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Reiseberichte Reisetipps

Flugangst überwinden – Tipps und Tricks um den Flug angenehmer zu machen

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Januar 12, 2018

Flugangst überwinden“ ist für mich ein dauerhaftes Thema, denn ich arbeite seit 2,5 Jahren daran, entspannter fliegen zu können. Interessant ist ja, dass die meisten Menschen bei Google nach Seminaren oder Tabletten gegen Flugangst suchen. Es gibt aber auch kleine Tipps und Tricks, wie der Flug entspannter wird ohne dass du unbedingt Tabletten schlucken oder gar viel Geld für Seminare ausgeben musst.

Meine Flugangst war plötzlich einfach da, obwohl ich schon jahrelang viel mit Fliegern unterwegs bin. Und so musste ich mit dieser neuen Angst irgendwie leben, denn ich wollte ja an all die schönen Orte dieser Welt. Nicht mehr in den Flieger steigen kam für mich gar nicht in Frage. Doch glaube mir, meine Flugangst war schlimm und mit der Zeit sehr erschöpfend und nervenzerreißend. Heute habe ich das Problem mit der Flugangst wieder viel besser im Griff. Wie ich es geschafft habe? Durch eine lange Selbsttherapie!



Symptome bei Flugangst

Mir ging es vor einem Flug immer richtig schlecht! Und damit meine ich wirklich „RICHTIG SCHLECHT“. Ich hatte bereits ein paar Tage vorher schwitzige Hände, wenn ich an den Flug dachte. Einen Tag vor dem Abflug kamen dann Magenschmerzen dazu, ein ungutes Gefühl im ganzen Körper, Durchfall und Schlappheit. Mit dem Gang zum Flughafen wurde es nur noch schlimmer. Meine Güte, mir wird schon wieder komisch, wenn ich daran zurückdenke. Das war echt eine schlimme Zeit mit vielen Ups und Downs. Ich war immer unruhig und nervös, habe nur umher gezappelt und konnte kaum stillsitzen.

Sobald sich der Flieger in Bewegung gesetzt hat, schlug mir mein Herz bis zum Hals und ich selbst war kaum ansprechbar. Die Atmung wurde schneller und mein Appetit verabschiedete sich bis zur Landung. Ich habe wirklich nie etwas runterbekommen – wenn dann ein Glas Cola oder Wasser. Kennst du diese Gefühle? Geht es dir genauso oder hattest du früher die gleichen Probleme?


Ursachen der Flugangst

Immer wieder fragte ich mich, wo diese unerträgliche Flugangst herkam. Wieso war ich auf einmal so unentspannt? Ich meine, ich bin nie super gerne in einen Flieger gestiegen, dennoch war es körperlich nie so schlimm, wie in dieser Zeit. In meinem Kopf gingen immer die wildesten Filme ab. Unwetter, schlechte Erfahrungen, Notlandungen, komische Geräusche, Turbulenzen? Bei meinem Rückflug von Johannesburg nach Frankfurt mit dem A380 von Lufthansa wackelte die Maschine eine Stunde lang. Dort ging es mir das erste Mal so richtig schlecht und ich glaube, dass ich seit diesem Tag an Flugangst hatte. Vermutlich war ich aber sowieso mit dem riesigen A380 überfordert, dass einfach alles zusammenkam an diesem Tag.

Alle schliefen tief und fest, ich saß kerzengerade in meinem Sitz und starrte auf den Monitor. Schlafen konnte ich während einem Flug noch nie. Ich betete zu Gott, dass diese Maschine nicht abstürzt! Wir waren gerade irgendwo in der Pampa in Afrika, über Dschungel und Wüste. Die Piloten chillten im Automodus, einige schliefen vermutlich sogar. Immer wieder schaute ich auf den Monitor und zählte die Stunden, Minuten und Sekunden.


Flugangst überwinden Flugzeug Passagiermaschine


„Immer noch 8 Stunden! Ich werd bekloppt! Ich muss hier raus!“ Meine Freundin versuchte mich zu beruhigen, gab mir irgendwann Beruhigungstabletten. Zum Glück! Ich wachte erst nach 4 Stunden auf und sah auf dem Bildschirm, dass wir wieder über Europa waren. Das beruhigte mich! Ich muss dazu sagen, dass es zu keiner Zeit Turbulenzen gab. Es war einfach nur der Wind, der von links nach rechts gegen die Maschine klopfte. Für mich war es ein halber Flugzeugabsturz! Bei jedem weiteren Flug hatte ich dann folgende Horrorgedanken:

„Hoffentlich stürzt ausgerechnet diese Flieger heute nicht ab! Warum wackelt das jetzt so doll? Wieso schwingt der Flügel so weit nach oben und unten? Ist hier an Bord ein Terrorist? Wird gleich jemand durchdrehen hier?“

Du vertraust der Technik nicht, stimmt’s?

Sobald es auch nur ein bisschen wackelte, wurde ich wieder nervös und mein Herz begann zu Rasen. Ich dachte mir dann, die Tragflächen brechen ab, der Pilot ist eingeschlafen, wir sind in ein Unwetter geraten oder ein Tornado kommt auf uns zu. Völlig bescheuert, ich weiß ja. Hast du auch solche Gedanken? Du verstehst mich oder? Ich habe mir einfach immer das Schlimmste ausgemalt, was man sich nur ausmalen konnte. Eine Zeit lang fing ich sogar an, mit den Fingern zu trommeln und richtig Panik zu bekommen. Die Zeit oben in der Luft habe ich einfach gehasst! Abgrundtief! Bei einem Flug musste ich sogar auf die Toilette, um meinen Magen auszuleeren! Schlimm!

Ich habe der Technik nie vertraut und habe es nie verstanden, wie so ein riesiges und schweres Flugzeug in der Luft fliegen kann. Alle Geräusche waren mir fremd, dem Piloten habe ich sowieso nie getraut. Man fliegt kilometerhoch und hat einfach keine Kontrolle mehr. Geht es dir auch so? Du kannst dir sicherlich denken, welchen Satz ich am meisten gehasst habe oder? „Meine Damen und Herren, bitte schnallen Sie sich an. Es folgen Turbulenzen!“. Du glaubst gar nicht, wie sehr ich diese Worte gehasst habe! Und auch heute mag ich diese Worte nicht, aber wer tut das schon? P.S. Turbulenzen hört sich immer so heftig an. Wenn ich von Turbulenzen spreche, dann meine ich wirklich nur ein leichtes Wackeln der Maschine.

Wie schon erwähnt, haben viele Menschen Flugangst, weil mal irgendetwas vorgefallen ist. Mein Papa zum Beispiel ist jedoch noch nie in ein Flugzeug eingestiegen und wird das auch nie tun. Er sagt, er hat panische Angst davor, obwohl er noch nie in einem Flieger saß! Krass oder? Da kannst du mal sehen, wo die Angst bereits beginnt und welche Auswirkungen sie hat. Einige Menschen werden viele Teile der Welt niemals sehen können, weil sie von ihrer Angst total eingenommen sind. Heftig!


Meine Therapie gegen Flugangst

In den folgenden Monaten wurde es nicht besser. Mit der Weltreise kamen natürlich auch viele Flüge auf mich und Marco zu. Ich hatte keine Lust mehr darauf, dass es mir immer so schlecht vor einem Flug ging. Das raubte mir die Kraft und Lust, am liebsten wäre ich überall nur mit dem Auto, Zug oder Bus hingefahren. Eine Lösung musste her – und zwar schnell! Was konnte ich tun, um entspannter beim Fliegen zu sein und die Flugangst in den Griff zu bekommen? Was ist eigentlich das Problem? Ich machte mir wieder bewusst, woher meine Angst kam und welche Symptome ich hatte.

Und auch ich kenne all die tollen Beiträge im Netz mit den vielen Tipps und Tricks gegen Flugangst. Irgendwie komisch, dass nun ausgerechnet ich auch so einen Beitrag verfasse! Für mich waren es früher immer nur diese „Der-hat-doch-keine-Ahnung-Beiträge“. Diese Klugscheißer-Texte hatte ich satt, denn sie halfen mir überhaupt nicht weiter. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich mich damals nie darauf eingelassen habe. Die Angst war einfach immer stärker! Aber ich wollte es so sehr! Ich wollte wieder angstfrei leben und fliegen. So machte ich also eine Selbsttherapie und begann, mich mit der Fliegerei, mit Flugzeugen und Piloten auseinanderzusetzen. Und da es mir so sehr geholfen hat, schreibe ich eben nun diese Zeilen, um auch dir ein wenig helfen zu können.


Statistiken und Wissen über das Fliegen

Ich kenne die cleveren Statistiken, dass auf den Autobahnen mehr Menschen zu Tode kommen als in einem Flugzeugen. Fliegen ist die sicherste Fortbewegungsart, die es gibt! Autofahren finde ich übrigens auch nicht cool, weil man immer mit der Dummheit der anderen rechnen muss. Auf den Straßen passiert täglich soooooo viel, weil einige einfach die Kontrolle verlieren, rasen, Fehler machen oder anscheinend ohne Führerschein fahren.

Wie oft hörst du etwas von einem Flugzeugabsturz? Und wenn du etwas davon hörst, was war die Ursache? Diese Frage stellte ich mir in den folgenden Monaten oft. Jedes Jahr fliegen mehr als 3,7 Mrd. Menschen mit dem Flugzeug von A nach B. Dabei gab es im Jahr 2016 gerade einmal 325 Todesopfer, es war eines der sichersten Jahre der Fluggeschichte. Zum Vergleich: Auf den Straßen in Deutschland starben alleine 3368 Menschen durch Autounfälle. Es gab von 1945 bis 2015 gerade einmal 3000 Flugzeugunglücke, das sind im Jahr gerade einmal 43 Unfälle weltweit gewesen. Auf den deutschen Straßen kommt es alleine pro Jahr zu 2,42 Millionen Autounfällen. Zieh dir das mal rein und lass es dir diese Zahlen bitte auf der Zunge zergehen. Und? Denkst du immer noch, dass Fliegen echt so unsicher ist? Und weißt du was? Jeden Tag sind mehr als 80.000 Flieger weltweit unterwegs. Und? Hört man etwas von Abstürzen und Katastrophen? Eigentlich so gut wie nie!

Dauerbeschäftigung YouTube

Nun wollte ich mehr darüber wissen und begann, sämtliche Dokumentationen über Piloten, Flugzeuge, Flughäfen und Flugtechnik zu schauen. Ziemlich interessant, wenn man erst einmal damit anfängt! Endlich wollte ich verstehen, wie das alles funktioniert und wie so ein Jumbo in die Luft steigen kann. Youtube war nun meine Dauerbeschäftigung sowie die News rund ums Fliegen. Ich beobachtete immer wieder Flugzeuge bauf Flight Radar, kannte irgendwann schon die verschiedenen Maschinen und Modelle. Die Fliegerei fasziniert mich! Das Unwissen darüber ist oft der Auslöser für Flugangst. Und genau an diesem Punkt setzte ich an! Mit den Monaten sammelte ich immer mehr Wissen und interessante Fakten darüber, verstand nun auch, wie so ein Flieger in die Luft gehen kann. Auch verstand ich, dass ein Flugzeug so viel mehr aushält, als ein Passagier! 

Und soll ich dir mal etwas sagen? Ich bin bis heute fast 80 Mal in einen Flieger gestiegen und noch nie ist irgendetwas passiert! Noch nie! Wir sind zwar schon das eine oder andere mal in Turbulenzen geraten, aber die waren wirklich harmlos! Selbst Piloten sagen, dass es ganz selten ist, dass ein Pilot während der gesamten Karriere mal in wirklich ernsthafte Turbulenzen gerät! Ich liebe den Satz: „Meine Damen und Herren, bitte schnallen Sie sich an. Wie werden in Kürze landen!“ Das sind die schönsten Worte der Crew oder? Doch was tun gegen Flugangst an Bord?


Meine Tipps gegen Flugangst

1. Fensterplatz buchen

Viele sagen, dass ein Fensterplatz nicht gut bei Flugangst ist. Ich hingegen würde durchdrehen, wenn ich nicht am Fenster sitzen kann. Ich brauche diesen Platz denn er beruhigt mich. Solange ich sehen kann, dass draußen keine Welt untergeht, geht es mir super. Es beruhigt mich und zudem schaue ich gerne aus dem Fenster. Beginnt es zu wackeln, schaue ich raus und sehe, dass alles okay ist. Kein Feuer! Keine abgebrochene Tragfläche! Kein Tornado! Marco sagte mir immer:

„Wenn es wieder wackelt oder etwas komisch ist, dann frage dich, was genau dir gerade Angst macht!“

Und genau das mache ich auch immer. Dann erkenne ich sofort, dass es keinen Grund zur Unruhe gibt. Es ist lediglich der Wind, der gegen den Flieger peitscht. Und? Ist deswegen schon einmal ein Flugzeug abgestürzt? In der Luft ist es wie auf den Straßen. Mal gibt es gute Straßen, die super ausgebaut sind. Mal gibt es wackelige Straßen, die etwas holprig daherkommen. Kein Grund, um nervös zu werden! Luftlöcher sind uncool, aber sie gehören dazu und auch deswegen ist noch nie ein Flugzeug vom Himmel gefallen!

2. Kamera oder Handy lenkt ab

In der schlimmen Zeit habe ich anfangs die Kamera für den Start und die Landung in die Hand genommen. Ich habe dann immer alles gefilmt. So war ich beschäftigt, die Aufnahme hinzubekommen und zack – waren wir schon oben in der Luft und durch die Wolkendecke hindurch! Dann machte ich noch ein paar Fotos, beobachtete die Landschaften und versuchtee ruhig zu atmen und ruhig zu bleiben. Ich atme dann ganz und langsam tieeeeeef ein und wieder aus. Das gehört dazu und bringt mich echt immer wieder runter von meinem Horrortrip!

3. Süßigkeiten und Wasser tuen gut!

Ich weiß, du hast bestimmt auch kein Hunger auf irgendetwas! Aber ein wenig Zucker tut deinem Kreislauf gut, vertraue mir! Das bringt deinen Pegel wieder hoch und du bist nicht mehr ganz so schlapp. Du solltest auch richtig viel trinken, damit du nicht umkippst. Wer richtig schlimme Flugangst hat, der kennt das Gefühl. Man fühlt sich so schlapp, dass man jeden Moment umkippen könnte. Damit kein Notfall an Bord ist, solltest du echt viel Flüssigkeit zu dir nehmen. Am besten eben Wasser. Dein Körper ist so down durch das Auf und Ab der Gefühle – tu ihm bitte etwas Gutes!

4. Mut zureden und Musik hören

Sobald es komisch wird und die Maschine wackelt, rede ich mir Mut zu. Auch halte ich mir die Ohren zu (natürlich so, dass es keiner sieht^^) und summe irgendwelche entspannten Melodien. Das beruhigt mich extrem. Vor allem bei Landungen kommt das öfter mal vor, weil es durch die Wolkendecken oft sehr schaukelt. Das kennst du bestimmt oder? Du solltest also Musik dabei haben und laut aufdrehen, wenn die Maschine umherwackelt. Schließe die Augen und rede dir positive Worte zu: „Der Pilot weiß wie immer was er macht, gleich landen wir sicher!“, „Der Wind spielt gerade nur verrückt aber gleich ist es geschafft!“ oder „Es hat ja bisher schon so oft gewackelt, passiert ist nie etwas! Es sind nur Wind und Wolken!„.

5. Vergiss deinen Katastrophenfilm

Flugangst ist normal und bestimmt 70% der Menschen steigen nicht super gerne in ein Flugzeug. Aber nun solltest du den Katastrophenfilm aus dem TV vergessen. Crew und Piloten sind für Unfälle gewappnet und wissen, was zu tun ist. Sie fliegen nie durch heftige Unwetter sondern machen lieber einen Umweg. Piloten fliegen zwar im Autopiloten aber währenddessen checken sie immer die Lage ab und behalten alles unter Kontrolle. Wo ist der nächste Flughafen? Wie ist das Wetter? Wie viel Kerosin haben wir noch? Funktioniert alles an Bord? Mach dir also keine Panik! Die Maschine wird nicht einfach vom Himmel fallen, Feuer fangen oder auseinander brechen. Das zeigen uns aber gerne die Hollywood Blockbuster stimmt’s? Vergiß bitte deinen Katastrophenfilm!

6. Sitz bei den Tragflächen

Man sagt, dass ein Sitz bei den Tragflächen gut für Menschen mit Flugangst ist. Hier soll man anscheinend die Turbulenzen weniger spüren. Das Schwingen der Tragflächen soll man dort nicht so stark merken, als wenn man weiter hinten oder vorne sitzt. Ich kann dir ehrlich gesagt nicht sagen, ob es so ist oder nicht. Jedes Mal beim Fliegen vergesse ich, darauf zu achten. Hast du Erfahrungen damit und weißt, ob das wirklich stimmt? Schreibe es gerne mal in die Kommentare.

7. Bilde dich weiter

Und wie schon oben beschrieben, solltest du damit beginnen, dir Wissen über Flugzeuge und Flugtechnik anzueignen. Das half mir enorm, wirklich! Unwissen ist der größte Übeltäter bei Flugangst und so kannst du auf jeden Fall aktiv dagegenwirken. Mit dem nötigen Wissen verstehst du, wie ein Flugzeug fliegt, welche Geräusche es macht, was im Cockpit passiert und und und. Es gibt hunderte Dokumentationen bei Youtube. Suche dort einfach mal nach „Flugzeuge Dokumentation“, du wirst viele Abendstunden damit füllen können. Auch war ich im Airbus-Werk in Hamburg Finkenwerder. Es war der Wahnsinn zu sehen, wie die Jumbos hergestellt werden. Ein wirklich interessanter Einblick in die Fliegerei, können wir nur weiterempfehlen.

8. Tabletten gegen Flugangst

Es gibt auch Tabletten gegen Flugangst, ich habe Beruhigungspillen von Ratiopharm. Diese bekommst du rezeptfrei in der Apotheke oder auch bei Amazon. Frage einfach nach „Reisetabletten“. Am besten du nimmst circa 1 Stunde vor dem Abflug eine davon. Ich finde, dass mich diese Pillen immer gut beruhigen und auch etwas müde machen (helfen auch gegen Übelkeit, Schwindel und Erbrechen). So kann ich im Flieger noch viel besser schlafen. Gerade bei Langstreckenflüge kann ich diese Tabletten nur empfehlen. Auf Kurzstrecke würde ich nicht unbedingt eine nehmen, weil man dann so müde ist. Ist aber abhängig von der Dosierung.


Mein Fazit

Du musst wirklich aktiv an deiner Flugangst arbeiten. Du wirst merken, dass es dir mit der Zeit besser gehen wird. Da ich oft fliege, konnte ich immer wieder an mir arbeiten. Wenn du nur einmal im Jahr fliegst, wird sich deine Flugangst bestimmt nicht bessern. Leider! Du siehst deiner Angst dann nur sehr selten in die Augen und so bekämpfst du diese leider nicht. Zumindest denke ich das. Heute fühle ich mich gut beim Fliegen und habe kaum noch die oben genannten Symptome. Ich freue mich heute auf die Reisen, finde Fliegen sogar schön! Cool oder? Die Flugangst ist immer noch da, aber ich habe sie sehr gut im Griff und würde sagen, dass sie fast geheilt ist.

Jeder Flug bringt mich an neue, wunderschöne Orte und nur das zählt. Es macht keinen Sinn, sich fix und fertig zu machen! Marco sagt mir immer: „Du kannst dir genug Gedanken machen, wenn was passiert! So lange nichts ist, entspanne dich und genieße den Luxus des Fliegens!“ Damit hat er wirklich Recht! Wozu macht man sich vorher schon immer so wild? Schaue aus dem Fenster, genieße den Blick, den Himmel und die Sonne. Höre deine Lieblingsmusik, tippe am Laptop, schaue einen Film, versuche zu schlafen oder lies ein spannendes Buch. Und zack – der Flieger landet und du hast es geschafft!

„Flugangst überwinden“ klappt nicht in wenigen Stunden, es ist ein langer Prozess. Bei mir hat er zwei Jahre gedauert. Bald fliege ich nach Toronto und weiter nach Belize. Ich freue mich so sehr darauf und habe keine Angst vor den Flügen. Oben ist die Welt immer schön, da oben will keiner was von mir und ich habe meine Ruhe. Nutze deinen nächsten Flug aktiv für Dich. Es gibt kaum einen anderen Ort, wo du mal so in Ruhe gelassen wirst, wie da oben in der Luft. Es sei denn, neben dir sitzt ein schnarchender Mann oder ein schreiendes Baby! Aber egal wie du es machst, ich drücke dir ganz fest die Daumen und weiß genau, wie du dich fühlst. Erinnere Dich in einer komischen Situation im Flieger an all diese Worte hier und versuche, ruhig zu bleiben und aktiv an deiner Angst zu arbeiten. Du schaffst das! Auf jeden Fall!


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5 Comments
  1. Antworten

    Patricia

    Januar 14, 2018

    Super Blogpost!!:) Es tut gut zu sehen bzw zu lesen, dass es eben noch andere gibt, die diese Angst haben oder in deinem Fall: hatten.
    Ich habe eine verwirrende Flugangst. Ich bin zwar nervös, habe schwitzige Hände und innerhalb der ersten 10min darf man mich nicht ansprechen. Erst wenn ich sehe dass das Boardpersonal aufsteht und für den Service vorbereitet bin ich entspannt. Ich muss zb immer am Gang sitzen…da habe ICH für mich mehr die Kontrolle. Ich beobachte die Leute, das Personal…so lange jeder entspannt wirkt, bin ich es auch.
    Bei mir ist es oft der Gedanke, dass ich quasi fest davon überzeugt bin, dass genau dieses Flugzeug abstürzt in dem ich sitze. Kann ja gleichzeitig aber nicht sein, denn sonst würde ich ja nicht einsteigen 😉 Aber dann holt man sich die letzten Flugzeugabstürze aus dem Gedächtnis und denkt sich „die Leute hätten ja auch nicht gedacht, dass dieses Flugzeug abstürzen wird“….und der negative Gedankenstrudel nimmt seinen Lauf. Ich weiß, man soll in solchen Momenten negative Gedanken durch positive ersetzen. Läuft dann aber leider wie eine Dauerschleife die man nicht abstellen kann. Auch die Statistik bringt einem in diesen Moment nichts mehr obwohl es einfach klar auf der Hand liegt. Auch flightradar24 besitze ich auf meinem Handy 😉
    Start und Landung sind für mich das schlimmste. Ich hasse es.
    Allerdings spielt bei mir Höhenangst auch noch eine große Rolle.
    Dann ist es aber auch wirklich so, dass das Unwissen über die Technik viel zu der Angst beiträgt. Ich wünschte mir oft, dass man einfach den Piloten vor Abflug persönlich sehen könnte. Oder Mal einen Piloten kennt, der einen ausführlich aufklärt.
    Paar Dokus habe ich aber auch schon gesehen, werde sie mir aber nochmal intensiv angucken. Denn in 5 Wochen geht es ja nach Kapstadt 🙂 Ich habe allerdings auch meine Tabletten. Bei Kurzstrecke nehme ich nur eine halbe Dosis, damit sie mich nicht so weg haut. Dafür kommt die Angst mehr durch. Für Langstrecke habe ich damals eine ganze genommen. Ich glaube, ich habe von 11 Stunden, 8 Stunden gepennt 😀
    So lange auch keine Wolken sind bin ich zb auch entspannter. Ich hasse dieses ruckeln auch wenn ich weiß, dass es durch die Wolken kommt. Komisch oder?;-)
    Meine Flugangst kam auch mit den Jahren. Ich bin vor 10 Jahren mehrmals Kurzstrecke geflogen und hatte keine Probleme.
    Bei mir wurde es schlimmer, als 2009 eine Maschine (ich glaube Air France) abgestürzt ist.
    Ich buche so weit es geht auch nur Fluggesellschaften mit denen ich im reinen bin. Air France abgestürzt: fliege ich nicht mit. usw. Also am liebsten immer nur eine deutsche 😀 (Germanwings zählt für mich nicht, da ich den Absturz nicht auf die Gesellschaft schiebe)… weißt du was ich meine?:D
    Oft war es auch so, wenn mir gesagt wurde „aber mit dem Auto kannst du auch verunglücken“….ich sagte immer „ja, aber der Crash passiert ganz plötzlich…wie aus dem nichts… im Flugzeug möchte ich nicht die Minuten erleben wo einem bewusst wird was passiert“…
    Jedoch habe ich inzwischen gelesen, dass man im Fall der Fälle (drei Mal spucken) sowieso bewusstlos wird.
    Witzig finde ich auch, dass ich andere Leute (wie zb meine Freundin, die letztes Jahr das aller erste Mal mit 38 Jahren geflogen ist und entsprechend Angst hatte) selber beruhigen kann und auch mit der Statistik komme, sie mich aber selbst nicht beruhigt, sobald ICH im Flieger sitze 😀
    Wenn sie oder andere irgendwo hinfliegen, dann weiß ich auch 100 pro, dass sie heile ankommen.
    Aber ja…dann sitze ICH drin…………;-)

    Ach ich könnte noch Romane darüber schreiben und ich habe das Gefühl, mein Kommentar ist schon länger als dein Post 😀

    Mal wieder liebste Grüße aus Hattingen,
    Patricia 🙂

  2. Antworten

    Hannahh

    Januar 15, 2018

    Super Artikel.
    Ich finde deine Tipps total toll. Wir fliegen im März das erste mal beide so richtig lang. Wir leiden zwar beide nicht unter Flugangst aber sich mit dem Thema zu beschäftigen und sich etwas über die Fliegerei zu informieren ist so sicher auch nicht schädlich.

    Liebe Grüße

    • Antworten

      Komm' wir machen das einfach

      Januar 15, 2018

      Hey Hannah, wir wünschen Euch im März eine wunderschöne Reise 🙂 Unsere Flüge nach Südafrika oder Asien zum Beispiel waren immer traumhaft schön! Wo geht’s denn hin? 🙂

  3. Antworten

    Desertrhino

    März 25, 2018

    Die meisten Einheimischen dort haben wir als sehr fröhlich erlebt.
    Dennoch haben wir große Unterschiede bemerkt, die abhängig davon waren wo man ihnen begegnet.
    In den Touristenstädten waren einige Leute doch schon ziemlich
    beharrlich aufdringlich. Von den Städten weiter weg gab esdann ein komplett anderes Bild.
    Gastfreundlich und beinahe schüchtern.Jedenfalls braucht man in den Orten keine Sorge haben beklaut zu werden.

    • Antworten

      Komm' wir machen das einfach

      März 25, 2018

      Hey Hey 🙂 Wir können dein Kommentar leider nicht zuordnen. Hier geht es um Flugangst, du berichtest über gastfreundliche Einheimische. Sollte dein Kommentar vielleicht eigentlich unter einem anderen Beitrag stehen? 🙂 Liebe Grüße Bolle

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