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Sansibar Rundreise – Unsere Highlights, Touren und Tipps

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Es geht wieder weiter mit unseren spannenden Reisereporter-Berichten. Heute nehmen dich Miriam und Björn mit auf die wunderschöne afrikanische Insel Sansibar. Während ihrer Sansibar Rundreise haben die beiden so einiges erlebt. Begleite sie durch Stone Town, auf die wuseligen Märkte, zu traumhaft schönen Stränden und erfahre alles über die Riesenschildkröten auf Changuu Island. Spannend sind auch die Gewürztouren, der ehemalige Sklavenmarkt und ein Dinner im berühmten Restaurant „The Rock“. Mehr über die Insel, Kulturen, das Leben auf Sansibar und allen Highlights erfährst du im folgenden Beitrag. Viel Spaß beim Stöbern und Nachmachen!



Warum eigentlich Sansibar?

Für uns stand fest, die nächste Fernreise machen wir 2019. Da wir beide noch etliche Länder auf unserer Liste haben, fiel uns die Wahl zunächst nicht leicht. Klar war, es soll noch einmal nach Afrika gehen. Zunächst war Reunion unser Favorit. Doch als wir dann erfuhren, dass dort zu dem Zeitpunkt sehr viele Fälle von Denguefieber gemeldet wurden, beschlossen wir dieses Ziel zu vertagen. Für uns lag nahe, dann entscheiden wir uns für eine andere afrikanische Insel auf unserer Liste und kamen so auf Sansibar. Diese Insel befindet sich östlich vom Festland Tansanias und gehört zu den beliebtesten Destinationen in diesem Land. Warum also keine Sansibar Rundreise wagen?


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Anreise Sansibar

Anfang August ging es für uns vom Flughafen Hamburg zunächst nach Dubai und dann weiter nach Dar es Salaam, der Hauptstadt Tansanias. Von Dar es Salaam flogen wir mit einer kleinen Propellermaschine nochmal zwanzig Minuten über den indischen Ozean, ehe wir Sansibar erreichten. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit von Deutschland direkt nach Sansibar zu fliegen, so zum Beispiel mit Condor.

Als wir auf Sansibar am Flughafen ankamen, standen dort total viele Taxifahrer, die alle ein Geschäft mit uns machen wollten. Wir hatten aber schon von unserer Unterkunft einen Fahrer organisiert bekommen, der bereits mit einem großen Schild auf dem unsere Namen standen auf uns wartete und uns zu unserer ersten Unterkunft nach Stone Town brachte. 


Unsere Unterkunft in Stone Town

Über Airbnb* hatten wir uns für den Start unserer Sansibar Rundreise eine kleine Wohnung mitten im Stadtkern* von Stone Town gemietet. Ich, die von Afrika ja bisher nur das fast schon europäische Südafrika kannte, war doch etwas geschockt, als ich in Stone Town, direkt neben einem kleinen Müllhaufen mitten auf der Straße ausstieg und um mich herum auf den ersten Blick nur in die Jahre gekommene Häuser, Müll und streunende Katzen sah. So hatte ich mir Sansibar nicht vorgestellt, hatte ich doch immer die Bilder von weißen Pulverstränden, Kokosnusspalmen und türkisblauem Meer in Reiseführern und dem Internet gesehen. 


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Auf dem kleinen Fußweg zu unserer Unterkunft wäre ich am liebsten wieder nach Hause gefahren. In der Unterkunft wurden wir aber von unserem Vermieter super lieb begrüßt und bekamen ein tolles, sauberes Zimmer im ersten Stock. Die Unterkunft ist eine kleine Wohnung mit drei schönen Zimmern, die alle vermietet werden. Auch ein leckeres Frühstück wurde uns jeden Morgen serviert und dadurch, dass wir so herzlich aufgenommen wurden, kamen wir am Ende unseres Aufenthalts nochmal für eine Nacht hierher zurück.


Stone Town Highlights

Den ersten Tag unserer Sansibar Rundreise in Stone Town starteten wir auch gleich mit unserem ersten Highlight, einer Stadtführung*. Von unserer Unterkunft bekamen wir einen Guide organisiert. Ahmed sprach zwar nur Englisch, war aber super gut zu verstehen und mit ihm hatten wir auch einen richtig coolen ersten Tag in Stone Town. Zuerst erkundeten wir all die kleinen Gassen, in denen man sich schnell verlaufen kann und wir waren froh, dass Ahmed an diesem ersten Tag an unserer Seite war. Typisch für Stone Town sind die aufwendigen Türen, die man an den Häusern bewundern kann. Diese Türen und Portale wurden früher bei einem Hausbau traditionell als erstes errichtet. Je aufwendiger die Tür verziert wurde, umso reicher und wichtiger war der Eigentümer des Hauses.


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Sansibar Rundreise – Unterwegs auf dem Darajani Market

Auf dem Weg durch Stone Town kommt man dann auch an dem Geburtshaus von Freddy Mercury vorbei und am „Haus der Wunder“, welches Sultan Barghash 1883 errichtet hat. Er wollte mit diesem Haus das modernste Haus in Ostafrika errichten, mit fließendem Wasser, elektrischem Strom und einem Aufzug. Also praktisch mit allen Wundern dieser Zeit. Wir konnten das Haus bei unserem Aufenthalt leider nicht besichtigen, da es wegen Renovierungsarbeiten gesperrt war. 

Dann ging es auf Sansibars größten Markt, den Darajani Market. Wir haben noch nie zuvor so ein chaotisches Getümmel aus Menschen, Farben, Geräuschen und Stimmen gehört. Trotzdem war es absolut beeindruckend, sich seinen Weg durch die Massen zu bahnen. Nur durch die Fischhalle musste ich sehr schnell durch, die Fleischhalle haben wir dann ausgelassen. An den tollen und bunten Marktständen kann man Gewürze und andere schöne Souvenirs von Sansibar kaufen.


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Hier auf dem Fischmarkt in Stone Town

Unterwegs auf dem ehemaligen Sklavenmarkt

Nach dem Darajani Market ging es dann zum ehemaligen Sklavenmarkt. Dies ist der Platz an welchem früher die Sklaven verkauft und gefangen gehalten wurden. Gemeinsam mit Ahmed haben wir dann die ehemaligen Gefängnisse besucht, die sich halb unter der Erde befinden. Dort waren sogar noch die Ketten zu sehen, mit denen die Sklaven damals gefesselt wurden. Es war beeindruckend und gleichzeitig sehr bedrückend, das zu sehen. Im Gebäude über den Gefängnissen befindet sich ein interessantes Museum, welches die gesamte Sklavenzeit mit Bildern und Texten auf einem Zeitstrahl erzählt. Nach dem Museum gelangt man noch in einen kleinen Museumsshop in dem man schöne Souvenirs kaufen kann.


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Sansibar Rundreise – Der Sklavenmarkt von Stone Town

Restauranttipp für Stone Town

Während unseres Aufenthalts in Stone Town waren wir jeden Tag im „Stone Town Cafe Zanzibar“. Das Café liegt direkt in der Fußgängerzone. Unter kleinen Palmen und Ventilatoren sitzt man sehr gemütlich auf einer schön angelegten Terrasse. Drinnen fanden wir es nicht so schön, da es extrem nach Essen gerochen hat. Das Essen selbst jedoch war sehr gut und auch das Servicepersonal war sehr freundlich. Wir haben unter anderem das Fischcurry und die Pizza probiert. Sehr zu empfehlen sind auch die frischen Säfte.


Ausflug zur Changuu Island

Am nächsten Tag folgte schon das zweite Highlight unserer Sansibar Rundreise: Mit einem kleinen Motorboot ging es für uns nach Changuu Island, auch Gefängnisinsel genannt. Changuu Island ist ein Inselstreifen vor Stone Towns Küste auf der früher eine Haftanstalt errichtet wurde, die aber nie genutzt wurde. Da auch diese Tour von unserer Unterkunft extra für uns organisiert wurde, waren wir nur zu zweit auf dem kleinen Motorboot mit unserem Kapitän und dem Guide, der uns die Insel gezeigt hat. Die Wellen waren ganz schön hoch und die Fahrt war echt wackelig.


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Auf der Insel leben Riesenschildkröten

Auf Changuu Island lebt heute eine Kolonie von Riesenschildkröten. Diese Schildkröten können bis zu 200 kg schwer und auf Changuu Island gefüttert und angefasst werden. Auch Babyschildkröten konnten wir bewundern und außerdem einen total beeindruckenden Krebs und mehrere Pfaue. Von der Insel aus, hat man einen traumhaften Blick auf Stone Town und an dem weißen Strand kann man nach der Besichtigungstour noch eine Runde schwimmen. Auf jeden Fall sollte man Schwimmschuhe einpacken, denn es gibt dort sehr viele Seeigel. Aber man hat vielleicht auch die Chance ein paar schöne Seesterne zu sehen.


Viele fragen uns, welche Fotoausrüstung wir auf unseren Reisen dabei haben. Dafür haben wir einen umfangreichen Beitrag erstellt mit allen wichtigen Infos zu unseren Kameras und Objektiven. Viel Spaß beim Stöbern.

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Eine riesige Krabbe auf Changgu Island

TOUR: Für unseren Ausflug nach Changuu Island haben wir 30 $ inkl. Bootstransfer und Eintritt auf der Insel bezahlt. Buchen kannst du deine Tour auch vorab hier: Tour zur Insel Changuu*.


Unsere Unterkunft in Kidoti

Nach drei Tagen in Stone Town ging es für uns weiter in den Norden Sansibars, in die Nähe von Paje. Unsere Unterkunft war wieder eine Airbnb-Unterkunft*, welche von einem Tansanier und seiner Frau, einer Kanadierin, betrieben wird. Die Unterkunft trägt den passenden Namen „Kidoti Wild Garden“ und das passt perfekt zu dieser Unterkunft. Der Weg zur Unterkunft ist etwas beschwerlich und wir waren wieder einmal froh, nicht selbst fahren zu müssen. Die letzten 10 Minuten geht es abseits der befestigten Straßen nur noch durch holpriges Gelände. Doch dass sich der Weg gelohnt hat, wussten wir sobald wir angekommen waren.


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Sansibar Rundreise – Unsere Unterkunft: Kidoti Wild Garden

Mitten in einem weitläufigen und wildem Garten stehen drei kleine Bungalows für die Gäste. Dabei wird viel Wert auf Natürlichkeit und Umweltschutz gelegt. Strom gibt es für die Gäste zum Beispiel nur aus Solarzellen solange die Sonne scheint in voller Leistung und Nachts für Licht, was jedoch für uns überhaupt nicht störend war, im Gegenteil. Auf einer Terrasse mit Blick auf das Meer wird jeden Tag Frühstück, Mittag und Abendessen serviert.


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Was für ein wunderschöner Sonnenuntergang!!

Die Auswahl ist nicht groß – es gibt immer das, was das Meer und der Markt an diesem Tag zu bieten hat, aber es hat immer fantastisch geschmeckt. Das Personal in der Unterkunft war so freundlich und aufmerksam, das man das Gefühl hatte, man ist bei Freunden zu Gast. Die Abende haben wir auf der Terrasse mit Blick auf den wunderschönen Sonnenuntergang über dem Meer ausklingen lassen. Wir können jedem, der auf der Suche nach einer sehr persönlichen und liebevollen Unterkunft ist, das Kidoti Wild Garden empfehlen.


Schnorcheltour vor Mnemba Island

Auf Sansibar gibt es sehr viele Tauchschulen und Anbieter*, welche Schnorcheltouren anbieten. Wir hatten das Glück, dass unsere Unterkunft alles für uns organisiert hat. An diesem Tag wurden wir gegen 7 Uhr in unserer Unterkunft abgeholt und nach Nungwi gefahren. Von dort aus ging es mit einem Boot für circa eine Stunde weiter, ehe wir vor Mnemba Island ankamen. Die Insel selbst darf nicht betreten werden, sodass alle Boote vor der Insel halten. Es waren zwar einige Boote vor Ort, jedoch haben die uns beim Schnorcheln kaum gestört. Das Riff von Mnemba Island misst etwa sieben mal fünf Kilometer, von dem wir uns dann einen kleinen Teil anschauen konnten.


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Sansibar Rundreise – Unser Schnorchelausflug zur Mnemba Island

Insgesamt ist die Insel rund 10 Hektar groß. Die Korallen vor Mnemba Island sind leider schon ziemlich tot, trotzdem konnten wir noch zahlreiche interessante Fische bewundern. Ich muss dazu sagen, dass dies meine allererste Schnorcheltour war und ich dementsprechend natürlich auch sehr begeistert war, von dem was ich gesehen habe. Für erfahrene Taucher und Menschen, die schon häufiger schnorcheln waren, zum Beispiel in Ägypten oder auf den Malediven, mag es nicht so aufregend sein.


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Viele bunte Fische und andere Meeresbewohner haben wir gesehen

Chillen und Dinner am Muyuni Beach

Insgesamt hatten wir 1,5 Stunden Zeit im Wasser. Danach ging es mit dem Schiff weiter an den wunderschönen Strand Muyuni Beach mit Blick auf Mnemba Island. Für uns war dies einer der schönsten Strände der Reise. Es war kaum etwas los, das Wasser war glasklar und die Wellen einfach klasse. Hier gab es dann für alle ein leckeres Essen. Es wurde fangfrischer Thunfisch serviert, zusammen mit Reis und einer sehr leckeren Sauce. Dazu gab es gekühlte Getränke und zum Abschluss noch frisches Obst. Nach dem Essen ging es dann mit dem Boot zurück nach Nungwi.


Für die Schnorcheltour haben wir insgesamt ca. 30 $ inkl. Transfer und Verpflegung bezahlt. Du kannst diese auch vorab online buchen:


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Traumstrand, oder? Hier zu sehen der Muyuni Beach.

Highlight auf Sansibar – Eine Gewürztour

Nahezu alle Tourenanbieter auf Sansibar bieten Gewürztouren* an. Wir bekamen eine individuelle Tour mit Führung über die Spice Farm und einem anschließenden Mittagessen. Sansibar ist bekannt für seine Gewürze wie Vanille, Nelken und Muskatnuss. Schon der erste Sultan von Sansibar führte seinerzeit intensive Handelsbeziehungen mit Europa und verkaufte exotische Gewürze der damaligen Zeit. Durch diese Gewürze wurde Sansibar einst reich, denn die Ernten wurden in die ganze Welt hinaus verschifft und die Plantagen existieren noch heute. Die Gewürztour über eine der Spice Farmen ist deshalb ein besonderes Erlebnis. Unser Guide hat uns alle Pflanzen ausführlich gezeigt und erklärt. Die meisten durften wir sogar probieren. Es ist beeindruckend zu sehen, wie Gewürze, die wir bisher nur aus dem Supermarkt kannten, eigentlich wachsen.


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Sansibar-Rundreise-Garten-Bananen
So hängen die Bananen da…mit der roten Blüte

Während der Tour hat man die Möglichkeit, verschiedene Gewürze oder auch Seifen und andere Dinge zu kaufen. Nach unserer Tour über die Spice Farm brachte uns unser Fahrer zu einem Bekannten, der in der Nähe der Spice Farm wohnte. Gemeinsam mit ihm durften wir in seinem Haus ein selbstgekochtes Essen genießen. Im Wohnzimmer saßen wir typischerweise auf einem großen Teppich auf dem Boden und konnten ein wirklich reichhaltiges Essen aus Fisch, Reis und Sauce genießen. Wir fanden es super, das wir so eine individuelle und private Tour machen konnten. Viele Angebote findest du hier: Gewürztouren Sansibar*.


Jozani Forest auf Sanisbar

Der Jozani Nationalpark ist der letzte tropische Urwald der Insel. Hier leben verschiedene Affen- und Vogelarten, sowie kleine Antilopen und Buschschweine. Der Park ist in drei Teile eingeteilt. In einer kleinen Gruppe ging es für uns mit einem Guide auf einem schmalen Weg durch den dicht bewaldeten Park. Der erste Teil ist ein Regenwald, in dem wir verschiedene Reptilien wie zum Beispiel ein Chamäleon und einen Tausendfüssler gesehen haben.


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Schau mal, ein hübsches Chamäleon im Park

Der zweite Teil des Parks ist der Teil, in dem die Affen leben. Hier hatten wir das Glück einige von ihnen ganz nah zu erleben. Einige der Affen die wir gesehen haben, gehören zur Gattung der Rotkopf-Guereza Affen die es nur auf Sansibar gibt. Aber auch andere Affenarten sind hier vertreten. Durch den dritten Teil des Parks führt ein schmaler Knüppelsteg durch dichte Mangrovenwälder. So hat man die Möglichkeit, diese Wälder, die bei Flut unter Wasser stehen, von oben zu beobachten.


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Wir haben diesen hübschen Affen gesehen

Insgesamt hatten wir uns von der Tour durch den Jozani Park mehr erhofft. Der Park an sich ist sehr schön, aber unser Guide war leider sehr hektisch, weshalb wir quasi durch den Park „gerannt“ sind. Wir hätten gerne mehr Zeit gehabt, um die Tiere zu beobachten und tiefer in die Natur einzutauchen. Der Eintritt in den Park inklusive einer geführten Tour kostet 10 $ pro Person. Eine geführte Tour kannst du hier buchen: Geführte Tour zum Jozani Park*.


Essen im „The Rock“ 

Zum Abschluss unserer Reise waren wir im wohl bekanntesten Restaurant auf Sansibar. „The Rock“ ist ein sehr kleines Restaurant am Strand von Michanwi, das auf einem Felsen errichtet ist. Bei Ebbe geht man über kleine Sandsäcke zum Restaurant und bei Flut wird man mit einem kleinen Boot vom Strand aus ins Restaurant gefahren. Sobald man oben das Restaurant betritt, hat man das Gefühl in einer anderen Welt gelandet zu sein. Man hat einen wundervollen Blick auf das Meer und sitzt bei Kerzenschein in einem tollen Ambiente.


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Dinner im Restaurant „The Rock“ auf Sansibar

Auch das Essen war wirklich fantastisch. Wir hatten unter anderem hausgemachte Gnocchi in einer Vanillesauce, die unglaublich waren. Außerdem haben wir das beste Dessert unseres Lebens gegessen: Eine Schokosalami mit Keksstückchen und Gewürzen verfeinert und dazu einer Kugel Vanilleeis. Gleichzeitig war es das mit Abstand teuerste Essen der Reise. Wir haben für zwei Personen ca. 100 € bezahlt. Für uns war es jedoch trotzdem ein sehr schöner Abschluss unserer Reise.


Kultur & Religion auf Sansibar

Der Großteil der Bevölkerung auf Sansibar ist muslimisch. Man merkt, dass die Kultur stark von arabischen und indischen Einflüssen geprägt ist, so gibt es zum Beispiel viel indisches Essen auf der Insel. Die Menschen haben wir alle als freundlich und sehr hilfsbereit erlebt, sodass wir uns nie unsicher gefühlt und uns bis auf wenige Ausnahmen auch sehr wohl gefühlt haben. Diese Ausnahmen gab es nur, wenn die Menschen zu aufdringlich wurden, um uns zum Beispiel etwas zu verkaufen.


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Auf Sansibar leben die Menschen sehr einfach und provisorisch

Das allgemeine Leben auf Sansibar ist noch sehr ursprünglich. An vielen Orten ist es leider auch sehr dreckig, da viel Müll in der sonst so schönen Natur auf Sansibar herumliegt. Dadurch, dass die Menschen so freundlich sind, machen sie es einem jedoch einfach in diese, für uns fremde Kultur, einzutauchen. Wir hatten stets das Gefühl Willkommen zu sein, auch wenn wir selbst uns manchmal noch fremd fühlten, zum Beispiel beim Fahren der öffentlichen Verkehrsmittel, die auf Sansibar „Dalla Dalla“ heißen.


Mit dem Dalla Dalla fahren

Das Dalla Dalla ist ein kleiner Minibus, der einfach überall dort hält, wo jemand ein- oder aussteigen möchte. Wenn es keinen Sitzplatz mehr gibt, setzt man sich einfach auf den Boden oder einen leeren Kanister, der im Bus herumliegt. Durch die Freundlichkeit der Einheimischen, die uns immer mit einem erfreuten Lächeln in den Dalla Dallas begrüßten,  gewöhnten wir uns schnell an diese Art der „öffentlichen Verkehrsmittel“. Für eine Fahrt im Dalla Dalla bezahlt man umgerechnet ca. 20 Cent pro Person.


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Mit dem Dalla Dalla geht es von A nach B

Währung auf Sansibar

Bezahlen tut man auf Sansibar hauptsächlich mit dem Tansania-Schilling. Es gibt jedoch auch Geschäfte, in denen Dollar akzeptiert werden. Auf jeden Fall sollte man immer etwas Bargeld bei sich haben, denn es gibt auf der ganzen Insel nur drei Geldautomaten: Einer befindet sich in Stone Town, im Norden der Insel gibt es einen Automaten in Nungwi und im Süden einen Automaten in Paje. In Stone Town und Nungwi hat es immer sehr gut geklappt, Geld abzuheben. In Paje hatten wir das Problem, dass der Automat zwei Tage lang leer war, weil natürlich alle dort ihr Geld abheben wollen. Für uns hatte das zur Folge, dass wir zwei Tage lang kaum noch Bargeld hatten und Kartenzahlung auf Sansibar nicht üblich ist. Als nach zwei Tagen endlich wieder Geld im Automaten war, hatte sich bereits nach kurzer Zeit eine große Schlange vor dem Automaten gebildet. 



Verkehr auf der Insel

Der Verkehr auf Sansibar ist, wie häufig in afrikanischen Ländern, recht chaotisch. Wir sind bisher auf allen unseren Reisen selbst gefahren und waren froh, es diesmal nicht gemacht zu haben. Während unseres gesamten Aufenthalts hatten wir stets nette und zuverlässige Fahrer und würden jedem empfehlen, es auch so zu machen und nicht selber zu fahren.


Fazit zur Sansibar Rundreise

Die Insel hat zwei Gesichter. Das eine ist das, welches man aus Katalogen und dem Internet kennt: Traumhafte Strände, türkisblaues Wasser, Kokosnusspalmen und exotische Tiere. Das andere Gesicht sind sehr einfache Lebensverhältnisse, Müll und arme Menschen. Oftmals fragt man sich, wie können diese beiden Seiten miteinander harmonieren? Oft hatten wir das Gefühl von einem extremen ins andere zu fallen. 


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Fazit unserer Sansibar Rundreise – Absolut empfehlenswert!

Wir können eine Sansibar Rundreise nur jedem empfehlen. Man sollte nicht davon ausgehen, nur die Seite zu sehen, die immer auf den Bildern gezeigt wird, sondern sich auch auf die andere Seite einzulassen, denn auch das lohnt sich auf jeden Fall. Wer das schafft, wird auf Sansibar eine wundervolle Zeit erleben und reich an Erfahrungen und mit vielen neuen Eindrücken aus dem Paradies zurückkehren.


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UNSERE HEUTIGEN REISEREPORTER:
Miriam und Björn teilen seit vielen Jahren schon ihre Leidenschaft zum Reisen. Sie versuchen so oft es nur geht, gemeinsam die Welt zu bereisen. Dabei bevorzugen sie am liebsten individuelle und selbstbestimmte Reisen. Eine der aufregendsten Reisen von Miriam und Björn war definitiv der Trip nach Südafrika. Es war Miriams erste Reise nach Afrika und was sie dort erlebt hat, war für sie der absolute Wahnsinn! Schon dort war klar, es wird nicht die letzte Afrika-Reise gewesen sein. Sansibar! Here we go!


Wir hoffen sehr, dass dir dieser Reisereporter-Beitrag zur Sansibar Rundreise gefallen hat. Schaue dir gerne auch die anderen spannenden Geschichten unter dem Menüpunkt „Reisereporter“ an. Und natürlich freuen wir und auch, wenn du einen Blick in unsere Beiträge aus den anderen Ländern wirfst.



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