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Weltreise planen #5 – Wohnung untervermieten oder auflösen?

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September 5, 2015

Wohnung vermieten oder auflösen? Eines der wichtigsten Themen ist sicherlich die eigene Wohnung. Wenn du ein Zimmer bei deinen Eltern hast oder in einer WG wohnst, dann ist dieses Kapitel sicherlich nicht so spannend für Dich. Für alle anderen geht es dann an dieser Stelle weiter. Wenn du eine eigene Wohnung besitzt, solltest du genau überlegen, ob du diese aufgeben oder untervermieten möchtest.


Wohnung auslösen:

Während Marco seine Wohnung gekündigt hatte, habe ich meine Wohnung vermietet. Marco verkaufte alle Möbel und besitzt nun nur noch 2-3 kleine Kisten, welche im Keller seiner Eltern stehen. Eine Wohnung auflösen ist auch mit viel Arbeit verbunden, zu viel Zeugs sammelt sich immer wieder aufs Neue an. Versuche unbedingt noch ein paar Dinge aus deiner Wohnung zu verkaufen, wenn diese noch in Ordnung sind und du sie nicht mehr brauchst.

Das Bett, den Schrank, den Fernseher, die Musikanlage oder auch die Bilder und den großen Spiegel – irgendjemand kann es vielleicht gebrauchen. Auch kannst du Dinge noch verschenken, wenn du sie nicht verkauft bekommst. Gemeinsam mit der Familie und Freunden schafften wir so diese Mammut-Aufgabe und konnten rechtzeitig die Schlüssel abgeben und das Kapitel abhaken.

Wichtig: Solltest du deine Wohnung auflösen, musst du dich in deiner Stadt ummelden oder abmelden. Alle weiteren Infos dazu findest du hier (Weltreise planen – Ummelden & Abmelden).


Möbel einlagern lassen:

Wenn du deine Wohnung zwar auflösen, aber deine Möbel behalten möchtest gibt es heutzutage auch gute Alternativen. Vielleicht hast du Glück und jemand aus deinem Bekanntenkreis hat einen großen Stellraum, Keller etc. welchen du nutzen kannst. Alternativ gibt es aber auch Orte, wo du deine Möbel einlagern lassen kannst. Es ist auch gar nicht so teuer, wie man vielleicht anfangs denkt. Je nach Größe des Raumes zahlst du monatlich einen Betrag X. In Berlin bekommt man einen kleinen Raum schon für 40 Euro im Monat (Inventar einer 1 Raumwohnung). Diese Branche ist gerade schnell am wachsen und auch wirklich hilfreich, wenn man keinen festen Wohnsitz hat oder etwas zwischenlagern muss wegen einem Umzug.  Mehr Infos dazu bekommst du hier (Wie du deine Möbel einlagern lassen kannst).

Eine Übersicht von Anbietern findest du hier!


Wohnung vermieten:

Mir fiel die Entscheidung nicht so einfach und auch wollte ich meine „Base“ behalten. Ich liebe meine Wohnung einfach zu sehr, um sie einfach auszulösen. Dazu kommt auch, dass ich einen verdammt guten, alten Vertrag besitze und diese Wohnung nicht besonders viel kostet (für Berlin ein absoluter Knaller-Preis). Ich behielt also meine Wohnung und versuchte sie unterzuvermieten.

Ich postete meine Anzeige in verschiedenen Facebook-Gruppen und bei Wg-gesucht. Es dauerte nicht lange und ich erhielt viele Anfragen. Am Ende entschied ich mich für eine junge Dame, welche ohne Zeitlimit in meiner Wohnung bleiben wollte. Das passte natürlich perfekt, da ich so meine Unkosten decken konnte. Sie wohnte nun also fast 7 Monate in meiner Wohnung und grundlegend klappte es auch recht gut, wenn ich auch hin und wieder meinem Geld hinterherlaufen musste.


Bedenke aber:

Man ist immer Ansprechpartner und muss sich um viele Belangen kümmern (undichte Toilette, kaputter Kühlschranke etc.). In den Zeiten des Internets ist es aber kein Problem und man kann immer online kommunizieren. Am besten ist es, wenn du vor Ort eine Person hast, die sich gegebenenfalls um bestimmte Angelegenheiten kümmern kann, während du nicht da bist (zum Beispiel bester Freundin, Kumpel, Nachbar). Ich habe zum Glück eine wunderbare Nachbarin, welche sich hin und wieder um ein paar Dinge vor Ort kümmert. Meine beste Freundin managed Schlüsselübergaben und Postkram – perfekt also.


Denke auch daran:

frage deinen Vermieter vorher, ob du deine Wohnung vermieten darfst. Ohne Einverständnis kannst du da ganz schnell Probleme bekommen, wenn es raus kommt. Gehe also lieber auf Nummer sicher und bespreche das mit deinem Vermieter. Wenn er/sie dagegen stimmt, kannst du immer noch ausziehen.

Solltest du das „GO“ bekommen, dann wähle deinen Nachmieter mit Bedacht aus. Schließlich willst du im Ausland ja deine Ruhe haben. Passt die Person zu deiner Wohnung, dem Haus und den anderen Mitbewohnern? Kann er/sie immer rechtzeitig zahlen? Ist er/sie ständig mit Partys in deiner Wohnung beschäftigt? Ich hatte bei meiner ersten Wahl einige Probleme leider, die ich vorher natürlich nicht abschätzen konnte. Zwar kam das Geld auf meinem Konto an, dennoch bekam ich einige Beschwerden der Nachbarn. Pass‘ also wirklich auf, wen du in deine eigenen 4 Wände lässt.


Setze einen Untermietvertrag…

..auf und notiere alle wichtigen Dinge, wie Einzugs- und Auszugsdatum, Kontaktdaten, Informationen zum Inventar und zur Nutzung, Kündigungsrecht, Zahlungsforderungen etc. Wichtig ist, dass du alle Mängel genaustes notierst. So weißt du am Ende genau, ob der Schaden von dir oder dem Untermieter kommt. Sei in dieser Sache nicht zu nachlässig und notiere lieber selbst die kleinsten Mängel. Lass‘ dir auch eine Kaution zahlen! Immerhin werden deine Möbel und dein ganzen Inventar genutzt und auch brauchst du eine Sicherheit für eventuelle Schäden, Mietschulden, Diebstahl etc.

Hier bekommst du einige Vorlage für deinen Untermietvertrag:


Und? Konntest du nun wieder einen Punkt auf deiner Liste streichen? Super – es geht voran. Jetzt nur nicht müde werden, denn es geht direkt weiter. Ein paar Hürden hast du schon gemeistert und wieder bist du deinem Traum ein Stückchen näher!


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