Steile Klippen, grüne Berge, spektakuläre Wanderungen und charmante Küstenorte – Madeira gehört für uns zu den abwechslungsreichsten Reisezielen Europas. In den zwei Wochen auf der Insel haben wir zahlreiche Madeira Sehenswürdigkeiten entdeckt, sind einmal komplett über die Insel gefahren und haben einige der schönsten Wanderungen unternommen.
In diesem Artikel zeigen wir dir die Orte, die sich unserer Meinung nach wirklich lohnen. Von bekannten Highlights wie Funchal, dem Pico do Arieiro oder Porto Moniz bis hin zu kleineren Orten und Aussichtspunkten, die du nicht verpassen solltest.
Egal, ob du nur wenige Tage Zeit hast oder eine Rundreise über die Insel planst – hier findest du unsere persönlichen Empfehlungen, praktische Tipps und jede Menge Inspiration für deinen Madeira Urlaub. Ganz viel Spaß beim Stöbern!
Inhaltsverzeichnis
Warum Madeira so besonders ist
Madeira wird nicht ohne Grund auch die „Insel des ewigen Frühlings“ genannt. Das milde Klima sorgt das ganze Jahr über für angenehme Temperaturen und macht die portugiesische Atlantikinsel zu einem super beliebten Reiseziel – egal ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter.
Besonders beeindruckt hat uns die unglaubliche Vielfalt auf kleinstem Raum. Innerhalb einer Stunde kannst du von schroffen Steilküsten über dichte Lorbeerwälder bis hin zu den höchsten Gipfeln der Insel fahren. Durch die verschiedenen Mikroklimata verändert sich die Landschaft ständig. Während an der Südküste die Sonne scheint, können die Berge bereits in dichten Nebel gehüllt sein.
Ein weiteres Markenzeichen Madeiras sind die Levadas. Die historischen Wasserkanäle durchziehen die Insel auf mehreren tausend Kilometern und machen viele der schönsten Wanderungen überhaupt erst möglich. Dazu kommen spektakuläre Aussichtspunkte, natürliche Lavapools, schwarze Sandstrände, kleine Küstenorte und eine unfassbar beeindruckende Pflanzenwelt.
Mehr als einmal dachten wir: So muss sich Hawaii anfühlen. Dort waren wir zwar selbst noch nie, aber genauso stellen wir es uns vor – üppig grün, mit steilen Klippen, Wasserfällen und einer beeindruckenden Küstenlandschaft. Genau das macht Madeira für uns so besonders und wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Reise irgendwann.

Madeira Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
Wenn du nur etwa eine Woche auf Madeira Zeit hast, solltest du dich auf die wichtigsten Madeira Sehenswürdigkeiten konzentrieren. Die folgende Auswahl umfasst unsere persönlichen Highlights – von spektakulären Wanderungen und Küstenorten bis hin zu beeindruckenden Aussichtspunkten. Sie zeigt die Vielfalt der Insel besonders gut.
‼️ Und wichtig: Auch wir haben (noch) nicht die komplette Insel erkundet. Es gibt sicher viele weitere schöne Orte und Highlights, die sich lohnen und sehenswert sind.
- Funchal Altstadt
- Vereda do Areeiro (PR1)
- Ponta de São Lourenço
- Porto Moniz Lavapools
- Seixal Strand und Küste
- Fischerdorf Câmara de Lobos
- Wanderung Steilküste Vereda Porto Cruz
- Ausflug Fanal Nebelwald
- Miradouro de São Cristovão
- Miradouro da Rocha do Navio
Lass dich nicht von Social Media unter Druck setzen
Gerade auf Social Media entsteht oft der Eindruck, man müsse in wenigen Tagen möglichst alle bekannten Sehenswürdigkeiten Madeiras besuchen. Auch wir haben vor unserer Reise unzählige Videos gesehen, in denen scheinbar mühelos ein Highlight nach dem nächsten gezeigt wird.
Die Realität sieht jedoch meist anders aus. Zwischen vielen Orten liegen längere Fahrzeiten, Wanderungen dauern mehrere Stunden und zwischendurch möchtest du vielleicht auch einfach mal am Meer sitzen oder einen Kaffee mit Aussicht genießen.
Wir haben uns deshalb ganz bewusst gegen einige bekannte Highlights entschieden – nicht, weil sie sich nicht lohnen, sondern weil wir die Insel erleben und nicht nur abhaken wollten. Einige Orte haben wir uns sogar bewusst für unseren nächsten Madeira Urlaub aufgehoben.
💡 Unser Tipp an dich: Plane lieber etwas weniger und genieße die Zeit vor Ort. Madeira ist wirklich keine Insel, die man in wenigen Tagen komplett entdecken kann. Madeira ist eine Insel, die man aufsaugen und genießen sollte.
🏘️ Schöne Orte auf Madeira
1. Inselhauptstadt Funchal
Funchal ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Madeiras und der perfekte Ausgangspunkt, um die Insel zu erkunden. Die Altstadt mit ihren bemalten Türen, die charmanten Gassen und geschmückten Straßen, der Mercado dos Lavradores, die Promenade und zahlreiche Restaurants sorgen dafür, dass man hier problemlos ein paar Tage verbringen kann.
Neben der charmanten Altstadt locken Highlights wie die Seilbahnfahrt nach Monte, der Botanische Garten, das CR7 Museum von Cristiano Ronaldo, die traditionelle Korbschlittenfahrt sowie Katamaran Touren zur Wal und Delfinbeobachtung. Wir haben hier unsere ersten Tage verbracht und empfanden Funchal als unglaublich angenehm.
Plane für Funchal am besten zwei volle Tage ein. So hast du genügend Zeit, die Altstadt in Ruhe zu erkunden, mit der Seilbahn nach Monte zu fahren, den Botanischen Garten oder Monte Palace zu besuchen und eine Katamaran Tour zum Sonnenuntergang oder zur Wal- und Delfinbeobachtung zu unternehmen.
Alle Highlights & Reisetipps gibt es bald in unserem separaten Guide

2. Câmara de Lobos
Câmara de Lobos ist eines der bekanntesten Fischerdörfer Madeiras und liegt nur wenige Fahrminuten westlich von Funchal. Berühmt ist der Ort für seinen bunten Hafen mit den traditionellen Fischerbooten, die gemütliche Uferpromenade und die zahlreichen Restaurants und Bars.
Außerdem gilt Câmara de Lobos als Geburtsort des Poncha, dem wohl bekanntesten Getränk der Insel. Selbst Winston Churchill ließ sich wohl von der malerischen Kulisse inspirieren und verewigte den Ort in mehreren Gemälden.
Plane etwa zwei Stunden ein, um durch den Ort zu schlendern, den Hafen zu erkunden und in einem der Restaurants oder Cafés eine kleine Pause einzulegen. Besonders schön finden wir übrigens den Blick vom Aussichtspunkt Ilhéu de Câmara de Lobos oberhalb vom Hafen.
Alle Highlights & Reisetipps gibt es bald in unserem separaten Guide

3. Ponta do Sol
Ponta do Sol gilt als der sonnigste Ort Madeiras und begeistert mit einer entspannten Atmosphäre direkt am Meer. Rund um die kleine Altstadt erwarten dich bunte Häuser, gemütliche Cafés (Tipp: The Old Pharmacy), eine schöne Uferpromenade und ein kleiner Kiesstrand.
Ein besonderes Highlight ist der historische Cais da Ponta do Sol, ein steinerner Pier, der weit in den Atlantik ragt. Von hier genießt du einen der schönsten Blicke auf den Ort, den Strand und die umliegenden Steilklippen.
Plane für Ponta do Sol etwa zwei Stunden ein, um durch den Ort zu schlendern und die Promenade zu genießen. In Kombination mit der Wanderung auf der Levada Nova solltest du mindestens vier Stunden einplanen.
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4. Jardim do Mar
Jardim do Mar ist gefühlt einer der kleinsten Orte auf Madeira – und genau das macht seinen Charme aus. Erwarte hier keine Sehenswürdigkeiten oder ein großes Freizeitangebot. Stattdessen erwarten dich schmale Gassen, überall blühende Pflanzen und eine entspannte Uferpromenade direkt am Atlantik.
Die Atmosphäre wirkt hier einfach herrlich entschleunigt und authentisch. Hier scheinen die Uhren einfach etwas langsamer zu ticken. Kein Wunder, dass sich Jardim do Mar zu einem beliebten Treffpunkt für Surfer und alle entwickelt hat, die dem Trubel entfliehen möchten.
Plane etwa zwei Stunden ein, um ohne Zeitdruck durch den Ort zu schlendern, an der Promenade entlangzulaufen und in einem der wenigen Restaurants einzukehren (Unser Tipp: Joe’s Bar). Jardim do Mar lebt nicht von irgendwelchen Sehenswürdigkeiten, sondern von seinem ganz besonderen, ruhigen Vibe.

5. Porto Moniz
Porto Moniz ist vor allem für seine natürlichen Lavapools bekannt und zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen auf Madeira. Die Becken wurden über Jahrtausende von erkalteter Lava geformt und werden ständig vom Atlantik mit frischem Meerwasser gefüllt. An ruhigen Tagen kannst du hier in einzigartiger Kulisse baden, während die Wellen nur wenige Meter entfernt gegen die Felsen schlagen.
Doch auch der Ort selbst lohnt sich. Rund um den Hafen findest du Restaurants, Cafés und eine schöne Promenade mit Blick auf den Atlantik. Durch seine Lage an der wilden Nordwestküste eignet sich Porto Moniz außerdem unserer Meinung nach perfekt als Ausgangspunkt, um diesen Teil der Insel zu erkunden.
Von Porto Moniz aus sind folgende Highlights gut zu erreichen: Seixal, Ribeira da Janela, Fanal Forest, Achadas da Cruz oder auch die Wanderung zu den 25 Quellen. Wir haben 2 Nächte hier verbracht und konnten während dieser Zeit einen tollen Eindruck von der Nordküste bekommen.
Alle Highlights & Reisetipps gibt es bald in unserem separaten Guide

6. Seixal
Seixal gehört zu den schönsten Orten auf Madeira. Der kleine Küstenort ist malerisch in den Hang gebaut und begeistert mit seinem schwarzen Sandstrand, den natürlichen Lavapools und den üppig grünen Berghängen. Mehr Hawaii-Feeling geht kaum.
Rund um Seixal erwarten dich außerdem mehrere Aussichtspunkte – darunter ein besonders schöner Blick auf den Wasserfall Véu da Noiva. Auch Wanderungen in den Bergen und abenteuerliche Canyoning-Touren (Marco hat diese für sehr gut befunden) starten ganz in der Nähe.
Möchtest du den Ort nur erkunden, reichen etwa zwei Stunden. Planst du zusätzlich eine Einkehr oder einen Strandbesuch ein, solltest du entsprechend mehr Zeit mitbringen.
Zum Baden empfehlen wir dir, möglichst früh morgens oder erst am späten Nachmittag zu kommen. Bei gutem Wetter wird es am schwarzen Sandstrand rund um die Mittagszeit oft sehr voll und auch die Parksituation direkt am Strand ist schwierig. Es gibt nur wenige Stellplätze.
Wir empfehlen dir deshalb, direkt oberhalb der Lavapools am anderen Ende des Ortes zu parken. Von dort erreichst du den Strand bequem in wenigen Minuten zu Fuß und sparst dir meist die lange Parkplatzsuche.
Alle Highlights & Reisetipps gibt es bald in unserem separaten Guide

7. São Vicente
São Vicente wird in vielen Reiseführern als Sehenswürdigkeit empfohlen. Ehrlich gesagt konnten wir den Hype jedoch nicht ganz nachvollziehen. Der Ortskern ist sehr klein und besteht im Wesentlichen aus der Kirche, ein zwei Cafés und Restaurants sowie einer kurzen Promenade. Die früher beliebten Grutas de São Vicente sind zudem seit einigen Jahren dauerhaft geschlossen.
Ein schöner Abstecher ist die oberhalb des Ortes gelegene Capela de Nossa Senhora de Fátima, von der du einen tollen Blick über das Tal und die Nordküste hast. Der Stopp lässt sich gut mit einer Rundreise verbinden. Allein wegen São Vicente würden wir jedoch keinen Umweg in Kauf nehmen.
Plane etwa 30 bis 60 Minuten ein. Liegt der Ort ohnehin auf deiner Route, kannst du hier eine kurze Pause einlegen oder etwas essen, bevor es weiter zu den nächsten Highlights geht. In der Nähe startet zudem die Wanderung PR16 Levada Fajã do Rodrigues.

8. Santana
Santana ist vor allem für seine traditionellen strohgedeckten Häuser bekannt, die zu den Wahrzeichen Madeiras zählen. Viele Urlauber erwarten hier sicherlich ein ganzes Dorf mit diesen typischen Häusern – tatsächlich stehen rund um die Kommunalverwaltung nur einige wenige nachgebaute Häuschen, die heute hauptsächlich für den Tourismus genutzt werden.
Ein echter Geheimtipp ist dagegen dieses Häuschen. Der Besitzer öffnet sein altes Familienhaus, zeigt originale Möbel, historische Fotos und erzählt mit viel Herz vom früheren Leben auf Madeira. Zum Abschluss lädt er seine Gäste oft auf einen Kaffee ein und freut sich über eine kleine freiwillige Spende.
Ganz in der Nähe von Santana befindet sich der Miradouro da Rocha do Navio, einer der beeindruckendsten Aussichtspunkte Madeiras. Von hier blickst du auf die steilen Klippen, das Meer und die kleine Fajã tief unter dir. Wer möchte, kann sogar mit der Seilbahn hinunterfahren, welche zuletzt allerdings aufgrund von Wartungsarbeiten geschlossen war.

9. Porto da Cruz
Porto da Cruz war für uns ein toller Ausgangspunkt, um den Norden und Nordosten Madeiras zu erkunden. Wir haben drei Nächte in dem kleinen Küstenort verbracht und empfanden die Lage als ideal für unsere Ausflüge. Von hier aus erreichst du unter anderem Santana, den Miradouro do Guindaste, die Vereda do Larano, Ponta de São Lourenço und viele weitere Highlights in kurzer Zeit.
Große Sehenswürdigkeiten oder einen super lebhaften Ortskern gibt es in Porto da Cruz nicht. Gerade das hat uns gefallen: Der Ort wirkt angenehm ruhig, authentisch und weniger touristisch als viele andere Orte auf Madeira. Möchtest du den Ort nur besichtigen, reichen etwa 30 bis 60 Minuten. Als Unterkunft für mehrere Tage können wir Porto da Cruz hingegen uneingeschränkt empfehlen.

🏔️ Berge, Natur & Wanderungen
Madeira ist ein Paradies für Naturliebhaber. Auf der Insel erwarten dich unzählige Wanderungen, hunderte Aussichtspunkte, beeindruckende Wasserfälle und tief eingeschnittene Täler. Ehrlich gesagt könntest du hier mehrere Wochen verbringen und würdest trotzdem längst nicht alles sehen. Deshalb zeigen wir dir die Naturhighlights, die du unserer Meinung nach auf keinen Fall verpassen solltest.
Wie bereits anfangs erwähnt, haben wir bewusst auf einige bekannte Highlights verzichtet, um nicht von einem Fotospot zum nächsten zu hetzen und die Insel auch einfach genießen zu können. Einige Wanderungen und Aussichtspunkte haben wir uns deshalb ganz bewusst für unseren nächsten Madeira Urlaub aufgehoben.
10. Vereda do Areeiro (PR1)
Die PR1 zählt zu den spektakulärsten Wanderungen Europas und war für uns definitiv ein Highlight. Der Weg verbindet die drei höchsten Gipfel der Insel – den Pico do Arieiro, den Pico das Torres und den Pico Ruivo – und führt über schmale Grate, steile Treppen, durch Felstunnel und entlang beeindruckender Steilhänge. Immer wieder eröffnen sich atemberaubende Ausblicke auf die Bergwelt und das berühmte Wolkenmeer.
Trotz der überschaubaren Distanz (ca. 6 km & 2,5h) solltest du die Wanderung nicht unterschätzen. Die vielen Treppen und Höhenmeter machen sie durchaus anspruchsvoll. Starte am besten früh am Morgen, um die schönste Stimmung zu erleben. Festes Schuhwerk, ausreichend Wasser und eine Taschenlampe für die Tunnel gehören unbedingt ins Gepäck (Handylicht geht auch).
Für die PR1-Wanderung benötigst du ein kostenpflichtiges Permit (10,50 € p.P.). Die Wanderung ist aktuell keine Rundtour. Vom Pico Ruivo gelangst du innerhalb von rund 40 Minuten über den PR1.2 nach Achada do Teixeira, wo du mit einem Taxi oder Shuttle zurück zum Ausgangspunkt fahren kannst (20 € pro Person).
💡 Unser Tipp: Falls du die komplette Wanderung nicht machen möchtest, gibt es auch ein Short Ticket (6,50 € p.P.). Damit kannst du vom Pico do Arieiro bis zu den ersten Aussichtspunkten und den markanten Treppenabschnitten laufen und anschließend auf demselben Weg wieder zurückkehren.
- Startpunkt: Pico do Aireiro (Radarstation)
- Parken: Parkplatz P2 (5 € Tagesticket | Bezahlung mit Karte am Automaten)
- Länge: ca. 6 km bis Pico Ruivo
- Dauer: ca. 2,5 Stunden bis Pico Ruivo
- Toiletten unterwegs: vorher am Pico do Aireiro oder am Pico Ruivo
- Einkehr danach: Pico Ruivo oder Achada do Teixeira
Alle Informationen zu den Permits für Wanderungen auf Madeira findest du bald hier

11. Ponta de São Lourenço (PR8)
Die Ponta de São Lourenço bildet die östlichste Spitze Madeiras und zeigt eine völlig andere Seite der Insel. Statt dichter Wälder und grüner Berge erwarten dich hier karge Vulkanlandschaften, schroffe Felsformationen und spektakuläre Steilklippen. Durch die trockene Vegetation und die weiten Ausblicke fühlt sich die Landschaft fast wie eine andere Insel an.
Die Wanderung PR8 zählt zu den beliebtesten auf Madeira und führt bis zur Casa do Sardinha. Unterwegs erwarten dich immer wieder beeindruckende Aussichtspunkte auf den Atlantik und die markanten Felsformationen der Halbinsel. Bei klarem Wetter kannst du sogar die benachbarte Insel Porto Santo erkennen.
Plane für die Wanderung etwa drei bis vier Stunden ein und starte möglichst früh am Morgen. Schatten gibt es unterwegs nämlich kaum, weshalb ausreichend Wasser, Sonnenschutz und festes Schuhwerk unverzichtbar sind. Für die Wanderung benötigst du ebenfalls ein kostenpflichtiges Permit (4,50 € p.P.).
Die Wanderung ist hin und zurück knapp 6 Kilometer lang. Wer nicht die gesamte Strecke laufen möchte, kann auch nur einen Teil der Halbinsel erkunden und jederzeit auf demselben Weg zurückkehren. Kurz vor dem letzten Aussichtspunkt befindet sich ein kleines Imbissrestaurant mit Toiletten, Snacks, Getränken, Eis und weiteren Leckereien.
- Startpunkt: hinter dem letzten Kreisverkehr (SAM Bus Stop 113)
- Parken: entlang der Straße (kostenlos)
- Länge: ca. 6 km hin und zurück
- Dauer: ca. 3 bis 4 Stunden
- Toiletten unterwegs: Casa do Sardinha
- Einkehr: Casa do Sardinha (oder vorher am Parkplatz bei den Imbissautos)
- Baden unterwegs: Praia do Sardinha oder Praia de São Lourenço
Alle Informationen zu den Permits für Wanderungen auf Madeira findest du bald hier

12. Levada Nova & Levada do Moinho
Die Kombination aus der Levada do Moinho und der Levada Nova gehört für uns zu den schönsten Levada Wanderungen auf Madeira. Zunächst wanderst du entlang der Levada do Moinho durch dichte Vegetation und vorbei an kleinen Wasserläufen. Anschließend führt der Weg bergauf zur Levada Nova, die hoch über dem Tal verläuft und immer wieder spektakuläre Ausblicke bietet.
Das absolute Highlight ist der Abschnitt, auf dem du direkt hinter zwei Wasserfällen entlangläufst und der Weg anschließend durch einen längeren Tunnel führt. Im Vergleich zu vielen anderen bekannten Wanderungen war hier deutlich weniger los.
Laufe die Rundtour am besten im Uhrzeigersinn – also zuerst über die Levada do Moinho und anschließend über die höher gelegene Levada Nova zurück. So sparst du dir viele Treppen bergab und hast die schönsten Ausblicke auf dem Rückweg vor dir. Plane dafür etwa drei Stunden ein.
Wichtig: Die Wanderung ist technisch zwar nicht besonders anspruchsvoll, an einigen Stellen verläuft der Weg jedoch direkt am steilen Hang und ist nicht durch ein Geländer gesichert. Vor allem bei Nässe oder mit Kindern solltest du hier extrem vorsichtig sein.
- Startpunkt: Hinter der Igreja da Lombada oberhalb von Ponta do Sol
- Parken: entlang der Straßen vor der Kirche
- Länge: ca. 8,5 bis 9 km
- Dauer: ca. 2,5 bis 3 Stunden mit Pausen
- Toiletten unterwegs: nein
- Einkehr danach: Xavier Café & Shop
Alle Informationen zu dieser Wanderung bald auf dem Blog

13. Vereda do Larano
Die Vereda do Larano zählt zu den spektakulärsten Küstenwanderungen auf Madeira. Der Weg verbindet Porto da Cruz mit Machico und führt entlang steiler Klippen hoch über dem Atlantik. Immer wieder eröffnen sich beeindruckende Ausblicke auf die raue Nordküste, das tiefblaue Meer und die grünen Berghänge.
Ein besonderes Highlight ist der Miradouro da Boca do Risco. Von diesem Aussichtspunkt blickst du auf die steil abfallende Küste und den schmalen Wanderweg, der sich spektakulär an den Klippen entlangschlängelt. Für viele ist dies der schönste Abschnitt der gesamten Wanderung.
Die komplette Strecke ist rund 12 Kilometer lang. Wer die Wanderung nur in eine Richtung laufen möchte, kann den Rückweg mit einem Taxi organisieren oder am Start- bzw. Zielort einen zweiten Wagen abstellen. Wir sind bis Caniçal gewandert und haben uns vor Ort ein UBER bestellt.
- Startpunkt: Porto da Cruz oder direkt oben am offiziellen Start (hier Goggle Maps)
- Parken: entlang der Straße Caminho do Cabo de Larano (kostenlos)
- Länge: ca. 11 bis 14 km (je nach Start und Endpunkt)
- Dauer: ca. 5 bis 6 Stunden
- Toiletten unterwegs: nein, erst in den Orten/Dörfern selbst
- Einkehr danach: Xavier Café & Shop
Alle Informationen zu dieser Wanderung bald auf dem Blog

14. Levada do Rei (PR18)
Die Levada do Rei (PR18) zählt für uns zu den schönsten und ursprünglichsten Levadawanderungen auf Madeira. Der Weg führt größtenteils durch den dichten Lorbeerwald, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Entlang der Levada erwarten dich moosbewachsene Felsen, kleine Wasserfälle und eine üppig grüne Vegetation, wie man sie sich auf Madeira vorstellt.
Das Ziel der Wanderung ist Ribeiro Bonito, ein kleines Naturparadies mit mehreren Wasserläufen und dichter Vegetation. Im Vergleich zu vielen anderen Wanderungen geht es hier weniger um spektakuläre Fernblicke als vielmehr um das intensive Naturerlebnis. Die Strecke verläuft größtenteils eben und eignet sich daher auch für weniger geübte Wanderer.
Plane für die Hin- und Rückwanderung (ca. 13 km) etwa 3 bis 3,5 Stunden ein. An einigen Stellen musst du kleine Wasserfälle queren, weshalb wasserdichte Wanderschuhe von Vorteil sind. Außerdem benötigst du für die Wanderung ein kostenpflichtiges Permit (4,50 € p.P.).
- Startpunkt: hinter dem Restaurant Quinta Levada do Rei
- Parken: entlang der Straße vor dem Startpunkt (kostenlos)
- Länge: ca. 13 km hin und zurück
- Dauer: ca. 3 bis 3,5 Stunden
- Toiletten unterwegs: nein, erst im Restaurant
- Einkehr danach: Restaurant Quinta Levada do Rei (leckere Pizza)

15. Fanal Forest
Der Fanal Forest gehört für viele zu den beeindruckendsten Naturhighlights Madeiras. Die jahrhundertealten Lorbeerbäume, die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören, wirken vor allem im Nebel wie aus einer anderen Welt. Genau diese mystische Atmosphäre macht den Wald zu einem der beliebtesten Fotospots der Insel. Aber auch bei Sonnenschein lohnt sich ein Besuch auf der Hochebene.
Rund um den Fanal Forest starten außerdem mehrere Wanderungen, darunter die PR13 Vereda do Fanal und die PR14 Levada dos Cedros. Wer aber nicht wandern möchte, kann den Wald auch bei einem kurzen Spaziergang erkunden und die besondere Stimmung genießen.
Plane für den Wald selbst etwa eine Stunde insgesamt ein. Mit einer Wanderung solltest du natürlich entsprechend mehr Zeit einplanen. Die Chancen auf Nebel sind morgens und bei wechselhaftem Wetter oft am größten. Für die PR-Wanderungen ist ein kostenpflichtiges Permit notwendig.
- Startpunkt: Parque de Merendas do Fanal
- Parken: entlang der Straße und Parkplätze (kostenlos)
- Länge: ohne Wanderung gemütlicher Spaziergang
- Dauer: ca. 1 Stunde vor Ort ohne Wanderung
- Toiletten unterwegs: nein
- Einkehr danach: keine Möglichkeit vorhanden

🌅 Tolle Aussichtspunkte
16. Cabo Girão Skywalk
Der Cabo Girão Skywalk zählt wohl zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Madeiras und ist für viele Besucher die erste Station nach ihrer Ankunft in Funchal. Die gläserne Aussichtsplattform ragt über eine rund 580 Meter hohe Steilklippe und bietet dadurch einen beeindruckenden Blick auf den Atlantik, die Terrassenfelder unterhalb der Klippe und die Südküste Madeiras.
Die Aussicht hat uns trotz der vielen Besucher gut gefallen. Gerade in der Hauptreisezeit kann es hier allerdings sehr voll werden. Auch die Parksituation ist etwas angespannt, da es nur wenige Stellplätze gibt und entlang der Straße häufig bereits alles belegt ist.
Plane etwa 30 bis 60 Minuten für deinen Besuch ein und komme möglichst früh morgens oder später am Nachmittag. Der Eintritt kostet aktuell 5 € pro Person. Tickets kannst du direkt am Automaten kaufen und bequem mit Karte bezahlen.

17. Miradouro de São Cristovão
Der Miradouro de São Cristóvão gehört für uns zu den schönsten Aussichtspunkten auf Madeira. Von hier blickst du auf die beeindruckende Nordküste mit ihren steilen Klippen, den grünen Berghängen und dem tiefblauen Atlantik. Die Aussicht ist wirklich spektakulär und zählt für uns zu den schönsten Panoramen der Insel.
Direkt am Aussichtspunkt befinden sich eine Bar mit Sitzmöglichkeiten sowie ein Restaurant, das laut Google Bewertungen einen sehr guten Ruf genießt. Dadurch herrscht hier zwar ein reges Kommen und Gehen, extrem überlaufen empfanden wir den Aussichtspunkt aber dennoch nicht.
Plane etwa 30 bis 45 Minuten ein und gönn dir einen Kaffee oder ein Stück Kuchen mit Aussicht. Gerade für eine kurze Pause auf einer Rundreise ist der Miradouro de São Cristóvão perfekt geeignet.

18. Miradouro da Rocha do Navio
Der Miradouro da Rocha do Navio gehört für uns ebenfalls zu den top Aussichtspunkten auf ganz Madeira. Von hier blickst du auf die steilen Klippen der Nordküste, den Atlantik und die grüne Fajã tief unter dir. Die Aussicht ist wirklich beeindruckend und gehört für uns zu den absoluten Highlights der Insel.
Direkt am Aussichtspunkt stehen ausreichend kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Von hier startet außerdem die Seilbahn Rocha do Navio, mit der du in wenigen Minuten zur Fajã am Meer hinunterfahren kannst. Ursprünglich wurde sie für die Landwirte gebaut, heute ist sie auch eine beliebte Attraktion für Besucher (aktuell leider geschlossen).
Plane etwa 30 Minuten für den Aussichtspunkt ein. Möchtest du zusätzlich mit der Seilbahn hinunterfahren, solltest du natürlich deutlich mehr Zeit einplanen.

19. Miradouro da Pedra Furada
Ein weiterer schöner Aussichtspunkt ist der Miradouro da Pedra Furada. Von der Aussichtsplattform blickst du auf die markanten Felsformationen der Nordostküste, den Atlantik und die steilen Klippen. Besonders auffällig ist der namensgebende Felsen mit seinem natürlichen Felstor, das dem Aussichtspunkt seinen Namen gibt.
Der Miradouro ist bequem mit dem Auto erreichbar und eignet sich hervorragend für einen kurzen Zwischenstopp auf dem Weg zum Startpunkt der Wanderung PR8 Ponta de São Lourenço. Rund um die Aussichtsplattform stehen ein paar Imbisswagen, wo du Eis, Poncha, Softdrinks und Snacks kaufen kannst.

20. Miradouro Ponta do Furado
Der Miradouro Ponta do Furado ist der letzte und zugleich spektakulärste Aussichtspunkt der PR8 – Ponta de São Lourenço. Nach der Casa do Sardinha führt ein kurzer, aber etwas steiler Anstieg von rund 20 Minuten hinauf zum Aussichtspunkt.
Oben angekommen wirst du mit einem einzigartigen Panorama über die östlichste Spitze Madeiras, den Atlantik und die markanten Felsformationen der Halbinsel belohnt. Bei klarer Sicht kannst du sogar die Nachbarinsel Porto Santo erkennen.

21. Boca do Risco
Der Miradouro Boca do Risco ist einer der spektakulärsten Aussichtspunkte an der Nordküste Madeiras. Von hier blickst du auf die steil ins Meer abfallenden Klippen und den schmalen Küstenweg der Vereda do Larano, der sich eindrucksvoll an den Felsen entlangschlängelt.
Die Kombination aus grünen Berghängen, schroffen Steilküsten und dem tiefblauen Atlantik macht diesen Ort zu einem echten Highlight. Den Aussichtspunkt erreichst du nur im Rahmen der Wanderung auf der Vereda do Larano.

22. Achadas da Cruz
Achadas da Cruz ist vor allem für eine der steilsten Seilbahnen Europas bekannt. Sie verbindet das auf den Klippen gelegene Dorf mit der abgelegenen Fajã da Quebrada Nova direkt am Atlantik. Während der rund fünfminütigen Fahrt eröffnen sich beeindruckende Ausblicke auf die Steilküste und das Meer.
Unten erwartet dich eine nahezu unberührte Küstenlandschaft mit kleinen Feldern, die bis heute bewirtschaftet werden. Große Sehenswürdigkeiten gibt es hier zwar nicht – gerade die Ruhe und Ursprünglichkeit machen den Reiz dieses Ortes aber auch aus.
Plane etwa zwei Stunden ein. Allein die Fahrt mit der Seilbahn soll wirklich cool sein (5€ hin und zurück). Direkt an der Bergstation und entlang der Straße stehen kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Komme am besten ganz früh oder am späten Nachmittag. Tagsüber herrscht hier nämlich ein reges Treiben und man wartet sehr lange auf einen Platz in der Gondel.

23. Miradouro do Farol da Ponta do Pargo
Der Miradouro do Farol da Ponta do Pargo liegt am westlichsten Punkt Madeiras und gehört zu den beliebtesten Orten, um den Sonnenuntergang zu erleben. Direkt neben dem historischen Leuchtturm eröffnet sich ein weiter Blick über die schroffen Klippen und den Atlantik.
Plane etwa 30 bis 45 Minuten ein und komme möglichst kurz vor Sonnenuntergang. Direkt am Leuchtturm stehen kostenlose Parkplätze zur Verfügung und der Aussichtspunkt ist in wenigen Schritten erreichbar. Im Ort selbst können wir die Gato Legal Coffee Roastery empfehlen.

Weitere Aussichtspunkte
Folgende Viewpoints stehen bei uns für eine nächste Reise noch auf der Liste. Wegen des schlechten Wetters in den Bergen mussten wir einige Touren leider verschieben. Aber aufgehoben ist ja nicht aufgeschoben!
- Miradouro da Ponta do Rosto
- Miradouro dos Balcões
- Miradouro Eira do Serrado
- Aussichtspunkt Bica da Cana
- Miradouro da Beira da Quinta
- Miradouro da Portela
- Miradouro do Guindaste
🚡 Attraktionen & Ausflüge
24. Funchal Seilbahn
Die Seilbahn von Funchal zählt zu den beliebtesten Attraktionen der Insel. Während der rund 15-minütigen Fahrt schwebst du über die Dächer der Hauptstadt bis hinauf nach Monte und genießt tolle Ausblicke auf Funchal, den Hafen und den Atlantik.
Ideal lässt sich die Fahrt mit dem Monte Palace Tropical Garden oder dem Botanischen Garten verbinden. Viele unternehmen zudem noch eine Korbschlittenfahrt von dort aus.
- Preis: Hin- und Rückfahrt 22 € p.P. (Kinder ermäßigt)
- Öffnungszeiten: 8:45 bis 17:45 Uhr
- Tickets: vor Ort oder vorab online (geht vor Ort dann schneller)

25. Monte Palace Tropical Garden
Der Monte Palace Tropical Garden gehört zu den schönsten Gärten Madeiras. Auf mehreren Hektar erwarten dich exotische Pflanzen, kleine Seen, Wasserfälle, Skulpturen und zahlreiche Aussichtspunkte mit Blick über Funchal. Wer sich für Natur und Gartenanlagen interessiert, sollte diesen Ort nicht verpassen.
Plane mindestens zwei bis drei Stunden ein. Der Garten ist deutlich größer, als er auf den ersten Blick wirkt. Zudem gibt es ein paar Cafés und Restaurants, wo du noch eine Pause einlegen kannst. Wir fanden den Ausflug wirklich richtig gut! Es hat sich zudem gelohnt, gleich mit der ersten Bahn hinauf zu fahren. Es waren kaum Besucher vor Ort.
- Eintritt: 18 € p.P. (Kinder ermäßigt)
- Öffnungszeiten: im Sommer täglich 9 bis 19 Uhr
- Tickets: vor Ort oder vorab online
- Anreise: Seilbahn, Auto, Taxi oder Bus (20, 21, 22 & 48)

26. Korbschlittenfahrt Monte
Die traditionelle Korbschlittenfahrt gehört zu den bekanntesten Erlebnissen auf Madeira. Seit dem 19. Jahrhundert fahren die Korbschlitten von Monte bergab Richtung Funchal und werden dabei von zwei Carreiros in traditionellen weißen Kleidern und Strohhüten gelenkt.
Informiere dich vorab über die Wartezeiten. Gerade vormittags und an Tagen mit Kreuzfahrtschiffen können die Schlangen sehr lang werden. Wir selbst haben auf eine Fahrt verzichtet, da wir einfach kein Interesse daran hatten.
‼️ Aber Achtung: Nach der Korbschlittenfahrt wirst du von Fotografen, Verkäufern und Taxifahrern teils sehr offensiv angesprochen. Die Taxifahrer vor Ort verlangen gerne mal 25 €. Bestelle dir stattdessen ein UBER für 5 bis 6 € oder laufe zu Fuß (ca. 40 Minuten).
- Startpunkt: vor dem Eingang zum Monte Palace
- Preise: 1 Person 30 € | 2 Personen 40 €, 3 Personen 60 €
- Tickets: nur vor Ort am Schalter
- Dauer: 2 km | circa 10 Minuten
- Öffnungszeiten: Mo.–Sa. 9 bis 18 Uhr

27. Canyoning in den Bergen
Lust auf Action und Adrenalin? Madeira zählt zu den besten Canyoning-Destinationen Europas. Ausgestattet mit Neoprenanzug, Helm und Klettergurt wanderst du durch Schluchten, springst in natürliche Pools, rutschst über Felsen und seilst dich an gigantischen Wasserfällen ab. Für Marco war es ein unvergessliches Erlebnis.
Die vielen Anbieter haben immer verschiedene Touren für jedes Erfahrungslevel. So können auch Anfänger etwas Passendes finden. Wichtig ist, bei einem zertifizierten Anbieter zu buchen. Hier geht’s zu Marcos Tour*.

28. Vespatour über die Insel
Wer Madeira einmal ganz anders erleben möchte, sollte die Insel mit einer Vespa oder einem Roller erkunden. Gerade auf den alten Küstenstraßen und kleinen Bergstraßen macht das Fahren besonders viel Spaß. Durch das angenehme Klima eignet sich Madeira fast das ganze Jahr dafür.
Plane genügend Zeit ein und meide nach Möglichkeit die Schnellstraßen. Die schönsten Strecken führen über die kleinen Nebenstraßen durch die Dörfer und entlang der Küste. Wir waren gerade bei der Mietstation, als das Wetter in den Bergen komplett zuzog und wir unsere Tour somit auf das nächste Mal verschoben haben.

29. Katamaran- & Delfintour
Eine Katamaran Tour gehört für viele zu den schönsten Ausflügen auf Madeira. Mit etwas Glück kannst du Delfine, Wale und Meeresschildkröten in freier Wildbahn beobachten. Viele Touren starten in Funchal (einige auch in Calheta) und bieten unterwegs die Möglichkeit, im Atlantik zu baden oder mit Delfinen zu schwimmen.
Buche möglichst eine Tour am Morgen. Dann ist das Meer häufig ruhiger und die Chancen auf Tierbeobachtungen sind besonders gut. Folgende Touren wurden uns von anderen Reisenden ans Herz gelegt:
- Funchal: Whale-Watching-Bootsfahrt und Schwimmen mit Delfinen*
- Sonnenuntergangstour auf einem traditionellen madeirischen Boot mit Drinks*
- Bucht von Funchal: Luxus-Katamaran-Kreuzfahrt zur Delfin- und Walbeobachtung*

30. Jeeptour über die Insel
Eine Jeeptour* gehört für viele Urlauber zu den beliebtesten Ausflügen auf Madeira. Dabei fährst du mit einem erfahrenen Guide quer über die Insel und entdeckst viele verschiedene Highlights an nur einem Tag – von Aussichtspunkten über kleine Dörfer bis hin zu Offroad-Strecken und weniger bekannten Ecken.
Gerade wenn du keinen Mietwagen hast oder nicht selbst auf den kurvigen Straßen fahren möchtest, ist eine Jeeptour in unseren Augen eine entspannte Möglichkeit, trotzdem viel von Madeira zu sehen.
- Ganztägige Jeeptour mit Guide und Abholung*
- Madeira: Ganztagestour mit dem Jeep, natürliche Pools, Seixal & Fanal*
- Funchal: 4×4 Jeep Trip in den Osten und Nordosten Madeiras*
Massentourismus auf Madeira: Wie schlimm ist es wirklich?
Vor unserer Reise hatten wir ehrlich gesagt etwas Sorge. Auf Social Media und in vielen Reiseberichten entsteht schnell der Eindruck, Madeira sei mittlerweile völlig überlaufen. Menschenmassen auf den Wanderwegen, überfüllte Aussichtspunkte und kilometerlange Autoschlangen – genau dieses Bild hatten wir im Kopf.
Nach zwei Wochen auf der Insel können wir jedoch sagen: So extrem haben wir es persönlich nicht erlebt. Ja, an bekannten Highlights wie der PR1, PR8, den Lavapools in Porto Moniz oder dem schwarzen Sandstrand von Seixal war bei gutem Wetter ordentlich was los. Gleichzeitig gab es aber viele Orte, an denen wir die Insel fast für uns allein hatten – vor allem in kleineren Dörfern, auf weniger bekannten Wanderungen und an vielen Aussichtspunkten.
Was uns mehr beschäftigt hat als die Anzahl der Besucher, war das Verhalten an manchen Hotspots. Immer wieder konnten wir beobachten, wie Menschen nur kurz aus dem Auto stiegen, schnell Fotos machten und direkt zum nächsten Ort weiterfuhren. Social Media scheint den Druck zu verstärken, möglichst viele Highlights in kurzer Zeit abzuhaken. Dabei geht aus unserer Sicht genau das verloren, was Madeira so besonders macht: die Ruhe, die Natur und das bewusste Erleben der Insel.
Ein zusätzlicher Faktor sind die Kreuzfahrtschiffe. Vor allem in der Hauptsaison legen regelmäßig mehrere Schiffe gleichzeitig in Funchal an. Dann strömen innerhalb weniger Stunden mehrere Tausend Tagesgäste in die Altstadt und zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten.
Außerhalb von Funchal haben wir die Auswirkungen jedoch deutlich weniger gespürt. Gleichzeitig zeigen die offiziellen Zahlen, dass der Kreuzfahrttourismus wächst: 2024 wurden erstmals 728.604 Kreuzfahrtpassagiere im Hafen von Funchal gezählt – so viele wie nie zuvor (zur Quelle).
Unser Fazit fällt deshalb differenziert aus: Ja, der Tourismus auf Madeira nimmt spürbar zu und an einigen Orten wird es zeitweise voll. Von einem flächendeckenden Massentourismus, wie wir ihn aus manchen europäischen Städten kennen, würden wir nach unseren Erfahrungen aber (noch) nicht sprechen.
Plane daher lieber etwas weniger und nimm dir Zeit für die Insel. Gleichzeitig solltest du dir bewusst machen, dass Madeira längst kein Geheimtipp mehr ist. Viele Menschen möchten die Schönheit der Insel erleben und natürlich profitieren auch Restaurants, Tourenanbieter, Unterkünfte und andere Unternehmen vom Tourismus.
Wenn du mit dieser Erwartung anreist und nicht davon ausgehst, eine einsame, unentdeckte Insel vorzufinden, wirst du unserer Meinung nach kaum enttäuscht werden. Madeira ist für uns eine der abwechslungsreichsten Inseln Europas und definitiv eine Reise wert.
Häufige Fragen zu Madeira
Was muss man auf Madeira unbedingt gesehen haben?
Wenn du nur wenig Zeit hast, empfehlen wir dir diese Highlights:
- Funchal Altstadt
- Vereda do Areeiro (PR1)
- Ponta de São Lourenço
- Porto Moniz Lavapools
- Seixal Strand und Küste
- Fischerdorf Câmara de Lobos
- Wanderung Steilküste Vereda Porto Cruz
- Ausflug Fanal Nebelwald
- Miradouro de São Cristovão
- Miradouro da Rocha do Navio
Mit diesen Sehenswürdigkeiten lernst du die unterschiedlichen Facetten Madeiras kennen – von spektakulären Bergen und Wanderungen über uralte Lorbeerwälder bis hin zu idyllischen Küstenorten und beeindruckenden Aussichtspunkten.
Wie viele Tage sollte man für Madeira einplanen?
Wir empfehlen dir, mindestens 7 Tage für Madeira einzuplanen. So hast du genügend Zeit, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu entdecken und einige der schönsten Wanderungen zu unternehmen. Noch besser sind jedoch 10 bis 14 Tage, denn Madeira hat wirklich unfassbar viel zu bieten.
Erst dann kannst du die Insel wirklich entspannt erleben, verschiedene Regionen erkunden und auch einmal einen Tag am Meer verbringen oder einfach einen der vielen kleinen Küstenorte genießen. Madeira ist keine Insel, die man möglichst schnell abhaken sollte.
Braucht man für Madeira einen Mietwagen?
Ja, wir empfehlen dir für Madeira unbedingt einen Mietwagen. Viele der schönsten Sehenswürdigkeiten, Wanderungen und Aussichtspunkte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer oder gar nicht erreichbar. Mit einem eigenen Auto bist du deutlich flexibler und kannst die Insel in deinem eigenen Tempo erkunden.
Falls du Wanderungen wie die PR1 oder die Vereda do Larano planst, benötigst du teilweise zusätzlich ein Taxi oder einen Shuttle, da es sich nicht um Rundwanderungen handelt. Insgesamt hat der Mietwagen unsere Reise deutlich entspannter gemacht und wir würden Madeira jederzeit wieder auf eigene Faust erkunden.
Welche Sehenswürdigkeiten auf Madeira sind kostenlos?
Erfreulicherweise sind die meisten Sehenswürdigkeiten auf Madeira kostenlos. Dazu zählen nahezu alle Aussichtspunkte (Miradouros), viele Küstenorte, der Fanal Forest sowie zahlreiche Wanderungen und Levadas. Für einige offizielle PR-Wanderwege wird mittlerweile jedoch ein kostenpflichtiges Permit benötigt.
Eintritt zahlst du unter anderem für den Monte Palace Tropical Garden, den Cabo Girão Skywalk, die Korbschlittenfahrt oder verschiedene Aktivitäten wie Canyoning und Katamaran Touren. Insgesamt lässt sich Madeira aber auch mit einem kleineren Budget wunderbar erkunden.
Wann ist die beste Reisezeit für Madeira?
Madeira ist ein ganzjähriges Reiseziel. Dank des milden Klimas herrschen selbst im Winter meist angenehme Temperaturen. Besonders beliebt sind die Monate April bis Juni sowie September und Oktober. Dann erwarten dich oft sonniges Wetter, angenehme Temperaturen und ideale Bedingungen zum Wandern.
Aber auch im Sommer und Winter lohnt sich eine Reise. Durch die verschiedenen Mikroklimata kann das Wetter je nach Region stark variieren. Während im Süden die Sonne scheint, können die Berge oder die Nordküste gleichzeitig in Wolken oder Nebel liegen. Genau deshalb lohnt es sich, bei der Tagesplanung immer einen Blick auf die regionalen Wettervorhersagen zu werfen.
Welche Orte auf Madeira sind am schönsten?
Das lässt sich pauschal kaum beantworten, denn jeder hat eine andere Vorstellung davon, was einen schönen Ort ausmacht. Für die einen zählen spektakuläre Aussichten, für andere eine gemütliche Altstadt, gute Restaurants oder eine ruhige Atmosphäre.
Uns persönlich haben vor allem Orte gefallen, die eine schöne Mischung aus Charme, Aussicht, Gastronomie und entspanntem Flair bieten. Zu unseren Favoriten gehören Funchal, Jardim do Mar, Seixal, Ponta do Sol und Porto Moniz.
Gleichzeitig haben wir festgestellt, dass nicht jeder bekannte Ort automatisch auch zu unseren persönlichen Highlights zählt. Deshalb empfehlen wir dir, die Orte nach deinen eigenen Interessen auszuwählen – ob Wandern, Baden, Kulinarik oder einfach das authentische Inselleben.
Was kostet eine Madeira-Reise?
Wie teuer eine Madeira Reise wird, hängt vor allem von der Reisezeit, der Unterkunft und deinem Reiseverhalten ab. Mit Mietwagen, Ferienwohnung und gelegentlichen Restaurantbesuchen solltest du grob mit 1.000 bis 1.500 Euro pro Person für eine Woche inklusive Flug rechnen.
Etwas sparen kannst du bei der Unterkunft und Verpflegung. Die größten Kostenpunkte sind in der Regel der Flug und der Mietwagen. Insgesamt empfanden wir Madeira im Vergleich zu vielen anderen europäischen Inseln als preislich fair – vor allem, da die meisten Aussichtspunkte und viele Naturhighlights kostenlos besucht werden können.
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