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Madeira Rundreise in 7 Tagen – Die perfekte Route mit dem Mietwagen

Porto Moniz Aussicht

Madeira Rundreise in 7 Tagen – reicht das überhaupt aus? Unsere Antwort: Ja, auch wenn eine Woche viel zu kurz ist, um wirklich jede Ecke der Insel kennenzulernen. Mit der richtigen Route kannst du in sieben Tagen trotzdem viele der schönsten Orte, beeindruckende Wanderungen und spektakuläre Aussichtspunkte entdecken.

Genau das haben wir auf unserer Reise gemacht. Statt die ganze Woche an einem Ort zu bleiben, sind wir mit dem Mietwagen über die Insel gefahren und haben in verschiedenen Regionen übernachtet. So konnten wir längere Fahrzeiten vermeiden und Madeira ganz entspannt erkunden.

In diesem Beitrag zeigen wir dir unsere Empfehlung für eine Madeira Rundreise in 7 Tagen. Freu dich auf beeindruckende Aussichtspunkte, spektakuläre Wanderungen, charmante Küstenorte, natürliche Lavapools und viele persönliche Tipps aus unserer eigenen Reise.

Außerdem verraten wir dir, wo wir übernachten würden, wie viele Kilometer dich erwarten und worauf du bei der Planung achten solltest. Viel Spaß beim Stöbern!



Für wen ist diese Madeira Rundreise geeignet?

Unsere Madeira Rundreise in 7 Tagen richtet sich an alle, die in einer Woche möglichst viele Facetten der Insel kennenlernen möchten. Statt nur an einem Ort zu übernachten, erkundest du verschiedene Regionen Madeiras und erlebst sowohl die beeindruckende Bergwelt als auch die raue Nordküste, charmante Küstenorte und die lebendige Hauptstadt Funchal.

Die Route eignet sich besonders für dich, wenn du:

  • möglichst viele Highlights in einer Woche sehen möchtest,
  • gerne mit dem Mietwagen unterwegs bist,
  • Wanderungen und Natur liebst,
  • eine gute Mischung aus Aktivurlaub, Sightseeing und Erholung suchst,
  • nichts dagegen hast, alle zwei bis drei Tage die Unterkunft zu wechseln.

Weniger geeignet ist diese Route, wenn du einen klassischen Badeurlaub planst oder jeden Tag entspannt am Pool verbringen möchtest. In diesem Fall würden wir dir empfehlen, länger an einem Ort zu bleiben und von dort aus einzelne Tagesausflüge zu unternehmen.



Madeira Rundreise – Reiseroute & Dauer

Plane für diese Madeira Rundreise in 7 Tagen mindestens eine Woche ein. Auch wenn Madeira auf der Karte recht klein wirkt, solltest du die Entfernungen nicht unterschätzen. Durch die vielen Serpentinen, Berge und kurvenreichen Straßen dauern selbst kurze Strecken oft deutlich länger als gedacht.

Mit sieben Tagen bekommst du trotzdem einen richtig guten Eindruck von der Insel. Du entdeckst die schönsten Aussichtspunkte, wanderst durch die beeindruckende Bergwelt, erkundest die raue Nordküste, besuchst natürliche Lavapools und lernst mit Funchal auch die lebendige Hauptstadt kennen. Natürlich wirst du in einer Woche nicht jede Ecke Madeiras sehen – die wichtigsten Highlights lassen sich aber problemlos miteinander verbinden.

‼️ Hinweis: Du verbringst jeden Tag etwas Zeit im Auto. Wenn du Roadtrips liebst und möglichst viel von Madeira sehen möchtest, ist diese Rundreise genau das Richtige für dich. Möchtest du dagegen hauptsächlich entspannen oder jeden Tag am Strand verbringen, solltest du lieber weniger Stationen einplanen und länger an einem Ort bleiben.


7 Tage Roadtrip auf Madeira

Funchal → Porto da Cruz → Porto Moniz → Arco da Calheta → Funchal


Übernachtungsstopps:

  • Funchal (2 Nächte)
  • Porto da Cruz (2 Nächte)
  • Porto Moniz (1 Nacht)
  • Arco da Calheta (2 Nächte)
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Rundreise Madeira – Sehenswürdigkeiten & Highlights

Tag 1: Ankunft in Funchal

Nach deiner Ankunft auf Madeira nimmst du am besten direkt deinen Mietwagen am Flughafen entgegen und fährst weiter nach Funchal. Die Hauptstadt ist der perfekte Startpunkt für deine Madeira Rundreise in 7 Tagen, da du hier erst einmal entspannt ankommen und dich langsam auf die Insel einstimmen kannst.

Je nachdem, wann du landest, bleibt noch Zeit für einen ersten Spaziergang durch die Altstadt von Funchal. Besonders schön sind die kleinen Gassen rund um die Rua de Santa Maria, der Mercado dos Lavradores und die Uferpromenade.

Für den Abend empfehlen wir dir ein entspanntes Programm: ein erstes Bolo do Caco, ein Glas Poncha oder ein Abendessen in der Altstadt. So startest du ganz gemütlich in deine Woche auf Madeira.

Beliebte geführte Touren:



Tag 2: Funchal entdecken

Starte den Tag mit einer Delfin- und Whale-Watching-Tour*. Die Boote legen direkt im Hafen von Funchal ab und die Chancen, Delfine oder sogar Wale zu sehen, sind auf Madeira das ganze Jahr über sehr gut. Für uns gehört diese Tour zu den schönsten Erlebnissen auf der Insel.

Nach der Rückkehr kannst du gemütlich in der Altstadt von Funchal frühstücken. Anschließend empfehlen wir dir einen Spaziergang durch die historischen Gassen rund um die Rua de Santa Maria. Die bunt bemalten Türen, kleinen Galerien und Cafés verleihen diesem Viertel einen ganz besonderen Charme. Danach lohnt sich ein Besuch des Mercado dos Lavradores, bevor du mit der Seilbahn nach Monte fährst.

Oben angekommen solltest du unbedingt den wunderschönen Monte Palace Tropical Garden besuchen. Wenn anschließend noch Zeit bleibt, kannst du alternativ oder zusätzlich den Botanischen Garten erkunden. Den Abend kannst du ganz entspannt an der Promenade oder in der Altstadt ausklingen lassen.

💡 Unser Tipp: Buche deine Delfin- und Whale-Watching-Tour* möglichst früh am Morgen. Das Meer ist dann häufig ruhiger und die Bedingungen für die Sichtung von Meeressäugern sind oft besonders gut.



Tag 3: Pico do Arieiro & Porto da Cruz

Heute verlässt du Funchal und fährst in den grünen Nordosten Madeiras. Starte möglichst früh und fahre direkt zum Pico do Arieiro, dem dritthöchsten Berg der Insel. Gerade zum Sonnenaufgang zeigt sich die Bergwelt oft von ihrer schönsten Seite und mit etwas Glück blickst du auf ein beeindruckendes Wolkenmeer.

Wenn das Wetter mitspielt, empfehlen wir dir anschließend eine Wanderung. Je nach Kondition kannst du die anspruchsvollere PR1 oder die kurze Variante bis zu den Viewpoints wählen. Da sich das Wetter in den Bergen innerhalb weniger Minuten ändern kann, solltest du vorher unbedingt einen Blick auf die Wettervorhersage und die Livecams werfen.

Anschließend führt dich die Fahrt durch das grüne Inselinnere in Richtung Porto da Cruz. Unterwegs solltest du unbedingt einen Stopp in Ribeiro Frio einlegen. Von hier erreichst du den beliebten Aussichtspunkt Balcões, der nach einer kurzen Wanderung mit einem wunderschönen Blick über das Tal und die zerklüfteten Berge belohnt. Schon die Fahrt durch das dicht bewachsene Tal gehört für uns zu den schönsten Strecken auf Madeira.

Am Nachmittag erreichst du schließlich Porto da Cruz, das wir dir als Ausgangspunkt für den Nordosten Madeiras besonders empfehlen können. Im Vergleich zu vielen anderen Orten auf der Insel geht es hier deutlich ruhiger und authentischer zu. Große Hotelanlagen oder überfüllte Straßen suchst du vergeblich. Alternative: Santana (10 Minuten Fahrt).

Beliebte geführte Touren:



Tag 4: Vereda do Larano & die Ostküste

Heute erwartet dich eine der schönsten Küstenwanderungen Madeiras: die Vereda do Larano (PR27). Der Weg führt spektakulär entlang der Steilküste und bietet immer wieder beeindruckende Ausblicke auf den Atlantik. Für uns gehört diese Wanderung zu den absoluten Highlights der Insel.

Je nach Variante wanderst du von Porto da Cruz nach Machico oder Caniçal. Da es sich um eine Streckenwanderung handelt, kannst du dir am Zielort einfach per UBER-App ein Taxi bestellen. Das hat bei uns problemlos geklappt.

Nach der Wanderung kannst du den restlichen Tag entspannt in Porto da Cruz ausklingen lassen. Genieße den kleinen Küstenort, spaziere an der Promenade entlang oder beobachte die Surfer am Strand. Alternativ kannst du an diesem Tag auch die PR8-Wanderung unternehmen (Vereda da Ponta de São Lourenço).



Tag 5: Santana, Seixal & Porto Moniz

Heute erwartet dich eine der schönsten Panoramastrecken Madeiras. Auf dem Weg nach Porto Moniz fährst du entlang der spektakulären Nordküste und solltest dir genügend Zeit für die vielen Aussichtspunkte nehmen.

Beginne den Tag mit einem kurzen Abstecher nach Santana, wo du die berühmten strohgedeckten Häuser besichtigen kannst. Anschließend solltest du dir auf keinen Fall den Miradouro da Rocha do Navio entgehen lassen. Von hier hast du einen fantastischen Blick auf die Steilküste und die kleinen Felder am Meer.

Anschließend empfehlen wir dir einen gemütlichen Kaffeestopp am Miradouro de São Cristóvão. Bei gutem Wetter genießt du hier einen wunderschönen Blick auf die zerklüftete Nordküste und den markanten Adlerfelsen Penha d’Águia.

Weiter geht es nach São Vicente, wo sich ein kurzer Halt an der malerisch gelegenen Capelinha de Nossa Senhora de Fátima lohnt. Die kleine Kapelle thront oberhalb des Ortes und bietet einen herrlichen Ausblick auf das Tal und die Nordküste.

Bevor du dein Tagesziel erreichst, solltest du unbedingt noch einen Stopp am schwarzen Sandstrand von Seixal einlegen. Für uns gehört dieser Strand zu den schönsten auf ganz Madeira und ist ein perfekter Ort für eine kleine Pause oder ein paar Erinnerungsfotos.

Am Nachmittag erreichst du schließlich Porto Moniz. Nutze den restlichen Tag, um durch den Ort zu schlendern oder in den berühmten Naturschwimmbecken aus Lavagestein zu baden – der perfekte Abschluss eines abwechslungsreichen Tages entlang der Nordküste.



Tag 6: Fanal Nebelwald & Jardim do Mar

Heute hast du die Wahl zwischen zwei absoluten Highlights Madeiras. Wenn sich der Fanal-Wald in dichten Nebel hüllt, solltest du die Gelegenheit unbedingt nutzen und zuerst den mystischen Lorbeerwald besuchen. Die knorrigen Bäume und die geheimnisvolle Stimmung machen den Fanal zu einem der beeindruckendsten Orte der Insel.

Alternativ empfehlen wir dir die beliebte Levadawanderung PR6 zu den 25 Fontes. Sie zählt zu den bekanntesten Wanderungen Madeiras und führt durch den ursprünglichen Lorbeerwald zu zahlreichen Wasserfällen und schließlich den berühmten 25 Quellen. Plane dafür mehrere Stunden ein und starte möglichst früh, um den größten Besucherandrang zu vermeiden.

Am Nachmittag fährst du weiter nach Jardim do Mar. Das kleine Küstendorf gehört für uns zu den entspanntesten Orten Madeiras. Autos sind im historischen Ortskern tabu, stattdessen erwarten dich enge Gassen, blühende Pflanzen, kleine Cafés und eine herrlich entspannte Atmosphäre.

💡 Unser Tipp: Prüfe morgens unbedingt die Wettervorhersage und die Livecams. Ist der Fanal-Wald in Nebel gehüllt, solltest du ihn zuerst besuchen – die mystische Stimmung ist dann besonders beeindruckend.



Tag 7: Die sonnige Südküste erkunden

Am letzten vollen Tag deiner Madeira Rundreise in 7 Tagen startest du von deiner Unterkunft in Arco da Calheta und fährst zunächst zum Ausgangspunkt der Levada Nova und Levada do Moinho. Die Rundwanderung gehört zu unseren absoluten Favoriten auf Madeira. Freue dich auf spektakuläre Ausblicke, kleine Wasserfälle und den berühmten Wegabschnitt, der direkt hinter einem Wasserfall entlangführt.

Anschließend geht es weiter nach Ponta do Sol. Der kleine Küstenort zählt zu den sonnigsten Orten der Insel und eignet sich perfekt für einen entspannten Spaziergang durch die Gassen oder entlang der Promenade.

Für den restlichen Tag empfehlen wir den Sandstrand von Calheta. Einer der wenigen Sandstrände Madeiras lädt zum Baden, Sonnen und Entspannen ein – der perfekte Abschluss deiner Rundreise, bevor es zurück zum Flughafen geht.



Tag 8: Câmara de Lobos & Abreise

  • Strecke: ca. 55 km
  • Dauer: ca. 1 Stunde reine Fahrzeit
  • Highlights: Fischerdorf Câmara de Lobos, Cabo Girão Skywalk
  • Unterkunft: keine mehr, Abreise nach Deutschland

Am letzten Tag deiner Madeira Rundreise in 7 Tagen heißt es leider schon Abschied nehmen. Je nach Abflugzeit empfehlen wir dir, auf dem Weg zum Flughafen noch einen Stopp in Câmara de Lobos einzulegen.

Das kleine Fischerdorf zählt für uns zu den schönsten Orten auf Madeira. Schlendere entlang des Hafens, beobachte die bunten Fischerboote und genieße die entspannte Atmosphäre bei einem Kaffee oder einem letzten Blick auf den Atlantik.

Wenn du noch etwas Zeit hast, lohnt sich außerdem ein kurzer Abstecher zum Cabo Girão Skywalk. Die gläserne Aussichtsplattform gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel und bietet einen spektakulären Blick auf die Steilküste und das Meer.

Anschließend geht es weiter zum Flughafen, wo du deinen Mietwagen zurückgibst und die Heimreise antrittst. Nach einer Woche auf Madeira hast du bereits viele der schönsten Highlights der Insel erlebt – und vermutlich genauso wie wir das Gefühl, dass du unbedingt noch einmal zurückkommen möchtest.



Allgemeine Madeira Reisetipps

Anreise Madeira

Madeira erreichst du von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus mittlerweile ganz unkompliziert mit dem Flugzeug. Vor allem in den Sommermonaten gibt es zahlreiche Direktflüge, unter anderem ab Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg oder Leipzig. Je nach Abflughafen dauert der Flug etwa vier bis fünf Stunden.

Der einzige internationale Flughafen der Insel befindet sich in Santa Cruz und liegt nur rund 20 Minuten von Funchal entfernt. Von dort aus gelangst du mit einem Mietwagen, Taxi oder Shuttle bequem zu deiner Unterkunft.

💡 Tipp: Vergleiche die Preise am besten frühzeitig über Portale wie Skyscanner oder Google Flights. Gerade in den Ferien oder rund um Feiertage steigen die Flugpreise oft deutlich an.


Beste Reisezeit Madeira

Madeira wird nicht umsonst die „Insel des ewigen Frühlings“ genannt. Dank des milden Klimas kannst du die Insel das ganze Jahr über bereisen. Selbst im Winter liegen die Temperaturen tagsüber häufig noch zwischen 18 und 22 Grad.

Für Wanderungen und Roadtrips eignen sich vor allem der Frühling und Herbst. Dann ist es angenehm warm, die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite und es ist meist etwas ruhiger als in den Sommerferien.

Im Sommer erwarten dich die höchsten Temperaturen und viele Sonnenstunden. Gleichzeitig ist dies aber auch die beliebteste Reisezeit, weshalb bekannte Sehenswürdigkeiten und Wanderwege deutlich voller sein können.

Wir selbst waren Ende Juni auf Madeira und hatten überwiegend sonniges Wetter. Trotzdem solltest du dich darauf einstellen, dass sich das Wetter auf der Insel innerhalb weniger Minuten ändern kann. Gerade in den Bergen ziehen oft Nebel oder Wolken auf, während an der Küste strahlender Sonnenschein herrscht.


Madeira Beste Reisezeit: Wann solltest du auf die Blumeninsel reisen?



Mietwagen auf der Insel

Wenn du Madeira individuell erkunden möchtest, empfehlen wir dir unbedingt einen Mietwagen. Viele der schönsten Aussichtspunkte, Wanderungen und kleinen Dörfer liegen abseits der Busverbindungen und lassen sich mit dem eigenen Auto deutlich flexibler erreichen.

Die Straßen sind größtenteils in einem sehr guten Zustand und dank zahlreicher Tunnel kommst du überraschend schnell über die Insel. Für viele Strecken benötigst du deutlich weniger Zeit, als man aufgrund der bergigen Landschaft vermuten würde.

Achte bei der Buchung auf eine ausreichende Motorisierung. Vor allem in den Bergen erwarten dich teilweise extrem steile Straßen mit bis zu 25 Prozent Steigung. Ein Kleinwagen mit wenig Leistung kann hier schnell an seine Grenzen kommen. Wir hatten einen Nissan Juke und waren rundum zufrieden mit diesem Auto.

💡 Unser Tipp: Buche deinen Mietwagen* möglichst frühzeitig. Gerade in der Hauptsaison steigen die Preise deutlich und beliebte Fahrzeugklassen sind oft schnell ausgebucht. Rechne mit 35–40 € pro Tag.


Autofahren auf Madeira

Viele haben vor ihrer Reise Respekt vor dem Autofahren auf Madeira. Das können wir nachvollziehen – tatsächlich fanden wir es aber deutlich entspannter als erwartet.

Ja, es gibt schmale Straßen, enge Kurven und sehr steile Anstiege. Gleichzeitig ist das Straßennetz hervorragend ausgebaut und die meisten Hauptverbindungen verlaufen über moderne Schnellstraßen und Tunnel.

Etwas Aufmerksamkeit erfordern vor allem Parkhäuser und Nebenstraßen in Orten wie Funchal oder Câmara de Lobos. Hier kann es teilweise sehr eng werden. Außerdem solltest du an steilen Straßen immer genügend Abstand zum Vordermann halten, da manche Fahrzeuge beim Anfahren leicht zurückrollen.

Uns ist aufgefallen, dass viele Einheimische deutlich zügiger unterwegs sind als die erlaubte Höchstgeschwindigkeit und gerade auf Landstraßen oder in den Bergen auch mal dichter auffahren. Lass dich davon nicht unter Druck setzen. Fahre einfach in deinem Tempo, halte dich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen und nutze bei Gelegenheit eine Möglichkeit zum Vorbeilassen.

Insgesamt würden wir sagen: Wer sich grundsätzlich wohl hinter dem Steuer fühlt und schon einmal in bergigen Regionen gefahren ist, wird auch auf Madeira keine großen Probleme haben. Nach ein bis zwei Tagen hatten wir uns vollständig an die Straßenverhältnisse gewöhnt.


🗺️ Interaktiver Reiseplan

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Alle Stopps, Unterkünfte und passende Aktivitäten auf einen Blick – flexibel anpassbar nach Datum, Dauer und Personenanzahl.

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Wie viele Tage solltest du einplanen?

Wie viel Zeit du für Madeira einplanen solltest, hängt natürlich davon ab, was du erleben möchtest. Möchtest du nur die bekanntesten Sehenswürdigkeiten besuchen, reichen etwa fünf bis sieben Tage aus.

Wir empfehlen dir allerdings mindestens zehn bis vierzehn Tage. So hast du genügend Zeit für die schönsten Wanderungen, Aussichtspunkte, Naturpools, kleine Dörfer und entspannte Tage am Meer, ohne jeden Tag von Highlight zu Highlight hetzen zu müssen.

Madeira ist zwar keine große Insel, dennoch solltest du die Entfernungen nicht unterschätzen. Durch die kurvigen Bergstraßen dauern viele Fahrten manchmal länger als gedacht und das wechselhafte Wetter macht es manchmal sinnvoll, den Tagesplan spontan anzupassen.


Kosten auf Madeira

Madeira gehört preislich zu den etwas teureren Reisezielen in Europa, ist unserer Erfahrung nach aber immer noch günstiger als viele Urlaubsregionen in Deutschland oder auf den Kanaren.

Vor allem Unterkünfte können – je nach Reisezeit – recht teuer werden. Dafür sind Restaurantbesuche häufig überraschend erschwinglich und auch ein Mietwagen ist bei frühzeitiger Buchung oft zu fairen Preisen erhältlich.

Wie viel dich eine Reise nach Madeira tatsächlich kostet, hängt natürlich von deiner Reiseart ab. Wenn du wissen möchtest, mit welchen Ausgaben du für Flüge, Mietwagen, Unterkünfte, Restaurants und Aktivitäten rechnen solltest, findest du hier unsere ausführliche Kostenübersicht:


Kosten auf Madeira: So viel hat unsere 2-wöchige Rundreise gekostet


Wandern auf Madeira: Permits & wichtige Hinweise

Madeira ist ein wahres Paradies für Wanderfans. Auf der Insel erwarten dich spektakuläre Küstenwege, Lorbeerwälder, Levadas und beeindruckende Bergtouren.

Für einige der beliebtesten Wanderwege benötigst du mittlerweile ein kostenpflichtiges Permit. Dazu gehören unter anderem die PR1 zwischen Pico do Areeiro und Pico Ruivo oder die Wanderung zu den 25 Fontes. Die Tickets solltest du möglichst frühzeitig online buchen, da sie – besonders in der Hauptsaison – extrem schnell ausverkauft sein können.

Buche dieses am besten ausschließlich über die offizielle Website von Simplifica. Dort zahlst du nur den regulären Preis (meist 4,50 €). Im Internet findest du inzwischen zahlreiche Drittanbieter, die dieselben Permits teilweise für ein Vielfaches des eigentlichen Preises weiterverkaufen – oft ohne zusätzlichen Mehrwert.

Informiere dich außerdem kurz vor deiner Wanderung über den aktuellen Zustand der Wege. Aufgrund von Waldbränden, Steinschlägen oder schlechtem Wetter werden einzelne Wanderwege immer wieder kurzfristig gesperrt.

Da das Wetter auf Madeira innerhalb kurzer Zeit umschlagen kann, solltest du selbst bei Sonnenschein immer eine Regenjacke und warme Kleidung dabeihaben. Gerade in den Bergen ist es oft deutlich kühler als an der Küste und Nebel kann die Sicht stark einschränken.



Wie sicher ist es auf Madeira?

Madeira zählt zu den sichersten Reisezielen Europas. Während unserer Reise haben wir uns zu jeder Tageszeit sicher gefühlt – sowohl in Funchal als auch in kleineren Orten auf der Insel.

Wie überall gilt aber auch hier: Lass Wertsachen nicht sichtbar im Auto liegen und achte an belebten Orten wie der Altstadt von Funchal oder rund um den Hafen auf deine persönlichen Gegenstände.

Die größte Gefahr geht auf Madeira nicht von Kriminalität, sondern von der Natur aus. Das Wetter kann sich besonders in den Bergen innerhalb kurzer Zeit ändern. Informiere dich daher vor jeder Wanderung über den aktuellen Zustand der Wege, bleibe auf den markierten Routen und unterschätze steile oder rutschige Abschnitte nicht.


Packliste Madeira: Was sollte unbedingt mit?

Durch die unterschiedlichen Höhenlagen kann das Wetter auf Madeira sehr abwechslungsreich sein. Während du an der Küste bei 25 Grad in der Sonne sitzt, können in den Bergen Nebel, Wind und deutlich kühlere Temperaturen um die 10 Grad herrschen.

Deshalb empfehlen wir Kleidung im Zwiebellook. Eine leichte Regenjacke und ein wärmerer Pullover sollten selbst im Sommer im Koffer nicht fehlen. Für Wanderungen sind bequeme Wanderschuhe mit gutem Profil nahezu unverzichtbar.

Außerdem gehören Sonnencreme, Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung ins Gepäck. Wenn du die Naturpools oder Strände besuchen möchtest, solltest du natürlich auch Badekleidung und Handtuch einpacken. Für die Lavapools können außerdem Badeschuhe sinnvoll sein, da die Felsen teilweise scharf und rutschig sind.


Massentourismus auf Madeira – Was dich wirklich erwartet

Bevor wir nach Madeira gereist sind, hatten wir gemischte Gefühle. In den sozialen Medien und vielen Reiseberichten entsteht schnell der Eindruck, die Insel sei inzwischen völlig überlaufen. Überfüllte Wanderwege, lange Autoschlangen und Aussichtspunkte, an denen man kaum noch einen Platz findet – genau damit hatten wir gerechnet.

Nach unseren zwei Wochen auf Madeira sehen wir das allerdings etwas differenzierter. Natürlich waren die bekanntesten Sehenswürdigkeiten gut besucht. An Orten wie der PR1, der PR8, den Naturpools von Porto Moniz oder dem Strand von Seixal musst du bei schönem Wetter damit rechnen, dass viele andere Besucher unterwegs sind.

Gleichzeitig haben wir aber genauso viele ruhige Ecken entdeckt, an denen wir fast allein waren. Vor allem abseits der bekanntesten Highlights, in kleinen Ortschaften oder auf weniger beliebten Wanderwegen wurde es schnell deutlich entspannter.

Viel stärker als die Besucherzahlen selbst ist uns etwas anderes aufgefallen: der Umgang vieler Menschen mit der Insel. An manchen Aussichtspunkten hielten Autos nur wenige Minuten an. Schnell aussteigen, Fotos machen, wieder einsteigen und weiter zum nächsten Spot. Teilweise wirkte es, als würde es nur noch darum gehen, möglichst viele Orte an einem Tag für Social Media mitzunehmen, statt sie wirklich zu erleben.

KreuzfahrtsxchiffeMadeira und Kreuzfahrtschiffe

Hinzu kommen die Kreuzfahrtschiffe. Legen mehrere Schiffe gleichzeitig in Funchal an, füllt sich die Altstadt innerhalb kurzer Zeit mit tausenden Tagesgästen. Das merkt man vor allem rund um den Hafen und die beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Außerhalb von Funchal haben wir diesen Effekt jedoch nur selten wahrgenommen.

Unser Eindruck ist deshalb folgender: Ja, Madeira wird als Reiseziel immer beliebter und an den bekanntesten Highlights kann es durchaus voll werden. Von einem flächendeckenden Massentourismus, wie wir ihn aus einigen europäischen Großstädten oder anderen Urlaubszielen kennen, haben wir persönlich aber nichts gespürt.

Plane deine Tage nicht zu voll, starte möglichst früh zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten und nimm dir bewusst Zeit, auch die weniger bekannten Ecken der Insel zu entdecken. Gleichzeitig solltest du nicht mit der Erwartung anreisen, eine unberührte Geheiminsel vorzufinden. Madeira gehört längst zu den beliebtesten Reisezielen Europas.

Mit der richtigen Erwartungshaltung wird dich das unserer Meinung nach aber kaum stören. Denn sobald du die Hotspots verlässt oder einfach etwas mehr Zeit mitbringst, zeigt Madeira genau die Seiten, die die Insel für uns so besonders machen: beeindruckende Natur, spektakuläre Landschaften und eine unglaubliche Vielfalt auf kleinstem Raum.



Madeira Route 7 Tage – unser Fazit

Sieben Tage sind ein guter Zeitraum, um die schönsten Seiten Madeiras kennenzulernen. In einer Woche kannst du viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten entdecken, spektakuläre Wanderungen unternehmen und einen guten Eindruck von der Vielfalt der Insel bekommen.

Natürlich wirst du in sieben Tagen nicht alles schaffen. Dafür gibt es auf Madeira einfach zu viele schöne Orte. Genau deshalb haben wir die Route so geplant, dass du möglichst wenig Zeit im Auto verbringst und trotzdem die größten Highlights der Insel erleben kannst.

Wenn du mehr Zeit hast, würden wir dir allerdings empfehlen, zehn bis vierzehn Tage auf Madeira einzuplanen. So kannst du spontaner auf das wechselhafte Wetter reagieren, zusätzliche Wanderungen unternehmen und auch einfach mal einen entspannten Tag am Meer oder am Pool genießen.

Wir hoffen, dass dir unsere 7 Tage Madeira Rundreise bei deiner Reiseplanung hilft und wünschen dir eine unvergessliche Zeit auf dieser wunderschönen Insel. Viel Spaß beim Entdecken!


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