Arequipa war ein wichtiger Zwischenstopp auf unserer Peru-Rundreise. Die Weiße Stadt liegt auf 2.335 Metern Höhe und ist bekannt für ihre hellen Fassaden, die bunten Gassen des Klosters Santa Catalina und die tolle Kulisse aus Vulkanen.
Vor allem war Arequipa für uns ein guter Ort, um uns langsam an die Höhe zu gewöhnen. Danach ging es nämlich weiter in den Colca Canyon und über den Patapampa-Pass auf fast 5.000 Meter Höhe.
In diesem Beitrag erfährst du, welche Arequipa Sehenswürdigkeiten sich lohnen und was du für deinen Stopp in der Weißen Stadt wissen solltest. Viel Spaß beim Stöbern!
Quick Facts Arequipa
- Lage: im Süden von Peru
- Einwohner: rund 1,3 Millionen in der Provinz Arequipa
- Höhe: 2.335 m im Stadtzentrum
- Sprache: Spanisch (Englisch klappt ganz gut)
- Währung: Peruanischer Sol
- Zeitzone: UTC−5
- Flughafen: Aeropuerto Internacional Alfredo Rodríguez Ballón (AQP)
- Ideale Aufenthaltsdauer: 2 bis 3 Tage
- Beste Viertel für Reisende: historisches Zentrum
- Bekannt für: Vulkane, weiße Altstadt aus Sillar

Allgemeines über Arequipa
Nachdem wir abwechslungsreiche Tage in Lima erlebt hatten, ging unsere Peru-Rundreise weiter. Gemeinsam mit unserer Reisegruppe flogen wir in rund eineinhalb Stunden nach Arequipa, die auch als „Weiße Stadt“ bekannt ist. Sie liegt auf 2.335 Metern Höhe und war ein weiterer wichtiger Stopp auf unserer Route durch Peru.
Ihren Beinamen verdankt Arequipa dem hellen Vulkangestein Sillar. Daraus besteht der Großteil der Altstadt, die seit 2000 zum UNESCO-Welterbe gehört.
Dazu kommt die einzigartige Kulisse: Die Stadt wird von den Vulkanen Misti, Chachani und Pichu Pichu umrahmt, welche teilweise über 6.000 Meter hoch sind. Der 5.822 Meter hohe Misti ist nur 17 Kilometer vom Zentrum entfernt und noch immer aktiv.
Arequipa Sehenswürdigkeiten
In Arequipa gibt es eine Menge zu entdecken: tolle Klosteranlagen, historische Plätze und wuselige Märkte. Im Folgenden zeigen wir dir die Sehenswürdigkeiten in Arequipa, die uns am besten gefallen haben.
Für einen ersten Eindruck von Arequipa empfehlen wir dir eine geführte Stadttour. Wenn du die Stadt auch kulinarisch entdecken möchtest, ist eine Food-Tour oder ein Kochkurs eine gute Idee. Dabei lernst du typische Gerichte und mehr über die peruanische Esskultur kennen.
- Rundgang durch das historische Zentrum von Arequipa*
- Geführter Rundgang über den San Camilo Markt*
- Peruanischer Kochkurs in Arequipa*
Plaza de Armas Arequipa
Die Plaza de Armas ist das Herz Arequipas und gehört zu den top Sehenswürdigkeiten in Arequipa. Rund um den Platz stehen die Kathedrale und die drei charakteristischen Arkadengänge. In der Mitte steht der Brunnen mit der kleinen Figur „Tuturutu“, die als Symbol der Stadt gilt.
Bei unserer Stadtführung* erfuhren wir, dass Erdbeben hier ihre Spuren hinterlassen haben: 1868 wurden die Türme der Kathedrale zerstört, beim Beben 2001 stürzte der linke Turm teilweise ein.

Kathedrale von Arequipa
Eine weitere bekannte Arequipa Sehenswürdigkeit ist die Basílica Catedral. Mit ihrer Fassade aus weißem Sillar nimmt sie die komplette Nordseite des Hauptplatzes ein. Bei unserer Stadtführung* haben wir sie uns von außen angesehen und von unserem Guide einiges über ihre Geschichte erfahren.
Fertig war der erste Bau bereits 1656. Nach einem Großbrand 1844 entstand die Kathedrale im neoklassizistischen Stil neu, allein ihre Fassade zählt 70 korinthische Säulen. Besonders schön ist es am Abend, wenn die Fassade der Kathedrale beleuchtet wird.
Drinnen waren wir selbst nicht. Wenn du mehr Zeit hast als wir, kannst du dir dort eine zwölf Meter hohe Orgel des belgischen Orgelbauers Loret ansehen, die seit 1857 in der Kathedrale steht. Den Eingang zum Museum der Kathedrale findest du an einem Seitenportal in der Calle Santa Catalina.
- Adresse: direkt an der Plaza de Armas
- Öffnungszeiten Museum: Mo.–Sa. von 10 bis 16:45 Uhr
- Eintritt Museum: Erwachsene 10 Soles, Kinder 5 Soles
- Turmbesichtigung: ist im Ticket enthalten

Jesuitenkirche (Iglesia de la Compañía)
An einer Ecke der Plaza de Armas steht die Jesuitenkirche, auf Spanisch Iglesia de la Compañía. Wirf auf jeden Fall einen Blick auf die Fassade: Sie ist von oben bis unten mit Verzierungen aus Stein bedeckt. Zwischen Blumen und Früchten entdeckst du Tiere aus den Anden und christliche Figuren.
Drinnen liegt links vom Altar die Capilla de San Ignacio. Ihre Kuppel ist komplett bunt bemalt, mit Pflanzen und Tieren aus dem Regenwald. Halte außerdem Ausschau nach dem Gemälde vom Letzten Abendmahl: Auf dem Tisch vor Jesus und den Jüngern liegt ein gebratenes Meerschweinchen.
Auch die angrenzenden Kreuzgänge der Jesuiten, die Claustros de la Compañía, sind einen Abstecher wert. Heute findest du dort kleine Läden, coole Cafés, Restaurants und Galerien.
- Adresse: nur wenige Meter von der Plaza de Armas entfernt
- Öffnungszeiten: Täglich von 8:30 bis 11:30 Uhr & 13 bis 16:30 Uhr
- Eintritt: kostenlos; geringe Gebühr für bestimmte Nebenbereiche (z. B. San-Ignacio-Kapelle)

Kloster Santa Catalina
Das Monasterio de Santa Catalina ist viel mehr als nur ein fotogener Ort. Das 1579 gegründete Kloster erstreckt sich mitten in der Altstadt über mehr als 20.000 Quadratmeter und wirkt wie eine kleine Stadt mit eigenen Gassen, Innenhöfen und Kreuzgängen.
Die Gassen tragen Namen spanischer Städte wie Toledo oder Sevilla. Fast 400 Jahre lang lebten die Nonnen hier abgeschieden von der Außenwelt, erst 1970 öffnete ein großer Teil der Anlage für Besucher.
Beim Rundgang bekommst du einen guten Eindruck davon, wie die Nonnen früher lebten: Du siehst ihre einzelnen Zellen, eine Küche mit rußgeschwärzten Wänden und eine Wäscherei, in der 20 halbierte Tonkrüge als Waschbecken dienten.
Uns gefielen besonders die leuchtend blauen, roten und orangefarbenen Fassaden. Sie erinnerten uns stellenweise an Marokko oder Andalusien und machen das Kloster für uns definitiv zu einem der schönsten Fotospots in Arequipa.
- Adresse: Santa Catalina 301 in Arequipa
- Öffnungszeiten: Täglich von 9 bis 17 Uhr
- Eintritt: Erwachsene 50 Soles (Bar & Kreditkarte), Kinder 30 Soles

Mercado San Camilo
Wenn du sehen möchtest, wo die Arequipeños ihre Einkäufe erledigen, bist du auf dem Mercado San Camilo genau richtig. Der Markt liegt im historischen Zentrum und ist nur wenige Gehminuten von der Plaza de Armas entfernt.
Unter dem Dach der großen Stahlhalle reiht sich Stand an Stand. Hier findest du Kleidung, Souvenirs, Gewürze, Obst und Fleisch. An den einfachen Essensständen kannst du dich durch die lokale Küche probieren. Unser Highlight waren die frisch gepressten Säfte, vor allem der mit Maracuja. Ein großer Becher kostete umgerechnet nur etwa 2–3 Euro.
Für unsere Fahrt zum Colca Canyon haben wir uns hier außerdem mit Snacks und Coca-Bonbons sowie Coca-Blättern eingedeckt. Schließlich führte uns die Route über den Patapampa-Pass auf fast 5.000 Meter Höhe.
- Adresse: C. San Camilo 218 in Arequipa
- Öffnungszeiten: Mo.–Sa. von 6 bis 19 Uhr
- Tour: Geführter Rundgang über den San Camilo Markt*

Mundo Alpaca
Alpakas aus nächster Nähe sehen, ohne die Stadt zu verlassen: Das geht im Mundo Alpaca. Die Anlage liegt im alten Viertel San Lázaro, nicht weit vom Zentrum. Mundo Alpaca gehört zum Textilunternehmen Michell, das seit Jahrzehnten mit Alpakawolle arbeitet.
Hier kannst du dir Alpakas und Lamas ganz aus der Nähe anschauen. Außerdem zeigen dir Weberinnen und Weber aus der Region Cusco, wie sie am traditionellen Webstuhl arbeiten, und Frauen sortieren die Fasern von Hand.
Dazu gibt es ein Museum mit alten Textilmaschinen und natürlich einen Shop mit Kleidung aus Alpaka. Der Eintritt ist kostenlos, für den Rundgang reichen etwa 30 Minuten.
- Adresse: Av. Juan de la Torre 101, San Lázaro
- Öffnungszeiten: Täglich von 8:30 bis 18:30 Uhr (sonntags bis 17:30 Uhr)
- Eintritt: kostenlos

Rooftop Bars in Arequipa
Arequipa und Rooftop Bars gehören für uns einfach zusammen. Rund um die Plaza de Armas haben viele Bars, Cafés und Hotels eine Dachterrasse. Von oben blickst du auf die Kathedrale und die weißen Häuser der Altstadt, bei klarer Sicht siehst du dahinter die Vulkane.
Ein guter Zeitpunkt ist natürlich der Sonnenuntergang. Bestell dir am besten einen Pisco Sour und schau zu, wie die Sonne über der Weißen Stadt untergeht. Die Kulisse mit den umliegenden Vulkanen ist einfach grandios.
Empfehlenswerte Rooftop Bars
- Sunset Rooftop im Le Foyer Hotel
- Primera Playa Rooftop Restobar
- Mi Kcao Chocolates y Cafe Rooftop
- Restobar by Viajero Arequipa

Weitere Highlights
2 Tage sind für Arequipa ehrlich gesagt ganz schön knapp. Einige Arequipa Sehenswürdigkeiten haben wir nicht mehr geschafft, wollen es dir aber trotzdem nicht vorenthalten.
Da wäre zum Beispiel das Museo Santuarios Andinos. Dort liegt „Juanita“, ein Inka-Mädchen, das vor über 500 Jahren auf dem Vulkan Ampato geopfert wurde. Gefunden hat man sie erst 1995, oben am Berg. Ziemlich verrückte Geschichte, oder?
Wenn du Bücher magst, schau im Kloster La Recoleta vorbei. In der alten Bibliothek stehen über 20.000 Bücher, die ältesten sind aus dem 16. Jahrhundert. Oder du besuchst die Casa del Moral, ein altes Herrenhaus. Ihren Namen hat sie von dem Maulbeerbaum im Innenhof, auf Spanisch „moral“.
Und dann ist da noch der Mirador de Yanahuara, rund zwei Kilometer vom Zentrum entfernt. Durch die weißen Bögen blickst du auf die Stadt und den Vulkan Misti. Kleines Extra: In die Bögen sind Sprüche von Dichtern aus Arequipa eingraviert. Zum Sonnenuntergang soll es dort besonders schön sein.

Ausflüge ab Arequipa
Arequipa ist nicht nur schön, sondern auch ein super Ausgangspunkt für Ausflüge. Rund um die Stadt warten Vulkane, weite Hochebenen und einer der tiefsten Canyons der Welt.
Colca Canyon und Cruz del Cóndor
Der bekannteste Ausflug führt in den Colca Canyon. Auf dem Weg dorthin passierst du die Reserva Nacional Salinas y Aguada Blanca und erreichst am Patapampa-Pass knapp 5.000 Meter Höhe. Wir haben dort unterwegs Alpakas und Vicuñas gesehen und anschließend Chivay und den Colca Canyon erkundet. Ein besonderes Highlight war der Aussichtspunkt Cruz del Cóndor.
- Ganztagestour durch den Colca Canyon mit Guide und Mahlzeiten*
- Trekking im Colca-Canyon 2T/1N – Anden-Erlebnis*

Laguna de Salinas
Die Laguna de Salinas ist ein besonderes Ziel für einen Tagesausflug ab Arequipa. Die Salzlagune liegt auf rund 4.300 Metern Höhe in der Reserva Nacional Salinas y Aguada Blanca.
Die Fahrt von Arequipa zur Laguna de Salinas dauert etwa drei Stunden und führt über Chiguata. Nach Regenfällen steht Wasser auf der Lagune, in dem sich die Berge spiegeln. In der Trockenzeit bleibt eine helle Salzfläche zurück. Je nach Jahreszeit kannst du hier auch Flamingos beobachten.
Ruta del Sillar
Wenn du lieber einen kürzeren Ausflug machen möchtest, kannst du die Ruta del Sillar besuchen. Dabei geht es zu den Steinbrüchen, aus denen das helle Vulkangestein für viele Gebäude Arequipas stammt, und weiter in die Schlucht Culebrillas
- Halbtagestour zu Aussichtspunkten, Steinbrüchen und Schluchten*
- Wanderung zur Ruta del Sillar und Culebrillas in Arequipa*
Vulkane: Misti und Chachani
Wenn du richtig hoch hinaus willst, kannst du von Arequipa aus den Misti (5.822 Meter) oder den Chachani (6.075 Meter) besteigen. Die Touren dauern meist zwei Tage und beinhalten eine Übernachtung im Zelt.
Beide Besteigungen sind anspruchsvoll, vor allem wegen der Höhe. Du solltest gut akklimatisiert und fit sein und dich einem erfahrenen Bergführer anschließen.

Restaurants & Cafés
Cipriana – Cocina Libre: Hier bekommst du regionale Küche aus Arequipa und Peru. Eine schöne Adresse, wenn du die lokalen Aromen kennenlernen möchtest.
Puku Puku Arequipa: Das Café ist ein guter Stopp für eine Tasse Kaffee und etwas Süßes oder Herzhaftes dazu. Auf der Dachterrasse kannst du es dir gemütlich machen.
Misti Picantería Café: Hier treffen typische Gerichte aus Arequipa auf peruanischen Spezialitätenkaffee. Das Café liegt in den historischen Claustros de la Compañía.
Don Empanadon: Hier bekommst du Empanadas mit verschiedenen Füllungen. Probier zum Beispiel die Variante mit Arequipeño-Adobo.

Arequipa Hoteltipps
In Arequipa findest du für jeden Geldbeutel eine passende Unterkunft: Hostels, gute Mittelklassehotels und auch exklusive Luxushotels. Am praktischsten wohnst du in der Altstadt rund um die Plaza de Armas. Von dort erreichst du die meisten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß.
Wir haben im Le Foyer übernachtet, nur wenige Gehminuten von der Plaza de Armas entfernt. Empfehlen können wir es dir leider nicht. Unsere Zimmer waren klein, dunkel und stickig. Zudem war es extrem laut bis spät in die Nacht, da Clubs und Bars direkt gegenüber liegen.
Wir haben dann eine Nacht im Tierra Viva Arequipa Plaza* verbracht und fanden es soooo viel besser als unsere vorherige Unterkunft. Das Zimmer war groß, das Bett bequem, das Frühstück lecker und nachts war es angenehm ruhig.
Folgende Hotels haben wir für dich rausgesucht:
Katari Hotel at Plaza de Armas: Das Hotel liegt direkt an der Plaza de Armas. Von der Dachterrasse hast du einen tollen Blick auf den Platz und die Vulkane; auch das Frühstück wird dort mit Panoramablick serviert. Zimmer hier buchen*.
Casona Terrace Hotel: Das Hotel befindet sich in einer restaurierten Kolonialvilla. Auf der Dachterrasse kannst du den Blick über die Stadt und die Vulkane genießen. Zimmer hier buchen*.
DOMA Boutique Home: Eine Unterkunft mit Terrasse, eigenem Restaurant und Bar. Die Lage wird von Gästen besonders gut bewertet. Zimmer hier buchen*.
Acolpacha – Tambo Boutique: Hier wohnst du in einer restaurierten historischen Villa aus Sillar. Von der Dachterrasse blickst du über die Stadt und auf die Vulkane. Zimmer hier buchen*.

Praktische Tipps
Damit du deinen Aufenthalt in Arequipa gut planen kannst, haben wir die wichtigsten Infos für dich zusammengestellt. Hier findest du Tipps zur Anreise, zur Höhe und Akklimatisierung, zur besten Reisezeit, zur Sicherheit und zur Fortbewegung in der Stadt.
Anreise und Weiterreise
Wir sind von Lima nach Arequipa geflogen. Der Flug dauert ungefähr eineinhalb Stunden und ist die schnellste Möglichkeit, in die Weiße Stadt zu kommen. Alternativ kannst du mit dem Bus anreisen, zum Beispiel von Lima aus. Die Fahrt dauert je nach Verbindung allerdings etwa 16 bis 19 Stunden.
Für uns ging es nach Arequipa weiter in den Colca Canyon. Viele Reisende verbinden beide Ziele mit einer zwei- oder mehrtägigen Tour. Dabei fährst du über den Patapampa-Pass nach Chivay und kannst unterwegs die Landschaft und die Vicuñas beobachten. Wenn du lieber individuell unterwegs bist, fahren auch Linienbusse nach Chivay; die Fahrt dauert ungefähr drei bis vier Stunden.
Von Arequipa fahren außerdem Fernbusse nach Puno und Cusco. Für die Weiterreise zum Titicacasee bist du nach Puno etwa sechs Stunden unterwegs, nach Cusco rund zehn Stunden. Einige Transferstrecken kannst du unkompliziert bei GetYourGuide* buchen.
- Von Arequipa: Colca Canyon Tagestour mit Transfer nach Puno*
- Direkter Bus Cusco – Arequipa (oder umgekehrt)*
Höhe und Akklimatisierung
Arequipa liegt auf 2.335 Metern Höhe. Für uns war die Stadt ein guter Zwischenstopp, um uns vor der Weiterreise in den Colca Canyon langsam an die Höhe zu gewöhnen. Dort ging es über den Patapampa-Pass auf fast 5.000 Meter. Trotzdem ist Arequipa keine Garantie dafür, dass du später beschwerdefrei bleibst: Uns machten die Höhenmeter erst in Puno mit Kopfschmerzen und Schwindel zu schaffen.
Nimm dir nach der Ankunft Zeit und plane für den ersten Tag kein anstrengendes Programm. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Müdigkeit können Anzeichen der Höhenkrankheit sein. Wenn du Beschwerden hast, solltest du nicht weiter aufsteigen, bis es dir besser geht. Coca-Blätter und Bonbons hatten wir zwar dabei, sie ersetzen aber keine Akklimatisierung.
Beste Reisezeit Arequipa
Arequipa ist zum Glück ein recht einfaches Reiseziel, was das Wetter angeht. Hier scheint fast das ganze Jahr die Sonne, im Schnitt sind es rund 3.300 Sonnenstunden pro Jahr. Tagsüber wird es meist angenehme 21 bis 25 Grad warm, nachts kann es aber ziemlich frisch werden.
Trockenzeit (April bis November): In diesen Monaten regnet es so gut wie nie. Von Juni bis August ist es nachts mit gut 5 Grad am kältesten, also pack auf jeden Fall eine warme Jacke ein. Juni bis September ist auch Hochsaison. Am vollsten wird es im August, wenn Arequipa am 15. August Geburtstag feiert.
Regenzeit (Dezember bis März): Die meisten Niederschläge fallen im Februar. Im Vergleich zu anderen Regionen in den Anden bleibt es in Arequipa aber recht moderat. Meist ziehen nur am Nachmittag Wolken auf, ab und zu regnet es. Für Ausflüge kann das trotzdem nervig sein: Am Colca Canyon lassen sich die Kondore an Regentagen oft nicht blicken.
‼️ Wichtiger Hinweis: Egal wann du reist, die Sonne ist hier extrem stark. Der UV-Index liegt oft über 12. Sonnencreme, Cap und Sonnenbrille gehören deshalb unbedingt ins Gepäck!

Fortbewegung
Für die meisten Sehenswürdigkeiten brauchst du in Arequipa weder ein Taxi noch öffentliche Verkehrsmittel. Die historische Altstadt ist gut zu Fuß zu erkunden. Von der Plaza de Armas erreichst du zum Beispiel das Kloster Santa Catalina, die Jesuitenkirche und den Mercado San Camilo in wenigen Minuten.
Für die Fahrt zum Flughafen oder Busbahnhof empfehlen wir ein Taxi. Auch wenn deine Unterkunft weiter außerhalb liegt oder du abends nicht mehr laufen möchtest, kannst du ein Taxi nehmen. Über Booking.com* kannst du unkompliziert einen Flughafentransfer ab 8 € pro Person buchen.
Sicherheit in der Stadt
Ganz ehrlich: Kriminalität ist in Peru ein Thema, auch in Arequipa. Zwar haben wir uns zu jeder Zeit wohl und sicher gefühlt, wir waren aber auch in einer großen Gruppe unterwegs. Das Auswärtige Amt stuft das Risiko für Überfälle und Diebstähle im ganzen Land als hoch ein.
Mit ein paar einfachen Regeln bist du aber auf der sicheren Seite:
- Taxis: Steig nicht einfach in ein Taxi von der Straße. Lass dir lieber eins vom Hotel rufen oder nimm ein lizenziertes Unternehmen. Laut Auswärtigem Amt sind in Arequipa gelegentlich Taxifahrer in Straftaten verwickelt.
- Märkte und Gedränge: Auf Märkten wie dem Mercado San Camilo und an Busbahnhöfen solltest du besonders auf deine Wertsachen achten. Trag sie am Körper und zeig Handy, Geld oder Schmuck nicht offen.
- Busfahrten: Fahr möglichst tagsüber und mit großen, bekannten Busunternehmen. Auch auf Strecken ab Arequipa kam es vereinzelt nachts zu Überfällen auf Überlandbusse.
- Demonstrationen: Proteste sind in Peru jederzeit möglich. Halte dich von großen Menschenansammlungen fern.
- Abends: Bars und Clubs rund um die Altstadt sind beliebt. Lass dein Getränk nicht unbeobachtet stehen, das Auswärtige Amt warnt vor K.-o.-Tropfen.
Häufige Fragen zu Arequipa
Ist Arequipa eine schöne Stadt?
Ja, Arequipa ist durchaus eine schöne Stadt, besonders die hellen Sillar-Gebäude und das farbenfrohe Kloster Santa Catalina. Uns hat sie insgesamt aber nicht so richtig gecatcht und gehört für uns nicht zu den Must-sees in Peru.
Wie viele Tage sollte man für Arequipa einplanen?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Arequipa reichen ein bis zwei Tage. Wenn du auch den Colca Canyon besuchen möchtest, solltest du dafür mindestens einen weiteren Tag einplanen. Eine zweitägige Tour ist entspannter als der lange Tagesausflug.
Welche Sehenswürdigkeiten in Arequipa lohnen sich am meisten?
Du solltest dir den Plaza de Armas, die Kathedrale, das Kloster Santa Catalina und den Mercado San Camilo nicht entgehen lassen.
Kann man den Colca Canyon von Arequipa aus besuchen?
Ja, Arequipa ist ein guter Ausgangspunkt für einen Ausflug in den Colca Canyon. Ein Tagesausflug ist möglich, aber lang; bei einer zweitägigen Tour bleibt mehr Zeit für das Tal und den Cruz del Cóndor.
Wie hoch liegt Arequipa?
Arequipa liegt auf 2.335 Metern Höhe. Plane nach deiner Ankunft etwas Zeit zum Ankommen ein, bevor es weiter in höhere Lagen geht.
Ist Arequipa sicher?
Wie in anderen größeren Städten solltest du auf deine Wertsachen achten und Handy oder Schmuck nicht offen zeigen. Für Fahrten am Abend bestellst du am besten ein Taxi oder lässt dir eines von deiner Unterkunft organisieren.
Lohnt sich Arequipa?
Ja, besonders wenn du dich für koloniale Architektur, Klöster und die peruanische Küche interessierst. Vor dem Colca Canyon war Arequipa für uns ein guter Zwischenstopp.
Unser Fazit zu Arequipa
Für uns war Arequipa vor allem ein guter Zwischenstopp auf dem Weg zum Colca Canyon. Gerade um sich an die Höhe zu gewöhnen, war es praktisch, ein bis zwei Tage auf über 2.000 Metern zu verbringen, bevor es noch höher hinaus ging.
Ganz ehrlich: Ein absolutes Muss auf einer Peru-Rundreise ist Arequipa für uns aber nicht. Klar, hier und da gibt es schöne Gebäude, und durch die Altstadt zu schlendern war angenehm. So richtig gepackt hat uns die Stadt im Gesamten aber nicht.
Wenn du ohnehin Richtung Colca Canyon reist, lohnt sich ein Stopp auf jeden Fall. Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Arequipa reichen ein bis zwei Tage. Extra hinfahren würden wir dafür aber nicht.
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