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Unsere Radreise auf dem Württemberger Tälerradweg (inkl. Route & Highlights)

Württemberger Tälerradweg

Während wir im letzten Jahr einige tolle Wanderungen auf der Schwäbischen Alb unternahmen, ging es für uns in diesem Jahr auf dem Württemberger Tälerradweg durch die einzigartige Landschaft dieser Region. Von Giengen an der Brenz führte uns der Radweg bis nach Schwäbisch Gmünd. Unterwegs entdeckten wir malerische Flusstäler, charmante Städte, sanfte Hügel, steile Felswände und zahlreiche tolle Aussichten.

Im folgenden Beitrag stellen wir dir die Etappe 3, 4, 5 und 6 des Württemberger Tälerradweges genauer vor und nehmen dich virtuell mit auf unsere abwechslungsreiche Fahrradreise. Wir versorgen dich zusätzlich mit allen wichtigen Informationen rund um die Themen Unterkünfte, Route, Ausrüstung und Highlights. Viel Spaß beim Stöbern!

Offenlegung: Unsere Reise fand in Kooperation mit der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg und dem Schwäbische Alb Tourismusverband e.V. statt. Unsere Meinungen und Ansichten bleiben davon wie immer unberührt.



Der Württemberger Tälerradweg

Der 273 Kilometer lange Württemberger Tälerradweg ist in 6 Etappen eingeteilt. Unterwegs passiert man gleich 12 Flusstäler, wie zum Beispiel das Brenztal, Donautal, Achtal, Remstal oder auch das Eselsburger Tal. Der Radweg ist überwiegend flach bis leicht hügelig, was ihn auch für weniger erfahrene Radfahrer und Familien geeignet macht. Lediglich bei Etappe 4 und 5 muss man hin und wieder etwas kräftiger in die Pedale treten.

Jede Etappe hat seinen ganz eigenen Charakter und erwartet dich mit abwechslungsreichen Highlights. Ob leuchtend blaue Karstquelle Blautopf in Blaubeuren, das Steiff-Museum in Giengen an der Brenz, die wunderschöne Stadt Ulm mit dem höchsten Kirchturm der Welt oder die Höhlen der Schwäbischen Alb, die zum UNESCO-Welterbe gehören – für Langeweile ist hier definitiv kein Platz!

Nicht zu vergessen die wunderschöne Naturkulisse der Schwäbischen Alb. Sanfte Hügel, imposante Felswände, idyllische Flusstäler und sehenswerte Aussichten warteten auf uns. Diese Radtour war für uns perfekt, um eine mehrtägige Fahrradtour mal auszuprobieren. Es war definitiv nicht unsere letzte Tour.


Details Württemberger Tälerradweg

  • Beste Reisezeit: April bis Oktober
  • Etappen: 6 Tagesetappen (kann beliebig angepasst werden)
  • Distanz: 273 km (pro Etappe zwischen 35 km und 53 km)
  • Länge: 6 Tage (pro Etappe ca. 3 bis 4 Stunden Fahrtzeit)
  • Wegbeschaffenheit: 12% naturnah | 30% Feinschotter | 57% Asphalt
  • Highlights: 12 Täler, Weitblicke, imposante Felswände, sanfte Hügel, charmante Städtchen

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Start der Radreise in Giengen an der Brenz

Giengen an der Brenz befindet sich im malerischen Tal der Brenz und ist bekannt für seine Einhörner und Teddybären. Hä? Einhörner und Teddybären? Ja, du hast richtig gelesen. Die ehemalige freie Reichsstadt ist Heimat und Geburtsstätte des Teddybären. Bereits 1903 wurde hier die Steiff-Fabrikhalle errichtet, nachdem Margarete Steiff vor über 135 Jahren das erste Stofftier erschuf – einen kleinen Elefant.

Heute kannst du im Steiff-Museum auf 2.400 qm Fläche in die Erlebniswelt der Kuscheltiere eintauchen und im größten Steiff Shop der Welt das eine oder andere Andenken erwerben. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Mit der AlbCard ist der Eintritt sogar kostenlos. Mehr dazu weiter unten im Beitrag.

Und auch außerhalb dieser Kuscheltierwelten bietet Giengen sehenswerte Highlights, wie zum Beispiel die Charlottenhöhle, welche mit 587 Metern die längste begehbare Schauhöhle der Schwäbischen Alb ist oder auch die schnuckeligen Altstadt mit einigen historischen Gebäuden.


  • Anreise Giengen an der Brenz: mit der Deutschen Bahn
  • Fahrradverleih: hier gehts zur Übersicht
  • Übernachtungstipp: Stadthotel Giengen
  • Restauranttipp: La Cucina degli Artisti Ristorante (gehört zum Hotel)


Etappe 3: Giengen an der Brenz bis Ulm

Früh am Morgen starteten wir nach einem ausgedehnten Frühstück im Stadthotel Giengen die erste Etappe unserer 4-tägigen Radreise. Vor uns lag eine rund 47 km lange Strecke mit einigen tollen Highlights. Auch wenn das Wetter im Juni wirklich durchwachsen war, hatten wir immer wieder jede Menge Glück.


Infos zur 3. Etappe:

  • Start/Endpunkt: Giengen an der Brenz ☞ Ulm
  • Gesamtlänge: 47,1 Kilometer
  • Dauer: 3:10 Stunden (mit Fotostopps & Pausen 4 bis 5 Stunden)
  • Route: gesamte Route hier anschauen
  • Gütesiegel: 4 Sterne ADFC-Qualitätsradroute
  • Ausrüstung: Tourenrad, Trinken, Helm, wetterfeste Kleidung, GPS
  • Highlights: Brenztal, Donautal, Langenauer Ried, Ulm (Münster, Altstadt etc.)

Die ersten Kilometer durch das Brenztal

Von Giengen aus führte uns der Radweg durch das malerische Brenztal. Am Ufer der Brenz hinter Hermaringen entdeckten wir den Brenzturm, welcher uns eine tolle Sicht auf die umliegende Landschaft ermöglichte. Durch das kostenlose Fernrohr kannst du mit etwas Glück sogar verschiedene Wildvögel entdecken.



Naturschutzgebiet Langenauer Ried

Nachdem wir durch Sontheim an der Brenz radelten und unterhalb von Niederstrotzingen, Asselfingen und Rammingen vorbeifuhren, erreichten wir den nördlichen Teil des Naturschutzgebietes Langenauer Ried mit seinen Moorflächen und kleinen Wasserläufen. Hier kannst du seltene Vogelarten entdecken, wie z.B. Schwarzspecht und Rohrweiher.

Wir radelten ganz gemütlich 4 Kilometer weiter bis Langenau, wo wir eine kleinere Pause einlegten. In der Bäckerei Betz gab es erst einmal eine leckere Mohnschnecke und Erdbeerplunder. Gestärkt ging es danach mit den Fahrrädern weiter in Richtung Donautal. Das Wetter war ziemlich durchwachsen mit einem stetigen Wechsel aus Sonne und leichtem Regen.



Das Donautal und Ulm

Nach unseren ersten 40 km erreichten wir das Donautal. Bis nach Ulm war es nun nicht mehr weit und endlich ließ sich auch die Sonne wieder blicken. Angekommen in Ulm brachten wir die Fahrräder und das Gepäck erst einmal ins schnuckelige Ulmer Münster Hotel. Anschließend erkundeten wir die Stadt zu Fuß und entdeckten dabei unglaublich charmante Ecken.

Besonders gut gefallen hat uns das Fischer- und Gerberviertel mit den verwinkelten Gassen und sehenswerten Fachwerkhäusern. Wusstest du, dass sich in Ulm der höchste Kirchturm der Welt befindet? Der Ulmer Münster sollte auf deiner Erkundungstour natürlich auch nicht fehlen. Generell lädt die gesamte Altstadt zum Bummeln und Flanieren ein.

Eine tolle Sicht auf die Altstadt hast du von der Donau aus auf der bayrischen Seite der Stadt in Neu-Ulm. Hier an der Uferbar bekommst du exzellenten Kaffee und kannst währenddessen die tolle Aussicht genießen. Eine coole Sicht über Teile Ulms und Neu-Ulms hast du auch vom Berblinger Turm aus.


Unsere Food-Tipps für Ulm:

  • Anoa Café (toller Flat White & Kuchen)
  • Gaststuben im Zunfthaus der Schiffleute (deftige leckere Speisen)
  • Gaststätte Wilder Mann (tolle Desserts & Weine)


Etappe 4: Ulm bis Laichingen

Neuer Tag, neue Etappe. Von Ulm führte unsere mehrtägige Reise auf dem Württemberger Tälerradweg weiter bis nach Laichingen. 46,5 Kilometer standen auf dem Programm, relativ gutes Wetter und tolle Naturhighlights.


Infos zur 4. Etappe:

  • Start/Endpunkt: Ulm ☞ Laichingen
  • Gesamtlänge: 46,5 Kilometer
  • Dauer: 3:35 Stunden (mit Fotostopps & Pausen 5 – 6 Stunden)
  • Route: gesamte Route hier anschauen
  • Gütesiegel: 4 Sterne ADFC-Qualitätsradroute
  • Ausrüstung: Tourenrad, Trinken, Helm, wetterfeste Kleidung, GPS
  • Highlights: Ulm, Blautal, Blaubeuren, Achtal, Tiefental, Laichingen

Start durch das Blautal

Nach einem leckeren Frühstück im Ulmer Münster Hotel setzten wir unsere Radreise fort. Von Ulm aus führte uns der Radweg immer der Blau entlang bis nach Blaubeuren. Die Blau ist übrigens ein 22 km langer Fluss, welcher im Blautopf entspringt und in Ulm in die Donau mündet. Wir mussten daher nur dem Fluss folgen, um das erste Zwischenziel dieser Etappe zu erreichen.



Halt in Blaubeuren

In Blaubeueren machten wir eine längere Pause und spazierten natürlich auch um den sagenumwobenen Blautopf herum, Deutschlands zweitwasserreichsten Karstquelle. Je nach Lichteinfall funkelt der Blautopf in den schönsten Blautönen. Bislang kann der rund 21 Meter tiefe Blautopf nur von Höhlentaucher erkundet werden. Höhlenforscher haben das Blauhöhlensystem bisher auf über 13 km Länge erforscht. Wahnsinn, oder?



Auch ein Spaziergang durch die Altstadt lohnt sich. Sie punktet mit gut erhaltenen Fachwerkhäusern, einem Marktplatz und gemütlichen Gassen, die zum Bummeln einladen. Bei unserer letzten Reise haben wir zudem das Urgeschichtliche Museum besucht und mehr über die Urgeschichte der Schwäbischen Alb erfahren.

Besucherinformationen Urmu:

  • Adresse: Kirchplatz 10, 89143 Blaubeuren
  • Öffnungszeiten: Di. – So. von 10 bis 17 Uhr
  • Eintrittspreis: 7 €; ermäßigt 5 € (kostenfrei mit der AlbCard)

Wunderschönes Tiefental

Gut gestärkt und mit jeder Menge Sonne im Gesicht radelten wir weiter in Richtung Laichingen. Die ersten Kilometer hinter Blaubeuren führten uns durch das waldreiche Tiefental. Auf dem Tiefentalweg radelten wir durch schattige Wälder auf geschotterten Waldstraßen bis zur Sontheimer Höhle.

Sie ist Deutschlands älteste Schauhöhle und kann entlang eines 192 m langen Führungsweges in bis zu 34 m Tiefe erkundet werden. Führungen finden nur an den Wochenenden statt. Alle Informationen zur Höhle findest du hier: Sontheimer Höhle.



Die letzten 10 Kilometer führten uns an Sontheim und Heroldstatt vorbei, ehe wir nach einer letzten langen Abfahrt Laichingen erreichten. Untergebracht waren wir im ca. 5 km entfernten Hotel Post in Feldstetten. Den Abend ließen wir im kleinen Wellnessbereich und bei leckerem Essen im Hotelrestaurant ausklingen.


Etappe 5: Laichingen bis Bad Boll

Die fünfte Etappe hatte es wirklich in sich. Aufgrund der malerischen Landschaften und der tollen Aussichten war dieser Abschnitt ein echtes Highlight der gesamten Radreise. Generell mögen wir ja die sanften grünen Hügel der Schwäbischen Alb und von diesen bekommst du auf diesem Teil der Tour reichlich zu sehen.


Infos zur 5. Etappe:

  • Start/Endpunkt: Laichingen ☞ Bad Boll
  • Gesamtlänge: 42,9 Kilometer
  • Dauer: 3:05 Stunden (mit Fotostopps & Pausen 4 – 5 Stunden)
  • Route: gesamte Route hier anschauen
  • Gütesiegel: 4 Sterne ADFC-Qualitätsradroute
  • Ausrüstung: Tourenrad, Trinken, Helm, wetterfeste Kleidung, GPS
  • Highlights: Tiefenhöhle Laichingen, Ruine Reußenstein, Landschaft der Schwäbischen Alb

Erkundung der Tiefenhöhle Laichingen

Wusstest du, dass die Schwäbische Alb mit über 2600 bekannten Höhlen das höhlenreichste Gebiet in Deutschland ist? Die Geheimnisse rund um diese Höhlen zu erkunden ist nicht nur super spannend, sondern ist auch eine großartige Möglichkeit, schlechtes Wetter zu überbrücken. Und so führte unser Weg zuerst einmal über Eisentreppen knapp 55 Meter in die Tiefe.

Die Höhle ist sehr gut erschlossen und Informationen sind über kleine Audiostationen abrufbar. Super gelöst! Nach ca. 40 Minuten erblickten wir wieder das Tageslicht. Vor Ort gibt es auch noch eine kleine Ausstellung bzw. ein Museum und die Möglichkeit zur Einkehr. Tipp: Wir können auch den benachbarten Hochseilgarten empfehlen!

Besucherinformationen Tiefenhöhle Laichingen:

  • Adresse: Kirchplatz 10, 89143 Blaubeuren
  • Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr
  • Eintrittspreis: Erwachsene 5 €, Kinder ermäßigt 3,50 € (kostenfrei mit der AlbCard)


Die Hügellandschaft der Schwäbischen Alb

Im Anschluss an diesem Abstecher wurde es nun Zeit in die Landschaft der schwäbischen Alb einzutauchen. Nach einem kurzen Weg durch die Stadt ging es direkt über die Felder ins idyllische Grün. Wir radelten an Donnstetten vorbei und weiter auf dem Württemberger Tälerradweg in Richtung Neidlingen.

Auf diesem Weg offenbart sich, was die Schönheit der Schwäbischen Alb ausmacht: Eine weite, grüne Landschaft. Besonders die Hügel haben es uns angetan – denn entweder steht man auf einem und hat einen entsprechenden Blick in die Weite oder man schlängelt sich bei tollen Anblick am Fuße eben dieser vorbei.



Burgruine Reußenstein

Bevor wir die knapp 300 Höhenmeter ins Neidlinger Tal heruntersausten, machten wir noch einen Halt an der 1270 erbauten Burgruine Reußenstein. Sie erhebt sich am Rande des Radweges und thront förmlich über das Neidlingertal. Die Szenerie lädt zu einer Pause und den einen oder anderen Schnappschuss ein. Wenn du möchtest, kannst du die Ruine auch aus nächster Nähe begutachten, denn sie ist jederzeit frei begehbar.

Unweit der Ruine befindet sich der Neidlinger Wasserfall sowie die Gaststätte „Zum Reußenstein“. Hier kannst du täglich Produkte des Hofes erwerben und am Wochenende einkehren. Der Hof bietet zahlreiche Sitzplätze und Tische.



Von der Ruine aus führte uns der Radweg weiter nach Weilheim an der Teck, wo wir uns in der urigen Bäckerei Hörner noch einen Kaffee und eine Brezel gönnten. Die letzten 10 Kilometer radelten wir recht zügig, da es wieder anfing zu regnen. Wir erreichten nach rund 43 Kilometern unser Tagesziel – das Heilbad Bad Boll. Im schön gelegenen Badhotel Restaurant Stauferland ließen wir den Tag im Wellnessbereich und bei gutem Essen im Hotelrestaurant ausklingen.



Etappe 6: Bad Boll bis Schwäbisch Gmünd

Die finale Etappe des Württemberger Tälerradweges stand uns nun bevor. 35 Kilometer trennten uns von unserem finalen Ziel Schwäbisch Gmünd. Von Bad Boll aus radelten wir durch das idyllische Filstal und Remstal.

Offiziell hat die Etappe ca. 400 Höhenmeter. Durch einen Abstecher zum „Aussichtspunkt Aasrücken“ kamen aber noch einmal 250 Höhenmeter dazu. Die Aussicht ist es aber wert! Und mit E-Antrieb unter’m Poppes war es am Ende auch gar nicht so anstrengend.


Infos zur 6. Etappe:

  • Start/Endpunkt: Bad Boll ☞ Schwäbisch Gmünd
  • Gesamtlänge: 34,6 Kilometer
  • Dauer: 2:30 Stunden (mit Fotostopps & Pausen 3,5 – 4,5 Stunden)
  • Route: gesamte Route hier anschauen
  • Gütesiegel: 4 Sterne ADFC-Qualitätsradroute
  • Ausrüstung: Tourenrad, Trinken, Helm, wetterfeste Kleidung, GPS
  • Highlights: Tiefenhöhle Laichingen, Ruine Reußenstein, Landschaft der Schwäbischen Alb

Start in Bad Boll

Am schönen Kurpark in Bad Boll schwangen wir uns wieder auf die Räder und folgten dem ruhig gelegenen Radweg. Leider blieb das nicht allzu lange so, denn diese Etappe führt immer wieder durch Ortschaften hindurch. Selten wird man hierbei wirklich mit dem Autoverkehr konfrontiert, aber als Freunde von weiten Landschaften kamen wir nicht ganz auf unsere Kosten.

Dennoch, auch die letzte Etappe hatte ihre Highlights. So hat man zwischen den Städten einen wunderbaren den Blick auf die drei markanten Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen. Und auch der kurze Stopp in Rechberghausen war toll wie auch Schwäbisch Gmünd als Zielort des gesamten Württemberger Tälerradweges.



Rechberghausen

Nach circa 12 Kilometer führte die Tour durch das beschauliche Örtchen Rechberghausen, wo wir direkt eine kurze Pause einlegten. Noch vor der Einkehr empfiehlt sich auch ein kurzer Abstecher zum Luftikus – einem knapp 12 Meter hohen Aussichtsturm. Einmal über die Wendeltreppe hinauf gestiegen, hast du einen tollen Blick auf Rechberg und dem grünen Umland.

Im Anschluss gibt es mehrere Möglichkeiten zur Einkehr. Wir haben uns für das super schnuckelige Café Schwalbennest entschieden und waren schwer begeistert. Neben der großen Auswahl an hausgemachten Kuchen, schmeckte auch der Kaffee wirklich ausgezeichnet. Wir saßen draußen auf der kleinen Terrasse, wo wir unsere Pause (etwas abgeschieden vom Straßenlärm) in Ruhe genießen konnten.



Aussichtspunkt Aasrücken

Gut gestärkt folgten wir dem Radweg in Richtung Schwäbisch Gmünd. Mit schönem Blick auf den Hohenzollern entschlossen wir uns für einen „sportlichen“ Abstecher zum Aussichtspunkt Aasrücken. Am Ort Maitis schlängelt sich die Straße in Serpentinen den Berg hinauf zum Aussichtspunkt – selbst mit einem E-Bike eine durchaus schweißtreibende Passage.

Oben angekommen wirst du mit einem tollen Blick über das Ottenbacher Tal und das Remstal belohnt. Auch das berühmte Wäscherschloss, den Rechberg, den Hohenstaufen und den Stuifen kannst du erspähen. Für uns war der Abschnitt zwischen Rechberghausen und Schwäbisch Gmünd der landschaftlich schönste Teil der Etappe.



Schwäbisch Gmünd

Bei bestem Wetter kamen wir am frühen Nachmittag in Schwäbisch Gmünd an. Auf unserem Tacho standen nun 199 Kilometer. Wow! Doch etwas mehr als gedacht. Nachdem die letzten Kilometer angenehm flach bergab gingen, endete der Württemberger Tälerradweg für uns schließlich am Bahnhof von Schwäbisch Gmünd.

Wenn du auch nicht sofort die Heimreise antreten musst, empfehlen wir dir, noch etwas in der Stadt zu verweilen. Schwäbisch Gmünd hat uns total überrascht. Die Altstadt punktet mit prächtigen Patrizierhäusern, sechs Stadttürmen, zahlreichen Kloster- und Kirchbauten, einem charmanten Stadtgarten, sehenswerten Brunnen und Aussichtspunkten.

Empfehlen können wir den Biergarten auf dem Zeiselberg. Von dort aus hast du eine schöne Sicht über die Dächer der historischen Stauferstadt. Im Sommer lädt der Remsstrand mit kleiner Strandbar und Liegestühlen zum Verweilen ein. Richtig cool ist auch die Dachterrasse vom zentral gelegenen Hotel am Remspark, von welcher aus du ebenfalls einen tollen Blick genießen kannst.


Tipps für Schwäbisch Gmünd:

  • Abendessen im Rokokoschlösschen
  • Absacker schlürfen im Biergarten auf dem Zeiselberg
  • Spaziergang durch den Stadtgarten
  • Marktplatz mit hübschen Fachwerkhäusern
  • Ausflug zum Park „Himmelsgarten”
  • Blick vom begehbaren Johannisturm
  • Forum “Gold und Silber“


Unterwegs mit der AlbCard

Wir haben die AlbCard genutzt, eine Touristenkarte, die in der Schwäbischen Alb angeboten wird. Diese Karte bietet zahlreiche Vergünstigungen und kostenfreie Leistungen während des Aufenthalts. Ein besonders attraktives Feature der AlbCard ist die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in der Region. So lässt sich die Schwäbische Alb bequem erkunden, ganz ohne zusätzliche Ticketkosten.

Ein weiteres Highlight der AlbCard ist der kostenlose Eintritt zu 170 Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen. Dazu zählen unter anderem der Skypark Kletterwald, das Bud Spencer Freibad, die HöhlenErlebnisWelt, das Urgeschichtliche Museum in Blaubeuren, die Tiefenhöhle Laichingen, die AlbThermen Bad Urach und die Bärenhöhle. Zusätzlich kannst du mit der Karte sogar ein E-Bike kostenlos ausleihen. ☞ Alle Highlights der AlbCard findest du hier.

Die AlbCard erhältst du bei deiner Ankunft in einem der 152 teilnehmenden Hotels, Gasthöfen, Ferienwohnungen und anderen Unterkünften in der Schwäbischen Alb. Mit der AlbCard kannst du jede Attraktion einmal pro Aufenthalt nutzen. Für jede Übernachtung steht dir ein Nutzungstag zur Verfügung. Wenn du beispielsweise 3 Nächte gebucht hast, kannst du die Karte an 3 aufeinanderfolgenden Tagen verwenden. Das Beste daran: Die AlbCard ist für dich komplett kostenlos!


Unsere Unterkünfte entlang des Radweges

Während unserer Fahrradreise auf dem Württemberger Tälerradweg haben wir in fünf verschiedenen Unterkünften übernachtet, welche wir dir im Folgenden kurz vorstellen möchten.


1. Stadthotel Giengen

Das Stadthotel Giengen* befindet sich in ruhiger Lage unweit der Altstadt. Es verfügt über hell eingerichtete Zimmer mit modernen Bädern mit Dusche. In einigen Zimmer darf man sich sogar über einen Balkon freuen. Leckeres Abendessen bekommst du im hauseigenen Restaurant La Cucina. Am Morgen wird ein abwechslungsreiches Frühstücksbuffet angeboten. Fahrräder konnten wir in der Garage abstellen und aufladen.


2. Ulmer Münster Hotel

Direkt gegenüber des Ulmer Münsters befindet sich das kleine aber feine Ulmer Münster Hotel*. Wir hatten hier ein kleines Zimmer mit Doppelbett und großzügigem Badezimmer. Besonders schön fanden wir den Frühstücksraum mit kleiner Terrasse. Am Morgen gab es ein sehr gutes Frühstücksbuffet mit regionalen Produkten. Fahrräder konnten wir in der Garage abstellen und aufladen. Von der Lage her ist das Hotel wirklich kaum zu toppen!


3. Hotel Post Laichingen

Das Hotel & Restaurant Post* liegt ca. 5 km außerhalb von Laichingen in der Albgemeinde Feldstetten. Das Hotel verfügt über sehr viele Zimmer – einige eher altmodisch und wenig charmant eingerichtet, andere wiederum sehr modern und neu. Wir hatten leider ein nicht so einladendes Zimmer. Hier am besten anrufen und nachfragen, falls es relevant ist.

Wir freuten uns allerdings über den kleinen Wellnessbereich mit Sauna und Fitnessbereich. Im hoteleigenen Restaurant kann man sehr gut zu Abend essen. Das Frühstücksbuffet am Morgen war ebenfalls sehr gut. In der angrenzenden Scheune konnten wir die Fahrräder abstellen und über Nacht aufladen.


4. Badhotel Restaurant Stauferland

Das Badhotel Restaurant Stauferland* liegt in herrlich ruhiger Halbhöhenlage, eingebettet in die typischen Streuobstwiesen. Das Hotel verfügt über Einzel-, Doppel- und Familienzimmer. Wir hatten ein großes, modernes Zimmer mit Doppelbett, Sofa, TV, Schrank und Badezimmer mit Dusche.

Das Hotel verfügt zudem über einen kleinen Wellnessbereich mit Hallenbad und Sauna. Im hoteleigenen Restaurant bekommst du leckere, regionale Speisen sowie ein gutes Frühstücksbuffet am Morgen. Tipp: Der Sonnenuntergang von der Terrasse aus ist wirklich sehr schön. In einer Garage konnten wir unsere Fahrräder abstellen und aufladen.


5. Hotel am Remspark

In Schwäbisch Gmünd waren wir im Hotel am Remspark* untergebracht. Dieses moderne Stadthotel punktet vor allem mit einer tollen Dachterrasse, von wo aus man über die gesamte Stadt blicken kann. Es gibt zudem ein Fitnesscenter, Privatparkplätze sowie Businesscenter und Restaurant. Die Zimmer sind modern eingerichtet und verfügen über Sitzbereich, Doppelbett, Klimaanlage, TV, Wifi und Badezimmer.



Packliste & Packtaschen für das Fahrrad

Für unsere Fahrradreise auf dem Württemberger Tälerradweg wollten wir natürlich bestmöglich ausgerüstet sein. Wir haben uns vorab je zwei große Gepäcktaschen für die Fahrräder bei Vaude ausgeliehen. Man kann nämlich online über ihre Seite einiges an Equipment ausliehen, was ziemlich cool ist. Zum Fahren hatten wir zudem beide eine gepolsterte Fahrradhose der Firma Vaude an (Bolles Hose hier anschauen*). Diese kann man ganz bequem unter seine eigentliche Kleidung ziehen.

Praktisch ist zudem eine Handyhalterung am Fahrrad* für das Handy, damit man unterwegs problemlos navigieren kann. Wir hatten leider keine, weshalb wir immer wieder anhalten mussten, um die Route zu checken. Grundlegend ist der Radweg aber auch sehr gut ausgeschildert. Praktisch sind zudem Regenhose und Regenjacke, wenn es dann doch einmal plötzlich anfängt zu regnen. Alternativ gehen auch Regenponchos, welche allerdings beim Fahren nicht ganz so praktisch sind.

Ansonsten waren noch u.a. folgende Dinge in unserem Gepäck: Fahrradhandschuhe*, Helm, Flickzeug, Luftpumpe, Funktionsshirts (aus Merinowolle), Windjacke, bequeme Hosen (lang & kurz), Badesachen, Reisehandtuch, Kulturbeutel, Sonnencreme und Sonnenbrille. Die Gepäckträgertaschen waren bei unseren Leihrädern schon mit dabei.



Württemberger Tälerradweg – Unser Fazit

Mit einigen Abstechern hatten wir am Ende unserer Reise sage und schreibe 199 Kilometer auf dem Tacho. Es war unsere erste mehrtägige Radreise zusammen und wir fanden es richtig cool. Natürlich auch, weil wir durch Marcos wunderschöne Heimat radeln durften. Die Etappen waren für uns von der Länge her perfekt, wir konnten genügend Highlights entlang des Weges erkunden.

Die Reise auf dem Württemberger Tälerradweg ist entschleunigend und führt durch die abwechslungsreiche Landschaft der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg. Besonders gut gefallen haben uns die reizvollen Täler, die charmanten Städtchen und natürlich auch die kulinarischen Spezialitäten. Diese Tour können wir zu 100% weiterempfehlen!


UNSERE KAFFEEKASSE
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» Unsere Kaffeekasse «


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