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Unsere Fahrt mit dem Titikaka Train von Puno nach Cusco

Die Fahrt mit dem Titicaca Train von Puno nach Cusco war definitiv eines der Highlights unserer Peru-Rundreise. Mit seinem nostalgischen Charme ist der Zug eine Hommage an das elegante Reisen vergangener Zeiten und machte die Fahrt schon an Bord zu etwas ganz Besonderem.

Draußen zog die traumhafte Landschaft des peruanischen Altiplano an uns vorbei – eine Kulisse, die wir so schnell wohl nicht vergessen werden. Für uns war diese Zugfahrt einzigartig und viel mehr als nur der Weg von Puno nach Cusco.

Im folgenden Beitrag nehmen wir dich mit auf unsere Fahrt von Puno (Titicacasee) nach Cusco und zeigen dir, was dich an Bord dieses tollen Zuges so alles erwartet. Viel Spaß beim Stöbern!



Unsere Fahrt mit dem Titicaca Train im Überblick

Auf unserer Peru-Rundreise war die Fahrt mit dem Titicaca Train von Puno nach Cusco einer der Programmpunkte, auf die wir uns besonders gefreut hatten. Und sie hat nicht nur uns, sondern der ganzen Reisegruppe richtig gut gefallen.

Natürlich kannst du die Strecke auch mit dem direkten Bus zurücklegen – dafür solltest du ungefähr sieben Stunden einplanen. Für uns war der Zug aber eine tolle Möglichkeit, die Fahrt selbst schon zum Erlebnis zu machen.

Unsere Fahrt auf einen Blick:

  • Start: Puno (liegt am Titicacasee)
  • Ziel: Cusco (Start für Salkantay Trek)
  • Strecke: ca. 380 Kilometer
  • Dauer: 10,5 Stunden
  • Höchster Punkt: La Raya Pass auf 4.335 m Höhe
  • Unser Highlight: nostalgische Atmosphäre und Aussicht unterwegs
  • Gepäck: Aufgabegepäck bis 23 kg, Handgepäck bis 8 kg

Die Karte ist KI-generiert und zeigt die Strecke schematisch, nicht maßstabsgetreu.


Was ist der Titicaca Train?

PeruRail kennst du vielleicht schon von den Zügen nach Machu Picchu: Dort fahren unter anderem der Expedition, der Vistadome, der Vistadome Observatory und der Hiram Bingham. Mit dem Titicaca Train bringt dich PeruRail auch von Puno nach Cusco – genau diese Strecke sind wir während unserer Rundreise gefahren. 

Die Zugverbindung durch die Anden gibt es schon seit 2003. Damals hieß der Tageszug noch Andean Explorer; den Namen PeruRail Titicaca Train trägt er erst seit 2017. Der heutige Andean Explorer von Belmond ist ein anderes Angebot – die Namen sind leicht zu verwechseln.

Aktuell fährt der Titicaca Train dreimal pro Woche von Puno nach Cusco und dreimal in die Gegenrichtung. Von Puno aus geht es montags, donnerstags und samstags los. Schau vor der Buchung am besten noch einmal in den Fahrplan, da sich die Verkehrstage ändern können.



Route und Dauer: von Puno nach Cusco

Die Fahrt mit dem Titicaca Train von Puno nach Cusco führte uns zunächst über das weite Altiplano – die Hochebene der Anden, die sich über Teile Perus und Boliviens erstreckt. Rund um Puno liegt sie auf etwa 3.800 Metern Höhe.

Während der Zug über offene Grasflächen und Felder dahinrollte, schauten wir aus dem Fenster. Immer wieder zogen kleine Orte vorbei, und die Berge am Horizont schienen kaum näher zu rücken. In einigen Wasserflächen entdeckten wir in der Ferne sogar Flamingos.



Besonders in Erinnerung blieb uns Juliaca: Dort fuhr der Zug mitten durch einen Markt. Die Stände lagen so dicht an den Gleisen, dass die Händler ihre Waren kurz zur Seite räumten, wenn sich der Zug näherte. Kaum war er vorbei, ging der Alltag weiter und die Waren standen wieder an ihrem Platz.

Für uns war dieser Moment super faszinierend und gleichzeitig befremdlich. Wir saßen in einem luxuriösen Zug und fuhren durch eine Gegend, die auf uns deutlich ärmer wirkte. Dieser Gegensatz ließ sich in diesem Moment irgendwie nur schwer ausblenden.



Nach Juliaca ging es über Ayaviri weiter zum La-Raya-Pass. Unterwegs sahen wir immer wieder große Herden von Alpakas und Lamas. Das war richtig cool und fühlte sich für uns total nach Südamerika an.

Am La-Raya-Pass, dem höchsten Punkt der Strecke auf 4.335 Metern, legten wir einen etwa 15-minütigen Stopp ein. Wir vertraten uns die Beine, stöberten über den kleinen Markt und machten ein paar Erinnerungsfotos.



Danach fuhren wir durch Sicuani und kleinere Andendörfer weiter Richtung Cusco. Die Landschaft wurde allmählich grüner, und immer wieder verlief die Strecke direkt am Río Vilcanota entlang. Ein kleines bisschen erinntere uns die Kulisse an Österreich.

Der Fluss gab uns noch einen verrückten Gedanken mit auf den Weg: Weiter flussabwärts heißt der Río Vilcanota Río Urubamba. Über 700 Kilometer lang, vereinigt er sich im Tiefland mit dem Río Tambo zum Río Ucayali und gehört damit zum Amazonas-Flusssystem. Irgendwie cool, dass der Fluss, der uns eine ganze Weile neben dem Zug begleitete, so weit entfernt in Richtung Amazonas weiterfließt.



Nach rund elf Stunden erreichten wir bei Dunkelheit den Bahnhof Wanchaq in Cusco. Die Weite und Ruhe der Andenlandschaft lag nun hinter uns – stattdessen fühlten wir uns plötzlich mitten im Trubel einer Großstadt. Dort bereiteten wir uns auf den Salkantay Trek vor, der als nächstes großes Abenteuer unserer Peru-Rundreise auf uns wartete.


Tickets und Preise

Ein Ticket für den Titicaca Train kostet aktuell 350 US-Dollar pro Person. Am einfachsten buchst du dein Zugticket über die offizielle Homepage von PeruRail. Wähle als Start- und Zielbahnhof Puno und Cusco sowie dein Reisedatum aus. Anschließend gibst du die persönlichen Daten aller Reisenden ein und bezahlst das Ticket im letzten Schritt mit Kreditkarte oder PayPal.

Im Preis enthalten sind ein Heißgetränk zur Begrüßung, ein Drei-Gänge-Menü und Afternoon Tea. Außerdem gibt es traditionelle Musik und Tanz sowie eine Pisco-Sour-Vorführung. Mit dem Ticketkauf erhältst du zusätzlich Vorteile bei ausgewählten Hotels, Shops und Restaurants.

Wenn du zwischendurch Hunger oder Durst bekommst, kannst du den ganzen Tag à la carte bestellen – vom Frühstück bis zum Mittagessen. Auch Getränke wie Wein und Kaffee stehen auf der Karte. Durch die Wagen kannst du dich frei bewegen und im Observatory Bar Car die Aussicht auf die peruanischen Anden genießen.

Einen Sitzplatz kannst du allerdings nicht reservieren. Wenn du im letzten Wagen sitzt, ist der Weg zum Aussichtswagen entsprechend weit. Wir hatten Glück und saßen direkt im zweiten Wagen (Wagen B). So konnten wir während der Fahrt immer wieder hin und her laufen.



So lief unsere Zugfahrt ab

Wir sollten etwa 30 Minuten vor der Abfahrt am Bahnhof in Puno sein. Dort wurden noch einmal unsere Pässe kontrolliert und wir gaben unser großes Gepäck ab. Es wurde separat im Zug verstaut. Den Tagesrucksack nahmen wir mit an unseren Platz. Als unsere Gruppe aufgerufen wurde, ging es gemeinsam zu Wagen B, wo wir unsere Plätze einnahmen.

Der Zug rollte pünktlich um 07:50 Uhr los und kurz darauf wurde uns schon ein erster Coca-Tee serviert, später gab es auch Kaffee. Obwohl wir im Hotel schon ein kleines Frühstück gegessen hatten, bestellten wir uns noch etwas von der Karte. Das war problemlos möglich (Bezahlung am Ende der Reise bar oder mit Karte).



Gegen 11:30 Uhr wurde das Drei-Gänge-Menü serviert: mit Suppe, Hauptgang – auch vegetarisch – und Dessert. Dazu gab es Wasser, ein Glas Wein oder ein Glas Saft. Besonders cool fanden wir, dass während des Essens durch die großen Panoramafenster die peruanischen Anden an uns vorbeizogen.

In der Dining Area fanden eine Modenschau mit Kleidung aus Alpakawolle, Live-Musik und Tanzvorführungen statt. Damit es dort nicht zu voll wurde, wurden immer die Gäste aus zwei Wagen aufgerufen. Dazu gab es einen Begrüßungsdrink aufs Haus. Niemand wird aber gezwungen, daran teilzunehmen. Du kannst auch einfach auf deinem Platz sitzen bleiben.



Am späten Nachmittag wurde noch Afternoon Tea mit kleinen Kuchenstücken und weiteren süßen Kleinigkeiten serviert. So verging die lange Zugfahrt mit Essen, Musik und immer neuen Eindrücken fast wie von selbst.

Mit rund 30 Minuten Verspätung kamen wir gegen 18:30 Uhr in Cusco an. Am Bahnsteig wartete bereits das gesamte Team und applaudierte, als die Gäste ausstiegen. Das gehört dort offenbar zur Verabschiedung. Unser Gepäck stand schon am Gleis bereit. Von dort aus ging es für uns mit dem Taxi weiter zu unserem Hotel in Cusco.



Ausstattung und Service an Bord

Im Inneren verbindet der Zug klassisches Design mit modernem Komfort. Bequeme Sessel, feine Tischdecken und geschmackvolle Details haben uns sofort gefallen. Gleichzeitig sind die Waggons klimatisiert und modern ausgestattet.

In jedem Waggon gibt es auch eine Toilette mit Waschbecken, die ebenfalls mit dunklem Holz verkleidet ist. Selbst dort setzt sich der nostalgische Charme fort. Dadurch fühlten wir uns wie in einem Film aus den 1920-er Jahren.

Ganz hinten im Zug gibt es einen Dining- und Barbereich sowie einen Aussichtswagen mit offenem Balkon. Zwischen den Waggons kannst du dich frei bewegen. Der nostalgische Stil zieht sich bis ins kleinste Detail durch und üerall gibt es etwas zu entdecken.



Essen und Getränke im Zug

Auch beim Essen merkt man, dass die Zugfahrt mehr sein soll als ein schöner Weg von Puno nach Cusco. Im Ticket ist ein Drei-Gänge-Menü mit Suppe, Hauptgang und Dessert enthalten. PeruRail verwendet dafür frische, regionale Zutaten und interpretiert traditionelle peruanische Aromen modern. Vegetarische und vegane Optionen gibt es ebenfalls.

Wir fanden es schön, dass man sich nicht nur auf das Menü beschränken muss: An Bord kannst du zusätzlich à la carte bestellen, von Frühstück bis Mittagessen. Zum Angebot gehören auch eine Pisco-Sour-Verkostung mit Vorführung sowie Afternoon Tea mit Tees, kleinen Kuchen und süßen Snacks.

Aktuelles 3-Gänge-Menü

  • Vorspeise: Kürbis-Creme-Suppe oder Quinoa-Solterito mit Gemüse, Frischkäse und Aioli
  • Hauptgericht: Rinderrippe mit Kartoffelpüree und Gemüse oder Gemüse-Cannelloni
  • Dessert: Lucuma-Creme mit Schokoladenbiskuit oder Chuncho-Kakao aus Quillabamba
  • Getränke: Wasser + 1 Glas Wein oder 1 Glas Saft

Wasser, Filterkaffee und Coca-Tee gibt es ohne Zuzahlung während der gesamten Fahrt über. Wenn du Lust auf einen Cappuccino oder Espresso hast, bekommst du diesen an der Bar gegen Aufpreis.



Lohnt sich die Fahrt mit dem Titicaca Train?

Für uns hat sich diese besondere Fahrt auf jeden Fall gelohnt – auch wenn 350 US-Dollar pro Person natürlich viel Geld sind. Der Titicaca Train war eines DER Highlights unserer Peru-Rundreise. Wir wollten nicht einfach nur möglichst schnell von Puno nach Cusco kommen, sondern die lange Strecke bewusst als Erlebnis mitnehmen.

Vor der Fahrt dachten wir noch: Zehn Stunden im Zug – was machen wir bloß so lange? Am Ende verging die Zeit viel schneller als gedacht. Wir haben stundenlang aus dem Fenster geschaut, sind durch die Waggons gelaufen und haben hervorragend gegessen.

Besonders die wechselnde Landschaft, die Alpakas und Lamas draußen und die Fahrt durch den Markt in Juliaca sind uns in Erinnerung geblieben. Auch die gedeckten Tische und die Einrichtung im Stil eleganter Zugreisen von früher machten die Fahrt einfach ganz besonders.

Wenn du vor allem günstig und schnell von Puno nach Cusco kommen möchtest, ist der Bus wahrscheinlich die passendere Wahl. Der Titicaca Train kostet deutlich mehr und ist den ganzen Tag unterwegs. Wenn du aber Lust auf eine außergewöhnliche Zugfahrt hast, können wir die Fahrt sehr empfehlen.



Häufige Fragen zum Titicaca Train

Wie lange dauert die Fahrt mit dem Titicaca Train von Puno nach Cusco?

Was kostet ein Ticket für den Titicaca Train?

Wie oft fährt der Titicaca Train?

Kann ich meinen Sitzplatz im Titicaca Train reservieren?

Ist das Essen im Ticketpreis enthalten?

Fährt der Titicaca Train nach Machu Picchu?


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