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Unsere Tour zum wunderschönen Schloss Neuschwanstein

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Auf unseren Reisen erleben wir immer wieder tolle Momente und entdecken einzigartige Orte. Und so einen Moment hatten wir mal wieder während unserer Rundreise durch Deutschland. Denn zum ersten Mal konnten wir uns das wunderschöne Schloss Neuschwanstein in Hohenschwangau anschauen. Dieses Schloss kannten wir nur aus dem Internet oder von irgendwelchen hübschen Bildern. Umso größer war die Freude darüber, dass wir uns dieses imposante Bauwerk endlich mal live und in Farbe anschauen konnten.


Bolles erstes Mal Alpen

Mit dem Auto machten wir uns auf den Weg nach Füssen. Ich (Bolle) war noch nie südlicher in Deutschland unterwegs, wie zu diesem Zeitpunkt. An diesem Tag erlebte ich aber noch einige weitere „erste Male“. Das erste Mal in meinem Leben war ich in den Alpen und das erste Mal am Schloss Neuschwanstein. Dieser Tag konnte also nur gut werden.


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Wir bogen rechts ab, fuhren die Straße entlang. Neben uns schon die Bergkette der Alpen zu sehen, auf der anderen Straßenseite eine kleine Kirche inmitten dieser idyllischen Landschaft. Alles strahlte in einem saftigen Grün. Auch das Wetter spielte an diesem Tag mit: ein blauer, wolkenloser Himmel, Sonnenschein und fast kein Wind – perfekte Voraussetzungen oder?


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„Stopp! Halt mal an!“ Ich schnappte mir die Kamera und rannte über die Straße. Zwischen all den Bäumen am Fuße der Berge entdeckte ich das traumhafte Schloss. Hier auf den zerklüfteten Felsen verweilt es in einer malerischen Bergszenerie. Weit entfernt waren wir auf jeden Fall nicht mehr!


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Es war ein unglaublich schöner Anblick – alles wirkte so friedlich und liebevoll. Wie das wohl früher dort war? Wer hat dort gelebt und vor allem wie? Fragen über Fragen, welche mir beim Auslösen der Kamera durch den Kopf schossen. Ehrlich gesagt, hatte ich mich vorab nicht wirklich mit der Geschichte zu diesem Schloss auseinandergesetzt. Das und vieles mehr wollte ich aber heute nachholen.

Ich lief wieder zurück zum Auto und wir fuhren weiter. Auf dem Navi wurde uns ein großer Parkplatz angezeigt, welchen wir auch direkt ansteuerten. 6€ mussten wir für das Parken zahlen. Danach liefen wir zum Ticketcenter um uns ein paar Informationen zu besorgen. Anfangs wussten wir nämlich gar nichts über diese traumhaft schöne Region.


Das Märchenschloss Neuschwanstein

Hier erfuhren wir nicht nur, wie wir zum Schloss gelangen sondern bekamen auch ein paar Hintergrundinformationen zum Schloss Neuschwanstein. König Ludwig II. ließ dieses Prachtstück 1869 errichten, ganz im Stile der alten deutschen Ritterburgen. Hier wollte er sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen, war er doch ein eher scheuer Mensch.


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Erst 7 Wochen nach seinem Tod im Jahre 1886 wurde das Schloss für die Öffentlichkeit geöffnet. Heute ist das Schloss Neuschwanstein ein absoluter Publikumsmagnet und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in ganz Deutschland (jährlich kommen knapp 1,5 Millionen Touristen). Traurig, dass es bei mir ganze 28 Jahre gedauert hat, um dieses Highlights zu besuchen oder?


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Vom Parkplatz und Besucherzentrum aus gibt es verschiedene Wege zum Schloss. Wir entschieden uns natürlich für den Fußweg, denn schon der Weg hinauf versprach großartige Aussichten. Wer keine Lust auf diesen Spaziergang hat, der kann sich auch per Pferdekutsche zum Schloss chauffieren lassen (6€ Bergfahrt, 3€ Talfahrt). Pendelbusse fahren das ganze Jahr über bis zum Aussichtspunkt Jugend, von wo aus man noch circa 500 Meter bis zum Schlosseingang laufen muss (Bergfahrt 1,80€ / Talfahrt 1€).


Viele fragen uns, welche Kamera und Objektive wir auf unseren Reisen dabei haben. In unserem Beitrag findest du alle Infos zu diesem Thema.

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Vom Ticketcenter aus sind wir knapp 40 Minuten bis zum Schloss gewandert, teilweise mit recht hoher Steigung. Der Weg zog sich irgendwie in die Länge, doch wir hatten Lust. Lust auf’s Wandern und vor allem auf die Natur. So langsam näherten wir uns dem Schloss, aus der Ferne konnten wir schon einige der zahlreichen Türme, Giebel, Balkone, Zinnen und Skulpturen sehen.


Die schönste Aussicht von der Marienbrücke

Da wir noch eine längere Wanderung vor uns hatten, sind wir direkt am Schloss vorbeigezogen und weiter in Richtung Aussichtspunkt. Wenn man direkt vor so einem mächtigen Bauwerk steht, kann man es gar nicht auf sich wirken lassen. Es musste also ein schöner Aussichtspunkt her. Etwa 15 Minuten vom Schloss entfernt, befindet sich die Marienbrücke. Diese Brücke verläuft über die imposante Pöllatschlucht und wurde nach Königin Marie benannt.


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Wir waren noch nicht ganz dort, schon kamen uns immer mehr Menschen entgegen. Wir mussten also auf dem richtigen Weg sein. Schon am Schloss tummelten sich gleich mehrere Menschenmassen, zum Glück ließen wir die Besichtigung des Schlosses aus (übrigens: 13€ Eintritt pro Person).

Wir näherten uns der Brücke und so langsam wurden wir beide nervös. Generell haben wir ja keine Probleme mit der Höhe oder mit tiefen Schluchten. Beim Anblick der vielen Menschen wurde uns dennoch unwohl. Dass es dort ein Hinweisschild mit einer Belastungsgrenze der Brücke gibt, interessierte dort niemanden.


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Doch natürlich wollten auch wir einen Blick erhaschen und so stiefelten wir ganz langsam und vorsichtig über die Brücke. Unter uns eine tiefe Schlucht, ringsherum Berge, Felsen und Wald. Atemberaubend schön! Ich hielt mich am Gelände fest, fühlte mich ganz wackelig auf den Beinen.

Doch schon ein paar Schritte weiter und ich erblickte das mächtige Schloss! Diesen Moment werde ich wohl nie vergessen! Für jemanden ist es vielleicht nur ein belangloses Schloss, für mich aber ist es ein wunderschönes, einzigartiges Schloss. Was ich jahrelang nur von Bildern kannte, tauchte plötzlich direkt vor meinen Augen auf.


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Deutschland hat wunderschöne Ecken

Lange hielten wir es auf der Brücke nicht aus, gingen hinüber auf die andere Seite. Hier entdeckten wir einen Wanderpfad. „Wollen wir noch ein Stückchen weitergehen?“ Natürlich wollten wir! Und so zogen wir beide alleine weiter. Etwa gefühlt 95% der Besucher gehen nur bis zur Marienbrücke, schießen ein Foto und treten anschließend wieder den Rückweg an. Gut für uns! Auf unserem Weg kamen uns nur noch eine Hand voll Menschen entgegen, viele davon kamen wohl gerade vom Tegelberg zurück (4h Wanderung).

Zum Glück entschieden wir uns für diesen kurzen Abstecher. Eine tolle Aussicht jagte die nächste. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. So viel Natur hatten wir lange nicht mehr erlebt. „Deutschland hat echt unglaublich schöne Ecken!“ Und genau so ist es, unser Heimatland hat einiges zu bieten, man muss es sich nur einmal anschauen.


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Teilweise fühlten wir uns wie in Thailand oder Vietnam. Der Alpsee mit seinen saftig grünen Hügeln sah irgendwie so tropisch aus. Das Wasser schimmerte in tollen Blautönen, die mächtige Bergkette im Hintergrund verzauberte diesen eh schon magischen Anblick. Aus der Ferne entdeckten wir auch das Schloss Hohenschwangau, welches sich hinter dem Ticketcenter und dem Parkplatz auf einer Anhöhe befindet.


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Wir zogen noch ein kleines Stück weiter, entdeckten zufällig einen menschenleeren, idyllischen Aussichtspunkt. Von hier aus hatten wir das Schloss Neuschwanstein ganz für uns alleine. Keine Menschenseele weit und breit – nur Marco und Ich.

Für diesen einen Moment nahmen wir uns enorm viel Zeit, setzten uns erst einmal und tranken einen Schluck Wasser. Dann zog ich noch ein paar Kekse und Bananen aus unserem Rucksack heraus und voilà – wir hatten in diesem Moment das wohl schönste und coolste Picknick unseres Lebens!


Ab auf den Tegelberg – Fortsetzung folgt…

Nach einer gefühlten Ewigkeit zogen wir weiter. Wir wollten mehr! Und so entschlossen wir uns völlig spontan, noch bis zum Tegelberg zu wandern. 4 Stunden dauerte die Wanderung, bei welcher wir knapp 900 Höhenmeter zurücklegten. Was wir dort erlebten, können wir kaum in Worte fassen. Es war wohl eine der schönsten Wanderungen, die wir je gemacht haben. Mehr wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten, der Beitrag dazu folgt schon bald….


Alpen-Wald-Hohenschwangau-Tegelberg

Wichtige Informationen zum Schloss Neuschwanstein



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