. Auf der anschließenden PR1-Wanderung zogen Nebel und leichter Regen auf, sodass wir froh über unsere Regenjacken und langen Hosen waren. Zurück im Süden der Insel erwarteten uns dagegen 26 °C und strahlender Sonnenschein.
Baden auf Madeira: Strände, Lavapools & Lidos
Auch wenn Madeira mitten im Atlantik liegt, solltest du keinen klassischen Badeurlaub wie auf den Kanaren oder den Balearen erwarten. Die Insel ist vor allem für ihre spektakulären Steilküsten, Berge und Wanderungen bekannt. Trotzdem gibt es einige schöne Möglichkeiten, ins Wasser zu gehen.
Sandstrände auf Madeira
Natürliche Sandstrände sind auf Madeira eher selten. Besonders beliebt ist der Praia de Seixal, ein wunderschöner natürlicher schwarzer Sandstrand, der vor der Kulisse der grünen Steilküsten liegt und für viele als einer der schönsten Strände der Insel gilt.
Wenn du lieber an einem klassischen Sandstrand baden möchtest, sind der Praia de Machico und der Praia da Calheta eine gute Wahl. Beide wurden mit hellem Sand aufgeschüttet und sind durch Wellenbrecher geschützt, wodurch sich das Meer dort meist ruhiger zeigt.

Natürliche Lavapools
Ein echtes Highlight sind die Naturschwimmbecken aus Lavagestein. Besonders bekannt sind die Pools in Porto Moniz, wo sich das Meerwasser zwischen den vulkanischen Felsen sammelt. Etwas natürlicher und meist ruhiger geht es in den Lavapools von Seixal zu. Das Baden zwischen den schwarzen Felsen ist ein ganz besonderes Erlebnis und gehört für viele zu einem Madeira-Urlaub dazu.
💡 Unser Tipp: Pack bei Bedarf Badeschuhe* ein. Die Lavafelsen können sehr scharf und rutschig sein – sowohl in den Naturschwimmbecken als auch an vielen Küstenabschnitten. Mit Badeschuhen kommst du deutlich sicherer ins Wasser und kannst die Lavapools deutlich entspannter genießen.

Badeanlangen & Lidos
Da große Sandstrände auf Madeira selten sind, gibt es rund um die Insel zahlreiche Lidos und Badeanlagen, die direkt an der Küste gebaut wurden. Sie bieten einen sicheren Zugang zum Meer und verfügen häufig über Meerwasserpools, Liegeflächen, Umkleiden, Duschen, Restaurants und teilweise sogar Rettungsschwimmer.
Besonders bekannt sind das Lido und die Doca do Cavacas in Funchal, aber auch in Orten wie Porto da Cruz, Caniço, Câmara de Lobos oder Ribeira Brava findest du schöne Badeanlagen. Wenn dir klassische Sandstrände weniger wichtig sind, sind diese Lidos eine tolle Möglichkeit, entspannt im Atlantik zu baden.

Essen und Trinken auf Madeira: Unsere Empfehlungen
Die Küche Madeiras ist einfach, herzhaft und stark von der Lage im Atlantik geprägt. Frischer Fisch, Fleisch vom Grill, tropische Früchte und regionale Spezialitäten stehen auf fast jeder Speisekarte. Viele Gerichte unterscheiden sich von denen auf dem portugiesischen Festland und gehören für uns unbedingt zu einer Reise dazu.
Diese Spezialitäten solltest du probieren
- Espetada: Rindfleischspieß, traditionell über Lorbeerholz gegrillt.
- Bolo do Caco: typische Knoblauchbrot Madeiras, das fast überall serviert wird.
- Lapas: Gegrillte Napfschnecken mit Knoblauch und Butter.
- Espada com Banana: Schwarzer Degenfisch mit Banane.
- Prego no Bolo do Caco: Ein Steak-Sandwich im traditionellen Fladenbrot.
- Poncha: Bekannteste Getränk der Insel aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitronensaft.
- Tropische Früchte: Auf Madeira wachsen u.a. Maracuja, Anona, Mangos und Bananen.
Kann man Leitungswasser trinken?
Ja, das Leitungswasser auf Madeira kannst du bedenkenlos trinken. Es hat eine sehr gute Qualität und stammt größtenteils aus den Bergen der Insel. Wir haben während unserer gesamten Reise ausschließlich Leitungswasser getrunken und unsere Trinkflaschen immer wieder aufgefüllt.
Nimm daher unbedingt eine wiederverwendbare Trinkflasche* mit. Gerade bei Wanderungen sparst du so nicht nur Geld, sondern vermeidest auch jede Menge Plastikmüll.

Was kostet ein Urlaub auf Madeira?
Madeira ist kein klassisches Billigreiseziel, aber auch deutlich günstiger als viele andere Inseln in Europa. Wie teuer dein Urlaub wird, hängt vor allem von der Reisezeit, der Unterkunft und deinen geplanten Aktivitäten ab.
Für eine einwöchige Reise solltest du – inklusive Flug, Unterkunft, Mietwagen, Verpflegung und einigen Aktivitäten – mit etwa 1.500 € pro Person rechnen. Wer in der Nebensaison reist oder überwiegend in Ferienwohnungen übernachtet, kann auch günstiger unterwegs sein.
Wir selbst haben für 14 Tage auf Madeira ungefähr 2.500 € pro Person ausgegeben. Darin enthalten waren unter anderem Flüge, Mietwagen, Unterkünfte, Restaurants, Aktivitäten und alle weiteren Reisekosten.
👉 Eine detaillierte Aufstellung aller Ausgaben findest du in unserem Artikel „Madeira Kosten: Was kostet ein Urlaub auf der Insel?“. Dort zeigen wir dir genau, wie sich unser Budget zusammengesetzt hat und mit welchen Preisen du vor Ort rechnen kannst.
Praktische Madeira-Tipps für deinen Urlaub
Zum Schluss haben wir noch ein paar praktische Madeira Tipps zusammengestellt, die dir die Reiseplanung erleichtern und vor Ort hilfreich sein können.
💰 Bargeld oder Karte?
Auf Madeira kannst du fast überall mit Karte bezahlen – selbst in vielen kleinen Cafés oder Bäckereien. Trotzdem empfehlen wir, immer etwas Bargeld dabeizuhaben. Gerade an kleinen Marktständen oder in abgelegenen Orten wird teilweise noch Barzahlung bevorzugt.
🛜 Internet und EU-Roaming
Da Madeira zu Portugal gehört, kannst du dein Datenvolumen dank EU-Roaming in der Regel ohne zusätzliche Kosten nutzen. Prüfe zur Sicherheit trotzdem vor deiner Reise die Konditionen deines Mobilfunkanbieters.
🔋 Steckdosen
Auf Madeira werden die gleichen Steckdosen (Typ C und F) verwendet wie in Deutschland. Einen Reiseadapter benötigst du daher nicht.
💬 Sprache
Die Amtssprache ist Portugiesisch. In Hotels, Restaurants und touristischen Regionen wird aber meist gut Englisch gesprochen. Mit ein paar portugiesischen Wörtern wie Olá (Hallo) oder Obrigado/Obrigada (Danke) zauberst du den Einheimischen trotzdem oft ein Lächeln ins Gesicht.
👮♀️ Sicherheit
Madeira gilt als sehr sicheres Reiseziel. Wir haben uns während unserer gesamten Reise – auch abends – jederzeit wohlgefühlt. Wie überall solltest du dennoch auf deine Wertsachen achten und nichts sichtbar im Auto liegen lassen.
🧳 Packliste für Madeira
Da sich das Wetter je nach Region und Höhenlage schnell ändern kann, solltest du Kleidung für unterschiedliche Bedingungen einpacken. Neben leichter Sommerkleidung gehören auch eine Regenjacke, feste Wanderschuhe und eine warme Schicht für die Berge ins Gepäck.
🚢 Kreuzfahrtsaison auf Madeira
Kreuzfahrtschiffe legen das ganze Jahr über in Funchal an. Die meisten Schiffe kommen allerdings zwischen Herbst und Frühjahr, sodass es in dieser Zeit häufiger voller wird. Aber auch im Sommer kann durchaus ein Kreuzfahrtschiff im Hafen liegen – so wie während unseres Aufenthalts im Juli.
An Tagen mit einem oder mehreren Schiffen kann es vor allem in der Altstadt, am Mercado dos Lavradores oder an den Seilbahnen deutlich voller werden. Wenn du diese Orte lieber etwas ruhiger erleben möchtest, lohnt sich vorab ein kurzer Blick auf den aktuellen Kreuzfahrtkalender.

👭 Touristenmassen vermeiden
Die meisten Besucher konzentrieren sich auf wenige bekannte Orte und Tageszeiten. Wenn du früh morgens startest oder beliebte Sehenswürdigkeiten erst am späten Nachmittag besuchst, kannst du viele Menschenmassen bereits umgehen.
Besonders bei Wanderungen, Aussichtspunkten und den Naturschwimmbecken lohnt sich ein früher Start. Wir haben außerdem die Erfahrung gemacht, dass Orte abseits von Funchal und der klassischen Highlights oft angenehm ruhig sind – selbst in der Hauptsaison.
Mehr dazu auch hier: Massentourismus auf Madeira – Was dich wirklich erwartet
Unsere 10 wichtigsten Madeira Tipps auf einen Blick
Wenn du nur wenig Zeit hast oder dir die wichtigsten Hinweise noch einmal merken möchtest, findest du hier unsere persönlichen Top 10 für deinen ersten Madeira-Urlaub:
Genieße die Insel nicht nur, sondern lass dich auch treiben. Gerade die ungeplanten Momente haben unsere Reise zu etwas Besonderem gemacht.
Plane mindestens 7 Tage ein, besser noch 10 bis 14 Tage. So kannst du die Insel entspannt erkunden und musst nicht jeden Tag mehrere Stunden im Auto verbringen.
Miete unbedingt einen Mietwagen. Viele der schönsten Aussichtspunkte, Wanderungen und kleinen Orte erreichst du mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur umständlich oder gar nicht.
Übernachte möglichst in mehreren Regionen. Dadurch sparst du dir lange Fahrzeiten und kannst den Norden, Westen und Süden der Insel viel entspannter entdecken.
Verlass dich nicht blind auf die Wetter-App. Das Wetter kann sich innerhalb weniger Kilometer komplett unterscheiden. Nutze deshalb zusätzlich Webcams und regionale Wetterdienste.
Starte Wanderungen möglichst früh. So findest du leichter einen Parkplatz, entgehst den größten Menschenmassen und hast häufig auch die besseren Wetterbedingungen.
Prüfe vor jeder Wanderung den aktuellen Wegestatus. Einige Wanderwege sind zeitweise gesperrt oder erfordern ein kostenpflichtiges Permit.
Packe auch warme Kleidung ein. Selbst wenn es an der Küste sommerlich warm ist, kann es in den Bergen morgens kühl, windig oder neblig sein.
Nimm Badeschuhe mit. Sie sind in den Lavapools und an felsigen Küstenabschnitten oft Gold wert und sorgen für deutlich mehr Sicherheit.
Plane genügend Zeit für spontane Stopps ein. Auf Madeira warten hinter fast jeder Kurve neue Aussichtspunkte, Wasserfälle oder kleine Cafés, die oft gar nicht auf deiner Liste standen.
Unser Fazit
Madeira ist definitiv eines der vielseitigsten Reiseziele Europas. Die Insel hat uns mit spektakulären Landschaften, tollen Wanderungen, rauen Küsten und einem ganzjährig milden Klima begeistert. Wenn du die wichtigsten Madeira Tipps aus diesem Artikel beachtest, steht einer entspannten Reise nichts mehr im Weg.
Für uns waren vor allem die abwechslungsreichen Landschaften, die vielen Wanderungen und die entspannte Atmosphäre das Highlight. Wir würden jederzeit wiederkommen – und beim nächsten Mal vermutlich sogar noch etwas länger bleiben.
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Tolle Tipps! Hast du es als lohnender empfunden, deinen Aufenthalt auf mehrere Regionen aufzuteilen, als von einem Standort aus Tagesausflüge auf der Insel zu unternehmen?
Liebe Emma, deine Frage wird ausführlich im Beitrag beantwortet.