BLOGBEITRÄGE WELTWEIT

Salkantay Trek Peru: 4 Tage, Kosten & unsere Erfahrungen

Salkantay Trek Etappe 2

Der mehrtägige Salkantay Trek war eines der größten Abenteuer unserer Peru-Rundreise. Während dieser Tour ging es durch die peruanischen Anden bis nach Aguas Calientes. Vorbei am türkisblauen Humantay Lake, über den rund 4.600 Meter hohen Salkantay-Pass und hinein in den üppigen Nebelwald. Die Wanderung war anstrengend – keine Frage – aber gleichzeitig auch wunderschön.

In diesem Beitrag nehmen wir dich mit auf die einzelnen Etappen und zeigen dir, wie anspruchsvoll der Salkantay Trek wirklich ist. Außerdem findest du hier alle wichtigen Infos zur Route, zu den Kosten und Unterkünften, zur Höhenkrankheit sowie unsere Packliste für den Trek. Ganz viel Spaß beim Stöbern!



Was ist der Salkantay Trek?

Der Salkantay Trek ist eine mehrtägige Wanderung durch die peruanischen Anden und eine beliebte Alternative zum klassischen Inka Trail. Die Route führt am mächtigen, 6.271 Meter hohen Salkantay vorbei, über den rund 4.600 Meter hohen Salkantay-Pass und anschließend hinab in den tropisch-grünen Nebelwald.

Ziel der Wanderung ist Aguas Calientes, von wo aus es am nächsten Morgen weiter nach Machu Picchu geht. Man sollte den Trek nicht unterschätzen: Tagesetappen von teilweise über 20 Kilometern, steile Auf- und Abstiege sowie die große Höhe machen die Wanderung körperlich ziemlich anspruchsvoll.

Wer regelmäßig Sport treibt, eine gute Grundkondition mitbringt und längere Wanderungen gewohnt ist, ist hier klar im Vorteil. Die Höhe kann allerdings auch gut trainierten Wanderern zu schaffen machen.

Anders als für den klassischen Inka Trail benötigt man für den Salkantay Trek kein limitiertes Trekking-Permit. Dadurch lässt sich die Tour meist flexibler und oft auch günstiger buchen. Ein Ticket für Machu Picchu benötigt man natürlich trotzdem.


Salkantay TrekInka Trail
Dauermeist 4–5 Tage4 Tage / 3 Nächte
Längeje nach Route ca. 50–70 kmca. 42–43 km
Höchster PunktSalkantay-Pass auf ca. 4.630 mDead Woman’s Pass auf ca. 4.215 m
EtappenHumantay Lake, Salkantay-Pass, Nebelwald, Aguas CalientesInka-Ruinen, mehrere Gebirgspässe, Sonnentor, Machu Picchu
LandschaftHochgebirge, Gletscher, Nebelwald und tropische TälerAndenlandschaft, Nebelwald und zahlreiche Inka-Stätten
Schwierigkeitanspruchsvoll, vor allem durch die Höhe und langen Etappenanspruchsvoll, vor allem durch viele steile Steinstufen
ÜbernachtungCamps, Hütten oder teilweise Hotelseinfache Zeltcamps
Genehmigungkein Permit notwendiglimitiertes Permit notwendig
Buchungmeist relativ kurzfristig möglichbesonders in der Hauptsaison frühzeitig buchen
Ankunftzunächst in Aguas Calientes, anschließend nach Machu Picchudirekter Zugang über das Sonnentor
Kostenetwa 300–700 US-Dollaretwa 650–900 US-Dollar


Wie lang sind die Etappen des Salkantay Treks?

Wie viele Kilometer du auf dem 4-tägigen Salkantay Trek zurücklegst, hängt von der gebuchten Route, den Camps und möglichen Transfers ab. Bei unserer Variante kamen wir auf rund 52 Kilometer. Die einzelnen Wandertage dauerten zwischen fünf und zehn Stunden.

Die zweite Etappe ist mit Abstand die anspruchsvollste. An diesem Tag geht es hinauf zum rund 4.600 Meter hohen Salkantay-Pass und anschließend über 1.700 Höhenmeter bergab in Richtung Nebelwald. Neben der langen Strecke macht vor allem die Höhe diesen Tag zu einer echten Challenge.

Bei einigen Anbietern beginnt die erste Etappe bereits in Mollepata beziehungsweise Challacancha und führt von dort bis nach Soraypampa. Bei unserer Tour fuhren wir dagegen mit dem Minivan direkt nach Soraypampa. Von dort wanderten wir zum Humantay Lake und anschließend wieder zurück zu unserem Camp.


EtappeUnsere RouteStreckeReine Gehzeit
1Soraypampa – Humantay Lake – Campca. 6–7 km3–4 h
2Camp – Salkantay-Pass – Collpapampaca. 18–22 km8–10 h
3.1Collpapampa – Playa Sahuayacoca. 11 km3–4 h
3.2Hidroeléctrica – Aguas Calientesca. 11 km2,5–3,5 h
4Aguas Calientes – Machu Picchuca. 3,5–4 kmmit Bus gefahren

Unsere Bedenken vor dem Trek

Vor dem Start waren wir alle ziemlich nervös und aufgeregt. Jeder hatte ein wenig Respekt – und irgendwie auch Angst – vor den kommenden vier Tagen. Wie fühlt es sich an, in dieser Höhe zu wandern? Was passiert, wenn wir es nicht schaffen und absteigen müssen? Und was, wenn man tagelang mit Kopfschmerzen zu kämpfen hat?

Am Ende war es zum Glück halb so wild. Die dünne Luft haben wir bei den Aufstiegen trotzdem deutlich gespürt. Teilweise schnappten wir ordentlich nach Luft und fühlten uns, als hätten wir gerade ein richtig hartes Workout hinter uns – dabei setzten wir einfach nur langsam einen Fuß vor den anderen.

Genau das war letztlich auch der Schlüssel: langsam gehen, ruhig atmen und sich nicht unter Druck setzen. Schritt für Schritt kamen wir voran und am Ende haben es tatsächlich auch alle geschafft.

Unsere Message an dich lautet deshalb: Mach dich vorher nicht verrückt! Du musst kein Leistungssportler sein, um den Salkantay Trek zu schaffen. Geh in deinem eigenen Tempo, lege Pausen ein und höre auf deinen Körper. Falls ein Aufstieg gar nicht mehr geht, kannst du je nach Anbieter und Streckenabschnitt gegen Aufpreis auf ein Pferd oder Maultier ausweichen.


Salkantay Trek im Detail

Kommen wir aber nun zum eigentlichen Trek. Wir haben die 4-tägige Wanderung mit 3 Übernachtungen gemacht. Wenn du mehr Zeit hast, kannst du auch die 5-tägige Variante buchen. Achte bei deiner Buchung vor allem darauf, welche Leistungen inklusive sind (Verpflegung, Übernachtungen, Transfers, Machu Picchu, Panoramazug zurück nach Cusco, Gepäcktransport usw.). Mehr dazu weiter unten im Beitrag.



Tag 1: Cusco – Soraypampa – Laguna Humantay – Camp


Bereits um 4:30 Uhr wurden wir an unserem Hotel in Cusco abgeholt. Mit dem Minivan ging es zunächst in das rund zwei Stunden entfernte Bergdorf Mollepata, wo wir uns an einem kleinen Frühstücksbuffet stärken konnten. Dieses kostete etwa 5 € extra.

Anschließend fuhren wir noch einmal knapp eine Stunde weiter nach Soraypampa. Dort machten wir unser Gepäck für den Transport mit den Maultieren fertig und starteten schließlich unsere erste Etappe des Salkantay Treks.

Der Aufstieg zum Humantay Lake dauerte rund zwei Stunden und führte über etwa drei Kilometer stellenweise ziemlich steil bergauf. Durch die Höhe kamen wir nur langsam voran und legten immer wieder kurze Pausen ein. Oben wurden wir schließlich mit dem Blick auf den türkisblauen Bergsee auf rund 4.200 Metern belohnt.

Der Abstieg war deutlich schneller und führte über eine weniger steile Strecke zurück ins Tal, in dem sich auch die verschiedenen Camps befinden. Dort ließen wir den sonnigen Nachmittag ganz entspannt ausklingen und sammelten neue Kraft für die nächste Etappe.

Wichtig: Viele Touranbieter betreiben eigene Camps, wie zum Beispiel KB Adventures, oder mieten sich in bestehenden Anlagen ein. Zahlreiche Unterkünfte entlang des Salkantay Treks sind online nicht direkt buchbar. Auch unser erstes Camp konnten wir ausschließlich über den Touranbieter reservieren.



Tag 2: Soraypampa – Salkantay Pass – Collpapampa


Der zweite Tag war mit Abstand die anstrengendste Etappe des gesamten Treks. Noch vor Sonnenaufgang krochen wir aus unseren Schlafsäcken, frühstückten und liefen gegen 6:30 Uhr los. Vor uns lag der Aufstieg zum höchsten Punkt der Route: dem Salkantay Pass auf rund 4.630 Metern.

Der Weg führte zunächst stetig bergauf durch eine karge, beeindruckende Berglandschaft. Je höher wir kamen, desto langsamer wurden unsere Schritte. Vor allem die letzten Meter bis zum Pass hatten es in sich. Durch die dünne Luft mussten wir immer wieder stehen bleiben und kurz durchschnaufen.

Oben angekommen, fiel die gesamte Anstrengung für einen Moment von uns ab. Direkt vor uns ragte der gewaltige, schneebedeckte Salkantay mit seinen 6.271 Metern in den Himmel. Die Landschaft war einfach nur gigantisch schön und wir mittendrin.

Nach einer ausgedehnten Pause und einem peruanischen Ritual am Berg begann der lange Abstieg. Zunächst ging es durch eine karge Hochgebirgslandschaft hinunter nach Wayracmachay, wo wir Mittagspause machten. Anschließend veränderte sich die Umgebung mit jedem Kilometer: Es wurde immer grüner, dichter und fast schon dschungelartig. Wir tauchten langsam in den peruanischen Nebelwald ein.

Die letzten Kilometer bis Collpapampa zogen sich ziemlich und plötzlich fegte auch noch ein Gewitter über uns. Marco und ich legten noch einmal einen Zahn zu und erreichten gegen 17 Uhr endlich unser Camp. Hier erwartete uns völlig überraschend eine warme Dusche und ein kühles Bier.



Tag 3: Collpapampa – Hidroeléctrica – Aguas Calientes

  • Route: Collpapampa – Playa Sahuayaco – Hidroeléctrica – Aguas Calientes
  • Strecke: ca. 22 km
  • Gehzeit: ca. 5,5 bis 7,5 Stunden
  • Höhenmeter: ca. 220 m bergauf, ca. 700 m bergab
  • Höchster Punkt: unser Camp in Collpapampa auf rund 2.900 m
  • Schwierigkeit: mittelschwer bis anspruchsvoll
  • Unterkunftstipps: Sumaq Machu Picchu Hotel*, Tierra Viva Cusco Machu Picchu*

Am dritten Tag lagen zunächst noch einmal rund zehn Kilometer zu Fuß vor uns. Der Weg führte fast die ganze Zeit am Salkantay-Fluss entlang und durch eine richtig schöne, immer grüner werdende Landschaft. Überall rauschte das Wasser, während wir an dichter Vegetation, kleinen Wasserfällen und Bananenstauden vorbeiliefen.

An einem vereinbarten Treffpunkt rund um Playa Sahuayaco wurden wir schließlich von einem Bus eingesammelt und zum Mittagessen nachLucmabamba gebracht. Anschließend ging es mit einem Van weiter bis nach Hidroeléctrica, dem Ausgangspunkt für die letzte Wanderung nach Aguas Calientes.

Von dort liefen wir immer an den Bahngleisen entlang. Die Strecke war zwar größtenteils flach, zog sich nach den vergangenen Tagen aber trotzdem ganz schön. Rund drei Stunden später erreichten wir schließlich Aguas Calientes. Nach zwei Nächten in einfachen Camps freuten wir uns riesig auf eine warme Dusche, ein richtiges Bett und natürlich auf Machu Picchu am nächsten Morgen.



Tag 4: Aguas Calientes – Machu Picchu – Cusco

  • Route: Aguas Calientes – Machu Picchu
  • Strecke: ca. 3,5–4 km
  • Gehzeit: ca. 1,5 bis 2 Stunden (mit dem Bus 20 bis 25 Minuten)
  • Höhenmeter: 400 m bergauf und wieder bergab
  • Höchster Punkt: Machu Picchu auf 2.430 m
  • Schwierigkeit: leicht, wenn man den Bus nimmt

Am letzten Morgen ging es früh mit dem Bus hinauf nach Machu Picchu. Wir gehörten zu den ersten Gruppen des Tages und konnten die Anlage noch ganz entspannt und ohne große Menschenmassen erleben. Allein dafür hatte sich das frühe Aufstehen gelohnt.

Rund zwei Stunden liefen wir auf dem Circuit 2 durch die alte Inkastadt. Nach den anstrengenden Tagen auf dem Salkantay Trek endlich hier zu stehen, war einfach nur mega und der perfekte Abschluss dieser Tour. Zudem waren wir Zeugen eines wunderschönen Sonnenaufgangs über Machu Picchu. Einfach unbeschreiblich!

Anschließend fuhren wir mit dem Bus zurück nach Aguas Calientes. Bis zur Abfahrt unseres Zuges hatten wir noch den halben Nachmittag Zeit, testeten uns durch einige Cafés und gönnten uns eine Massage. Massagestudios gibt es in dem kleinen Ort wirklich an jeder Ecke (große Empfehlung: Andean Hands Spa).

Gegen 16 Uhr stiegen wir schließlich in den Panoramazug nach Ollantaytambo. Von dort ging es mit dem Minivan weiter zurück nach Cusco, wo wir durch Verspätung und Stau ziemlich spät und komplett erledigt ankamen.

Hinweis: Man kann von Aguas Calientes auch zu Fuß zum Eingang von Machu Picchu aufsteigen. Für den steilen Weg mit zahlreichen Stufen solltest du etwa 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Der Shuttle-Bus kostet ca. 20 € hin und zurück.



Wie anspruchsvoll ist der Salkantay Trek?

Der Salkantay Trek ist technisch nicht besonders schwierig, körperlich aber durchaus anspruchsvoll. Du brauchst keine Klettererfahrung, solltest jedoch eine gute Grundkondition haben und längere Wanderungen mit vielen Höhenmetern gewohnt sein. Vor allem die zweite Etappe über den rund 4.600 Meter hohen Salkantay-Pass hat es wirklich in sich.

Die größte Herausforderung war für uns weniger der einzelne Aufstieg, sondern vielmehr die Kombination aus Höhe, sehr langen Tagesetappen und mehreren anstrengenden Tagen hintereinander. Dazu kommen starke Temperaturunterschiede: Morgens kann es eisig kalt sein, während es im Nebelwald später warm und feucht wird.

Auch die langen Abstiege solltest du nicht unterschätzen, da sie Knie und Oberschenkel stark belasten. Wanderstöcke waren für uns deshalb ein absolutes Must-have. Wenn du regelmäßig wanderst und/oder Ausdauersport machst und dich vorher ausreichend an die Höhe gewöhnst, ist der Salkantay Trek aber gut machbar.

Falls dir einzelne Abschnitte zu anstrengend sind, kannst du auf manchen Etappen gegen Aufpreis (meist 30 $) ein Pferd oder Maultier nutzen. Diese stehen an einigen Spots unterwegs bereit. Sprich das aber vorher am besten mit deinem Guide ab.



Vorbereitung und Akklimatisierung

Eine gute Akklimatisierung ist für den Salkantay Trek besonders wichtig. Die Wanderung startet auf knapp 3.900 Metern und führt hinauf bis auf rund 4.600 Meter. Wer direkt aus Lima oder Deutschland anreist, sollte vorher mindestens zwei bis drei ruhige Tage in Cusco oder im Heiligen Tal einplanen.

Wir waren zuvor bereits in Arequipa, im Colca-Tal, am Titicacasee und in Cusco unterwegs und hatten dadurch mehr Zeit, uns an die Höhe zu gewöhnen. Trotzdem merkten wir oberhalb von 4.000 Metern deutlich, wie die Luft dünner und jeder Schritt anstrengender wurde.

Zur Vorbereitung eignen sich längere Wanderungen mit Höhenmetern, Treppensteigen und regelmäßiges Ausdauertraining. Hilfreich ist es außerdem, mehrere Stunden mit einem kleinen Tagesrucksack unterwegs zu sein und Beine sowie Knie auf lange Auf- und Abstiege vorzubereiten.

Unsere Gruppe war zwischen 24 und 54 Jahre alt und sportlich komplett durchgemischt. Am Ende haben es alle geschafft – auch diejenigen, die sonst kaum Sport treiben. Eine Teilnehmerin ließ sich den Aufstieg zum Pass auf einem Pferd hochbringen und wanderte anschließend wieder selbst weiter. Man muss also kein Leistungssportler sein, um diesen Trek zu meistern.

Während des Treks gilt: langsam gehen, viel trinken und auf den Körper hören. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder starke Erschöpfung solltest du ernst nehmen und dem Guide mitteilen. Bei stärkeren Beschwerden ist ein Abstieg die wichtigste Maßnahme.



Verpflegung während der Wanderung

Während unseres Salkantay Treks wurden wir überraschend gut verpflegt. Bei der geführten Tour waren Frühstück, Mittagessen und Abendessen bereits im Preis enthalten. Die Mahlzeiten wurden von unserem Team unterwegs frisch zubereitet und waren deutlich abwechslungsreicher, als wir es bei einer mehrtägigen Wanderung erwartet hatten.

Zusätzlich solltest du eigene Snacks wie z.B. Riegel, Nüsse, Schokolade oder Traubenzucker einpacken. Gerade auf den langen Etappen geben sie zwischendurch noch einmal schnell Energie. Trinkwasser konnten wir unterwegs auffüllen, für den ersten Tag solltest du aber ausreichend Wasser dabeihaben.

Vegetarische und andere besondere Ernährungswünsche können die meisten Veranstalter wohl berücksichtigen. Gib diese am besten bereits bei der Buchung an. Unterwegs kamen wir außerdem immer wieder an kleinen Kiosken vorbei, an denen wir Snacks, Wasser, Softdrinks, frische Säfte oder auch mal Sandwiches kaufen konnten. Dafür solltest du etwas Bargeld in kleinen Scheinen dabeihaben.



Gepäcktransport

Am Abend vor dem Start fand in Cusco ein Briefing mit unserem Tourguide statt. Dabei erhielten wir unsere Duffle Bags, in die wir jeweils maximal fünf Kilogramm Gepäck packen durften. Der bereitgestellte Schlafsack wurde nicht auf das Gewicht angerechnet, am Ende aber mit in die Tasche gepackt.

Während des Treks brachten Maultiere die Duffle Bags von Camp zu Camp. Wir selbst mussten deshalb nur einen Tagesrucksack mit Wasser, Snacks, Kamera, Sonnenschutz und zusätzlichen Kleidungsschichten tragen. An das restliche Gepäck kamen wir allerdings erst am Abend wieder heran – alles, was du tagsüber benötigst, gehört also unbedingt in den Tagesrucksack.

Unser restliches Reisegepäck konnten wir während des Treks in unserem Hotel in Cusco unterstellen. Nach der Wanderung kehrten wir noch einmal für eine Nacht dorthin zurück und nahmen dann auch unser gesamtes Gepäck wieder entgegen. Alternativ kannst du dein Reisegepäck meist im Büro des jeweiligen Touranbieters lassen.



Camps, Duschen und Toiletten

Wie komfortabel die Camps entlang des Salkantay Treks sind, hängt stark vom jeweiligen Anbieter ab. Von einfachen Zelten bis hin zu Hütten und schicken Glamping-Domes haben wir unterwegs alles gesehen.

Während unserer Wanderung übernachteten wir in zwei Camps und einem Hotel. Das erste Camp in Soraypampa bestand aus kleinen Steinhütten mit richtigen Betten. In jeder Hütte gab es außerdem eine Lampe und eine Steckdose – wobei nicht alle funktionierten.

Vor Ort standen eine kalte Dusche und einige sehr einfache Toiletten ohne Spülung zur Verfügung. Zum Spülen musste man einen Eimer Wasser in die Toilette schütten. Das absolute Highlight dieses Camps war aber sowieso die Aussicht auf das gigantische, schneebedeckte Bergmassiv.

Auch die zweite Unterkunft bestand aus kleinen Hütten mit jeweils zwei Einzelbetten oder einem Doppelbett. Zur Ausstattung gehörten außerdem ein Stuhl, eine Lampe und eine Steckdose. Dieses Camp war schon etwas komfortabler: Es gab zwei warme Duschen und Toiletten mit Spülung. Sogar einen überraschend gut sortierten kleinen Kiosk gab es vor Ort – bezahlen konnten wir dort tatsächlich mit Kreditkarte.

In Aguas Calientes freuten wir uns schließlich riesig auf ein richtiges Hotel. Unser Zimmer war geräumig, die Betten groß und sehr gemütlich. Dazu gab es Handtücher, eine warme Dusche, WLAN und am nächsten Morgen ein kleines, aber feines Frühstück.

Verlasse dich unterwegs trotzdem weder auf warme Duschen noch auf funktionierende Steckdosen. Eine aufgeladene Powerbank, ein kleines Mikrofaserhandtuch, Flipflops, Feuchttücher und eigenes Toilettenpapier gehören deshalb unbedingt ins Gepäck.



Anbieter und Kosten für den Salkantay Trek

Für den Salkantay Trek gibt es unzählige Anbieter und ganz unterschiedliche Varianten. Am häufigsten werden Touren mit vier oder fünf Tagen angeboten. Während unserer Rundreise haben wir die kürzere Variante gemacht und waren damit sehr zufrieden. Bei GetYourGuide* sind viele Anbieter mit ihren verschiedenen Touren vertreten.

Bei der viertägigen Tour ist das Programm allerdings ziemlich straff und einzelne Strecken werden teilweise mit dem Fahrzeug überbrückt. Die fünftägige Variante ist etwas entspannter und führt je nach Anbieter zusätzlich über Llactapata, eine Kaffeeplantage oder zu den Thermalquellen von Santa Teresa (hätten wir übrigens optional buchen können).

Auch beim Komfort gibt es große Unterschiede: Einfache Touren übernachten in Zelten oder schlichten Hütten, während teurere Anbieter feste Camps, Glamping-Domes, warme Duschen oder sogar Hütten mit richtigen Betten anbieten. Am Ende musst du selbst entscheiden, was dir wichtiger ist.

Sehr günstige Angebote (ab 250 $) wirken auf den ersten Blick verlockend, enthalten aber häufig weder das Machu-Picchu-Ticket noch die Rückfahrt nach Cusco. Vergleiche deshalb nicht nur den Endpreis, sondern immer das komplette Leistungspaket. Bei vielen Anbietern kann man gegen Aufpreis einzelne Optionen dazubuchen.


Unsere Tour wurde vom lokalen Anbieter Peru Trek durchgeführt. Mit der Organisation, den Unterkünften, der Verpflegung und dem Gepäcktransport waren wir insgesamt sehr zufrieden. Mit unserem Guide (Javier) hatten wir allerdings weniger Glück: Er erklärte nur wenig, sprach kaum mit der Gruppe und begleitete uns größtenteils einfach nur von Etappe zu Etappe.


Besonders wichtig sind:

  • Verpflegung während des Treks
  • Duffle Bags für den Trek
  • ggf. Schlafsack und Wanderstöcke
  • Transport des Hauptgepäcks
  • Hotel in Aguas Calientes
  • Größe der Reisegruppe
  • Eintritt für Machu Picchu
  • Rückfahrt nach Cusco per Zug oder Bus/Auto

VarianteKosten pro Person
Salkantay Trek 4 Tage/3 Nächte*ab ca. 330 €
Salkantay Trek 4 Tage/3 Nächte mit Zug*ab ca. 400 €
Salkantay Trek 5 Tage/4 Nächte in Sky Domes*ab ca. 600 €
Salkantay Trek 5 Tage/4 Nächte Luxuskuppeln*ab ca. 660 €


Packliste für den Salkantay Trek

Beim Salkantay Trek durchquerst du innerhalb weniger Tage völlig unterschiedliche Klimazonen. Am Pass kann es eisig kalt sein, während es im Nebelwald warm und feucht wird. Packe deshalb unbedingt im Zwiebellook und nimm nur das Nötigste mit.

In deinem Gepäck sollte außerdem dein Reisepass nicht fehlen, den du nämlich für Machu Picchu und personengebundene Zug- und Bustickets benötigst.

Kleidung

Schuhe und Ausrüstung

Pflege und Reiseapotheke



Beste Reisezeit und Wetter

Die beste Zeit für den Salkantay Trek ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober. In diesen Monaten regnet es deutlich weniger und die Chancen auf freie Sicht auf die Berge stehen ziemlich gut.

Wir waren im September unterwegs und hatten größtenteils sehr gutes Wetter. Tagsüber war es in der Sonne angenehm warm, am Salkantay Pass und in den höher gelegenen Camps dagegen teilweise richtig kalt. Temperaturen um den Gefrierpunkt sind dort natürlich keine Seltenheit.

Besonders gut eignen sich Mai, Juni, September und Oktober. Im Juli und August ist das Wetter meist ebenfalls stabil, allerdings sind dann auch deutlich mehr Wanderer unterwegs. Von November bis April herrscht Regenzeit. Die Wege können dann matschig und rutschig werden und die Berge verschwinden häufiger hinter dichten Wolken.

Auf schnelle Wetterwechsel solltest du dich aber zu jeder Jahreszeit einstellen. Oben am Pass ist es kalt und windig, wenige Stunden später läufst du durch den warmen und feuchten Nebelwald. Zwiebellook, Regenjacke und Sonnenschutz gehören deshalb immer ins Gepäck.



Unser Fazit zum Salkantay Trek

Der Salkantay Trek war ohne Frage eines der größten Highlights unserer Peru-Rundreise. Die Wanderung war anstrengend und teilweise ziemlich herausfordernd. Gleichzeitig waren die Landschaften so abwechslungsreich und beeindruckend, dass sich wirklich jeder einzelne Kilometer gelohnt hat.

Besonders fasziniert hat uns der ständige Wechsel: vom türkisblauen Humantay Lake über den eisig kalten Salkantay-Pass bis hinunter in den grünen, fast tropischen Nebelwald. Und nach all diesen Kilometern schließlich vor Machu Picchu zu stehen, war einfach nur unbeschreiblich.

Für unsere Rundreise war die viertägige Variante perfekt. Wenn du mehr Zeit hast und das Ganze etwas entspannter angehen möchtest, würden wir dir allerdings eher fünf Tage empfehlen. Eine gute Kondition, ausreichend Zeit zur Akklimatisierung und Durchhaltevermögen solltest du auf jeden Fall mitbringen.

Würden wir den Salkantay Trek noch einmal machen? Definitiv! Unsere Beine haben danach zwar etwas Pause gebraucht, aber dieses Abenteuer werden wir so schnell nicht vergessen. Wir hatten dank unserer coolen Gruppe auch einfach unglaublich viel Spaß!


UNSERE KAFFEEKASSE
Du bist gerne hier auf unserer Seite, hast schon oft unsere Tipps genutzt und magst unsere Inhalte, Geschichten, Bilder und Videos? Wir haben hier eine kleine virtuelle Kaffee-Kasse aufgestellt, welche du gerne füllen darfst. Dieses Trinkgeld spenden wir an Tierschutzorganisationen. Von Herzen DANKE!

» Unsere Kaffeekasse «


Folge uns gerne auf Facebook, Instagram, Pinterest, Youtube und Co. für noch mehr Reisetipps und Inspiration. Schaue auch gerne mal in unserem Amazon-Shop vorbei. Dort findest du all unsere Travel-Gadgets.

In diesem Beitrag verwenden wir sogenannte „Affiliate Links“ (Werbelinks – markiert mit einem Sternchen). Diese leiten dich zu Produkten und Dienstleistungen, welche wir dir zu 100% empfehlen können. Solltest du über diese Links etwas buchen/kaufen, erhalten wir als Dankeschön eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch aber keine weiteren Kosten. So können wir auch weiterhin unsere Inhalte, Bilder und Videos kostenfrei für dich anbieten.

Schreibe einen Kommentar

Mit Absenden des Kommentars verarbeiten wir deine persönliche Daten wie Name, E-Mail-Adresse und IP-Adresse. Weitere Informationen siehe: Datenschutzerklärung