Saint Lucia – die kleine tropische Perle der Karibik. Während viele Urlauber nur einen Tagesausflug unternehmen und dann zurück auf das Kreuzfahrtschiff schlendern, lohnt es sich auch, die Insel für mehrere Tage auf eigene Faust zu erkunden. Saint Lucia in der Karibik hat unglaublich viel zu bieten und ist gerade für einen 10 oder gar 14-tägigen Urlaub perfekt geeignet.
Die saftig grüne Hügellandschaft, die traumhaft schönen Strände, die zahlreichen Attraktionen sowie außergewöhnlichen Unterkünfte, das karibische Essen, die freundlichen Menschen und die Kultur machen Saint Lucia zu einer der top Destinationen in der Karibik.
Wir haben für Dich die wichtigsten Informationen, viele Saint Lucia Tipps und tolle Highlights mit nach Hause gebracht.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Saint Lucia in der Karibik
- 2. Anreise Saint Lucia
- 3. Einreise und Flughafen
- 4. Beste Reisezeit für Saint Lucia
- 5. Währung und Finanzen
- 6. Impfungen & Gesundheit
- 7. Unterkünfte auf der Insel
- 8. Transport vor Ort
- 9. Mietwagen buchen & Führerschein
- 10. Straßenverhältnisse & Regeln
- 11. Sicherheit auf Saint Lucia
- 12. Budget und Kosten
- 13. Essen und Trinken
- 14. Saint Lucia Sehenswürdigkeiten
- 15. Strände auf Saint Lucia
- 16. Packliste für deinen Urlaub
- Fazit zu Saint Lucia
1. Saint Lucia in der Karibik
Saint Lucia liegt in der östlichen Karibik und gehört zu den Kleinen Antillen. Die Insel befindet sich zwischen Martinique im Norden und St. Vincent im Süden. Barbados ist ebenfalls nicht weit entfernt, nur rund 150 Kilometer Luftlinie. Durch die Lage eignet sich Saint Lucia perfekt fürs Inselhopping, weshalb viele Reisende auch per Kreuzfahrtschiff ankommen.
Die Insel ist überschaubar groß. Von Nord nach Süd sind es etwa 44 Kilometer und von West nach Ost rund 22 Kilometer. Die Hauptstadt Castries ist das wirtschaftliche Zentrum und gleichzeitig die größte Stadt des Landes. Zusammen mit den umliegenden Gebieten leben dort etwa 66.000 Menschen. Insgesamt hat Saint Lucia heute ungefähr 180.000 Einwohner.
Gesprochen wird vor allem Englisch und Antillen-Kreolisch, das du als Kwéyòl oder Patois hören wirst. Die Mehrheit der Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an. Spannend ist auch die Geschichte der Insel. Saint Lucia wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrmals zwischen französischer und britischer Kontrolle, bevor sie 1814 endgültig dem Vereinigten Königreich zugesprochen wurde.
EMPFEHLUNG KREDITKARTE
Für deine Reise nach Saint Lucia empfehlen wir dir außerdem eine kostenfreie Reisekreditkarte. Mit dieser kannst du deinen Mietwagen zahlen, Buchungen vornehmen und vor Ort Geld abheben und einkaufen. Hier gibt es unseren großen Vergleich:
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2. Anreise Saint Lucia
Direktflüge aus Deutschland gibt es aktuell nicht. Die meisten Reisenden fliegen über London, Paris, die USA oder Kanada. Je nach Verbindung bist du ungefähr zwölf bis achtzehn Stunden unterwegs und solltest mit mindestens 700 bis 1.200 Euro für den Flug rechnen.
Aktuelle Verbindungen
• British Airways über London Heathrow, teilweise mit kurzem Zwischenstopp in Antigua
• Virgin Atlantic über London Heathrow
• Air France über Paris nach Martinique oder Guadeloupe
• American Airlines, Delta oder JetBlue über die USA
• Air Canada saisonal über Toronto
Die Anreise ist also etwas umständlicher als zu anderen Karibikinseln, vor allem weil viele Verbindungen nicht täglich gehen und sich lange Umsteigezeiten ergeben können. Besonders Routen über die USA benötigen etwas mehr Planung wegen der ESTA-Pflicht, selbst wenn du nur umsteigst.
Wenn du über Paris nach Martinique oder Guadeloupe fliegst, kannst du den Weiterflug nach Saint Lucia oft flexibel kombinieren oder sogar mit einem kurzen Inselhopping verbinden. Die Zeitverschiebung zu Deutschland beträgt im Winter übrigens minus fünf Stunden und im Sommer minus sechs Stunden.
Der internationale Flughafen Saint Lucias liegt im Süden der Insel und heißt Hewanorra International Airport. Fast alle internationalen Maschinen kommen hier an. Für kurze Inselhüpfer innerhalb der Karibik gibt es den kleineren George F. L. Charles Airport direkt bei Castries.

3. Einreise und Flughafen
Du landest auf dem Hewanorra International Airport im Südosten der Insel. Der Flughafen ist modernisiert worden und bietet heute mehrere kleine Shops, Cafés und Restaurants. Kostenloses Wifi gibt es ebenfalls, was super ist, wenn du schnell ein Taxi organisieren oder deine Unterkunft informieren möchtest.
Für die Einreise nach Saint Lucia brauchst du als deutsche Staatsbürgerin kein Visum. Mit einem gültigen Reisepass bekommst du bei der Ankunft eine Aufenthaltserlaubnis von bis zu 90 Tagen. Wichtig ist, dass du ein Rück- oder Weiterflugticket vorzeigen kannst. Wir empfehlen dir, dass Einreiseformular vor der Ankunft auszufüllen, damit du Verzögerungen bei der Ankunft vermeidest.
Wenn du über die USA reist, gelten die üblichen Einreiseformalitäten inklusive ESTA, selbst wenn du nur umsteigst. Checke dazu unbedingt die Seite des Auswärtigen Amtes, damit du keine Änderungen und Neuigkeiten verpasst.
Vom Flughafen im Süden brauchst du je nach Ziel auf der Insel etwas Geduld. In den Norden nach Gros Islet oder Rodney Bay dauert die Fahrt meistens anderthalb bis zwei Stunden. Die Preise für Taxis liegen in der Regel zwischen 70 und 100 Euro, abhängig von Strecke, Tageszeit und Anbieter.
- Vorab buchen: Flughafentransfer mit Hin- und Rückfahrt und Snacks*
4. Beste Reisezeit für Saint Lucia
Auf Saint Lucia gibt es im Grunde zwei Jahreszeiten: die trockenere Zeit von Dezember bis April und die feuchtere Regenzeit von Juni bis November. Offiziell fällt diese Phase auch in die atlantische Hurrikansaison. Vor Ort hört man allerdings oft, dass vor allem Juli, August und September als besonders regenreich und sturmgefährdet gelten.
Die Hochsaison liegt zwischen Dezember und März. In diesen Monaten ist das Wetter meist stabil, gleichzeitig sind Unterkünfte und Aktivitäten teurer und die Insel ist deutlich voller. Das Klima bleibt jedoch das ganze Jahr über warm, die Temperaturen bewegen sich meist zwischen 27 und 32 Grad Celsius. Regenschauer sind sogar in der Trockenzeit normal und kühlen selten deutlich ab.
Viele Reisende entscheiden sich für die Monate November, März, April oder Mai, wenn das Wetter angenehm ist, die Insel aber noch nicht so stark besucht wird. Auch Locals empfehlen häufig genau diese Übergangsmonate, da du dann gute Chancen auf viel Sonne hast und gleichzeitig entspannter unterwegs bist.

5. Währung und Finanzen
Auf Saint Lucia zahlst du mit dem Ostkaribischen Dollar (ECD) oder mit US-Dollar. Viele Hotels, Restaurants und Touranbieter akzeptieren problemlos Kreditkarten, sodass du nicht ständig Bargeld brauchst. Wir heben trotzdem gern etwas Geld vor Ort ab und nutzen dafür bevorzugt Geldautomaten direkt an Banken, zum Beispiel bei der Scotiabank. Dort funktioniert alles zuverlässig und die Automaten sind kameraüberwacht.
Freistehende ATMs an Straßen oder kleinen Shops meiden wir in der Regel. Wenn du mit der Kreditkarte Geld abhebst, fallen Gebühren an, meist zwischen 3,50 und 5 Euro pro Abhebung. Es lohnt sich also, etwas größer abzuheben, statt mehrfach kleine Beträge zu ziehen.
Wichtig ist auch der Blick auf die Preise. Manche Restaurants und Shops geben sie in ECD an, andere in US-Dollar. Das ist nicht immer klar gekennzeichnet, deshalb frag im Zweifel einmal nach, bevor du bestellst. Der Wechselkurs liegt aktuell ungefähr bei 1 Euro zu 3 Ostkaribischen Dollar.
6. Impfungen & Gesundheit
Für deine Reise nach Saint Lucia sind auf der Seite des Auswärtigem Amtes keine bestimmten Impfungen vorgeschrieben. Empfohlen wird allerdings, die Standardimpfungen zu überprüfen und zu vervollständigen (www.rki.de). Zu den Standardimpfungen gehören für Erwachsene u. a. auch Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Mumps, Masern, Röteln und auch Pneumokokken und Influenza.
Empfohlen wird zudem die Impfung gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt auch Hepatitis B und Typhus. Saint Lucia ist malariafrei. Weitere Informationen zu diesem Thema findest du hier: Auswärtiges Amt. Wichtig ist auf jeden Fall eine Auslandskrankenversicherung. Du solltest für deine Reisen außerhalb der EU gut abgesichert sein. Eine normale Auslandskrankenversicherung gibt es schon ab 10 € pro Jahr.
UNFALL IM URLAUB?
Im Urlaub und auf Reisen kann immer mal etwas passieren. Wir raten dir unbedingt zu einer (Auslands)-Krankenversicherung. Diese gibt es bereits ab 8€ im Jahr und erspart dir ganz böse Überraschungen und horrende Kosten.
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7. Unterkünfte auf der Insel
Auf Saint Lucia findest du eigentlich alles vom kleinen privaten Zimmer bis hin zur luxuriösen Villa. Generell ist es in der Karibik aber teurer, als in anderen Ländern. Du findest bei Airbnb ein paar günstige Zimmer für 30 € bis 40 € die Nacht. Möchtest du allerdings mehr Komfort, so musst du schon mit mindestens 60 € bis 80 € rechnen. Wenn du dir mal etwas gönnen möchtest, findest du auf Saint Lucia unzählige tolle Unterkünfte. In einigen dieser durften wir übernachten.
Eine große Auswahl von Unterkünften findest du bei Booking.com* oder Airbnb. Unser Tipp: Auf der Seite www.my-stlucia.org findest du zudem viele kleinere und lokale Unterkünfte. Hier bekommst du auch tolle Informationen über die Insel, die Sehenswürdigkeiten und Highlights. Auch unsere schönen Unterkünfte sind auf dieser Seite gelistet. Wir raten dir, deine Unterkünfte vorab zu buchen. So ersparst du dir das Suchen und Verhandeln vor Ort.
Unsere schönen Unterkünfte auf Saint Lucia

Unsere Unterkünfte im Überblick:
- Mango Sands Apartment*
- Apartment Espoir*
- Balenbouche Estate*
- Castles in Paradise*
- Crystals St. Lucia*
8. Transport vor Ort
Auch wenn Saint Lucia klein wirkt, ziehen sich viele Strecken, da die Straßen kurvig sind und oft durch bergige Regionen führen. Am einfachsten kommst du natürlich mit dem Taxi von A nach B. Die Fahrpreise sind jedoch recht hoch. Für die Strecke vom internationalen Flughafen in den Norden nach Rodney Bay zahlst du schnell um die 90 bis 120 Euro.
Taxis erkennst du am „TX“ auf dem roten oder blauen Nummernschild. Ein Taxameter gibt es nicht, da die Preise festgelegt sind. Wenn du möchtest, kannst du ein Taxi auch stunden- oder tageweise buchen.
Deutlich günstiger sind die Minibusse, das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel auf der Insel. Das Netz ist vor allem im Norden und Westen gut ausgebaut. Die Kleinbusse erkennst du an dem „M“ im Nummernschild und den Schildern in der Frontscheibe. Die Fahrten kosten meist zwischen 1 und 3 EC Dollar und sind damit unschlagbar preiswert.
Die Busse fahren ohne festen Fahrplan, dafür aber unter der Woche ziemlich regelmäßig. Du kannst sie am Straßenrand per Handzeichen anhalten und dem Fahrer jederzeit sagen, wo du aussteigen möchtest. Für die meisten bewohnten Gebiete funktioniert das super entspannt. Und wenn du dir bei einer Route unsicher bist, frag einfach jemanden.
Für abgeschiedene Strände, Wanderungen oder Unterkünfte im Süden sind Busse allerdings nicht immer die beste Option, da sie manche Ecken gar nicht anfahren. In diesen Fällen ist ein Taxi oder ein organisierter Transfer deutlich einfacher.

9. Mietwagen buchen & Führerschein
Die Insel auf eigene Faust zu erkunden ist unkompliziert und macht richtig Spaß. Mit einem Mietwagen kommst du flexibel in fast alle Regionen und kannst auch abgelegenere Strände und Aussichtspunkte problemlos erreichen. Die Hauptstraßen sind überwiegend in gutem Zustand, auch wenn es zwischendurch immer mal wieder zu Schlaglöchern oder sehr engen, kurvigen Passagen kommt.
Wir empfehlen dir unbedingt einen kleinen SUV. Viele Wege führen über unbefestigte Straßen, die mit einem normalen Kleinwagen schnell anstrengend werden. Ein SUV gibt dir einfach mehr Bodenfreiheit und Sicherheit. Günstige Angebote findest du zum Beispiel über billiger-mietwagen.de*. Preise variieren je nach Saison, aber für einen SUV solltest du grob mit 60 bis 90 Euro pro Tag rechnen.
‼️ Wichtig: Beim Abholen des Mietwagens musst du eine lokale Fahrerlaubnis erwerben. Diese kostet aktuell 20 US-Dollar. Sie ist verpflichtend und du solltest sie zusammen mit deinem Führerschein immer dabeihaben.
Wenn du vorhast, die Insel wirklich vollständig zu erkunden, wirst du auch Schotterpisten und steile, enge Wege erleben. Erspare einem kleinen Wagen diese Belastung und nimm lieber einen SUV, der für solche Strecken ausgelegt ist. Das macht die Fahrt angenehmer und du bist deutlich entspannter unterwegs.

10. Straßenverhältnisse & Regeln
Auf Saint Lucia herrscht Linksverkehr, ein Überbleibsel aus der britischen Kolonialzeit. Es lohnt sich, vor der ersten Fahrt kurz auf einem großen Parkplatz zu üben. Den meisten Urlauber geht der Linksverkehr aber erstaunlich schnell in Fleisch und Blut über.
Die Straßen sind größtenteils zweispurig, oft eng und sehr kurvig. Fahre unbedingt vorausschauend, denn tiefe Schlaglöcher können immer wieder auftauchen. Insgesamt ist das Straßennetz jedoch gut ausgebaut und du erreichst mit dem Auto alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und Highlights der Insel.
Ampeln sind eher die Ausnahme. Vieles wird über Kreisverkehre geregelt und die Verkehrsregeln unterscheiden sich kaum von denen bei uns. Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt meist Tempo 50, außerhalb etwa 80 km/h. Rund um Castries solltest du den Berufsverkehr einplanen. Zwischen 7 und 9 Uhr kann es richtig voll werden und am späten Nachmittag zwischen 16 und 19 Uhr ebenfalls.
11. Sicherheit auf Saint Lucia
Wie sicher ist eine Reise nach Saint Lucia eigentlich? Wir haben uns während unseres gesamten Aufenthalts nie unwohl oder unsicher gefühlt. Auch Fahrten in Minibussen oder Aufenthalte in ruhigeren Gegenden waren völlig entspannt. Saint Lucia gilt generell als sicherer Inselstaat.
Taschendiebe und Drogenangebote gibt es zwar auch hier, doch damit musst du in vielen Ländern rechnen. Uns wurden öfter Drogen auf der Straße angeboten, aber selbst nach einem freundlichen „No, thank you“ wurden wir immer mit einem „God bless you“ oder „Have a nice day“ verabschiedet.
Die üblichen Reisetipps gelten trotzdem. Nach Einbruch der Dunkelheit solltest du nicht allein in abgelegene Gegenden laufen. Wertsachen lässt du am besten im Safe deiner Unterkunft oder gleich zu Hause. Trage nicht zu viel Bargeld bei dir und speichere wichtige Dokumente vorher als Kopie in deinem E-Mail-Postfach oder in der Cloud.
Geldautomaten direkt an Banken sind die sicherere Wahl und beim Abheben solltest du dir nicht helfen lassen und das Zahlenfeld immer abdecken. Mit gesundem Menschenverstand und etwas Aufmerksamkeit fühlst du dich auf Saint Lucia schnell sicher und kannst die Insel ganz entspannt genießen.
12. Budget und Kosten
Saint Lucia gehört zu den teureren Reisezielen in der Karibik. Wenn du komfortabel wohnen möchtest, solltest du inzwischen eher 80 bis 120 Euro pro Nacht einplanen. Günstige Studios oder einfache Zimmer bekommst du manchmal noch ab 40 bis 50 Euro, aber die Auswahl ist begrenzt. Ein SUV kostet je nach Saison meist 60 bis 90 Euro pro Tag, Kleinwagen starten ab ungefähr 40 bis 60 Euro pro Tag.
Für Essen und Getränke kannst du mit 35 bis 50 Euro pro Tag rechnen, wenn du regelmäßig auswärts isst. In vielen Lokals liegen die Preise inzwischen etwas höher als früher. Selbst in kleineren Schnellrestaurants zahlst du häufig 8 bis 12 Euro pro Gericht.
Wenn du dich überwiegend selbst versorgst, kommst du natürlich günstiger weg und kannst bei rund 20 bis 25 Euro pro Tag landen. Kleine lokale Stände sind weiterhin eine gute Möglichkeit, preiswert zu essen. Backwaren, Früchte und Snacks gibt es oft für wenige Euro.
Ausflüge, Wanderungen und einige Aktivitäten sind überraschend bezahlbar. Der Eintritt für Pigeon Island liegt zum Beispiel bei rund 10 Euro. Trotzdem summiert sich ein Urlaub schnell, wenn man mehrere Touren, Restaurantbesuche und einen Mietwagen kombiniert. Realistisch solltest du bei einer angenehmen Reise ohne große Kompromisse mit etwa 120 bis 150 Euro pro Person und Tag rechnen.

13. Essen und Trinken
Saint Lucia ist ein echtes Paradies für alle, die frische Früchte und würzige karibische Küche lieben. Dank des fruchtbaren Bodens wachsen hier Mangos, Maracujas, Bananen, Sternfrüchte, Cashew-Äpfel und viele weitere Sorten quasi an jeder Ecke. Auch die Vielfalt an einheimischen Gewürzen ist beeindruckend und verleiht den Gerichten ihren typischen Geschmack.
Besonders beliebt sind Fisch und Meeresfrüchte, aber auch Hühnchen und Schweinefleisch stehen oft auf der Karte. Dazu findest du auf der Insel indische, chinesische und italienische Restaurants, und viele Resorts beschäftigen hervorragende Köche. Wenn du gern gut isst, wirst du hier glücklich.
Am authentischsten isst du jedoch in kleinen einheimischen Restaurants oder auf den farbenfrohen Wochenmärkten. Viele Produkte müssen trotz des Naturreichtums importiert werden, weshalb die Preise teilweise höher sind als erwartet. Probieren solltest du unbedingt lokale Spezialitäten wie Saltfish, frittierte Fischbananenbällchen, Red Snapper, Thunfisch, karibischen Barsch oder eine würzige Kürbis-Knoblauch-Suppe.
Sehr beliebt – und etwas ungewöhnlich – ist auch der Bananen-Ketchup, der super zu Fisch passt. Wir empfehlen dir außerdem den Besuch einer Plantage wie Pond de Deux. Dort erfährst du mehr über den Anbau der regionalen Produkte und kannst viele Früchte direkt vor Ort probieren.
Bei Getränken bekommst du alles, was das Herz begehrt. Probier unbedingt ein Piton Beer und einen echten Rum Punch. Leitungswasser kannst du grundsätzlich trinken, der Geschmack ist jedoch manchmal etwas chlorig. Wenn du empfindlich bist, greif lieber zu abgefülltem Wasser. Große Supermärkte wie Massy Stores bieten alles für die Selbstverpflegung, inklusive 5-Liter-Kanistern Wasser.
14. Saint Lucia Sehenswürdigkeiten
Was kann man eigentlich so unternehmen auf Saint Lucia? Ehrlich gesagt eine ganze Menge. Eigentlich gibt es für jeden Geschmack das passende Angebot. Saint Lucia bietet traumhaft schöne Strände, eine üppige Natur mit Bergen, charmante karibische Dörfer, eine tolle Unterwasserwelt und viele kulturelle Highlights. Besonders schön fanden wir den Ausflug zur Pigeon Island mit den wundervollen Aussichtspunkten.
Auch kann man dort in den schönen Buchten entspannt am Strand relaxen und baden. Nicht zu vergessen die Besteigung des Gros Pitons. 4 Stunden dauerte der Auf- und Abstieg. Eine wirklich anspruchsvolle Tour. Bei gutem Wetter hast du eine spektakuläre Sicht auf den Petit Piton, das Meer und das hügelige Hinterland.

Schnorcheln sollte natürlich nicht fehlen. Die Unterwasserwelt Saint Lucias ist vor allem eines: BUNT! Auch gibt es zahlreiche Tauchspots entlang der Küste. Am Strand von Anse Chastanet kannst du dir Schnorchelbrille und Flossen ausleihen und direkt ins Wasser hüpfen.
Wenn du mehr über die Herstellung von Schokolade erfahren möchtest, empfehlen wir dir einen Besuch auf der Fond Doux Plantation. Zudem gibt es dort einen wunderschönen Garten Eden mit unzähligen Früchten und Gewürzen. Es gibt noch andere Estates, die ebenfalls tolle Heritage Touren anbieten.

Wie wäre es mal mit einer Kajaktour? In der Marigot Bay kannst du eine coole Tour zu den Mangrovenwäldern unternehmen. Wir fanden den Ausflug klasse und würden diese Tour auch wieder buchen. Einen der schönsten Strände der Insel findest du direkt zwischen den beiden Pitons. Dort befindet sich der weiße Sugar Beach. Die Kulisse zwischen den Bergen ist einfach atemberaubend.
Saint Lucia ist mit über 19.000 Hektar von tiefgrünem Regenwald bedeckt. Hier kannst du tolle Wanderung und Spaziergänge unternehmen. Empfehlenswert ist der Tet Paul Nature Trail mit wunderschönen Aussichtspunkten. Doch es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Mehr darüber erfährst du in unserem Beitrag: Highlights und Sehenswürdigkeiten auf Saint Lucia.

Unsere persönlichen Highlights im Überblick
- Wanderung Pigeon Island
- Piton Besteigung
- Fond Doux Plantation
- Schnorcheln Anse Chastanet
- Baden am Strand in der Marigot Bay
- Kajaktour ab Marigot Bay
- Sugar Beach zwischen den Pitons
- Tet Paul Nature Trail
- Laborie besuchen
- Samstagsmarkt in Castries
- Friday Night Jump in Gros Islet
- Des Cartier Rainforest Trail
- Balenbouche Estate besuchen
15. Strände auf Saint Lucia
Auf Saint Lucia gibt es viele richtig schöne Strände. Das Gute ist, dass alle Strände öffentlich sind. So darfst du selbst am Strand vor einem 5-Sterne Resort dein Handtuch aufschlagen. Im Norden in Gros Islet befindet sich der lange und schöne Reduit Beach. Dieser Strand erstreckt sich zwischen Pigeon Island und der Rodney Bay.
Sehr beliebt ist auch der Pigeon Island Beach mit kristallklarem Wasser und weichem Sand. Richtig schön fanden wir zudem den Strand vor dem Body Holiday Resort. Wir waren vermutlich die einzigen Touristen von außerhalb an diesem Strand, denn eigentlich relaxen hier nur die Hotelgäste.

Am Strand von Anse Chastanet kann man wunderbar Schnorcheln und im Restaurant einen leckeren Kaffee schlürfen. Die Anfahrt ist aber der absolute Wahnsinn. Tiefe Schlaglöcher machen das Fahren zu einem echten Abenteuer. Ohne unseren SUV hätten wir mit Sicherheit umgedreht. Einer der wohl schönsten Strände der Insel ist der Sugar Beach zwischen den beiden Pitons. Die Kulisse ist einfach atemberaubend.

Neben all diesen Stränden gibt es noch zahlreiche andere, wie zum Beispiel den Strand in Laborie, welcher typisch karibisch ist mit den vielen bunten Häuschen und Palmen. Auf der Ostseite sind die Strände wellenumtosend, wilder und rauer. Sehr empfehlenswert ist zudem ein Ausflug in die Marigot Bay. Mit der Fähre geht es rüber zum Strand. Hier kannst du wunderbar den Tag verbringen und Relaxen.
DU LIEBST TOLLE FOTOS?
In unserem Beitrag verraten wir dir alles über unsere Kameras, Objektive und Zubehör. Zudem bekommst du hier die besten Tipps für Fotografie-Anfänger.
» Unsere Fotoausrüstung «

Weitere Strände, die man auf Google Maps finden kann: Choc Beach, Vigie Beach, Anse Cochon Beach, La Toc Beach, Cas en Bas, Anse La Raye, Anse L’Ivrogne, Roseau Beach, Coconut Bay….
16. Packliste für deinen Urlaub
Für einen Urlaub in der Karibik brauchst du eigentlich keinen großen Koffer. Flipflops, Badesachen, kurze Hosen, Shirts, Sonnenbrille und Co. sind schnell verstaut. Wir haben wie immer nur für eine Woche gepackt und unsere Wäsche vor Ort gewaschen.
Ganz wichtig: Vergiss bloß keine Sonnencreme*. Saint Lucia liegt sehr nah am Äquator, die Sonne ist hier sehr intensiv. Selbst bei Schatten musst du dich auf einen Sonnenbrand gefasst machen. Nimm also lieber Sonnencreme von Zuhause mit, im Ausland ist diese immer sehr teuer.
Wenn du viele technische Geräte hast, bietet sich eine Mehrfachsteckdose* an. So kannst du mehrere Geräte gleichzeitig laden. Denk aber bitte daran, dass es auf Saint Lucia keine deutschen Steckdosen gibt. Du brauchst einen Stromadapter*. Meist sind es dreipolige (britische) oder amerikanische Steckerformen.
Nicht vergessen solltest du zudem Sonnenbrille, Mikrofaserhandtuch* für den Strand, einen Tagesrucksack* für Ausflüge sowie Turn- oder Wanderschuhe für Wanderungen und Trekkingtouren. Wir reisen übrigens mit den Rücksäcken von Osprey*. Für Reisen ins Warme nehmen wir meist die 40-Liter-Varianten.
Fazit zu Saint Lucia
Saint Lucia ist ein echter Karibiktraum. Gerade für Individualreisende bietet diese Insel einen guten Mix aus Erholung, Abenteuer, Action und Kultur. Viele Urlauber kommen mit dem Schiff nur für einen Tag, andere verbringen hier ihre Flitterwochen. Wir haben 14 Tage lang die Insel auf eigene Faust erkundet und konnten viele Facetten kennenlernen. Empfehlenswert sind mindestens 7 Tage, besser aber 10 bis 14.
Auch empfehlen wir auf jeden Fall einen Mietwagen, wenn du viel von der Insel entdecken möchtest. So bist du flexibel und kannst auch spontan deine Pläne ändern. Wir haben die 14 Tage in vollen Zügen genossen und uns sogar ein wenig in die Insel verliebt. Besonders die Natur und die freundlichen Menschen hat es uns wirklich angetan. Schon jetzt steht fest, dass wir eines Tages wiederkommen werden. Einen Urlaub auf Saint Lucia können wir ohne Einschränkungen nur weiterempfehlen.
UNSERE KAFFEEKASSE
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Hallo Ihr 2.
Danke für Eure Infos zu St. Lucia. Wir haben gerade für Febr. 2024 über AIRBNB Trinidad und St. Lucia gebucht. Wir freuen uns darauf, mehr von Euch zu hören. Hansa Fans sind wir übrigens auch. Smile.
LG Angela & Bodo
Hey ihr beiden, wir freuen uns echt riesig für Euch, dass ihr nach St. Lucia reist. So eine aufregende Insel! Das wird Euch bestimmt gefallen.
Liebe Grüße zurück an die Hansafans aus dem sonnigen Südafrika
Bolle & Marco
Santa Lucia ein ALPTraum:
Mir hat Santa Lucia gar gar nicht gefallen, eine große Enttäuschung: kaum lange Strände und vor allem keine schönen, außer Vigie Beach. Dann voll übertrieben teure Preise, schreckliche Strassenverhältnisse, Rowdies, Männer pöbeln weisse Frauen an, Touristen werden als Banken angesehen und schon ziemlich unzivilisierte Gesellschaft, aber die Strände sind jetzt wirklich nicht schön gewesen, schade schade, und die Korruption auf der Insel….nie mehr!
Hey Anonymous, das ist ja wirklich schade, dass du die Insel nicht mochtest und nichts Positives von deiner Reise mitnehmen konntest. Wie lange warst du denn vor Ort? Also uns hat es richtig gut dort gefallen und wir waren an vielen tollen Stränden. Klar, die Preise dort sind sehr hoch (so wie überall in der Karibik), aber das wussten wir vorher. Und natürlich hat auch diese Insel ihre Probleme, so wie viele andere Inseln und Ländern weltweit. Es ist eben auch kein 1-Welt-Land, darauf muss man sich schon einstellen, wenn man dorthin reist. Aber es ist am Ende dennoch Geschmackssache. 🙂
Hallo, ich war 1996 auf Hochzeitsreise dort und kann mich der Meinung nur anschließen. Ein Jahr vorher, 1995 waren wir auf den Seychellen, die sind nicht zu toppen. Das Licht und die mega Strände sind nicht zu überbieten, da kommt Santa Lucia bei weitem nicht dran.
Das können wir uns gut vorstellen. Wir waren noch nie dort und kennen daher die Insel nicht. St. Lucia hat uns dennoch sehr gut gefallen. Sehr üppig, tropisch und viele tolle Strände 🙂
Hallo, finde Euren Reisebericht sehr interessant. Habe St. Lucia bisher vor mir hergeschoben, da es mit Wanderrouten etwas dürftig aussieht. War bisher auf Martinique, Guadeloupe, Dominica und gerade aus Mittelamerika zurück. Nun hatte ich einen direkten Vergleich zur Karibik. Ich bin nur Outdoor unterwegs, also schlafe auch draußen. Bei allen Reisen bisher kein Problem gewesen. Nun meine Frage zu St. Lucia, ist ein umrunden der Insel fußläufig möglich und wie sieht es dort mit Schkafplätzen aus? Die Insel ist ja nun doch sehr klein und dadurch auch steil. Auf Basse Terre war es z.B. schwierig Schlafplätze zu finden. Auf Dominica dagegen wieder leicht, da jede Sehenswürdigkeit ausgebaut war und wir auf den Tischen geschlafen haben. Wäre nett, wenn Ihr mir einmal eine kurze Einschätzung dazu geben könntet.
Hey Baldur, die Insel ist gut ausgebaut und so kannst du natürlich schon fußläufig die Insel umrunden. Ob du da aber mehr städtisch unterwegs sein wirst oder in der Natur kann ich nicht genau beurteilen. So detailliert kennen wir die Insel nicht. Auch wie es unterwegs mit Schlafplätzen aussieht, können wir dir nicht sagen. Wir haben jetzt nicht darauf geachtet, ob und wie man draußen irgendwo in der Natur schlafen könnte. Unterkünfte gibts allerdings genügend, sind aber auch sehr teuer. St. Lucia ist jetzt generell nicht unbedingt eine bekannte Wander-Destination, so viel gibt es da auch nicht. 🙂
Hallo liebe beide, ich versuche gerade heraus zu finden, welche SIM KArte die beste ist. Ich reise von Martinique nach Saint Lucia, Saint Vincent und Dominica. Welche hattet ihr?
Lieben Dank udn liebe Grüße, Inga
Moin Inga, wir hatten damals gar keine Simkarte und ESim gabs noch gar nicht. Ich würde heute aber die eSIm von Airalo nehmen. Die haben verschiedene Pakete und du wärst mit Landung am Airport direkt online.
Schau mal hier: eSim St.Lucia Airalo. Falls es keine eSim sein soll, sondern eine lokale Sim, schau vor Ort am besten in einen Store von Digicel oder FLOW. Das sind die gängigen Anbieter.
Liebe Grüße
Bolle