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Mietwagen buchen – unsere Tipps aus über 11 Jahren Erfahrung

West Coast National Park in Südafrika Straßen Mietwagen

Elf Jahre, ungefähr drei Platten und noch nie ein Unfall. Das ist unsere Bilanz, seit wir für fast jede Reise einen Mietwagen buchen. Ganz ohne Lehrgeld ging es aber auch bei uns nicht. In Marokko mussten wir für ein zu staubiges Auto zahlen, in Südafrika tauchte plötzlich eine Blitzer-Abbuchung auf unserer Kreditkarte auf und einmal hat unser Kartenlimit nicht für die Kaution gereicht.

Ob auf Madeira, in Jordanien oder im Oman: Mit jeder Reise haben wir dazugelernt. Denn beim Mietwagen zählt nicht nur der Preis. Versicherung, Kaution, Tankregelung und Freikilometer entscheiden oft darüber, ob es am Ende wirklich günstig bleibt.

Damit du gut vorbereitet bist und dir das eine oder andere Missgeschick erspart bleibt, zeigen wir dir in diesem Beitrag, worauf du achten solltest, wenn du einen Mietwagen buchen möchtest. Viel Spaß beim Stöbern!


Werbung: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit billiger-mietwagen.de*. Solche Kooperationen machen wir extrem selten. Weil wir die Plattform aber seit über elf Jahren selbst nutzen, fiel uns die Zusage aber leicht.



Warum sich ein Mietwagen auf Reisen lohnt

Mit einem Mietwagen können wir unsere Route selbst bestimmen, spontan anhalten und auch Orte erreichen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zugänglich sind. Gerade auf Rundreisen möchten wir nicht von Fahrplänen oder organisierten Touren abhängig sein.

Außerdem können wir unser Gepäck unkompliziert mitnehmen und unterwegs jederzeit einen Abstecher einbauen. Viele unserer schönsten Erlebnisse sind genau so entstanden: Wir haben irgendwo ein interessantes Schild entdeckt, sind spontan abgebogen oder einfach dort geblieben, wo es uns besonders gut gefallen hat.

Natürlich braucht man nicht für jede Reise einen Mietwagen. Bei einem reinen Städtetrip lassen wir ihn zum Beispiel meistens stehen. Für Rundreisen und Ziele mit weit auseinanderliegenden Sehenswürdigkeiten ist er für uns aber fast immer ein Must-have.



Kurz gesagt: Darauf kommt es an

Alle Punkte erklären wir dir in den folgenden Kapiteln noch einmal ausführlich.



Das passende Fahrzeug wählen

Bevor wir einen Mietwagen buchen, überlegen wir kurz, was wir auf der Reise überhaupt vorhaben. Wohin geht es? Wie viel Gepäck haben wir dabei? Und wie sind die Straßen? Nicht jedes Auto passt zu jeder Route. Und das günstigste Angebot ist nicht immer automatisch das beste.


Wann solltest du den Mietwagen buchen?

Eine feste Regel gibt es nicht. Außerhalb der Hochsaison sinken die Preise oft sogar, je näher das Reisedatum rückt. In der Hochsaison geht diese Rechnung aber meist nicht auf. Für die Hauptreisezeit raten wir zu einer frühen Reservierung, vor allem bei größeren Fahrzeugen.

⭐️ Unser Tipp: Lieber früh einen Mietwagen buchen, aber mit kostenloser Stornierung. Bei billiger-mietwagen.de* kannst du online bis 36 Stunden und telefonisch bis 24 Stunden vor der Abholung kostenfrei stornieren. Findest du später ein günstigeres Angebot, buchst du einfach neu.


Welche Fahrzeugklasse passt?

Du buchst in der Regel eine Fahrzeugkategorie und kein bestimmtes Modell. „Oder ähnlich“ heißt: Du bekommst ein Auto mit denselben wichtigen Merkmalen wie Sitzplätzen, Türen und Getriebe, aber nicht unbedingt die abgebildete Marke.

Diese drei Fragen solltest du dir vorab stellen:

  • Wie viel Gepäck habt ihr? Plane nicht nur nach Personenzahl, sondern auch nach Koffern.
  • Welche Straßen erwarten dich? Auf Schotterpisten, in abgelegenen Regionen oder bei schwierigen Straßen kann ein Fahrzeug mit mehr Bodenfreiheit sinnvoll sein.
  • Wie viele Stunden sitzt ihr täglich im Auto? Auf langen Strecken zahlt sich mehr Komfort aus.


Mietwagen buchen mit Automatik oder Schaltung?

In Europa sind Schaltwagen noch Standard, in den USA fährt dagegen fast jeder Automatik. Willst du Automatik fahren, musst du sie bei der Buchung gezielt auswählen. Das Getriebe gehört nämlich zur Fahrzeugklasse, die du buchst.

Automatik kostet oft etwas mehr, macht die Fahrt aber deutlich entspannter. Vor allem im Linksverkehr, in Großstädten und auf bergigen Strecken. Das Europäische Verbraucherzentrum empfiehlt für bergige Straßen sogar Automatik, weil Vermieter Kupplungsschäden häufig in Rechnung stellen (Quelle).


Abholung am Flughafen oder in der Stadt?

Wenn wir einen Mietwagen buchen, holen wir ihn meistens direkt am Flughafen ab. So können wir nach der Landung gleich losfahren. Dafür berechnen Vermieter zwar oft einen Standortzuschlag, der steckt aber meist schon im angezeigten Preis.

Teurer ist der Flughafen trotzdem nicht automatisch, weil die Preise je nach Auslastung der Station schwanken. Vergleich also beide Varianten und rechne die Anfahrt zur Stadtstation mit ein.

Achte unbedingt auch auf die Öffnungszeiten, vor allem bei einer späten Landung oder einer sehr frühen Rückgabe. Eine Abholung außerhalb der regulären Zeiten kann oft Extrakosten verursachen.

Wichtig ist auch, wo genau die Station liegt. Manche Vermieter haben ihren Schalter direkt im Terminal, andere erreichst du nur mit einem kostenlosen Shuttlebus. Die Busse fahren meist alle 15 bis 30 Minuten und brauchen in der Regel höchstens 15 Minuten bis zur Station.

So ein Shuttle kann sich auch lohnen. Wir haben schon oft erlebt, dass Angebote mit Shuttle günstiger sind als die Abholung direkt im Terminal. Plane bei der Rückgabe aber genügend Zeit für die Fahrt zurück zum Terminal ein.



Einwegmiete oder gleiche Rückgabestation?

Bei einer Einwegmiete gibst du den Mietwagen an einem anderen Ort zurück. Das kann bei einer Rundreise viel Zeit sparen, kostet aber häufig eine zusätzliche Gebühr. Ein typisches Beispiel ist eine Südafrika-Rundreise von Johannesburg nach Kapstadt. Statt die gesamte Strecke zurückzufahren, gibst du den Mietwagen einfach in Kapstadt ab.

In anderen Ländern kann es auch sein, dass eine Rückgabe an einem anderen Ort gar nicht erst möglich ist. Willst du einen Mietwagen als Einwegmiete buchen, prüf vorher, ob deine geplante Strecke erlaubt überhaupt ist und welche Kosten am Ende für dich entstehen.


Anbieter und Preise vergleichen

Du kannst deinen Mietwagen entweder direkt bei einer Autovermietung oder über ein Vergleichsportal buchen. Wir nutzen in den meisten Fällen ein Vergleichsportal. So sehen wir direkt, welche Anbieter verfügbar sind und welche Leistungen im Preis enthalten sind.

Dabei tauchen manchmal mehrere Firmennamen auf:

  • Das Vergleichsportal zeigt dir die verschiedenen Angebote.
  • Der Vermittler wickelt die Buchung ab.
  • Der Vermieter vor Ort übergibt dir das Auto.

Welcher Vermieter am Ende das Fahrzeug bereitstellt, steht in den Buchungsunterlagen.


Direkt beim Vermieter oder über ein Vergleichsportal?

Wir vergleichen vor jeder Buchung verschiedene Angebote. Dabei schauen wir aber nicht nur auf den Preis. Auch Versicherung, Bewertung, Kaution, Tankregelung und Freikilometer müssen passen.

Gerade die Bewertungen des Vermieters vor Ort solltest du dir genau anschauen, vor allem bei sehr günstigen Angeboten. Wir empfehlen dir, zusätzlich Seiten wie Google, Trustpilot oder Tripadvisor zu prüfen. Dort siehst du schnell, ob ein Vermieter durch Ärger auffällt.

Eine direkte Buchung beim Vermieter kann sich ebenfalls lohnen. Das ist unserer Erfahrung nach aber nicht automatisch günstiger. Vergleichen lohnt sich also immer.



Unsere Erfahrungen mit billiger-mietwagen.de

Seit über elf Jahren nutzen wir überwiegend billiger-mietwagen.de*. Rund 95 % unserer Mietwagen buchen wir mittlerweile über diese Plattform. Natürlich gibt es auch andere gute Vergleichsportale. Wir haben mit billiger-mietwagen.de bisher aber sehr gute Erfahrungen gemacht.

Die Seite ist einfach und verständlich aufgebaut. Mit wenigen Klicks kannst du alles auswählen, was dir wichtig ist, zum Beispiel Vollkasko ohne Selbstbeteiligung, eine faire Tankregelung oder unbegrenzte Kilometer. Am Flughafen kannst du außerdem filtern, ob die Station im Terminal liegt. So bleiben nur Angebote übrig, die auch wirklich passen.

Richtig gut finden wir zudem die Suchfunktion in den Mietbedingungen. Damit findest du schnell die Punkte, die dir wichtig sind, ohne das ganze Kleingedruckte komplett durchlesen zu müssen.

Dazu kommt die Flexibilität. Jeden Mietwagen, den du über billiger-mietwagen.de buchst, kannst du kostenlos stornieren: online bis 36 Stunden und telefonisch bis 24 Stunden vor der Abholung. So kannst du früh buchen und bleibst trotzdem flexibel.

Auch die App wollen wir an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen. Damit hast du alle Buchungen immer auf dem Handy dabei, kannst Preise vergleichen und erhältst exklusive Deals. Außerdem siehst du dort deine gesammelten Treuepunkte und kannst sie gegen Gutscheine eintauschen.

Und falls doch mal Fragen auftauchen, erreichst du den Kundenservice täglich von 8 bis 20 Uhr per Telefon. Für uns ist billiger-mietwagen.de* deshalb auch nach elf Jahren die erste Adresse, wenn wir einen Mietwagen buchen wollen.



Mietwagen richtig versichern

Das Thema Versicherungen macht nie wirklich Spaß. Trotzdem ist es der wichtigste Punkt, wenn du einen Mietwagen buchen möchtest. Denn der günstigste Tarif bringt dir wenig, wenn du nach einem Schaden plötzlich mehrere Tausend Euro selbst zahlen musst. Deshalb solltest du dir Zeit nehmen und ganz genau hinschauen.


Vollkasko mit oder ohne Selbstbeteiligung?

Wir buchen unseren Mietwagen immer mit Vollkasko- und Diebstahlschutz ohne Selbstbeteiligung. So bleibt das finanzielle Risiko im Schadensfall möglichst gering.

Bei einem Tarif mit Selbstbeteiligung musst du einen Teil des Schadens selbst bezahlen. Wie hoch dieser Betrag ist, steht in den Mietbedingungen. Die Selbstbeteiligung kann je nach Angebot mehrere Hundert oder sogar Tausend Euro betragen.


Was bedeutet „Rückerstattung der Selbstbeteiligung“?

„Ohne Selbstbeteiligung“ und „Rückerstattung der Selbstbeteiligung“ sind nicht ganz dasselbe. Bei einer Rückerstattung zahlst du die Selbstbeteiligung zunächst an den Vermieter vor Ort, meist aus deiner Kaution. Anschließend reichst du alle Unterlagen beim Vermittler oder Versicherer ein und bekommst den Betrag zurück.

Bewahre dafür unbedingt den Mietvertrag, das Schadensprotokoll, Rechnungen und Zahlungsbelege auf. Welche Unterlagen genau benötigt werden, findest du in den Versicherungsbedingungen.

Übrigens: Auch ohne Selbstbeteiligung zahlst du nicht in jedem Fall gar nichts. Schäden, die vom Schutz ausgeschlossen sind, und manche Gebühren des Vermieters musst du trotzdem selbst tragen.



Haftpflicht und Deckungssumme

Die Haftpflicht zahlt Schäden, die du anderen Personen oder Fahrzeugen zufügst. Vor allem außerhalb Europas sind die gesetzlichen Deckungssummen oft deutlich niedriger als bei uns. Wir achten deshalb auf eine Haftpflichtdeckung von mindestens einer Million Euro. Mehr ist natürlich besser.

Ist die Haftpflicht deines Mietwagens zu niedrig, kann eine sogenannte Mallorca-Police zusätzlich von Vorteil sein. Sie hebt den Schutz meist auf die Deckungssumme deiner eigenen Kfz-Versicherung. Und keine Sorge: Trotz des Namens gilt sie nicht nur auf Mallorca, sondern in der Regel in ganz Europa. Wo genau, steht in deinen Versicherungsbedingungen.

Schau am besten zuerst nach, ob du schon eine hast. Oft steckt sie bereits in deiner Kfz-Versicherung. Hast du kein eigenes Auto, kannst du sie häufig über deine Privathaftpflicht abschließen. Für Reisen außerhalb Europas gibt es etwas Ähnliches, meist heißt das Traveller-Police.

‼️ Wichtig: Die Mallorca-Police zahlt nur Schäden, die du anderen zufügst. Schäden am Mietwagen selbst sind darüber nicht versichert.


Sind Glas, Reifen und Unterboden versichert?

Glas, Reifen, Felgen, Dach und Unterboden sind nicht in jedem Tarif automatisch mitversichert. Wir achten deshalb darauf, dass sie im Schutz enthalten sind.

Gerade auf langen Rundreisen oder schlechten Straßen ist ein Steinschlag oder ein kaputter Reifen schnell passiert. Und das kann richtig teuer werden. Auch die Verbraucherzentrale rät, Reifen, Felgen, Unterboden, Dach und Steinschläge mit abzusichern.


Typische Ausschlüsse

Auch eine Vollkasko ohne Selbstbeteiligung deckt nicht alles. Schäden an Glas, Reifen, Dach und Unterboden sind nicht automatisch enthalten. Prüf deshalb vor der Buchung, ob diese Teile im Angebot inkludiert sind.

Häufig ausgeschlossen sind außerdem zum Beispiel:

  • Schäden durch falsches Tanken
  • verlorene Autoschlüssel
  • Schäden im Innenraum
  • Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss
  • Fahrten durch Personen, die nicht als Zusatzfahrer eingetragen sind
  • grob fahrlässig verursachte Schäden
  • gestohlenes Gepäck

Vorsicht auch bei Schotterpisten. Ob du auf unbefestigten Straßen fahren darfst, steht in den Mietbedingungen. Fährst du dort ohne Erlaubnis, greift die Versicherung im Schadensfall nicht.

Lies deshalb immer die Mietbedingungen, auch wenn es keinen Spaß macht. Gerade in Ländern wie Namibia, Südafrika, Oman oder Island gelten oft besondere Regeln für Schotterpisten, Sand, Wasser oder Vulkanasche.



Zusatzversicherung am Schalter: ja oder nein?

Das passiert auch uns hin und wieder: Du hast deinen Mietwagen schon mit Vollkasko gebucht. Trotzdem sagt man dir am Schalter, du brauchst noch eine weitere Versicherung. Bist du schon ohne Selbstbeteiligung versichert, brauchst du sie in der Regel aber nicht.

‼️ Wichtig: Der Mietvertrag gilt erst, wenn du am Schalter unterschreibst. Was dort drinsteht, zählt. Lies ihn deshalb in Ruhe durch, bevor du unterschreibst und lass dich nicht stressen.

Unsere Tipps:

  • Halte deine Buchungsbestätigung parat. Darauf steht, wie du versichert bist.
  • Bist du schon ohne Selbstbeteiligung versichert, sag einfach Nein zur Zusatzversicherung.
  • Lass dich vor Ort bloß nicht hetzen.
  • Wirst du trotzdem gedrängt, schreib das als Notiz in den Vertrag.

Eine Ausnahme: Sind Glas, Reifen, Dach oder Unterboden in deinem Paket nicht versichert, kann ein Zusatzschutz hier sinnvoll sein. Vergleich dann aber in Ruhe, was er kostet und was er abdeckt.


Kaution, Kreditkarte und Bezahlung

Bei fast jeder Anmietung musst du eine Kaution hinterlegen. Damit sichert sich der Vermieter ab, falls das Fahrzeug beschädigt, zu spät zurückgegeben oder nicht vollgetankt wird. Oft sind das mehr als 1.000 Euro.

Die Kaution wird meistens nicht abgebucht, sondern auf deiner Kreditkarte geblockt. Nach der Rückgabe gibt der Vermieter den Betrag wieder frei. Wie schnell er danach verfügbar ist, hängt auch von deiner Bank ab.

Richtig praktisch finden wir dabei einen Filter bei billiger-mietwagen.de*: Möchtest du nicht so viel Geld blocken lassen, kannst du gezielt nach Angeboten ohne Kaution oder mit einer Kaution von maximal 500 Euro suchen. Das hilft vor allem, wenn dein Kreditkartenlimit knapp ist.


Wie hoch ist die Kaution?

Die Höhe hängt vom Vermieter, dem Fahrzeug und deinem gebuchten Versicherungsschutz ab. Den genauen Betrag findest du in den Mietbedingungen und auf deinem Voucher.

Prüfe unbedingt vorher, ob dein Kartenlimit ausreicht. Der Betrag muss zusätzlich zu deinen normalen Ausgaben im Urlaub bei Abholung verfügbar sein.

Das ist uns selbst schon passiert. Unsere Karte war nicht ausreichend gedeckt und wir konnten die Kaution nicht hinterlegen. Am Ende mussten wir vor Ort eine Option ohne Kaution buchen, gegen eine Zusatzgebühr, die alles andere als günstig war.



Die Kreditkarte muss zum Hauptfahrer gehören

Die Kreditkarte für die Kaution muss meistens auf den Namen des Hauptfahrers ausgestellt sein. Die Karte deines Partners oder einer anderen mitreisenden Person wird häufig nicht akzeptiert.

Nimm die Karte im Original (nicht nur im Handy-Wallet) mit und merke dir auch die PIN. Kannst du keine passende Kreditkarte vorlegen, darf der Vermieter die Herausgabe des Fahrzeugs verweigern.


Wird auch eine Debitkarte akzeptiert?

Einige Vermieter akzeptieren mittlerweile Debitkarten. Das ist aber noch längst nicht überall der Fall. Prüfe deshalb bereits bei der Buchung, welche Karte für die Kaution benötigt wird.

Ob auf deiner Karte „Debit“ oder „Credit“ steht, findest du meistens auf der Vorder- oder Rückseite. Als einfache Faustregel gilt: Werden deine Zahlungen direkt vom Konto abgebucht, handelt es sich meistens um eine Debitkarte. Erfolgt die Abrechnung gesammelt einmal im Monat, ist es in der Regel eine klassische Kreditkarte.

‼️ Wichtig: Die Bezahlung des Mietwagens und die Hinterlegung der Kaution sind zwei verschiedene Dinge. Du kannst den Mietpreis meist per PayPal oder Debitkarte bezahlen und brauchst bei der Abholung trotzdem eine klassische Kreditkarte.

Hast du keine Kreditkarte, solltest du gezielt nach einem Angebot suchen, bei dem eine Debitkarte akzeptiert wird oder keine Kreditkarte erforderlich ist. Verlasse dich dabei unbedingt auf die Bedingungen deiner Buchung und nicht auf allgemeine Aussagen des Vermieters.


Probleme mit der Kreditkarte vor Ort

Probleme mit der Kreditkarte hatten wir leider schon mehrfach. Bei einer Reise hatte eine Freundin nur eine Debitkarte dabei, die der Vermieter nicht akzeptierte. Auch hier konnten wir das Auto nur gegen eine hohe Zusatzgebühr ohne Kaution übernehmen.

Besonders dubios war unsere Erfahrung in Marokko. Der lokale Vermieter behauptete, unsere Kreditkarte könne nicht für die Kaution genutzt werden. Als einzige Lösung bot er uns eine kostenpflichtige Zusatzversicherung an.

Weil wir endlich losfahren wollten, bezahlten und unterschrieben wir. Auf unsere spätere Beschwerde reagierte der Vermieter einfach nicht. Heute würden wir direkt vor Ort unsere Bank und den Vermittler anrufen und uns die Ablehnung der Kreditkarte schriftlich bestätigen lassen.

Hast du eine zweite Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers dabei, versuche es damit. Klärt sich das Problem trotzdem nicht, musst du eben abwägen: die Zusatzgebühr bezahlen oder einen anderen Vermieter suchen. Unterschreibst du den neuen Vertrag, sind deine Chancen auf eine spätere Erstattung oft gering.

Bist du auf das Fahrzeug angewiesen und bezahlst trotzdem, dokumentiere den Vorfall so gut wie möglich. Vermerke im Vertrag, dass du der Zusatzversicherung nicht freiwillig zugestimmt hast, und lass dir eine Kopie geben. Eine Erstattung ist dadurch zwar auch nicht garantiert, du hast später aber zumindest einen Nachweis.


Gebühren und Extras im Blick behalten

Der angezeigte Mietpreis ist nicht immer der endgültige Preis. Einige Angebote wirken zunächst günstig, werden durch Zusatzgebühren aber schnell deutlich teurer. Schau dir deshalb vor der Buchung immer die Mietbedingungen an.


Beispiel: 1 Woche Island im März (günstigstes Angebot)


Gleiches Angebot mit besseren Leistungen


Tankregelung

Wenn wir einen Mietwagen buchen, wählen wir immer die Tankregelung voll/voll. Du übernimmst den Mietwagen mit vollem Tank und gibst ihn ebenfalls vollgetankt zurück. So bezahlst du nur den Kraftstoff, den du tatsächlich verbrauchst.

Bei der Regelung „voll/leer“ bezahlst du die erste Tankfüllung meistens direkt beim Vermieter. Nicht verbrauchter Kraftstoff wird aber nicht erstattet. Zusätzlich kann eine Servicegebühr anfallen.


Begrenzte oder unbegrenzte Kilometer

Bei einigen Angeboten ist nur eine bestimmte Anzahl an Kilometern enthalten. Jeder weitere Kilometer kostet dann extra. Für Rundreisen wählen wir deshalb immer unbegrenzte Kilometer. Bei kurzen Fahrten kann ein begrenztes Kilometerpaket reichen. Überschlage vorher grob deine geplante Strecke und rechne etwas Puffer dazu.


Zusatzfahrer

Möchte noch jemand den Mietwagen fahren, muss diese Person als Zusatzfahrer eingetragen werden. Dafür fällt je nach Angebot eine Gebühr an. Lass niemals eine nicht eingetragene Person fahren. Kommt es zu einem Unfall, kann es große Probleme mit dem Versicherungsschutz geben.



Alter des Fahrers

Viele Vermieter verlangen ein bestimmtes Mindestalter oder eine gewisse Fahrpraxis. Bist du unter 25 Jahren fällt häufig eine zusätzliche Gebühr an. Teilweise gelten auch Einschränkungen für ältere Fahrer oder bestimmte Fahrzeugklassen. Gib das Alter des Fahrers deshalb immer korrekt bei deiner Suche an.


Kindersitz, Navi und weitere Extras

Du kannst Kindersitze, Navigationsgeräte, Schneeketten und weitere Extras meist gegen Aufpreis dazubuchen. Vergleiche den Preis vorher, denn über mehrere Tage kann da ordentlich was zusammenkommen.

Ein Navi benötigen wir inzwischen nicht mehr. Dafür nutzen wir Google Maps oder eine andere Karten-App auf dem Smartphone. Die Karten laden wir vor der Reise zusätzlich offline herunter.


Grenzübertritte und Fähren

Möchtest du mit dem Mietwagen eine Landesgrenze überqueren oder eine Fähre nutzen, musst du das vorher in den Mietbedingungen prüfen. Nicht jeder Vermieter erlaubt das. Teilweise ist eine Anmeldung notwendig oder es fällt eine zusätzliche Gebühr an.

Fährfahrten und bestimmte Länder können auch vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sein. Alle geplanten Grenzübertritte sollten deshalb schriftlich in den Unterlagen stehen.



Stornierung und No-Show

Achte darauf, wie lange du die Buchung kostenlos stornieren kannst. Wir wählen möglichst einen flexiblen Tarif, falls sich unsere Reisepläne spontan noch ändern.

Erscheinst du zu spät oder gar nicht an der Station, kann die Buchung als No-Show gelten. Dann ist der Mietwagen möglicherweise nicht mehr verfügbar und der bereits bezahlte Betrag wird je nach Tarif nicht erstattet. Informiere bei einer größeren Verspätung deshalb sofort den Vermieter oder Vermittler.

Das ist uns dieses Jahr erst passiert. Wegen einer Autobahnsperrung haben wir unseren Flug nach Madeira verpasst und sind erst am nächsten Tag mit einem neuen Flug auf die Insel gekommen. Wir haben sofort bei der Mietwagenfirma angerufen und Bescheid gesagt. Das war überhaupt kein Problem.


Bei der Abholung

Plane für die Abholung etwas Zeit ein. Auch wenn du nach dem Flug schnell los möchtest, solltest du den Vertrag und das Fahrzeug ganz in Ruhe prüfen.


Diese Dokumente brauchst du

Folgende Dokumente musst du bei Abholung am Schalter vorzeiegn:

  • Führerschein im Original. Er muss gültig sein.
  • Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers und die PIN.
  • Personalausweis oder Reisepass (je nach Reiseland).
  • Buchungsbestätigung (Voucher), digital oder ausgedruckt.

‼️ Wichtig: Nimm die Originale mit. Fotos oder Scans von Führerschein, Ausweis und Kreditkarte werden am Schalter meist nicht akzeptiert. Auch Apple Pay oder virtuelle Karten reichen für die Kaution meist nicht aus. Soll noch jemand fahren, muss auch diese Person bei Abholung vor Ort sein und ihren Führerschein vorzeigen.



Brauchst du einen internationalen Führerschein?

Das hängt vom Reiseland ab. Innerhalb der EU reicht der deutsche Führerschein normalerweise aus. In einigen Ländern außerhalb Europas ist zusätzlich ein internationaler Führerschein vorgeschrieben oder zumindest empfehlenswert.

Der internationale Führerschein ist nur eine Übersetzung und gilt nicht allein. Du musst deshalb immer auch deinen deutschen Führerschein dabeihaben.

Schau deshalb rechtzeitig nach, was in deinem Reiseland gilt. Den internationalen Führerschein bekommst du bei der Führerscheinstelle deines Wohnorts. In manchen Orten nimmst du ihn direkt mit, anderswo brauchst du erst einen Termin. Kümmer dich also lieber nicht erst in der Woche vor dem Abflug darum.

⭐️ Unser Tipp: Speichere den Voucher und die Versicherungsunterlagen zusätzlich offline auf deinem Smartphone. So kannst du auch ohne Internetverbindung darauf zugreifen. Die Originaldokumente ersetzt das natürlich aber nicht.


Vertrag und gebuchte Leistungen prüfen

Vergleiche den Mietvertrag vor der Unterschrift mit deinem Voucher. Fahrzeugklasse, Mietdauer, Tankregelung, Kilometer und Versicherungen sollten mit deiner Buchung übereinstimmen.

Achte auch darauf, ob zusätzliche Leistungen oder Versicherungen eingetragen wurden. Unterschreibe nichts, was du nicht verstehst. Frag hier lieber noch einmal nach.


Verkaufsgespräche am Schalter

Am Schalter werden, wie bereits erwähnt, häufig zusätzliche Versicherungen oder Upgrades angeboten. Das muss nicht automatisch schlecht sein, ist aber oft nicht notwendig.

Prüfe zuerst, welchen Schutz du bereits gebucht hast. Lass dich nicht unter Druck setzen und stimme keinem Aufpreis zu, ohne genau zu wissen, wofür du bezahlst.


Vorschäden dokumentieren

Bevor du losfährst, schau dir das Auto genau an, innen und außen. Jeden Kratzer und jede Delle lässt du im Übergabeprotokoll eintragen und vom Mitarbeiter bestätigen.

Vergiss dabei nicht die Stellen, auf die man eher selten schaut, zum Beispiel das Dach. Es gibt Fälle, in denen Vermieter genau dort nachträglich Schäden berechnet haben. Entdeckst du später noch einen Schaden, melde ihn sofort.

Zusätzlich machst du Fotos oder ein kurzes Video vom ganzen Auto, auch vom Innenraum. Fotografiere zudem auch den Tank- und Kilometerstand. Lösche diese Aufnahmen nicht vor der vollständigen Freigabe deiner Kaution.

Kontrolliere unbedingt:

  • Lack und Stoßstangen
  • Scheiben und Spiegel
  • Reifen und Felgen
  • Dach und Unterboden, soweit sichtbar
  • Innenraum und Sitze

Übrigens: Wenn deine gebuchte Fahrzeugklasse vor Ort nicht verfügbar ist, bekommst du Du in der Regel kostenlos ein größeres Auto. Für so ein Upgrade solltest du allerdings nichts zahlen müssen.


Fahrzeug kurz kontrollieren

Bevor du losfährst, teste kurz Licht, Blinker, Klimaanlage und Scheibenwischer. In abgelegenen Regionen schauen wir außerdem nach, ob Ersatzrad, Wagenheber und Werkzeug an Bord sind.

Frag am besten auch gleich, welchen Sprit das Auto braucht und wie Tankdeckel und Handbremse funktionieren. Bei einem fremden Auto sucht man sonst gern mal an der Tankstelle nach dem richtigen Hebel.

⭐️ Unser Tipp: Fahre nicht vom Gelände, bevor alle Schäden dokumentiert und offene Fragen geklärt sind. Nachträglich lässt sich nur schwer beweisen, dass ein Schaden bereits vorhanden war.



Unterwegs: Panne, Unfall und Co.

Auch unterwegs kann immer etwas passieren. Speichere dir deshalb direkt nach der Abholung die Notfallnummer des Vermieters. Du findest sie meistens im Mietvertrag, auf dem Voucher oder am Schlüsselanhänger.

In all den Jahren hatten wir zum Glück nur wenige Pannen, ungefähr dreimal einen Platten. Einen Unfall oder einen Schaden am Mietwagen hatten wir bisher noch nie.


Was tun bei einer Panne?

Bring dich und deine Mitfahrer zuerst in Sicherheit: Warnblinker an, Warnweste an, raus aus dem Verkehr. Dann rufst du die Pannenhilfe des Vermieters an.

‼️ Wichtig: Beauftrag keine Werkstatt und keinen Abschleppdienst auf eigene Faust. Sonst kann es sein, dass du auf den Kosten sitzen bleibst. Bewahr außerdem alle Belege auf, zum Beispiel für Taxi oder Hotel.



Unfall

Sichere die Unfallstelle ab und leiste Erste Hilfe, falls jemand verletzt ist. Danach informierst du sofort den Vermieter. Klär mit ihm, ob die Polizei kommen muss. Im Zweifel ruf sie, denn viele Vermieter verlangen für die Versicherung einen Polizeibericht.

Füll mit dem Unfallgegner den Europäischen Unfallbericht aus. Das Formular liegt meist im Handschuhfach. Mach Fotos von der Unfallstelle und den Schäden. Und ganz wichtig: Unterschreib nichts, was du nicht verstehst und gib kein Schuldeingeständnis ab.

Bist du wieder zu Hause, hilft dir der Zentralruf der Autoversicherer, die Versicherung des Unfallgegners zu finden: 0800 250 260 0, aus dem Ausland +49 40 300 330 300.


Strafzettel

Wirst du geblitzt oder falsch geparkt, landet der Strafzettel beim Vermieter. Der gibt deine Daten an die Behörde weiter oder zahlt das Bußgeld und holt es sich von dir zurück. Dazu kommt fast immer eine Bearbeitungsgebühr. Manchmal wird sie ohne Vorwarnung direkt von deiner Kreditkarte abgebucht.

Genau so war es bei uns in Südafrika. Auf unserer Kreditkarte tauchte plötzlich eine Abbuchung auf. Erst auf Nachfrage haben wir erfahren, dass wir wohl irgendwo geblitzt wurden.


Maut

In vielen Ländern wird die Maut nur noch elektronisch erfasst, zum Beispiel auf einigen Autobahnen in Portugal. Viele Mietwagen haben deshalb eine Mautbox. Die Gebühren bekommst du nach der Rückgabe vom Vermieter in Rechnung gestellt.

Fährst du ohne Box über eine Mautstrecke und zahlst nicht selbst, zahlt der Vermieter und holt sich das Geld von dir. Frag deshalb bei der Abholung, wie die Maut bei deinem Auto abgerechnet wird.


Rückgabe des Mietwagens

Gib das Auto möglichst während der Öffnungszeiten zurück und lass es gemeinsam mit einem Mitarbeiter prüfen. Am Ende bekommst du meist ein Rückgabeprotokoll. Darin steht, dass das Auto ohne neue Schäden zurückgegeben wurde. Gibst du außerhalb der Öffnungszeiten ab, zum Beispiel per Schlüsselbox, fehlt dir dieser Nachweis.

Mach außerdem auch wieder eigene Fotos und/oder ein Video vom ganzen Auto, auch vom Innenraum. Fotografier erneut die Tankanzeige und den Kilometerstand. So kannst du später beweisen, in welchem Zustand du das Auto abgegeben hast.

Tank kurz vor der Rückgabe in der Nähe der Station voll, damit keine Betankungsgebühr anfällt. Entferne außerdem Müll und gib das Fahrzeug einigermaßen sauber zurück. Eine normale Verschmutzung lässt sich auf einer Reise kaum vermeiden. Bei sehr viel Sand, Staub oder Schlamm kann der Vermieter aber eine zusätzliche Reinigungsgebühr verlangen.

Das ist uns ebenfalls in Marokko passiert. Wir hatten die entsprechende Regelung im Kleingedruckten überlesen. Dem Vermieter war das Auto bei der Rückgabe zu staubig und wir mussten direkt eine zusätzliche Reinigungsgebühr bezahlen. Seitdem investieren wir vor der Rückgabe lieber ein paar Münzen in den Staubsauger und wischen stärkere Verschmutzungen im Innenraum kurz weg.

Achte auch auf die Uhrzeit. Ein Miettag hat 24 Stunden. Die meisten Vermieter tolerieren nur etwa 30 Minuten Verspätung. Bist du später dran, kann ein weiterer Miettag fällig werden. Plan deshalb vor dem Rückflug genug Zeit ein, vor allem wenn du noch mit dem Shuttle zum Terminal musst.

Kontrollier nach der Reise deine Kreditkartenabrechnung. Wird die Kaution nicht freigegeben oder taucht eine unerwartete Belastung auf, meld dich sofort beim Vermieter und bei deinem Buchungsportal. Deine Unterlagen und Fotos solltest du dewesegen nicht direkt nach der Reise löschen.


Mietwagen buchen – unser Fazit

Seit über elf Jahren sind wir fast nur noch mit dem Mietwagen unterwegs. In der Zeit hatten wir zum Glück nur ein paar Platten und noch nie einen Unfall. Das liegt bestimmt auch an etwas Glück. Vor allem aber daran, dass wir vor jeder Buchung genau hinschauen.

⭐️ Unser wichtigster Tipp: Buch immer ohne Selbstbeteiligung und nimm dir bei der Abholung ein genügend Zeit. Das spart dir im Urlaub viel Ärger und Geld.

Du hast ja nun mitbekommen, dass wir mit billiger-mietwagen.de* super zufrieden sind. Wenn du deinen nächsten Mietwagen suchst, schau dort gern mal rein. Mit wenigen Klicks findest du dort richtig gute Angebote.

Und jetzt du: Was sind deine Erfahrungen mit Mietwagen? Schreib es uns gern in die Kommentare.


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