Viele träumen davon, Namibia mit dem Dachzelt oder Camper zu entdecken. Und ehrlich gesagt: zu Recht. Kaum ein Land eignet sich so gut zum Campen wie Namibia. Dich erwarten endlose Straßen, spektakuläre Landschaften, oft richtig schöne Campsites und einige der schönsten Routen des Landes direkt vor der Tür.
Viele Highlights und Sehenswürdigkeiten lassen sich so perfekt miteinander verbinden. Gleichzeitig ist Camping in Namibia aber nicht für jeden automatisch die beste Wahl. Genau deshalb zeigen wir dir hier, was dich erwartet, für wen es sich lohnt und was du vorher unbedingt wissen solltest. Viel Spaß beim Stöbern!
Inhaltsverzeichnis
- Für wen sich Camping lohnt
- Welche Arten von Camping gibt es?
- Beste Reisezeit zum Campen in Namibia
- Wie gut sind Campsites in Namibia?
- Was kostet Camping in Namibia?
- Muss man vorbuchen?
- Braucht man zwingend einen 4×4?
- Wie läuft Camping mit Dachzelt praktisch ab?
- Wie ist ein 4×4 mit Dachzelt ausgestattet?
- Camping oder Lodge – was würden wir wählen?
- Ist Camping in Namibia sicher?
- Tiere nachts am Zelt/Auto?
- Wie sieht es mit Spinnen und Schlangen aus?
- Unsere Erfahrung nach 4 Wochen Camping
- Was wir beim nächsten Mal anders machen würden
- Unser Fazit: Lohnt sich Camping in Namibia?
Das erwartet dich im Beitrag
Namibia gehört zu den besten Ländern weltweit für Selbstfahrer-Camping und Dachzeltreisen.
Viele Campsites sind überraschend gut ausgestattet – oft mit Grillplatz, Pool und schönen privaten Stellplätzen.
In der Hauptsaison solltest du beliebte Orte wie Etosha, Spitzkoppe oder Sossusvlei frühzeitig buchen.
Camping spart nicht unbedingt extrem viel Geld, man ist aber deutlich freier und flexibler.
Unser Tipp: Die Mischung aus Camping und Lodges hat uns sehr gut gefallen.
Für wen sich Camping lohnt
Camping in Namibia lohnt sich besonders für dich, wenn du:
- Lust auf Roadtrip und Freiheit hast
- kein Problem mit Staub und Aufbau hast
- gerne selbst fährst
- Natur und Sternenhimmel liebst
- flexibel reisen möchtest
- kein Problem mit Selbstverpflegung hast
- Abgeschiedenheit und Ruhe magst
Namibia ist ein grandioses Land, um mit 4×4 und Dachzelt zu reisen. Viele Campsites sind schöner und komfortabler, als man vorher denkt. Wir waren selbst mehrere Wochen so unterwegs und fanden genau diese Mischung einfach mega: tagsüber fahren, spontan stoppen, abends Lagerfeuer und mitten in der Natur übernachten.
Weniger passend ist es eher, wenn du maximalen Komfort suchst, kein Freund von Camping bist oder nach langen Fahrtagen einfach ins Hotel fallen möchtest. Dann würden wir eher Lodges empfehlen oder Camping mit festen Unterkünften kombinieren (so haben wir es gemacht).

Welche Arten von Camping gibt es?
In Namibia gibt es nicht nur die eine Art zu campen. Je nach Komfort, Budget und Abenteuerlust kommen vor allem diese Varianten infrage:
Dachzelt auf dem 4×4
Der absolute Klassiker in Namibia. Viele Reisende sind mit Geländewagen und Dachzelt unterwegs. Du bist flexibel, kommst fast überall hin und hast alles dabei. Für uns die beste Mischung aus Abenteuer und Freiheit. ☞ Finde hier einen passenden 4×4 mit Dachzelt für Namibia*
Camper / Campingfahrzeug
Eher etwas komfortabler. Du schläfst im Fahrzeug und hast oft mehr Stauraum. Gut, wenn du weniger Lust auf tägliches Auf- und Zuklappen hast. ☞ Finde hier einen passenden Camper für Namibia*
Kombi Lodge & Camping
Für viele wahrscheinlich die beste Lösung. Ein paar Nächte campen, zwischendurch mal Lodge, richtig duschen, entspannen und dann wieder weiter. Würden wir immer wieder genauso machen, denn Namibia hat so viele schöne Unterkünfte. ☞ Unsere schönsten Campsites und Lodges in Namibia
Geführte Campingreise
Wenn du Namibia erleben möchtest, aber nicht selbst mit 4×4 und Dachzelt fahren willst, kann eine geführte Campingreise ideal sein.
Dabei reist du mit Guide und kleiner Gruppe oder im Overland Truck durchs Land. Organisation, Route und Camps übernimmt der Anbieter. Du kannst dich komplett aufs Erlebnis konzentrieren.

Beste Reisezeit zum Campen in Namibia
Für eine Campingreise würden wir persönlich Mai bis Oktober als beste Zeit sehen. Dann ist Trockenzeit in Namibia. Die Temperaturen sind meist angenehmer, es regnet kaum und das Reisen auf Gravel Roads ist dadurch deutlich entspannter.
Gerade fürs Campen sind diese Monate ideal, weil es tagsüber meist angenehm warm ist und man viel draußen sein kann. Nachts kann es – vor allem im namibischen Winter von Juni bis August – allerdings richtig frisch werden. Kuschelpulli, dicke Decken und auch eine Mütze sind dann klar von Vorteil.
Wir waren zuletzt im Juli in Namibia unterwegs und hatten fast durchgängig traumhaft schönes Wetter tagsüber. An der Küste war es natürlich deutlich kälter, die Sonne hat aber trotzdem jeden Tag geschienen.
Die Temperaturunterschiede waren aber recht groß: Im Landesinneren hatten wir tagsüber oft um die 30 °C, rund um Lüderitz und Swakopmund dagegen eher 18 bis 20 °C. Für Namibia würden wir deshalb immer Kleidung für warm und kühl einpacken.
Wärmer und teilweise sogar richtig heiß kann es hingegen in den Monaten November bis April werden. Durch die Regenzeit wird das Land sichtbar grüner, es gibt schönere Wolkenstimmungen und es ist weniger los als in der Hochsaison. Dafür können Hitze, Gewitter oder matschige Straßen je nach Region auch eine Herausforderung darstellen.
☞ Alles zur besten Reisezeit in Namibia findest du hier
Unsere persönliche Empfehlung:
- Mai / Juni → gute Temperaturen, noch nicht zu kalt nachts
- September / Oktober → tolles Wetter, etwas wärmer, gute Reisezeit
Wenn wir nochmal fahren würden, würden wir wahrscheinlich Mai oder Anfang Oktober wählen. Im Juli war es bei uns nachts und morgens teils schon richtig kalt. Mit den ersten Sonnenstrahlen wurde es zwar schnell angenehm, in den Übergangsmonaten lässt sich das aber oft gut umgehen.

Wie gut sind Campsites in Namibia?
Ganz ehrlich: deutlich besser, als wir vorher dachten. Wer bei Camping nur an einfache Plätze ohne jeglichen Komfort denkt, wird in Namibia das eine oder andere Mal positiv überrascht sein.
Viele Campsites sind großzügig angelegt und bieten viel Privatsphäre. Oft hast du deinen eigenen Stellplatz mit Grillstelle, Schattenplatz und genug Abstand zu anderen Reisenden. Gerade das lieben wir an den Campsites in Namibia.
Auch die Sanitäranlagen waren auf vielen Plätzen besser als erwartet. Natürlich gibt es Unterschiede, aber insgesamt hatten wir viele saubere Duschen, gepflegte Toiletten und generell richtig gut organisierte Anlagen.
Dazu kommen tolle Extras, mit denen wir vorher nicht gerechnet hätten: Pools, kleine Bars, Restaurants, Shops, Aussichtspunkte oder richtig schöne Lagen mitten in der Natur. Viele Lodges haben Campsites und als Camper darf man häufig auch die Annehmlichkeiten der Lodge nutzen.
Klar gibt es auch einfachere Plätze, vor allem in Nationalparks oder abgelegenen Regionen. Dafür schläfst du dort oft in einmaliger Lage und bist morgens direkt mittendrin. Es gibt wie immer Vor- und Nachteile.
☞ Campsites in Namibia – Unsere Empfehlungen & Erfahrungen

Was kostet Camping in Namibia?
Camping in Namibia ist insgesamt noch vergleichsweise günstig. Wir haben für Campsites persönlich nie mehr als 480 NAD pro Person gezahlt, also rund 24 €. Die günstigste Übernachtung lag sogar bei nur 210 NAD pro Person (etwa 11 €).
Je nach Lage, Saison und Ausstattung schwanken die Preise natürlich. Besonders bekannte Orte oder sehr schöne private Campsites kosten meist etwas mehr, einfache Plätze unterwegs entsprechend weniger. Für 16 Nächte haben wir zuletzt insgesamt 516 € für Campingplätze ausgegeben.
Was viele vergessen: Beim Camping kommen noch weitere Kosten dazu – vor allem Mietwagen mit Dachzelt, Sprit, Eintritte, Verpflegung und Aktivitäten. Dadurch kann auch eine Campingreise am Ende deutlich teurer werden, als man zunächst denkt. Was unsere Reise im Detail gekostet hat, erfährst du hier: Urlaub in Namibia: So viel kostet eine Rundreise.
Mit diesen Preisen kannst du grob rechnen:
- Low Budget: ca. 10–20 € p.P.
- Mittelklasse: ca. 20–30 € p.P.
- Premium: ca. 40–50 €+ p.P.

Muss man vorbuchen?
Unsere klare Antwort: Ja, zumindest teilweise. Gerade in der Hauptsaison würden wir beliebte Campsites in Namibia definitiv im Voraus reservieren.
Das betrifft vor allem bekannte Orte wie Etosha, Spitzkoppe, Sossusvlei / Sesriem oder besonders schöne private Camps, wie Okonjima oder Ugab Terrace Lodge. Dort sind gute Plätze oft früh ausgebucht – manchmal Monate vorher.
Vor allem in Nationalparks lohnt sich frühes Buchen. Dort gibt es meist nur begrenzte Kapazitäten und die Lage direkt im Park ist natürlich sehr gefragt.
Auf normalen Streckenabschnitten oder bei einfacheren Stopps unterwegs kann man dagegen oft spontaner bleiben. Gerade außerhalb der absoluten Highlights fanden wir Flexibilität trotz Hauptsaison deutlich einfacher.
Wir empfehlen: Die wichtigsten Stationen früh sichern und dazwischen Luft lassen. In der folgenden Tabelle haben wir dir einige der beliebtesten Campingplätze notiert, die du am besten frühzeitig buchen solltest.
| Campsite | Preis p.P. | Buchung |
|---|---|---|
| Waterberg Wilderness | ca. 420 NAD | Homepage |
| Okonjima Campsite | ab 800 NAD | Homepage |
| Etosha Nationalpark (NWR) | ab 460 NAD | Homepage |
| Palmwag Campsite | ca. 250 NAD | Booking.com* |
| Ongongo Waterfall Campsite | ca. 400 NAD | Homepage |
| Ugab Terrace Lodge | ca. 390 NAD | Homepage |
| Sossus Oasis Campsite | ca. 330 NAD | Booking.com* |
| Sesriem Camp (NWR) | ca. 670 NAD | Homepage |
| Spitzkoppe Rest Camp | ca. 300 NAD | Homepage |
| Hobas Campiste (NWR) | ca. 480 NAD | Homepage |
Braucht man zwingend einen 4×4?
Nicht zwingend überall, aber sinnvoll. Viele klassische Routen in Namibia lassen sich auch ohne echten 4×4 fahren. Hauptstraßen, viele Gravel Roads und bekannte Highlights sind oft problemlos erreichbar.
Sobald du aber mehr Freiheit willst, abgelegenere Campsites ansteuerst oder einfach entspannter auf Schotter unterwegs sein möchtest, fanden wir einen 4×4 klar angenehmer. Mehr Bodenfreiheit, robusteres Fahrgefühl und oft automatisch Dachzelt-Ausstattung mit dabei.
Wenn du zum ersten Mal dort bist und eine klassische Route fährst, geht auch ein robuster SUV. Wenn du ohnehin vorhast, mit einem Dachzelt zu reisen, landet man sowieso oft automatisch bei einem 4×4, da die meisten Mietfahrzeuge mit Dachzelt in Namibia genau in diese Kategorie fallen.
☞ Finde hier einen passenden 4×4 mit Dachzelt für Namibia*

Wie läuft Camping mit Dachzelt praktisch ab?
Da wir schon Erfahrung mit Dachzeltreisen hatten, lief bei uns vieles direkt ziemlich eingespielt ab. Aber auch ohne Vorerfahrung kommt man meist schnell rein. Beim Vermieter bekommst du in der Regel alle wichtigen Infos, das Fahrzeug wird erklärt und auch Aufbau, Ausstattung sowie Technik einmal gezeigt.
Auf der Campsite angekommen, suchst du dir deinen Platz, klappst das Dachzelt auf und holst kurz Tisch, Stühle oder Kochsachen raus. Mit etwas Übung dauert das meist keine zehn Minuten. Unsere Wertsachen hatten wir nachts übrigens immer oben mit im Zelt.
Danach beginnt eigentlich der schöne Teil: duschen (wenn möglich), Feuer machen, Sonnenuntergang schauen und einfach draußen sitzen – mit einem Glas Wein und ein paar Snacks. Gerade diese Abende haben wir am meisten geliebt.
Am nächsten Morgen gab es erst einmal Kaffee und Frühstück. Danach wurde gespült und langsam wieder alles verstaut. Marco hat sich meist ums Zelt gekümmert, während ich Lebensmittel, Gasflasche und Geschirr eingeräumt habe.
Klar, etwas mehr Aufwand als im Hotel ist es natürlich schon. Dafür wachst du oft an den schönsten Orten auf und bist mitten in der Natur.

Wie ist ein 4×4 mit Dachzelt ausgestattet?
Viele fragen sich vor der Reise, wie gut ein 4×4 mit Dachzelt eigentlich ausgestattet ist. Wir können dir sagen: erstaunlich gut. Unser Fahrzeug (Toyota Hilux Double Cab) war so ausgestattet, dass wir direkt losfahren konnten, ohne zusätzlich noch viel organisieren zu müssen.
Mit dabei war natürlich alles Wichtige fürs Fahren im Gelände: 4×4-Antrieb, erhöhte Federung, All-Terrain-Reifen, zwei Ersatzräder, großer Tank (60L + 80L), Kompressor, Sandbleche und Recovery-Equipment für schwierige Strecken.
Auch beim Camping war an fast alles gedacht. Wir hatten ein Dachzelt mit Matratze und Bettzeug, eine große Kühlbox, Tisch und Stühle, komplette Küchenausstattung, Gas zum Kochen, Grillzubehör sowie einen Wasserkanister dabei.
Selbst Geschirr, Töpfe, Pfannen, Besteck, Gläser und viele Kleinigkeiten wie Schneidebrett, Korkenzieher oder Spülschüssel waren bereits vorhanden.
Je nach Anbieter unterscheidet sich die Ausstattung natürlich etwas. Wir fanden es aber jedes Mal praktisch, weil man dadurch eigentlich kaum eigenes Equipment braucht und direkt losreisen kann.
☞ Safari Packliste gesucht? Unsere Ausrüstung & Tipps für Afrika-Reisen
Frag vorab nach einer vollständigen Ausstattungsliste. Dann weißt du genau, was du selbst noch mitbringen musst – und was bereits im Fahrzeug liegt.

Camping oder Lodge – was würden wir wählen?
In Namibia würden wir klar zu einer Mischung aus Camping und festen Unterkünften raten. Genau so haben wir es selbst gemacht – viel gecampt und in regelmäßigen Abständen bewusst eine Unterkunft oder Lodge eingebaut.
Wir lieben Camping mit Dachzelt. Man ist eigentlich immer draußen in der Natur, oft an den schönsten Orten mit Lagerfeuer und gigantischem Sternenhimmel. Trotzdem haben wir bewusst regelmäßig feste Unterkünfte eingeplant.
Nach mehreren Nächten im Zelt war es einfach schön, mal wieder in einem richtigen Bett zu schlafen, lange zu duschen, Wäsche zu waschen und essen zu gehen. Diese kleinen „Komfortpausen“ taten immer richtig gut.
Namibia funktioniert aber auch komplett ohne Camping. Es gibt im ganzen Land tolle Unterkünfte, schöne Lodges, Gästehäuser und Camps mit festen Unterkünften. Du kannst Namibia also auch ganz entspannt bereisen, ohne jemals ein Zelt aufzubauen.

Ist Camping in Namibia sicher?
Wir haben uns beim Campen in Namibia immer sehr sicher gefühlt und würden es jederzeit wieder machen. Die meisten offiziellen Campsites sind auf Reisende eingestellt, gut organisiert und meist eingezäunt und/oder betreut. Und auch auf den sehr abgeschiedenen Campsites war das Gefühl nie anders.
Wichtig ist wie überall: Lass keine Wertsachen sichtbar im Auto liegen, räum Kameras, Technik oder Taschen abends weg und schließ Fahrzeug sowie Dachzeltleiterbereich ordentlich ab, wenn du unterwegs bist.
Gerade in Städten oder auf Parkplätzen bei Supermärkten würden wir noch etwas aufmerksamer sein als auf abgelegenen Campsites. Dort passieren erfahrungsgemäß eher kleine Diebstähle als mitten irgendwo in der Natur. Wir haben unsere Wertsachen immer bei uns getragen, wenn wir einkaufen waren.
Aber wenn du normale Vorsicht walten lässt und nicht leichtfertig mit Wertsachen umgehst, hast du in Namibia beim Campen in der Regel wirklich wenig Probleme.
Wir reisen auf Roadtrips seit Jahren mit einem Pacsafe* für Kamera, Laptop, Pässe und andere Wertsachen. Gerade beim Campen oder wenn man das Auto kurz unbeaufsichtigt lässt, gibt uns das unterwegs einfach ein deutlich besseres Gefühl.
Tiere nachts am Zelt/Auto?
Viele stellen sich das in Namibia wilder vor, als es am Ende wirklich ist. Unsere Erfahrung: In den meisten Regionen war das Thema deutlich entspannter als erwartet.
Viele Campsites sind eingezäunt oder klar abgegrenzt. Generell laufen außerhalb von Nationalparks und privaten Reservaten vergleichsweise selten wirklich wilde oder gefährliche Tiere frei herum.
Klar, nachts hört man hier und da mal einen Schakal, vielleicht auch eine Hyäne in der Ferne. Genau das gehört irgendwie dazu und macht ja auch den Reiz aus. So intensiv und wild wie in Botswana ist das Ganze in Namibia aus unserer Sicht aber nicht.
In Namibia musst du nachts normalerweise nicht nervös im Dachzelt liegen und darauf warten, dass plötzlich ein Elefant am Auto steht. Auf den meisten Campsites geht es deutlich entspannter zu. Auch der nächtliche Gang zur Toilette ist meist weniger aufregend.
Es gibt aber natürlich Ausnahmen. Auf der Waterberg Wilderness Campsite wurden wir zum Beispiel ausdrücklich vor Affen gewarnt. Nachts waren dort außerdem erstaunlich viele Honigdachse unterwegs, die lautstark die Mülltonnen geplündert haben. Genau solche Begegnungen kommen vor – sind aber eher die Ausnahme als die Regel.
Wichtig ist vor allem:
- kein Essen offen stehen lassen
- nachts nicht unnötig herumlaufen
- immer Taschenlampe dabeihaben
- Hinweise des Camps beachten

Wie sieht es mit Spinnen und Schlangen aus?
Gerade zu Spinnen, Schlangen und ähnlichen Tieren bekommen wir erstaunlich oft Fragen. Viele machen sich davor ziemlich den Kopf und haben deutlich mehr Angst davor, als es am Ende meist nötig wäre.
Ja, natürlich gibt es diese Tiere in Namibia. Es ist schließlich ein Natur- und Wüstenland. Auf klassischen Reiserouten, offiziellen Campsites und in normalen Unterkünften ist das für die meisten aber viel weniger Thema, als man denkt.
Unsere besten Tipps:
- Schuhe nicht über Nacht draußen stehen lassen
- morgens kurz ausschütteln
- nachts mit Taschenlampe laufen
- nicht blind unter Steine, Holz oder Büsche greifen
- Zelt und Platz ordentlich halten

Unsere Erfahrung nach 4 Wochen Camping
Nach fast vier Wochen Camping würden wir es jederzeit wieder machen. Namibia ist für einen Roadtrip mit Dachzelt einfach ein grandioses Reiseland. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die du vorher wissen solltest.
Lieben wir:
- Wunderschöne Campsites (landschaftlich oft WOW)
- Campsites häufig überraschend günstig
- Meist sehr gute Ausstattung mit sauberen Sanitäranlagen, Grillplätzen und viel Platz
- Lange Strecken waren für uns okay
Sollte man wissen:
- Teilweise war es uns nachts zu kalt im Juli (Winter in Namibia)
- Unbedingt nach zusätzlichen Decken fragen
- Unsere Matratze im Dachzelt war auf Dauer zu unbequem
- Man ist ständig staubig und dreckig (vor allem nach Auf- und Abbau)
Was wir beim nächsten Mal anders machen würden
Auch wenn wir mit unserem Setup insgesamt sehr zufrieden waren, gibt es ein paar Dinge, die wir bei der nächsten Reise anders machen würden.
Ein Hardtop-Dachzelt würden wir definitiv in Betracht ziehen. Diese Modelle lassen sich meist einfach aufklappen, ohne erst Stangen einzusetzen, Planen zu spannen oder zusätzlich etwas aufzubauen. Sie sind oft etwas teurer, sparen aber täglich Zeit und machen den Auf- und Abbau deutlich entspannter.
Außerdem würden wir nicht noch einmal im Winter reisen. Tagsüber war das Wetter zwar immer sommerlich, nachts wurde es für uns aber regelmäßig richtig kalt. Selbst mit zwei Decken war es teilweise grenzwertig. Beim nächsten Mal würden wir eher eine wärmere Reisezeit wählen.
Beim nächsten Mal würden wir wahrscheinlich ein 4×4 mit Kabine testen (z. B. Toyota Hilux Bushcamper). Also ein Fahrzeug, in dem man innen schläft statt im Dachzelt. Gerade bei Kälte, Wind oder mehreren Wochen unterwegs wirkt das extrem angenehm. Man ist schneller aufgebaut, wetterunabhängiger und kann abends auch einfach mal drinnen sitzen und entspannen.

Unser Fazit: Lohnt sich Camping in Namibia?
Für uns ganz klar: Ja. Namibia ist wie gemacht für Roadtrips mit Dachzelt oder Camper und für viele eines der besten Reiseziele weltweit zum Campen. Du bist unglaublich frei unterwegs, wachst oft an spektakulären Orten auf und erlebst die Natur deutlich intensiver als bei einer klassischen Rundreise mit Hotels.
Gerade die Mischung aus endlosen Weiten, wenig Verkehr, guten Campsites und dieser besonderen Ruhe hat Namibia für uns zu einem echten Highlight gemacht. Viele Abende am Lagerfeuer und Sonnenaufgänge direkt vor dem Zelt werden uns wohl noch ziemlich lange in Erinnerung bleiben.
Trotzdem sollte man Camping nicht romantisieren. Lange Fahrstrecken, jede Menge Staub, Wind, kalte Nächte im namibischen Winter und der tägliche Auf- und Abbau gehören definitiv dazu. Das muss man schon mögen.
Würden wir es wieder machen? Natürlich. Allerdings wieder genauso wie zuletzt: viel campen und zwischendurch immer mal eine schöne Lodge oder feste Unterkunft einbauen. Genau diese Mischung aus Abenteuer, Freiheit und Komfort war für uns in Namibia einfach perfekt.
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