Zwischen steilen Klippen am Pazifik, prächtigen Kolonialbauten und farbenfroher Street Art könnten die Sehenswürdigkeiten in Lima kaum unterschiedlicher sein. Die peruanische Hauptstadt ist riesig, laut und auf den ersten Blick vielleicht etwas überwältigend. Wer ihr etwas Zeit gibt, entdeckt jedoch spannende Viertel, eine großartige Food-Szene und zahlreiche sehenswerte Orte.
Für uns war Lima sowohl der Start- als auch der Endpunkt unserer Peru-Rundreise. Statt direkt weiterzureisen, wollten wir die Stadt in Ruhe kennenlernen. Besonders gut gefielen uns das kreative Barranco, die Küstenpromenade von Miraflores und das historische Zentrum rund um die Plaza Mayor.
In diesem Beitrag zeigen wir dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Lima, unsere persönlichen Lieblingsorte und eine praktische Route für deinen Aufenthalt. Außerdem findest du Tipps zu Unterkünften, Restaurants, Sicherheit und Fortbewegung. Viel Spaß beim Stöbern!
Quick Facts
- Land: Peru
- Einwohner: rund 11 Millionen im Großraum Lima
- Sprache: Spanisch (Englisch klappt ganz gut)
- Währung: Peruanischer Sol
- Zeitzone: UTC−5
- Flughafen: Jorge Chávez International Airport
- Ideale Aufenthaltsdauer: 2 bis 3 Tage
- Beste Viertel für Reisende: Miraflores und Barranco
- Bekannt für: Kolonialbauten, Pazifikküste und eine hervorragende Food-Szene
Lima Sehenswürdigkeiten im Überblick + Karte
Lima ist riesig und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten verteilen sich auf mehrere Stadtteile. Besonders sehenswert sind unserer Meinung nach das historische Zentrum (Centro Histórico), das moderne Küstenviertel Miraflores und das kreative Barranco.
Die Entfernungen solltest du dabei aber nicht unterschätzen, denn je nach Verkehr kann eine Fahrt durch die Stadt deutlich länger dauern als gedacht.
Auf der folgenden Karte haben wir dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Lima markiert. So kannst du besser einschätzen, welche Orte nah beieinanderliegen und sich gut miteinander verbinden lassen.
Wie viele Tage braucht man für Lima?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Lima solltest du mindestens zwei volle Tage einplanen. So kannst du das historische Zentrum erkunden und hast trotzdem noch genügend Zeit für Miraflores und Barranco.
Mit drei Tagen wird dein Aufenthalt noch entspannter. Dann bleibt auch Zeit für ein Museum, einen Kochkurs oder längere Pausen in den vielen Cafés und Restaurants.
Hast du nur einen Tag zur Verfügung, kannst du die drei wichtigsten Viertel zwar miteinander verbinden, musst dich aber auf einige ausgewählte Highlights beschränken. Mehr dazu weiter unten im Beitrag.
Lima in zwei Tagen: Unsere Route
Mit zwei vollen Tagen kannst du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Lima gut miteinander verbinden. Wegen der großen Entfernungen solltest du deine Route nach Stadtteilen planen und für die Fahrten genügend Zeit einrechnen.
Tag 1: Historisches Zentrum und Miraflores
Starte am Vormittag im historischen Zentrum mit der Plaza San Martín, dem Jirón de la Unión, der Plaza Mayor und dem Kloster San Francisco. Am Nachmittag geht es weiter nach Miraflores. Schlendere vom Parque Kennedy durch die Straßen bis zum Meer. Dort angekommen, kannst du an der Promenade entlangspazieren und den Tag gemütlich ausklingen lassen.
Tag 2: Huaca Pucllana und Barranco
Besuche am Vormittag die Huaca Pucllana und fahre anschließend weiter nach Barranco. Plane dort genügend Zeit für die Street Art, den Municipal Park, die Puente de los Suspiros und die Bajada de los Baños ein. Den Abend kannst du in einem der vielen tollen Restaurants verbringen.
Hast du sogar drei Tage Zeit, kannst du zusätzlich noch das Museo Larco besuchen, an einer Food-Tour teilnehmen, einen Surfkurs buchen oder noch entspannter durch Miraflores und Barranco schlendern.

Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum
Das historische Zentrum von Lima gehört seit 1991 zum UNESCO-Welterbe und lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Zwischen prächtigen Kolonialbauten, alten Kirchen und großen Plätzen bekommst du einen guten Eindruck davon, welche Bedeutung Lima während der spanischen Kolonialzeit hatte.
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten solltest du ungefähr einen halben Tag einplanen. Ein guter Ausgangspunkt ist die Plaza Mayor. Von dort kannst du weiter zum Kloster San Francisco und anschließend über den Jirón de la Unión bis zur Plaza San Martín laufen.
Wir erkundeten das historische Zentrum im Rahmen einer geführten Tour* und waren mit unserem Guide ungefähr drei Stunden unterwegs. Dabei erfuhren wir nicht nur viel über die Sehenswürdigkeiten, sondern entdeckten auch einige Ecken, an denen wir allein vermutlich vorbeigelaufen wären.
Plaza de Armas
Die Plaza Mayor, häufig auch Plaza de Armas genannt, bildet das historische Herz Limas. Hier wurde die Stadt im Jahr 1535 vom spanischen Eroberer Francisco Pizarro gegründet. Rund um den Platz stehen einige der bedeutendsten Gebäude der Hauptstadt, darunter die Kathedrale, der Regierungspalast und der erzbischöfliche Palast.
In der Mitte befindet sich ein großer Bronzebrunnen. Besonders gut gefallen haben uns aber die farbenfrohen Fassaden und die aufwendig verzierten Holzbalkone der umliegenden Gebäude. Für uns war die Plaza Mayor definitiv eines der Highlights in der historischen Altstadt.

Kathedrale von Lima
Direkt an der Plaza Mayor steht die mächtige Kathedrale von Lima. Ihr Bau begann bereits im Jahr 1535, allerdings wurde das Gebäude durch mehrere Erdbeben beschädigt und im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgebaut.
Im Inneren kannst du verschiedene Kapellen, religiöse Kunstwerke und das Grab von Francisco Pizarro sehen. Auch der angeschlossene erzbischöfliche Palast mit seinen auffälligen Holzbalkonen gehört hier zu den bekanntesten Fotomotiven der Altstadt.
- Öffnungszeiten Kathedrale: Mo.–Fr. 9–20 Uhr, Sa. 10–22 Uhr, So. 13–19 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 30 Soles, Kinder 15 Soles
- Tickets: online oder vor Ort am Eingang

Regierungspalast
Auf der Nordseite der Plaza Mayor befindet sich der Regierungspalast von Peru. Das Gebäude steht an jener Stelle, an der Francisco Pizarro nach der Gründung Limas seine Residenz errichten ließ. Heute ist der Palast der Sitz der peruanischen Regierung und die offizielle Residenz des Präsidenten.
Der Regierungspalast wird streng bewacht und kann normalerweise nur im Rahmen angemeldeter Führungen besichtigt werden. Von der Plaza Mayor kannst du jedoch einen Blick durch das Absperrgitter auf die prunkvolle Fassade werfen. Mit etwas Glück erlebst du außerdem den Wachwechsel vor dem Palast.
- Wachablöse: Täglich von Montag bis Sonntag um 12:00 Uhr
- Dauer: Rund 30 Minuten (bis etwa 12:15 Uhr)

Iglesia y Convento de San Francisco mit Katakomben
Nur wenige Gehminuten von der Plaza Mayor entfernt befindet sich die gelb gestrichene Iglesia y Convento de San Francisco. Zum Kloster gehören eine historische Bibliothek, alte Kreuzgänge und die berühmten unterirdischen Katakomben.
Wir haben uns die Anlage ebenfalls angeschaut. Besonders eindrucksvoll – und ehrlich gesagt auch ziemlich spooky – waren die Katakomben. Dort liegen bis heute die Knochen Tausender Menschen, teilweise kreisförmig und nach Körperteilen sortiert.
Hintergrund: Früher gab es in Lima keine öffentlichen Friedhöfe. Deshalb wurden Verstorbene unter Kirchen und Klöstern beigesetzt. Die Knochen in den Katakomben wurden später freigelegt. Der Eintritt in die Kirche ist frei, für das Kloster und die Katakomben benötigst du ein Ticket.
‼️ Fotografieren ist im Inneren übrigens nicht erlaubt.
- Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 21 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 20 Soles, Studierende 10 Soles, Kinder 5 Soles
- Tickets: Vor Ort am Eingang bar oder mit Karte
Jirón de la Unión
Vom Hauptplatz führt der Jirón de la Unión als Fußgängerzone durch die historische Altstadt bis zur Plaza San Martín. Früher gehörte die Straße zu den elegantesten Adressen Limas. Heute findest du hier vor allem Geschäfte, Restaurants, historische Fassaden und jede Menge Trubel.
Der Weg ist ideal, um die Plaza Mayor und die Plaza San Martín miteinander zu verbinden. Schau dabei ruhig auch einmal nach oben, denn zwischen den modernen Ladenfronten entdeckst du immer wieder verzierte Balkone und schöne alte Gebäude. Besonders auffällig ist die Casa Courret, eines der bekanntesten Fotostudios Limas mit der Aufschrift „Fotografía Central“.
Unbedingt auch einen kurzen Stopp bei Churros Españoles einlegen! Dort bekommst du frisch gebackene Churros mit verschiedenen Füllungen, zum Beispiel Vanille oder Dulce de Leche.

Plaza San Martín
Nach rund 15 Minuten erreichst du die weitläufige Plaza San Martín. Sie wurde 1921 anlässlich des 100. Jahrestages der peruanischen Unabhängigkeit eröffnet und ist dem Freiheitskämpfer José de San Martín gewidmet. Im Mittelpunkt steht seine große Reiterstatue, die von weißen Gebäuden mit reich verzierten Fassaden eingerahmt wird.
Besonders auffällig ist das historische Gran Hotel Bolívar, das direkt am Platz liegt. Rund um die Plaza findest du außerdem einige Cafés und Restaurants, die sich gut für eine kleine Pause eignen. Viele geführte Stadttouren starten hier an diesem Platz.

Sehenswürdigkeiten im Stadtteil Miraflores
Vom historischen Stadtzentrum geht es nun weiter nach Miraflores, einem der modernsten und beliebtesten Viertel der Hauptstadt. Hier erwarten dich gepflegte Parks, zahlreiche Restaurants, bekannte Hotelketten und eine lange Promenade entlang der Steilküste. Viele Reisende entscheiden sich deshalb auch für eine Unterkunft in diesem Teil der Stadt.
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Miraflores solltest du mindestens einen halben Tag einplanen. Wenn du gemütlich am Meer entlangspazieren, essen gehen oder auch die Huaca Pucllana besuchen möchtest, kannst du hier aber auch problemlos einen ganzen Tag verbringen.
Malecón de Miraflores und Costa Verde
Der Malecón de Miraflores verläuft hoch oben auf den Klippen und bietet fast durchgehend tolle Ausblicke auf den Pazifik und die darunterliegende Costa Verde. Entlang dieser Promenade wechseln sich Grünflächen, Aussichtspunkte und Spielplätze ab.
Für uns gehörte der Spaziergang entlang der Küste zu den schönsten Aktivitäten in Lima. Selbst wenn der typische Küstennebel über Lima liegt, hat die Kulisse mit den steilen Klippen und dem Pazifik etwas Besonderes.
Unterhalb der Klippen verläuft die Costa Verde mit mehreren Stränden. Zum Baden ist das Wasser zwar ziemlich kalt, dafür kannst du hier fast das ganze Jahr über Surfer beobachten. Am besten du buchst dir direkt selbst eine Surf-Stunde*.

Parque del Amor
Der bekannteste Park entlang der Promenade ist der Parque del Amor. Im Mittelpunkt steht die große Skulptur „El Beso“ des peruanischen Künstlers Víctor Delfín, die ein sich küssendes Paar zeigt.
Rund um den Park ziehen sich geschwungene Mauern mit bunten Mosaiken und spanischen Liebeszitaten. Durch die Lage direkt an der Steilküste hast du von hier einen weiten Blick über den Pazifik. Besonders zum Sonnenuntergang soll der Parque del Amor ein beliebter Treffpunkt sein.

Faro La Marina und Parque Raimondi
Nur wenige Gehminuten vom Parque del Amor entfernt steht der blau-weiß gestrichene Faro La Marina. Der Leuchtturm ist eines der bekanntesten Fotomotive von Miraflores und befindet sich inmitten einer gepflegten Parkanlage direkt an der Küste.
Direkt daneben befindet sich der weitläufige Parque Raimondi. Bei guten Windverhältnissen starten hier die Gleitschirmflieger und schweben über den Klippen und dem Pazifik. Auch wenn du nicht selbst fliegen möchtest, lohnt es sich, ihnen eine Weile zuzuschauen.

Einkaufszentrum Larcomar
Das Einkaufszentrum Larcomar sitzt direkt in der Klippe über dem Pazifik. Drinnen findest du die üblichen bekannten Ketten wie H&M Home, Tommy Hilfiger, Guess und Puma, also Geschäfte, die du auch von zu Hause kennst.
Unserer Meinung nach lohnt sich der Besuch deshalb weniger wegen der Geschäfte. Viel spannender sind die Lage und der Ausblick aufs Meer. Bei einem Küstenspaziergang von Miraflores nach Barranco (ca. 1,5 Stunden) kommst du automatisch an Larcomar vorbei.
- Öffnungszeiten: täglich von 6–22 Uhr

Parque Kennedy
Wir hatten gehört, dass im Parque Kennedy jede Menge Katzen leben – also mussten wir natürlich dorthin. Tatsächlich begegneten uns überall zwischen Blumenbeeten und Sitzbänken kleine und große Fellnasen. Im Park stehen sogar kleine Katzenhäuser sowie Futter- und Wassernäpfe für die Tiere.
Der Park liegt mitten im Zentrum von Miraflores und ist von zahlreichen Restaurants, Cafés und Geschäften umgeben. Direkt daneben steht außerdem die Iglesia Parroquial La Virgen Milagrosa.

Huaca Pucllana
Mitten in Miraflores erhebt sich mit der Huaca Pucllana plötzlich eine gewaltige Lehmpyramide. Erbaut wurde die archäologische Anlage zwischen etwa 500 und 700 nach Christus von der Lima-Kultur. Damals diente sie als zeremonielles Zentrum.
Unzählige kleine, senkrecht aufgestellte Lehmziegel bilden die Pyramide. Bei einer Führung erfährst du mehr über die frühere Nutzung der Anlage, archäologische Funde und die Kulturen, die hier lange vor den Inka lebten.
Da die Huaca Pucllana etwas abseits der Küstenpromenade liegt, lohnt sich für die Anfahrt ein UBER. Alternativ kannst du auch eine geführte Tour mit Abholung im Hotel* buchen.
Sehenswürdigkeiten im Stadtteil Barranco
Barranco war unser absolutes Lieblingsviertel in Lima. Jede Menge Street Art, wunderschöne Kolonialhäuser, kleine Galerien, coole Cafés und richtig gute Restaurants machen den Stadtteil für uns so besonders. Dazu kommen eine tolle Promenade am Pazifik und viele schöne Unterkünfte. Barranco ist bunt, hip und deutlich entspannter als viele andere Ecken der Stadt.
Puente de los Suspiros
Wenn du durch Barranco schlenderst, solltest du auch einen Stopp an der Puente de los Suspiros machen. Diese kleine Brücke ist wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit im quirligen Stadtviertel. Sie wurde bereits 1876 erbaut und führt über die Bajada de los Baños. Die Brücke selbst ist schnell überquert, besonders schön fanden wir aber die gesamte Umgebung mit der alten Ermita, den bunten Häusern und der vielen Street Art.
Einer Legende nach geht ein Wunsch in Erfüllung, wenn du beim ersten Überqueren der Brücke die Luft anhältst. Ausprobieren kann ja nicht schaden und es ist auch ganz witzig, den Besuchern dabei zuzuschauen.

Bajada de Baños
Die Bajada de los Baños verläuft direkt unterhalb der Puente de los Suspiros und führt hinunter in Richtung Pazifik. Ihren Namen verdankt sie den Badehäusern, die sich früher an der Küste befanden.
Der schmale Weg führt vorbei an bunten Häusern, kleinen Restaurants, Cafés und zahlreichen Murals bis zu einem Aussichtspunkt. Von dort gelangst du über eine Treppe und eine Fußgängerbrücke weiter hinunter zur Küste.

Street Art und bunte Gassen
Barranco ist bekannt für seine Street Art. Große Murals, kleine Graffitis und bunt bemalte Hauswände findest du im gesamten Viertel. Besonders viele Kunstwerke entdeckst du rund um die Bajada de los Baños, die Puente de los Suspiros und in den kleinen Seitenstraßen. Am besten lässt du dich einfach ein wenig treiben.
Einer der bekanntesten Künstler ist der peruanische Street-Art-Künstler Jade Rivera. Von ihm stammen unter anderem die Werke „El hogar de un suspiro“ und „La Llave“, auf dem ein Mädchen einen riesigen Schlüssel hält. Der Schlüssel steht dabei für neue Möglichkeiten und das Öffnen von Türen.
- Geführter Rundgang durch Barranco inkl. Street Art & Fotostopps*
- Street Art Tour durch das Künstlerviertel Barranco*

Museo Jade Rivera
Das Museo Jade Rivera widmet sich dem bekannten peruanischen Street-Art-Künstler und zeigt seine Entwicklung über mehr als 20 Jahre. Zu sehen sind unter anderem Gemälde, Skizzen, Skulpturen und Entwürfe seiner bekannten Murals.
Das Museum ist relativ klein, passt aber perfekt zu einem Rundgang durch Barranco. Plane für deinen Besuch etwa 30 bis 60 Minuten ein.
- Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 20 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 15 Soles (Bezahlung bar oder mit Karte)

Barranco Municipal Park
Rund um den kleinen Platz stehen schöne historische Gebäude, darunter die Biblioteca Municipal und die Kirche La Santísima Cruz. Dazu kommen zahlreiche Cafés, Restaurants und kleine Verkaufsstände.
Häufig stellen hier lokale Künstler ihre Bilder aus oder malen direkt vor Ort neue Werke. Besonders am Abend füllt sich der Park und wird zu einem beliebten Treffpunkt für Locals und Urlauber.

La Feria Unión de Barranco
Nur durch Zufall haben wir den coolen Markt La Feria Unión de Barranco entdeckt. An zahlreichen kleinen Ständen verkaufen lokale Künstler und unabhängige Labels Kleidung, Schmuck, Kunst, Naturprodukte und andere handgemachte Dinge. Dazu kommen verschiedene Essensstände, Getränke und gelegentlich wohl auch Live-Musik.
Auch vor dem Museum Jade Rivera lohnt sich ein kleiner Bummel. Hier stehen meist lokale Künstler und Kunsthandwerker, die Schmuck, Bilder und andere handgemachte Dinge verkaufen. Ich habe mir dort ein richtig cooles Cap gekauft.
- Öffnungszeiten: Mi.–Do. 12–21 Uhr, Fr.–Sa. 11–22 Uhr, So. 12–21 Uhr
- Eintritt: kostenlos

Café Ancestral
Das Café Ancestral MUSSTE unbedingt mit in unsere Liste der Top-Spots in Barranco. Es ist definitiv eine der schönsten Adressen im Künstlerviertel und schon allein optisch ein echtes Highlight. Überall gibt es kleine Details zu entdecken, dazu kommen jede Menge Pflanzen, grandiose Bilder, verwinkelte Ecken und ein richtig schöner Innenhof.
Wir waren hier zum Brunchen und fanden das Essen wirklich richtig gut. Aber auch am Abend ist der begrünte Innenhof wunderschön beleuchtet und unglaublich gemütlich. Für uns ist das Café deshalb nicht nur ein Restauranttipp, sondern fast schon eine kleine Sehenswürdigkeit für sich.
- Öffnungszeiten: täglich von 8–23 Uhr geöffnet (Fr. & Sa. sogar bis 0 Uhr)
- Speisekarte: Hier geht’s zum Menü (Englisch)

Cafés & Restauranttipps
Während unserer Zeit in Lima haben wir viele tolle Cafés ausprobiert und tolle Restaurants entdeckt. In der folgenden Tabelle haben wir dir alle guten Adressen notiert. Du hast auch noch einen richtig guten Restauranttipp? Schreib’s gerne in das Kommentarfeld.
| Stadtviertel | Name | Besonderheit |
|---|---|---|
| Miraflores | LALA Restaurant | Stylisches Restaurant mit intern. Karte |
| Miraflores | Panchita | Peruanisches Restaurant, lokale Küche |
| Miraflores | Cumpa Taberna Criolla | Peruanisches Restaurant, lokale Küche |
| Miraflores | Shelter Coffee | Sehr guter Kaffee mit toller Aussicht |
| Miraflores | Amarena La Mar | Bistro mit leckeren Snacks |
| Miraflores | Ondo | Guter Kaffee, leckere Avocado-Brote |
| Barranco | Caleta Dolsa Coffee | Sehr leckeres Frühstück |
| Barranco | Café Ancestral | Grandiose Location, Frühstück ist eine 10/10 |
| Barranco | Ayahuasca | Tolle Architektur, gute Cocktails |
| Barranco | Monotono Coffee | Sehr guter Kaffee & Mandel-Croissants |
| Barranco | La Posada Del Mirador | Perfekt für den Sunset, gute Drinks |
| Barranco | Café Floral | Leckeres Eis, leckere Kuchen & Kaffee |
| Barranco | Shimao | Leckere asiatische Gerichte |

Touren und Ausflüge in und rund um Lima
Lima kannst du gut auf eigene Faust erkunden. Einige Touren lohnen sich trotzdem, weil du dabei deutlich mehr über die Geschichte, die Küche und die Umgebung der Stadt erfährst. Besonders groß ist die Auswahl in Miraflores und Barranco, wo viele Touren starten oder zumindest eine Abholung vom Hotel anbieten.
Geführte Stadttouren
Wir haben selbst an einer geführten Stadttour durch die historische Altstadt teilgenommen und können diese sehr empfehlen. Dabei besuchten wir unter anderem die Plaza Mayor, die Kathedrale, den Regierungspalast und das Kloster San Francisco mit seinen Katakomben.
- Rundgang durchs historische Zentrum mit Guide*
- 2-stündiger Tour durch das bunte Stadtviertel Barranco*
Kochkurs oder Food-Tour
Lima gilt als kulinarische Hauptstadt Perus und ist damit der perfekte Ort für einen Kochkurs oder eine Food-Tour. Je nach Angebot besuchst du zuerst einen lokalen Markt und bereitest anschließend typische Gerichte wie Ceviche, Causa oder Lomo Saltado zu. Häufig gehört auch ein selbst gemixter Pisco Sour dazu.
Wir haben unseren peruanischen Kochkurs zwar in Cusco gemacht, würden ein solches Erlebnis aber jederzeit wieder buchen. Es hat nicht nur richtig viel Spaß gemacht, sondern uns auch einen ganz anderen Einblick in die peruanische Küche gegeben.
- Peruanischer Kochkurs und Rundgang über den Surquillo-Markt*
- Kochkurs mit Tour über den lokalen Markt und Abholung*

Surfkurs in Lima
Surfen gehört in Lima fest zum Stadtbild. Entlang der Küste findest du mehrere Surfspots und Surfschulen, die Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene anbieten. Die nötige Ausrüstung und ein Neoprenanzug sind normalerweise im Preis enthalten, denn das Wasser des Pazifiks ist ganz schön kalt.

Bootstour zu den Islas Palomino
Vor der Küste von Callao liegen die Islas Palomino, auf denen eine große Kolonie wilder Seelöwen lebt. Die etwa vierstündigen Bootstouren führen an mehreren Inseln vorbei, auf denen du neben Seelöwen auch zahlreiche Seevögel und mit etwas Glück sogar Delfine beobachten kannst.
- Palomino-Inseln, Seelöwen-Schwimmen & Yacht-Tour*
- 4 Inseln und Palomino + Schwimmen mit Seelöwen + Snack + Fotos*
Tagesausflug nach Paracas und Huacachina
Zu den beliebtesten Ausflügen ab Lima gehört die Kombination aus Paracas, den Islas Ballestas und der Wüstenoase Huacachina. Am Morgen geht es mit dem Boot zu den Ballestas-Inseln, wo unter anderem Seelöwen, Humboldt-Pinguine und zahlreiche Seevögel leben.
Anschließend führt die Tour weiter nach Huacachina. Dort kannst du mit einem Buggy durch die gewaltigen Sanddünen fahren und dich beim Sandboarding ausprobieren. Der Ausflug ist abwechslungsreich, allerdings auch sehr lang.
Unterkunftstipps für Lima
Für den ersten Aufenthalt in Lima würden wir dir Barranco oder Miraflores empfehlen. Miraflores ist touristisch gut erschlossen und bietet eine große Auswahl an Restaurants, Cafés und Unterkünften. Außerdem kannst du viele Sehenswürdigkeiten an der Küste zu Fuß erreichen.
Barranco eignet sich besonders gut, wenn du es etwas ruhiger, individueller und atmosphärischer magst. Das Viertel ist für seine bunten Straßen, Kunstgalerien und schönen alten Häuser bekannt. Wir haben in beiden Stadtteilen übernachtet und würden uns jederzeit wieder für Barranco entscheiden.
Übernachten in Miraflores
Unsere Unterkunft: Tierra Viva Miraflores
Während unseres Aufenthalts in Miraflores übernachteten wir im Tierra Viva Miraflores*. Das Hotel ist modern, komfortabel und eine gute Wahl, wenn du zentral wohnen möchtest, ohne ein Vermögen für die Unterkunft auszugeben. Im Preis war außerdem ein Frühstücksbuffet enthalten.
Durch die zentrale Lage erreichst du zahlreiche coole Cafés, Restaurants, Geschäfte und einige Sehenswürdigkeiten von Miraflores bequem zu Fuß. Für uns war das Hotel daher ein sehr guter Ausgangspunkt, um das Viertel und die Küste zu erkunden.
Weitere Hoteltipps für Miraflores
- Lima 18 Boutique* – Charmantes, kleines Boutique-Hotel mit top Lage.
- Antigua Miraflores Hotel* – Historisches Haus mit Innenhof und viel Charme.
- Casa Andina Premium Miraflores* – Gehobenes Hotel mit Spa, Fitnessstudio und Pool.

Übernachten in Barranco
Unsere Unterkunft: Casa Republica Barranco
In Barranco übernachteten wir im wunderschönen Casa Republica Barranco Boutique Hotel*. Das Hotel befindet sich in einer restaurierten Villa aus den 1920er-Jahren und passt mit seiner historischen Architektur perfekt zum Charakter des Viertels.
Die Unterkunft liegt in einer ruhigen Straße, nur wenige Meter von der Promenade, zahlreichen Restaurants und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Barrancos entfernt. Zum Hotel gehören außerdem ein Garten, ein Restaurant und eine richtig schöne Dachterrasse. Das Frühstück fanden wir auch richtig gut.
Weitere Hoteltipps für Barranco
- Lima Wari Hotel Boutique* – Boutiquehotel in einer restaurierten Villa aus den 1920er-Jahren.
- Barranco Boutique Hotel by 3B* – Modernes Hotel mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Villa Barranco by Ananay Hotels* – Stilvolles Boutiquehotel in ruhiger Lage.

Praktische Tipps für Lima
Fortbewegung
Lima ist riesig und die Entfernungen zwischen den einzelnen Stadtteilen solltest du nicht unterschätzen. Innerhalb von Barranco, Miraflores und dem historischen Zentrum kannst du viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkunden. Für die Wege zwischen den Vierteln brauchst du jedoch meistens einen fahrbaren Untersatz.
Am einfachsten kommst du mit Fahrdiensten wie Uber durch die Stadt. Ziel und Preis stehen bereits vor der Fahrt fest und du kannst die Route auf dem Smartphone verfolgen. Aufgrund des teilweise chaotischen Verkehrs solltest du für alle Fahrten genügend Zeit einplanen. Selbst kurze Strecken können während der Hauptverkehrszeit überraschend lange dauern.
Eine günstigere Alternative ist der Metropolitano, ein Schnellbussystem mit eigenen Fahrspuren. Für einen kurzen Aufenthalt fanden wir UBER jedoch deutlich unkomplizierter. Taxis solltest du nicht einfach auf der Straße anhalten. Das gilt besonders am Flughafen und an Busbahnhöfen. Nutze dort lieber einen offiziellen Anbieter, einen vorab gebuchten Transfer oder eine App.
Preisbeispiele: Für eine Fahrt zwischen Barranco und Miraflores zahlten wir meist nur rund 6 Soles (ca. 1,50 €). Die Fahrt vom Flughafen nach Barranco beziehungsweise zurück kostete uns etwa 60 Soles (ca. 15 €). Die Preise können je nach Tageszeit, Nachfrage und Verkehr etwas schwanken.

Sicherheit
Wir haben uns in den touristischen Vierteln Barranco und Miraflores grundsätzlich wohl- und sicher gefühlt. Trotzdem solltest du auch dort aufmerksam bleiben, denn Taschendiebstähle und Überfälle kommen auch in Lima vor.
Trage dein Smartphone nicht dauerhaft sichtbar in der Hand und achte besonders an viel befahrenen Straßen, auf Märkten und in größeren Menschenmengen auf deine Wertsachen. Kamera und Geld solltest du nicht unbedingt offen zeigen.
Nach Einbruch der Dunkelheit würden wir längere Strecken lieber mit einem Taxi zurücklegen. Nimm außerdem nur das Bargeld und die Karten mit, die du für den jeweiligen Tag wirklich brauchst.
Für die sichere Aufbewahrung unserer Wertgegenstände haben wir auf Reisen immer einen Pacsafe* dabei. Dabei handelt es sich um einen tragbaren Reisesafe mit einem schnittfesten Drahtnetz, den du mit einem Stahlseil an einem festen Gegenstand im Zimmer befestigen kannst.
Informiere dich vor deiner Reise noch einmal über die aktuelle Lage und wirf einen Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.
Beste Reisezeit und Wetter
Lima kannst du grundsätzlich das ganze Jahr über besuchen. Das Wetter unterscheidet sich allerdings deutlich vom Klima in den Anden und im Amazonasgebiet.
Von Dezember bis April ist in Lima Sommer. In dieser Zeit ist es warm, häufig sonnig und teilweise ziemlich schwül. Möchtest du die Stadt bei blauem Himmel erleben oder Zeit an der Küste verbringen, sind diese Monate am besten geeignet.
Von etwa Mai bis November zeigt sich Lima häufig grau und bedeckt. Typisch für diese Zeit ist die sogenannte Garúa, ein feiner Küstennebel, der über der Stadt liegt. Stark regnet es trotzdem nur selten. Vor allem am Morgen und am Abend kann es frisch werden, weshalb eine leichte Jacke ins Gepäck gehört.
Wir waren im September in Lima unterwegs und erlebten ganz unterschiedliches Wetter. Während der ersten drei Tage war der Himmel durchgehend grau und die Stadt lag unter einer dichten Nebeldecke.
Danach hatten wir aber auch einige wunderschöne sonnige Tage mit blauem Himmel. Häufig löste sich der Nebel im Laufe des Vormittags auf, sodass ab der Mittagszeit doch noch die Sonne herauskam.

Geld und Bezahlen
Die Landeswährung ist der Peruanische Sol, abgekürzt mit S/ oder PEN. In Hotels, Restaurants und Supermärkten konnten wir problemlos mit Kreditkarte bezahlen. Für kleinere Märkte und Geschäfte, Trinkgeld oder kleinere Einkäufe solltest du trotzdem immer etwas Bargeld dabeihaben.
Bargeld kannst du an vielen Geldautomaten abheben. Die Gebühren unterscheiden sich je nach Bank und werden normalerweise vor der Auszahlung angezeigt. Bei unserer Reise verlangten einige Automaten rund 25 Soles Gebühr pro Abhebung. Es lohnt sich daher, verschiedene Banken auszuprobieren und lieber einmal einen etwas größeren Betrag abzuheben.
Wähle am Automaten und beim Bezahlen immer die Abrechnung in Peruanischen Soles. Wird dir eine Umrechnung in Euro angeboten, solltest du sie ablehnen, da der angezeigte Wechselkurs häufig deutlich schlechter ist.
Umrechnungskurs: Ein Euro entspricht aktuell etwa 3,85 Soles (Stand: Oktober 2026). Als einfache Faustregel kannst du unterwegs mit 1 € = rund 4 Soles rechnen.

Internet und eSIM
In den meisten Hotels, Cafés und Restaurants gibt es kostenloses WLAN. Mobiles Internet fanden wir trotzdem super praktisch, vor allem für UBER, Google Maps, Übersetzungen und spontane Buchungen.
Dafür hatten wir wieder eine eSIM von Airalo*, die sich in Peru in das Netz von Movistar einwählte. Wir haben die eSIMs vor der Reise installiert und direkt nach der Landung in Lima aktiviert. So hatten wir direkt mobiles Internet und mussten vor Ort nicht erst nach einem passenden Anbieter suchen.
Bei Airalo kannst du zwischen verschiedenen Datenpaketen wählen, zum Beispiel mit 5, 10 oder 20 GB. Wer sich unterwegs keine Gedanken über den Verbrauch machen möchte, kann auch ein Paket mit unbegrenztem Datenvolumen buchen. Das ist zwar teurer, war für uns auf dieser Reise aber super praktisch.
- KOMMWIRMACHENDAS15 → 15 % Rabatt auf deine erste eSIM
- KOMMWIRMACHENDAS10 → 10 % Rabatt, wenn du bereits Kunde bist
- NICOLE2629 → 3 € Rabatt auf eSIMs
Airalo eSIM auf Reisen: Erfahrungen, Preise & Einrichtung
Alternativ bekommst du in Lima lokale SIM-Karten unter anderem von Movistar, Claro oder Entel. Kaufe sie am besten in einem offiziellen Shop und nimm deinen Reisepass mit, da die SIM-Karte registriert werden muss.
Wäsche waschen
Wenn du länger durch Peru reist, eignet sich Lima gut für einen Wäsche-Stopp. In Barranco und Miraflores findest du zahlreiche kleine Wäschereien, die du bei Google Maps unter dem Begriff „Lavandería“ findest.
Meistens wird die Wäsche nach Gewicht abgerechnet und ist noch am selben Tag oder spätestens am nächsten Tag fertig. Frage bei der Abgabe nach dem Preis und der Abholzeit. Lass dir außerdem einen Beleg geben und hinterlege deinen Namen sowie eine Telefonnummer.
Am besten fotografierst du die Wäsche vorher kurz oder notierst zumindest die Anzahl der abgegebenen Teile. Bei unserer Freundin Julia ist in Cusco leider die komplette Wäsche verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Sehr ärgerlich!
Alternativ dazu können wir das Laundrée Loft in Miraflores empfehlen. Der moderne Selbstbedienungs-Waschsalon verfügt über Waschmaschinen und Trockner, sodass du deine Sachen direkt vor Ort waschen und anschließend wieder mitnehmen kannst.
Anreise, Einreise und Weiterreise
Anreise Lima
Direktflüge von Deutschland nach Lima gibt es derzeit nicht. Meist führt die schnellste Verbindung über Madrid, Amsterdam oder Paris. Von dort fliegen unter anderem Iberia, KLM und Air France weiter in die peruanische Hauptstadt. Abhängig von deinem Abflughafen und der Umsteigezeit bist du ungefähr 16 bis 20 Stunden unterwegs.
Wir sind mit Iberia von Hamburg über Madrid nach Lima geflogen und würden diese Verbindung jederzeit wieder wählen. Für den langen Flug von Madrid nach Lima gönnten wir uns auf dem Hinweg sogar ein Upgrade in die Business Class – so begann unsere Peru-Reise besonders entspannt.
Einreise Peru
Für die Einreise nach Peru benötigst du einen Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist. Deutsche Staatsangehörige brauchen für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum. Wie viele Tage du tatsächlich im Land bleiben darfst, entscheidet allerdings die Grenzbehörde bei der Einreise.
Einen Stempel bekommst du am Flughafen normalerweise nicht mehr, da deine Einreise und die genehmigte Aufenthaltsdauer elektronisch erfasst werden. Frage im Zweifel nach, wie viele Tage für dich hinterlegt wurden. Gelegentlich verlangen die Behörden oder die Fluggesellschaft außerdem einen Nachweis über deine Rück- oder Weiterreise.

Vom Flughafen in die Stadt
Die meisten internationalen Reisenden erreichen Peru über den Jorge Chávez International Airport, der sich in Callao außerhalb des eigentlichen Stadtzentrums befindet. Bis nach Miraflores oder Barranco solltest du je nach Tageszeit und Verkehr etwa 30 bis 90 Minuten einplanen.
Am einfachsten gelangst du mit einem vorab gebuchten Transfer* oder Uber zu deiner Unterkunft. Wir haben immer Uber genutzt und für die Fahrt zwischen dem Flughafen und Barranco jeweils rund 60 Soles (ca. 15 €) bezahlt.
Eine günstigere Alternative ist der Airport Express Lima. Der offizielle Flughafenbus verbindet das Terminal mit mehreren Haltestellen in Miraflores. Liegt deine Unterkunft in Barranco, benötigst du von dort allerdings noch einen weiteren Transfer.
Nutze am Flughafen keine inoffiziellen Fahrer, die dich direkt im Ankunftsbereich ansprechen. Bestelle deine Fahrt über Uber oder buche ein Taxi an einem offiziellen Schalter. Wenn du das Flughafengebäude verlässt, hältst du dich rechts und gehst zu diesem großen Parkplatz. Dort warten die Uber-Fahrer auf ihre Fahrgäste.
Auf dem Parkplatz wirst du vermutlich direkt von vermeintlichen Helfern angesprochen. Sie möchten dir das Gepäck abnehmen und dich zu deinem Uber bringen – auch wenn das Auto nur wenige Meter entfernt steht. Anschließend erwarten sie dafür Geld. Lehne die Hilfe einfach freundlich, aber bestimmt ab und behalte dein Gepäck selbst bei dir.

Weiterreise nach Arequipa, Cusco und Co.
Lima ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt Perus. Von hier erreichst du fast alle größeren Städte mit dem Flugzeug oder einem Fernbus. Aufgrund der großen Entfernungen lohnt sich für Arequipa und Cusco häufig ein Inlandsflug (so haben wir es auch gemacht).
Wir flogen von Lima nach Arequipa und waren nur rund 1,5 Stunden unterwegs. Der Flug von Cusco nach Lima dauerte nur knapp 1 Stunde. Verbindungen werden unter anderem von LATAM, Sky Airline und JetSMART angeboten.
Deutlich länger, aber häufig günstiger, ist die Fahrt mit dem Fernbus. Nach Arequipa bist du etwa 16 bis 18 Stunden unterwegs, nach Cusco rund 20 bis 24 Stunden. Achte bei Nachtfahrten auf einen seriösen Anbieter und buche möglichst einen bequemen Liegesitz.
Möchtest du unterwegs noch Paracas, die Oase Huacachina oder Nazca besuchen, lohnt sich die Weiterreise mit dem Bus. So kannst du die lange Strecke nach Arequipa in mehrere kürzere Etappen aufteilen. Eine direkte Zugverbindung von Lima nach Arequipa oder Cusco gibt es allerdings nicht.
Anbieter für Busse, Flüge und Transfers
| Kategorie | Anbieter | Geeignet für |
|---|---|---|
| Fernbus | Cruz del Sur | Einer der bekanntesten Anbieter; viele Verbindungen zwischen Lima, Arequipa, Cusco und weiteren Städten |
| Fernbus | Civa / Excluciva | Großes Streckennetz; Excluciva bietet besonders komfortable Sitze |
| Fernbus | Movil Bus | Vor allem für Ziele im Norden, im zentralen Hochland und Richtung Amazonas |
| Touristenbus | Peru Hop | Flexible Hop-on-Hop-off-Routen zwischen Lima, Paracas, Huacachina, Arequipa, Puno und Cusco |
| Inlandsflug | LATAM | Größtes Streckennetz und viele tägliche Verbindungen |
| Inlandsflug | SKY Airline | Günstige Flüge unter anderem nach Cusco und Arequipa |
| Inlandsflug | JetSMART | Low-Cost-Airline mit zahlreichen Zielen innerhalb Perus |
| Inlandsflug | Star Perú | Kleinere peruanische Airline, unter anderem für Ziele im Amazonasgebiet |
| Zug | PeruRail | Züge nach Machu Picchu sowie der Titicaca Train zwischen Cusco und Puno |
| Zug | Inca Rail | Verbindungen von Cusco beziehungsweise Ollantaytambo nach Machu Picchu |
| Mietwagen | billiger-mietwagen | Individuelle Rundreise durch Peru mit hoher Flexibilität |
| Taxi | UBER | Perfekt für Lima, Arequipa, Cusco etc. und sehr günstig |
Unser Fazit zu Lima
Lima war für uns deutlich mehr als nur ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Cusco oder Arequipa. Die Stadt ist riesig, laut und auf den ersten Blick vielleicht auch etwas grau. Gleichzeitig erwarten dich aber spannende Kontraste, richtig gutes Essen und sehr coole Stadtviertel.
Besonders gut gefallen hat uns das bunte und kreative Barranco mit seiner Street Art, den Kolonialhäusern und coolen Cafés. Aber auch die Küstenpromenade in Miraflores und das historische Zentrum solltest du dir nicht entgehen lassen. Plane am besten mindestens zwei bis drei Tage ein, um die wichtigsten Lima Sehenswürdigkeiten ohne Stress zu erkunden.
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