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Mietwagen auf Mauritius – Unsere besten Tipps und Infos

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November 11, 2018

Knapp 4 Monate waren wir auf der wunderschönen Insel Mauritius. Immer mal wieder haben wir uns einen Mietwagen besorgt, um frei und flexibel die Insel erkunden zu können. Natürlich kannst du auch mit dem öffentlichen Bus fahren, doch das ist nicht immer ganz einfach. Dazu aber später mehr. Wir verraten dir heute unsere besten Tipps und Infos zum Thema Mietwagen auf Mauritius.



1. Mietwagen auf Mauritius buchen

Am Anfang steht erst einmal die Buchung eines Mietwagens. In den meisten Fällen buchen wir diesen immer vorab. Empfehlenswert ist die Seite www.billiger-mietwagen.de* oder auch www.mietwagen-check.de*. Auf diesen Seiten findest du meist wirklich gute Angebote. Auch kannst du alle notwendigen Versicherungen meist vorab abschließen. Generell sind Mietwagen auf Mauritius etwas teurer, als in vielen anderen Ländern. Das liegt zum einen auch daran, dass es im Verhältnis eben nicht ganz so viele Leihwagen zum auf der Insel gibt. Es lohnt sich daher auch, vor Ort nach günstigen, lokalen Anbietern zu schauen (wenn du mehr Zeit hast).

Am teuersten ist es natürlich in der Hauptsaison zwischen November und Januar. Jetzt im Dezember kostet ein Wagen inklusive Freikilometer, ohne Selbstbeteiligung und Glas- und Reifenschutz rund 250€ pro Woche kostet. Im Schnitt musst du auf jeden Fall mit mindestens 30€ bis 35€ pro Tag rechnen. Du findest direkt auf der Insel immer günstigere lokale Anbieter. Oft hast du dann aber keinerlei Inklusivleistungen, so wie bei den Internetpreisvergleichen. So zahlst du vor Ort noch meist eine Barkaution und bist meist nur grundlegend versichert (Haftpflicht). Dafür wird dir meist der Wagen aber gebracht und auch wieder abgeholt. Hat bei uns immer sehr gut funktioniert.


Mietwagen buchen auf Mauritius

Beispiel: 1 Woche im Dezember 2018


2. Führerschein für Mauritius

Wenn du auf Mauritius mit dem Mietwagen fahren möchtest, brauchst du lediglich deinen nationalen Führerschein aus Deutschland. Solltest du länger als 4 Wochen bleiben wollen, brauchst du einen internationalen Führerschein. Das bedeutet, dass du zu deinem deutschen Führerschein noch eine Übersetzung brauchst. Dafür musst du lediglich ins Rathaus oder Bürgerbüro deiner Stadt gehen. Dort wird dir gegen Gebühr (15 bis 30€) der internationale Führerschein ausgehändigt. Du musst deinen Ausweis, ein Passbild und deinen normalen Führerschein mitbringen. In vielen Ländern wollen einige Vermieter den internationalen Führerschein oft gar nicht sehen. Kommst du aber in eine Polizeikontrolle, solltest du diesen besser dabei haben.


3. Linksverkehr auf der Insel

Auf der Insel herrscht Linksverkehr. Solltest du noch nie auf der linken Straßenseite gefahren sein, ist es besser, vorab ein paar Runden zu üben. Wenn du also deinen Mietwagen in Empfang nimmst, fahre abseits auf einem großen Parkplatz ein paar Runden oder auf einer weniger befahrenen Straße. Zwar fahren alle auf der linken Seite, dennoch gilt „rechts vor links„. Wir haben uns immer schnell an den Linksverkehr gewöhnt und hatten damit noch nie Probleme. Anfangs ist es immer komisch, doch man kommt eigentlich schnell rein.

Komisch ist eher der Punkt, dass man sich im Auto selbst erst einmal zurechtfinden muss. Du schaltest mit der linken Hand, der Hebel für den Scheibenwischer ist auf der anderen Seite so wie auch der Blinker. Nicht selten kommt es vor, dass man den Scheibenwischer betätigt, obwohl man beim Abbiegen den Blinker nutzen sollte. Auch ist es irgendwie komisch, auf der linken Seite zu fahren, während man im Auto aber auf der rechten Seite sitzt. Aber man gewöhnt sich ja an alles.


4. Straßen & Autobahn

Die Straße auf Mauritius zum Autofahren sind generell gut ausgebaut und asphaltiert. So kommst du auf der ganzen Insel sehr gut voran. Es gibt viele schöne Strecken, welche dich direkt an der Küste entlang führen. Mauritius hat nur eine Autobahn, welche allerdings oft von Kreisverkehren unterbrochen wird. Die Autobahn beginnt am Flughafen im Südosten der Insel und endet im Norden bei Grand Baie.

Eine Gebühr für die Autobahn musst du nicht zahlen. Während des Berufsverkehrs (07:30 – 09:30 Uhr und 15 – 18 Uhr) kann es zu Staus kommen. Vor allem die Straßen der Hauptstadt Port Louis sind oft völlig verstopft. Vermeide am besten diese Zeiten, um durch die Hauptstadt zu fahren. Auch die Ortsein- und -ausgänge der größeren Städte sind schnell überfüllt und es kommt auch hier zu Staus.


5. Navigation vor Ort

Auf der Insel ist alles recht gut ausgeschildert. So viele Straßen gibt es ohnehin nicht. Dennoch ist es ratsam, ein Navi dabei zu haben. Dafür brauchst du aber keines aus Deutschland mitbringen oder buchen. Es reicht dein Handy und die App MAPS.me oder die Offline-Karte von Google Maps. Mit beiden Möglichkeiten kommen wir immer sehr gut zurecht. Bei Google Maps kannst du via Handy vorab einen Kartenausschnitt (auch die Karte der gesamten Insel) downloaden und diesen dann offline abrufen. So kannst du vor Ort navigieren und weißt immer, wo du dich befindest.


6. Straßenverkehr und Regeln

Generell ist das Autofahren auf Mauritius ganz okay. Außerhalb der Stoßzeiten ist eh nicht so viel Verkehr auf den Straßen. Viele Ampeln gibt es nicht, meist wird der Verkehr durch Kreisverkehre geregelt. Hier fährt man allerdings im Uhrzeigersinn. Auf der Autobahn sind 110 km/h erlaubt, innerhalb geschlossener Ortschaften 40 und auf Landstraßen maximal 60 km/h. Im Kreisverkehr gilt übrigens recht vor links. Du solltest vorausschauend fahren und lieber langsamer als zu schnell. Generell gelten aber die gleichen Regeln wie bei uns.

Allerdings gibt es auch ein paar inoffizielle Verkehrsregeln. So wird gerne mal mit der Hand angezeigt, in welche Richtung man abbiegen möchte. Sogar bei einem Stau zeigen die Mauritier an, dass sie die Spur wechseln wollen. Auch die Hupe wird auf der Insel recht häufig genutzt. Wenn ein Auto weit links langsam fährt, dann bedeutet es meist, dass man ruhig überholen kann. Wenn du ein kurzes Hupen hörst, will der Fahrer signalisieren, dass er jetzt kommt. Du solltest dann nicht die Spur wechseln.

Ach und übrigens, 2016 wurde Mauritius ins „Guinness Buch der Rekorde“ aufgenommen. Du fragst dich jetzt sicherlich warum? Die Insel verzeichnete weltweit die meisten Verkehrsunfälle. Damit wollen wir dich jetzt nicht verunsichern. Wir wollen dich für das Thema lediglich sensibilisieren. Anschnallpflicht gilt zudem auch auf Mauritius. Und ein Telefon am Ohr wird auch auf der Insel nicht gerne gesehen. Rechne hier mit einer saftigen Strafe!


7. Tanken und Tankstellen

Auf Mauritius gibt es viele Tankstellen, vor allem in den Städten. Nachts haben viele Tankstellen jedoch geschlossen. La Croisette, Pamplemousses, Calebasses , GRNW, Bagatelle, Curepipe und La Preneuse haben alle rund um die Uhr geöffnete Tankstellen. Auf der Insel kannst du Diesel oder Super-Bleifrei tanken. Die Preise sind zudem staatlich festgelegt (November 2018: 1 Liter = 1,26€).

In den meisten Fällen zahlst du vor Ort in bar. In einigen Fällen kannst du aber auch mit Kreditkarte zahlen. Zum Tanken brauchst du nicht einmal aussteigen. Es gibt Servicemitarbeiter, welche diese Aufgabe für dich übernehmen. Du bleibst also einfach sitzen und öffnest lediglich den Tankdeckel. Dann sagst du dem Mitarbeiter noch, wie viel er tanken soll oder wie viel Geld du ausgeben möchtest. Die Bedienung ist an den Tankstellen zwar inklusive, dennoch wird ein Trinkgeld nicht abgelehnt.


8. Parken

Das Parken ist eigentlich kein großes Problem auf Mauritius. In den kleineren Orten ist es meist kostenlos möglich. In Port Louis, Rose Hill, Curepipe und Ouatre Bornes ist das Parken meist kostenpflichtig. Am Straßenrand sind die Parkpllätze mit Zone 1 und Zone 2 gekennzeichnet. Tickets dafür bekommst du an Tankstellen. 30 Minuten kosten rund 5 MUR. Die maximale Parkdauer beträgt 2 Stunden. Wir hatten allerdings außerhalb der Städte nie Probleme, Parkplätze zu finden. Am Strand gibt es meist immer einen Platz. Bezahlt haben wir in den gesamten 4 Monaten nicht einen Cent für’s Parken. Ach und übrigens: es empfiehlt sich, nicht unter einer Kokospalme zu parken. Es kam schon häufiger zu Schäden am Wagen, weil eine Kokosnuss „vom Himmel gefallen“ ist.


9. Sicherheitstipps

Eigentlich ist das Autofahren auf Mauritius sicher und nicht zu schwer. Es ist im ersten Moment dennoch ungewohnt, in einem fremden Land mit dem Auto zu fahren. Und generell gibt es eigentlich immer Dinge, die man beachten sollte. Wie überall solltest du nie Wertsachen im Auto lassen. Es gibt immer schwarze Schafe, die eventuell deine tolle Kamera oder dein Portemonnaie haben wollen. Lasse also nie etwas sichtbar im Auto liegen. Nachts solltest du sehr vorsichtig fahren. Das Problem ist nicht nur die Dunkelheit, sondern Menschen und Tiere auf den Straßen.

Auch ist es nicht überall zusätzlich beleuchtet, so dass die Sicht sowieso schon eingeschränkt ist. Auch auf Schlaglöcher solltest du dich einstellen. Fahre daher lieber langsamer als zu schnell. Es kommt auf Mauritius auch zu heftigen Regenschauern. Solltest du zu dieser Zeit im Auto sitzen, halte sich an die Tempolimits und fahre vorausschauend. Auf Mauritius gibt es zudem viele Raser und Vollidioten. Lass dich von diesen Menschen aber nicht aus der Fassung bringen. Ach und übrigens: Kinder unter 10 Jahre dürfen nicht auf dem Beifahrersitz sitzen.


10. Unfall und/oder Panne

Wenn du deinen Mietwagen abholst, speichere dir immer eine Notfall-Nummer in dein Handy. Es kann immer mal eine Panne oder gar ein Unfall passieren. In diesen Situationen ist es ratsam, einen Ansprechpartner zu haben. Wir hatten eine Panne und kamen mit dem Auto nicht mehr vorwärts. Wir riefen den Vermieter an und dieser schickte direkt jemanden zur Hilfe. So konnten wir am Ende mit einem anderen Auto weiterfahren. Solltest du in einem Unfall verwickelt sein, rufe immer erst die Polizei an. Sie erstellen einen Polizeibericht.

Anschließend melde den Schaden deinem Vermieter. Meist gibt es eine 24-Std-Hotline, welche du immer anrufen kannst. Schäden am Fahrzeug werden meist von deiner Vollkaskoversicherung übernommen. Es kommt natürlich immer darauf an, was passiert ist und wer Schuld hat. Wenn du dein Auto wieder abgibst, solltest du einen Schadensbericht vom lokalen Vermieter ausstellen und unterschreiben lassen. So kannst du ggf. die Selbstbeteiligung erstattet bekommen.


11. Alternative Busfahren & Taxi

Solltest du nicht mit dem Mietwagen die Insel erkunden wollen, so kannst du auch den öffentlichen Bus nehmen. Du solltest aber wissen: Die Busse brauchen wirklich lange und fahren nicht nach einem Zeitplan. Wir haben mal vom Flughafen bis in den Norden ganze 6 Stunden gebraucht. Wahnsinn, oder? Dabei waren es keine 50 Kilometer. Kurze Strecken kann man aber wirklich gut mit den Bussen fahren. Eine Fahrt kostet zudem meist nicht einmal 1€.

Du steigst einfach ein und setzt dich erst einmal hin. Irgendwann kommt dann ein Mitarbeiter vorbei, um das Geld einzusammeln. Wir hatten nie das Gefühl, dass man uns über’s Ohr gehauen hat. Die Busse halten wirklich überall und so dauern selbst kurze Strecken meist etwas länger. Die alten Busse haben auf jeden Fall Stil und es hat uns immer Spaß gemacht, mit ihnen zu fahren. Generell nutzen immer mehr Touristen dieses Verkehrsmittel. Mehr Informationen dazu findest du hier: Mauritius Buses.


Es ist gar nicht so kompliziert mit einem Mietwagen auf Mauritius zu fahren. Für uns war es die einfachste und komfortabelste Fortbewegung. So konnten wir in Ruhe und völlig flexibel die Insel erkunden. Wenn du dich an die Regeln hältst und mit Vorsicht fährst, dann wirst auch du keine Probleme mit einem Mietwagen auf Mauritius haben. Am Ende gelten hier die gleichen Regeln und Gesetze wie auch in Deutschland. Solltest du noch weitere Fragen zu diesem Thema haben, schreibe uns gerne eine Mail oder kommentiere einfach unter diesem Beitrag.


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